Archive for the ‘Take Your Mark’ Category

20.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
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Neue Trainingsmethoden aus den USA (1)

von Sigrid Deitelhoff

Ich ruhte mich am Beckenrand des Sportbeckens aus, als eine meiner Mitschwimmerinnen laut anmerkte, ich hätte mir in der letzten Zeit einen grauenhaften Schwimmstil angewöhnt. Was denn mit mir los sei? Wieso Schwimmstil, konterte ich, das ist die neue Trainingsmethode aus den USA. Ob sie die noch gar nicht kennen würde? Was, wirklich, fragte meine Kritikerin, jetzt schon wesentlich interessierter. Ja, klar – mit diesem “Ein-Bein-Kraulschlag” läßt sich sowohl die Koordination der Armbewegungen als auch der Rhythmus der Kraulbeinbewegung verbessern, fuhr ich fort. Oh, das ist ja spannend. Das mußt Du später auf der Cafeteria-Terrasse aber mal etwas ausführlicher erzählen, regte sie an.

Dort habe ich mich dann als ungeduldige Schwimmerin geoutet, die sich vor ein paar Tagen den Fußknöchel verstaucht hat und nun nur noch mit einem Bein den Kraulschlag ausführen kann.

Nein, also keine neue Trainingsmethode.  “Oh, wie schade. Diese neue Methode klingt eigentlich überzeugend”,  kommentierte meine Schwimmkollegin.… weiter lesen

25.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
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Freiwasserschwimmen

von Sigrid Deitelhoff

Für alle, die mal frei ausschwimmen und die heimatlichen Prinzenbad-Bahnen verlassen wollen:

Am 26.6.2010 findet das Strausseeschwimmen (1,25 km Strecke) in Straußberg statt.
Das 4. Internationale Saale-Schwimmen in Halle (Saale) startet am 10.7.2010 (2,25 km Strecke, flußabwärts).
Und wer dann immer noch nicht genug hat: Boddenschwimmen am 18.7.2010. Ein Langstreckenschwimmen über 2,6 km über die Dänische Wiek von Ludwigsburg nach Greifswald Eldena (Südmole).

In Berlin öffnen morgen alle Sommerbäder, die bisher noch geschlossen waren. Also für alle, die nicht unbedingt kilomenterweit schwimmen wollen: Die Bäder an der Rixdorfer Straße in Mariendorf und am Columbiadamm in Neukölln starten morgen ihre Sommersaison.

Und dann gibt es bestimmt noch Menschen, die in den nächsten Tagen überhaupt nicht schwimmen, sondern sich einfach nur einen Schwimmwettkampf anschauen wollen. In der Schwimm- und Sprunghalle (SSE) am Europasportpark in Prenzlauer Berg finden ab Montag, 28. Juni 2010 die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen und Wasserspringen statt.


24.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
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Public Swimming

von Sigrid Deitelhoff

Ein Public Viewing zur Fußball-WM im Prinzenbad wird von der FIFA nicht erlaubt. Ich weiß nicht, ob ich darüber wirklich traurig sein soll. Wohl eher nicht! Die Vorstellung, bei einer Fußball-Liveübertragung meine Bahnen zu ziehen, finde ich auch nicht besonders prickelnd. Das stört nur die Meditation.

Stattdessen fände ich ein Public Swimming lustig. Alle paar Tage könnten wir uns ein interessantes Trainingprogramm ausdenken und zu bestimmten Uhrzeiten ein Public Swimming veranstalten.

Ein erster Vorschlag für Samstag, den 27.6. morgens um 8:30 im Sportbecken.

Eine 800 m Schwimmpyramide wie folgt:

  • 50 m (also 1 Bahn) Brustschwimmen
  • 100 m (also 2 Bahnen) Kraulschwimmen
  • 150 m  (3 Bahnen) Brustschwimmen
  • 200 m (4 Bahnen) Kraulschwimmen
  • 150 m (3 Bahnen) Brustschwimmen
  • 100 m (2 Bahnen) Kraulschwimmen
  • 50 m Brust (1 Bahn) Brustschwimmen
  • Ausschwimmen! Fertig!

Wir sehen uns am Beckenrand?!

13.08.2009 von Sigrid Deitelhoff
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Von Schwimmarten, Schwimmstilen und Badeordnungen

von Sigrid Deitelhoff

… kein Wunder bei diesem coolen XXL-Look der Badehose.

Während sich die LeistungsschwimmerInnen bisher noch in hautenge Badehosen zwängen, lieben die Freibad-Kids die extra-langen Wadenschmeichler.
Nun haben jedoch die Bäderbetriebe in Allstedt in Sachsen-Anhalt mit Verweis auf die Badeordnung das Tragen langer Badehosen im Wasser aus hygienischen Gründen verboten. Darüberhinaus wird mit den vollgesogenen Hosen auch zu viel Wasser aus dem Schwimmbecken geschleppt und das kostet wieder Geld.

Auch in den Berliner Bäderbetrieben sind lange Badehosen, die über das Knie hinausreichen, nicht erlaubt. Dies kann jedoch in den 63 Berliner Bädern kaum kontrolliert werden. Die Bademeister drücken ein Auge zu, so lange die Badehosen wasserfest sind.

Ab 2010 verbietet der Internationale Schwimmverband (FINA) hautenge High-Tech-Anzüge. Eine Expertenkommission wird dann den Begriff “Textil” neu definieren. 6 Monate vor den Schwimmmeisterschaften 2010 müssen die Ausrüster ihre Badeanzüge der FINA zur Überprüfung zur Verfügung stellen.

Ob die SpitzenschwimmerInnen dann demnächst mit… weiter lesen

06.08.2009 von Sigrid Deitelhoff
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Weil es so schön war…

von Sigrid Deitelhoff

… noch einmal

Paul Biedermann mit 1:42,00 min vor Michael Phelps (1:43,22 min) beim Finallauf 200 m Freistil der Männer:

04.08.2009 von Sigrid Deitelhoff
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High-Tech-Rekorde

von Sigrid Deitelhoff

Eigentlich machte es mir nicht mehr so richtig Spaß, die Schwimmweltmeisterschaft in Rom zu verfolgen. Ständig wurden Weltrekorde (43) gebrochen – sogar in den Vorläufen und den Semifinal-Läufen. Keiner meiner Prinzenbad-MitstreiterInnen hat mehr wirklich einen Überblick über die Bestleistungen, Weltrekorde und Europarekorde, die allesamt schneller purzelten als wir gucken konnten.
Wer keinen der Weltrekorde verpassen wollte, mußte ständig auf den Fernseher glotzen. Oder gar nicht Fernsehschauen, weil die Rekorde sowieso inflationär und damit beliebig geworden sind. Weltrekorde scheinen nichts Besonderes mehr zu sein. Das ist schon fast langweilig.
Ganz absurd wurde es dann, als einige SchwimmerInnen bei den Semifinalläufen ihren eigenen Weltrekord unterboten und damit noch nicht mal mehr ins Finale gelangten – wie z.B. Daniela Samulski beim 100 m Rücken im Halbfinale.
Schuld an diesem Zustand sind die High-Tech-Badeanzüge. Und dann dauert es auch noch in der Regel eine viertel Stunde, bis… weiter lesen

03.07.2009 von Sigrid Deitelhoff
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Schwimmmeisterschaften der Masters

von Sigrid Deitelhoff

Nach diesen tollen Rekordzeiten im deutschen Schwimmsport haben wir PrinzenbadlerInnen so richtig Lust bekommen, an den nächsten Schwimmmeisterschaften der Masters teilzunehmen. Einen neuen Badeanzug haben wir dafür schon mal bei Karstadt gekauft – soll ja helfen, die Schwimmzeiten zu verbessern.

Jeden Tag trainieren wir nun fleißig unter Echtzeitbedingungen:

17.06.2009 von Sigrid Deitelhoff
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Extremsport

von Sigrid Deitelhoff

Momentan entwickelt sich das Prinzenbadschwimmen zu einer Extremsportart.

Die immer noch permanent anhaltende Kälte erfordert viel Mut, alle Schweinehunde morgens zu vertreiben, die sich uns in den Weg stellen.
Wenn wir das dann geschafft haben, zwingt uns die Baustelle auf der Baerwaldbrücke, die neue Trendsportart “Parkour” zu trainieren. Hierbei ist es angesagt, sämtliche gefährliche Hindernisse wie freiliegende Rohre, lose Bodenbretter mit rostigen Nägeln, klaffende Schlaglöcher und hupende Autos auf dem schnellsten und effizientesten Wege zu umgehen. Auf diese Weise gestählt stürzen wir uns in die kalten Fluten des Sportbeckens und beginnen mit dem Primärtraining, wobei die ausladenen Schwimmbewegungen der MitschwimmerInnen gegen die stark fallenden Körpertemperaturen an ein Boxcamp erinnern.
Noch ein paar Wassergrade weniger und wir können einen Eiscurling-Wettbewerb veranstalten.

04.09.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Wasserballer

von Sigrid Deitelhoff

Vor ein paar Tagen verstopften ein paar junge Männer die ersten zwei Bahnen des Mehrzweckbeckens.
Sie spritzten beim Kraulen das Wasser in alle Richtungen – immer den Kopf über Wasser haltend. Oh, die ersten Kids beginnen zu randalieren – dachte ich im ersten Augenblick. Nützt wohl doch nichts – dieses neue Sicherheitskonzept mit der Null-Toleranz-Strategie der Rothemden, wie sie im Tagesspiegel genannt werden.
Dann aber sah ich den Trainer am Beckenrand. In der einen Hand hielt er einen Ball und in der anderen eine Stoppuhr.

Diese wasserspritzende Kraultechnik (auch Indianerschwimmen genannt) ist eine beliebte Übung für den Aufbau, aber auch für die Überprüfung von Körperspannung. Sie ist super anstrengend und wird bevorzugt beim Wasserballtraining eingesetzt.
Mit einem Affenzahn zogen die jungen Männer (vermutlich Wasserballer) an mir vor bei.
Chapeau!

20.05.2008 von Sigrid Deitelhoff
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Von Schwimmwettkämpfen und bleiernen Kommentaren

von Sigrid Deitelhoff

Alle Schwimmsportfans unter uns kamen in diesem Frühjahr ausgiebig auf ihre Kosten.
Anfangs die EM in Eindhoven, dann die Kurzbahn-WM in Manchester und nun vor ein paar Tagen die Deutschen Schwimmmeisterschaften in Berlin.

Ich schaue mir eigentlich gerne Schwimmwettkämpfe im Fernsehen an, aber die TV-Kommentatoren haben mich dieses Mal doch sehr genervt. Dieser sexistische Sprachgebrauch der männlichen Berichterstatter finde ich unerträglich. Nicht selten wurden die Frauen-Wettkämpfe mit den Worten kommentiert wie z.B. “hoffentlich hält sie durch, sonst wird sie durchgereicht” und ähnlich machohaftes mehr.
In Manchester gab es zum Glück neben dem männlichen noch eine weibliche Berichterstatterin, deren Kommentare sprachliche Qualität und Schwimm-Fachwissen aufwiesen. Interessant war es, als sie z.B. erklärte, wann eine Kippwende am schnellsten ist. Leider wurde sie immer wieder von ihrem männlichen Kollegen unterbrochen, der einfach nur die Schwimmzeiten von der Tafel ablas – hin und wieder auch noch… weiter lesen