Die Schleichwerbe-Recherche

Visitenkarte mit meiner falschen Identität

Visitenkarte mit meiner falschen Identität

Ich habe für die taz getestet, ob die Themenauswahl der Medien käuflich ist. Dazu habe ich eine fiktive Werbeagentur gegründet und bin unter falscher Identität zu zehn Verlagshäusern in der ganzen Republik gefahren. Ich erzählte den Zeitungen: Meine Agentur berate angeblich Firmen bei der Entscheidung, in welchen Medien sie ihre bezahlten Anzeigen schalten. Ich habe mich darauf spezialisiert, dass die Anzeigen in einem “geeigneten Umfeld” erscheinen. Mit Umfeld sind die Artikel gemeint, die in der Zeitung direkt neben der Anzeige stehen. “Geeignetes Umfeld” ist eines der Codewörter der Branche für Schleichwerbung. Ich knüpfte meine Anzeigen also an die Bedingung, dass auch ein journalistisch anmutender Text zu dem von mir vorgegebenen Thema in der Zeitung erscheint. Wenn das klappt, tastete ich mich weiter vor. Ich habe dann verlangt, dass die Zeitung das Thema nicht nur aufgreift, sondern es auch positiv und unkritisch macht. In der nächsten Stufe sollte sie auch den Namen des geldgebenden Unternehmens im Text erwähnen und dessen Produkte loben. In der höchsten Stufe wollte ich den Text gleich selber schreiben. Und dabei durfte der Text weder wie eine Anzeige aussehen noch mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichnet sein. Zeitungen, die darauf eingehen, würden gegen die Landespressegesetze und die Standesregeln verstoßen.

 

Meine Lockangebote dienten dazu, mit den Mitarbeitern der Zeitungen ins Gespräch zu kommen. Damit die Verlage mir bei meinem Besuch im Sommer 2009 erzählten, was denn allgemein bei ihnen üblich ist. Schließlich wollte ich ja etwas über die strukturelle Käuflichkeit der Medien herausfinden. Am käuflichsten waren die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Zeit und das Neue Deutschland. Als unkäuflich stellten sich das Handelsblatt, der Spiegel und die Bild-Zeitung heraus. Bei den anderen Medien ist es so mittel: ein bisschen Einfluss auf die Themenauswahl ist möglich, aber sie sind nicht völlig schamlos.

 

Vor der Veröffentlichung der Ergebnisse habe ich außerdem versucht, noch eine aktuelle Stellungnahme von der Chefredaktion einzuholen. Diesmal unter meinem echten Namen und mit der Ankündigung, diese Stellungnahme in der taz zu drucken – ohne von meiner vorherigen verdeckten Recherche zu erzählen. So wollte ich herausfinden, ob die offizielle Außendarstellung abweicht von den Angaben, die ich undercover bekomme. Hier nun meine Ergebnisse. Ich wähle gleich zehn Medien ausgewählt, um eine möglichst breite Mischung zu bekommen: Magazine und Tageszeitungen, bekannte und weniger bekannte.

 

- Frankfurter Rundschau
- Handelsblatt
- Die Zeit
- Darmstädter Echo
- Märkische Allgemeine Zeitung
- Westdeutsche Allgemeine Zeitung
- BILD-Zeitung
- Neues Deutschland
- Der Spiegel
- Geo Saison

 

In diesem Blog schreibe ich außerdem, warum ich in diesem Fall verdeckt recherchieren durfte, warum Zeitungen nicht schleichwerben dürfen und was die Standesregeln zur Schleichwerbung sind. Nebenan im taz-Hausblog steht, wie die verdeckte Recherche ablief – von der Gründung einer Briefkastenfirma über das Nervenflattern kurz vor den Besuchen bis zur versteckten Kamera. Auf der Webseite unseres Illustrators Felix Gephart sieht man auch die sechs Illustrationen, mit denen wir in der gedruckten Ausgabe den Artikel über diese Recherche bebildert haben und in denen Journalisten – ein gängiges Schimpfwort aufgreifend – als Medienhuren dargestellt werden.

 

Das große Vorbild für diese Recherche war natürlich Volker Lilienthal vom Fachdienst epd Medien, der mit der gleichen Recherchemethode Schleichwerbung in der ARD-Vorabendserie Marienhof aufgedeckt hatte. Besonders hilfreich bei der Vorbereitung war für mich auch das netzwerk recherche mit seiner Fachkonferenz über Verdeckte Recherche (hier die Beispielfälle und Ergebnisse). Womöglich hätte ich mich aber trotzdem nicht getraut, wenn ich nicht nach dem Studium bei einem Praktikum bei der TV-Produktionsgesellschaft autorenwerk von Marcus Lindemann gemeinsam mit einer Kollegin auf verdeckte Recherche für die ZDF-Sendung Wiso gegangen wäre.

 

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Kommentare (71)

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  4. @ Dr. Hase:

    Mit einer etwas differenzierten Auseinandersetzung zum Thema kommen möglicherweise auch Sie zu dem Ergebnis, dass die verdeckte Recherche Herrn Heisers nicht unbedingt vergleichbar mit verdeckten “Ich-teste-mal-die-Fahrradwerkstatt”-Recherchen ist.

    Natürlich hat Herr Heiser Mut bewiesen. Er hat etwas getan, wovor er Angst hatte… und das ist mutig.

    Wenn Sie das gleiche tun und keine Angst davor haben, brauchen Sie dafür eher weniger Mut.

  5. @Prof. Karnickel
    Zitat: “Und es beweist großen Mut, sich solch extremen Herausforderungen überhaupt zu stellen. Wenn man sie dann sogar noch meistert, ist das eine wirklich große Sache.
    Meine volle Anerkennung dafür, Herr Heiser.”

    Diesen “großen Mut” beweisen div. Redakteure verschiedener Privatsender jede Woche-
    wir testen mit versteckter Kamera – Autoreparatur, Fersehreparatur, Schnellrestaurant, Kosmetikstudio und und und

    @Kyra
    Zitat: “Dr. Hase: note 1 in der unsachlichkeitsprüfung. sehe auch keinen sinn darin, geschilderte erfahrung zu bekritteln. unnützer kommentar. hirnspam.”

    Wenn Sie sich in der Materie etwas auskennen würden und wenn Sie dann noch die Recherche von Herrn Heiser richtig gelesen hätten, ja dann hätten Sie vielleicht auch verstanden das an den meisten Anschuldigungen überhaupt nichts dran ist. Der Hauptteil der Mediaberater hat Herrn Heise redaktionell gestaltete Texte in Anzeigensonderthemen angeboten, das hat nichts mit den reinen redaktionellen Inhalten der Zeitungen zu tun.
    Und im übrigen gibt es solche Anzeigensonderthemen mit passendem redaktionellen Umfeld schon seit den frühen siebziger Jahren. Fazit – viel Wind um nichts!

  6. Erst vor kurzem haben ich auf golfnerd.de einen ähnlichen Artikel zum Thema gelesen. Dem Autor ist aufgefallen, dass das Golf Journal hauptsächlich aus Werbetexten besteht, die sich als redaktioneller Text tarnen. http://golfnerd.de/?p=217

    Zeitungen und Zeitschriften bringen nicht viel Geld ein, es ist also nicht verwunderlich, dass das Geld zusätzlich über andere Wege als Anzeigen reingeholt wird. Es sei denn, man ist die Bild-Zeitung und hat täglich 82 Millionen Leser.

  7. Pingback: (Un-)verkäufliche Artikel? | Geppbloggt

  8. Die Erfindung des 2 rädrigen Vehikels kann ja noch weitergeführt werden. Schweisst doch einfach mal 2 Rahmen aneinander, hängt eine Sitzgelegenheit dazwischen und fertig ist das 0.5 Liter Auto.

  9. Pingback: Spontis Wochenschau #10/11

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  11. ja, zur perfektion hätte man die taz mit hineinnehmen müssen. das ist der taz bestimmt auch klar. es anzumerken, reicht – deswegen die leistung der ganzen restlichen investigativen recherche abzusprechen, finde ich unredlich. stimme Peter zu: jeder kann die taz testen. der clou ist: welche andere zeitung hätte so frech im eigenen business gewühlt? tolle QA maßnahme im angekrachten journalismus, der sich endlich mal berappeln muss. find ich gut.

    @Wolfgang Hettfleisch: sportsgeist bewiesen (“Kaufe grimmig ein r”) ;) find ich auch gut.

    @butters: stimmt, no comment politik würde hirnspam verhindern. aber doch damit nur verdecken, wie die menschenskinder so drauf sind.

    @Dr. Hase: note 1 in der unsachlichkeitsprüfung. sehe auch keinen sinn darin, geschilderte erfahrung zu bekritteln. unnützer kommentar. hirnspam.

  12. Archaischer Instinkt. In solchen (neuen) Situationen hat jeder Angst. Das ist völlig normal.
    Und es beweist großen Mut, sich solch extremen Herausforderungen überhaupt zu stellen. Wenn man sie dann sogar noch meistert, ist das eine wirklich große Sache.
    Meine volle Anerkennung dafür, Herr Heiser.

  13. @Dr. Hase: Ich habe mir auch immer wieder gesagt, dass mir objektiv gesehen nichts passieren kann. Subjektiv hatte ich trotzdem Nervenflattern.

  14. Pingback: Der Schleichwerbung überführt « Die Blog

  15. Pingback: NRW-Schulblog » Blog Archive » WAZ - unabhängig, überparteilich?

  16. Pingback: Käuflichkeit der Presse « Bulldog Blog

  17. 1. April? War das ein Aprilscherz? Ich hoffe nicht ;-). Auch die taz-Pressemitteilung trägt das Datum 1. April …

    http://www.presseportal.de/pm/42630/2019316/taz_die_tageszeitung

  18. Auszug aus dem link:

    “Was Medienjournalismus viertens wirksam, das heißt wiederholend, prominent und penetrant leisten sollte: die Aufklärung über den Einfluss großer Interessen auf die Medien mithilfe von Public Relations.
    PR ist vermutlich für die meisten Menschen kein fest umrissener Begriff. Sie kennen den Anteil von Public Relations gesteuerten Beiträgen in ihren Medien nicht. Sie wissen nicht einmal, was „ots“ – Originaltextservice – bedeutet. Woher denn auch.
    Sie vermögen vermutlich in der Regel nicht zu unterscheiden zwischen redaktionellen und PR-Beiträgen. Sie wissen nicht, dass manche Stücke ihrer Fernsehsender gar nicht dort, sondern außerhalb von privaten Produzenten im Auftrag von Firmen und anderen Interessenten produziert werden. Zapp hat am 21. April, also vor gut einer Woche, über einen markanten Fall dieser Art berichtet, über einen Fake-Nachrichtenbericht von N 24 im Auftrag der Dresdner Bank, der von der PR-Agentur Mhoch4, einer Tochter der Markenfilm GmbH, produziert worden war.

    Die Zuschauer wissen normalerweise nichts von solchen Machenschaften. Sie nehmen an, so etwas würde im Sender produziert, sie wissen nicht, dass der Sender dafür nichts bezahlen muss.”

  19. Bemerkenswert ist, dass die Bildzeitung unter Kai Diekmann sich so lobenswert verhält.

  20. Mich würde auch interessieren, wie die taz abschneiden würde, wenn sie so getestet wird. Die Holofernes/Bild – Affäre läßt da nichts gutes vermuten. Die persönliche nicht-durchführbarkeit ist mir allerdings durchaus klar. ;-)

    Außerdem hätte mich das Abschneiden der c’t interessiert, leider wurde die ja nicht getestet. :)

  21. Ich lach mich schlapp, soviel Quatsch und dafür 30 Tage Arbeit,nichts neues aber selten soviel Blödsinn gelesen

    “…Der Besuch bei den Verlagen beginnt in der Regel damit, dass der Mitarbeiter der Anzeigenabteilung uns am Empfang abholt und durch das Verlagsgebäude in sein Büro begleitet. Dieser Teil ist immer besonders kritisch…Haben Sie unser Verlagsgebäude gut gefunden? Sind Sie mit dem Auto da? Haben Sie noch andere Termine hier in der Region? Tausend Möglichkeiten, sich zu verplappern.”

    Oh mein Gott, wer weiß was die Angestellten mit Ihm gemacht hätten wenn er sich “verplappert” hätte, gleich geteert und gefedert oder einfach nur aus dem Fenster geworfen???
    Und wie sollte das “verplappern” eigentlich aussehen – “Ja ich bin mit dem Auto da, mit dem TAZ Redaktions- Auto um genau zu sein” oder “Nein ich habe nur den einen Termin weil ich noch den Artikel fertig schreiben muss”

    Lächerlicher Artikel auf RTL (Wir testen mit versteckter Kamera)Niveau.

  22. >>Herzlichen Glückwunsch an den Autor dieses Artikels, dass er endlich in der Realität angekommen zu sein scheint, auch wenn er uns Lesern glauben machen will, dass diese Realität PÖSE zu sein scheint.<<

    Ich finde diese Realität erschreckend. Eine Realität, in der wir wie selbstverständlich davon ausgehen, daß eigentlich alle Zeitungen uns systematisch belügen.

    Noch erschreckender als diese Realität finde ich die Leichtfertigkeit, mit der diese Zustände achselzuckend zur Kenntnis genommen werden.

  23. Es steht doch jedem frei, die taz zu testen. Dazu muss man nicht einmal ein Journalist sein.

  24. Die Antwort Herrn Heisers, wieso er die taz nicht getestet habe, ist in Bezug auf seine eigene Person nachvollziehbar.

    Wieso in diesem speziellen Fall nicht ein Kollege darum gebeten wurde, sich um die taz zu kümmern, ist nicht so leicht erklärbar.
    Es ist allgemein bekannt, dass Journalisten untereinander gut genug vernetzt sind, um so etwas durchziehen zu können und außerdem clever genug sind, von allein auf so eine Idee zu kommen.

    Verständlich ist natürlich, dass Herr Heiser keinesfalls den Wunsch gehabt hat, den eigenen Arbeitgeber zu blamieren und damit die vorgebliche Unantastbarkeit der taz in Frage zu stellen.

  25. Die einzige Frage, die sich stellt ist: warum wurde die TAZ nicht getestet? Oder Sie wurde getestet und es kam noch schlimmeres raus!!!!
    Ich finde dies “Umfrage” an sich schon beschämend. Aber auf so eine Idee kommt nur eine TAZ. Unfassbar. Toll, wie man eine gesamte Branche besudelt…

  26. Als ich loslas, dachte ich so: Ach toll, wieder ein Aufregerknallerthema. Und dann so’ne müde Nummer. Ehrlich gesagt, hätte ich persönlich keines der Beispiele als redaktionellen Inhalt wahrgenommen (und ich bin auch wahrlich nicht der Hellste). Kennt man doch sowas. Es mag Menschen geben, bei denen das nicht so ist. Ja und? Haben die sich damit nicht sowieso für jede tiefergehende Diskussion disqualifiziert?

  27. Pingback: Sportfotografen, Hochjazzen, Apple » ronniegrob.com

  28. Das ist doch nichts neues und wird bei den regionalen Zeitungen alltäglich angewandt, um die regionale Branche zu stärken und ein Forum zu schaffen. Herzlichen Glückwunsch an den Autor dieses Artikels, dass er endlich in der Realität angekommen zu sein scheint, auch wenn er uns Lesern glauben machen will, dass diese Realität PÖSE zu sein scheint. Und wer mir jetzt erzählen möchte, dass die TAZ sich hier scheinbar anders verhält und zu den “weißen Schafen” der Branche zählt, die absolut unkritisch berichten und nie nie niemals Werbung schalten, geschweige denn von Werbung mit finanziert werden… da kann ich nur leise lachen. Mir scheint dieser Artikel selbst eine sehr gekonnte Eigenwerbung zu sein, um die Konkurrenz schlecht aussehen zu lassen (man beachte die Auflistung der PÖSEN Verlage) und sich Markttechnisch besser zu positionieren (Zitat Wiki: “Die Positionierung im Marketing bezeichnet das gezielte, planmäßige Schaffen und Herausstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Einschätzung der Zielgruppe klar und positiv von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet.”). Und das ganze verpackt in einem scheinbaren “Blogeintrag”… scheinbar neutral und aufklärend. Die TAZ macht hier also bei näherer Betrachtung Werbung für sich selbst. Wenn das mal nicht “unkritisch recherchiert” ist. Leute, Leute… werdet erwachsen! Zum Kotzen das…

  29. Pingback: Morgenlinks mit Schleichwerbung, Netwerkverwirrungen & Stalins Badezimmer | netzfeuilleton.de

  30. Tach, Kollege Heiser

    Unterschreibe ich so vollumfänglich und nehme das Förmchen förmlich zurück. Es ist indes nicht, wie hier zumeist diskutiert, ein Problem mangelnder Trennung von Anzeigen und redaktionellem Inhalt. Es geht vielmehr um die gezielte Imitation redaktioneller Textformen und -optiken. Falls der Eindruck nicht täuscht, widmet sich ein ganzer PR-Industriezweig inzwischen dieser Form der Journalismus-Mimikry. Die gute Nachricht ist, dass ein aufgeklärter Leser das sofort erkennt.

    Gruß zurück
    W. Hettfleisch

  31. Hallo Herr Hettfleisch,

    es stimmt, die Redaktion der Frankfurter Rundschau ist laut dem Ergebnis meiner Recherche nicht käuflich. Die Redaktion arbeitet allerdings in einem Verlag, in dem sie nicht alle Seiten mit redaktioneller Anmutung befüllt. Für einzelne dieser Seiten ist auch die Anzeigenabteilung zuständig.
    Wenn bei den Lesern der Eindruck entstehen kann, bei einer bezahlten Anzeige handele es sich um redaktionellen Inhalt, dann hat die Zeitung ihre Leser getäuscht. Ob dafür innerhalb einer Zeitung nun die Redaktion oder der Verlag zuständig ist, ist sowohl für den Leser als auch für das schleichwerbende Unternehmen egal.

    Beste Grüße
    Sebastian Heiser

  32. Pingback: Wie käuflich sind deutsche Printmedien? « Medienjunkie

  33. Wie heisst es so schön? ” to beat a dead horse”? Das Thema ist hinlänglich bekannt und recherchiert, gut, es sollte trotzdem immer wieder hochgeholt werden und selbst wenn wie oben verlangt, die kleinen Subverlage der grossen Zeitungen, aufs Korn genommen würden, wundert sich noch jemand?
    Viel besser wäre mal eine Untersuchung der fortschreitenden Berlusconisierung der Medien in Europa!

  34. Nun ja die die Schleichwerbung aktiv publizieren haben, riechen denn Braten natürlich.

    Bei nächsten Mal sollten Sie mit dem Presserat zusammenarbeiten ;)

  35. Vielleicht hab’ ich ja irgendwas falsch verstanden angesichts der allgemeinen Begeisterung. Ich rekapituliere: Herr Heiser hat irgendwen aus der FR-Anzeigenabteilung kontaktiert, der, falls der Preis stimmt, anbot, dass PR-Texte als redaktioneller Inhalt verkauft werden. Zumindest ist es das, was die Kommentarschreiber hier glauben. Tatsächlich geht es um (hoffentlich entsprechend gekennzeichnete) Reiseberichte im PR-Kontext, die irgendein Subunternehmer für eine Beilage fabriziert. Das macht es nicht schöner, hat aber mit der Redaktion/dem redaktionellen Inhalt der FR (schöne Grüße vom sinkenden Schiff) mal null komma nix zu tun. Warum? Weil besagter Anzeigenmensch (dem würd’ ich gern mal das eine oder andere sagen), so er länger als eine Woche hier ist, genau wüßte, dass er sich seinen Steuerparadies-Austria-Kram ans Knie nageln kann. Heiser behauptet ja auch keineswegs, dass wir redaktionelle Texte meistbietend verhökern. Aber er kalkuliert damit, dass genau dieser Eindruck entsteht. Bin mir nicht sicher: Ist das nur naive Eitelkeit von einem, der sein Schaut-mal-meine-Recherche-Förmchen rumzeigt, oder doch schon perfide?

    W. Hettfleisch, FR-Sportedakteur

  36. Respekt vor der Leistung. Ich hoffe doch sehr, dass diese Arbeit nicht ihr Ziel verfehlt. Weiter so!

    Mit vernetzten Grüßen,
    yt

  37. Pingback: Taz-Test: So einfach ist es mit der Schleichwerbung - FINBLOG.de - Aktuelle Notizen vom Finanzjournalist Andreas Kunze

  38. Pingback: Sebastian Heiser reports about his investigative recherches about illegal advertising practises in media. | Folia lib.

  39. Man merkt deutlich, dass man nicht einmal etablierten Zeitungen blind vertrauen sollte…
    Wo Geld verdient wird wird scheinbar auch immer ein gewisser Grad an Korruption herrschen…enttäuschend…

  40. Der 01.04. ist aber nur zufällig, oder?

  41. Was für unglaublich versnobte Kommentare teilweise! Pro “No Comment” sage ich, Onlinekommentare bringen selten etwas Gutes.

    Vielen Dank für die genaue Beschreibung Ihrer Recherchen!

  42. Pingback: Zeitungssterben - eine deutsche Realität

  43. Pingback: Ich kaufe mir ne MAZ : : Der Herr Schuh

  44. Pingback: Das Darmstädter Echo schlägt Schleichwerbung (fast) aus. « Darimunds Blog

  45. Pingback: sind nicht käuflich, nein : random:notes

  46. Schade das die Taz nicht auch getestet wurde :(

    Oder gab’s von den irgendwelche Geschenke?

  47. Ein altes Lied, leider…
    Dennoch wichtig, auch in der Öffentlichkeit immer wieder darauf aufmerksam zu machen!

    Ähnliches dazu hier:
    Journalismus im Bett mit der PR: 50% reiner Spin
    http://www.kobuk.at/2010/12/journalismus-im-bett-mit-der-pr-50-reiner-spin/

  48. Interessante Recherche, aber nicht neu. Jedem durchschnittlich gebildeten LEser fällt es doch bei Magazinen und Zeitungen oftmals auf, wie Werbung und positiver Bericht manches Mal fast auf einer Seite gekoppelt sind.
    Ein gutes Beispiel sind Automagazine – in keinem anderen Land wird man über das Auto definiert, was man fährt. Hierzulande schon. Und da ist es klar, dass der Hauptwerbekunde auch in den Vergleichstests stets besser ausfällt.
    Das ist auch in anderen Magazinbereichen üblich und nicht verwunderlich.

  49. Pingback: Medial Digital» Linktipps Neu » Linktipps zum Wochenstart: Was Universal und deutsche Verlage eint

  50. Danke für die Anwort und: weiter so…

  51. Pingback: die tageszeitung (taz) deckt auf: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) auch mit Schleichwerbung? » Pottblog

  52. Jaja, das alte Spiel.
    Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
    Im Grunde sagte mir fast jeder, das ihre Leser ein Bericht über meinen Service interessieren würde und das Sie gerne über mich berichten wollen.
    Das es die Leser wohl nur interessiert, wenn ich auch eine Anzeige schalte, wurde mal so und mal so erwähnt. Mal eindeutig und mal unterschwellig.
    Das Ergebnis war auf jeden Fall immer das gleiche.
    Egal ob große Zeitung oder kleine Zeitschrift.

    Naja, immerhin weiß ich seitdem über die Glaubwürdigkeit von Zeitungen besser Bescheid.

  53. respekt! hut ab!

  54. @gudrun: Der Presserat verteilt alle paar Monate mal ein paar Rügen wo dann irgendwo möglichst kurz berichtet wird. Selbstkritik bei Parteien hört man ähnlich häufig. So kommt es mir zumindest vor. news.google hat ein Archiv für alte Meldungen um nachzusehen. Dann wird Dir die Bedeutung und Leistung des Presserates für die Demokratie bzw. Deutschland klar.

    Mit wenig Aufwand könnten Reporter sowas in besser selber im Internet aufsetzen. So wie Bildblog aber massiver und strukturierter. In einem Land wo Meinungsfreiheit noch etwas gilt. Jeder Bürger dürfte Beschwerden einbuchen. Jeder Reporter sieht jede Beschwerde. Aber erst wenn genug Reporter dafür voten, wird die Beschwerde öffentlich. Reporter die auf ihr Stimmrecht dort verzichten, sind dann selber schuld.
    Dann wären beispielsweise die angeblich vom Ministerium gekauften Radio-Beiträge nicht wegen Verschleppung gelöscht worden. Die Radio-Sender müssen Ihre Aufnahmen nur 100 (?) Tage aufbewahren. Das Internet wäre schneller gewesen als die Fax-basierte Beanstandungs-Bearbeitungs-Behörde.
    Nach ein paar Monaten wäre die deutsche Presse deutlich sauberer. Weil Presse-Schlampigkeiten über die Site sofort öffentlich sind, und jeder im Business schnell lernt, was man besser sein lassen sollte. Merk- und denkbefreit seiner Leistungs-Schutz-Arbeit wie gewisse Retro-Regierungs-Reporter nachzugehen geht dann immer weniger. Schade das es keiner (Piraten ?, CCC, FOEBUD) programmiert. Wirklich aufwendig wäre es nicht.

  55. Pingback: Käufliche Zeitungen, Big Brother Awards und freiheitszerstörende Post-Privacy-Fuzzis bei Metronaut.de – Big Berlin Bullshit Blog

  56. @Henning: Das Netzwerk Recherche war an der Recherche nicht beteiligt. Ich habe bei der verdeckten Recherche auch keine Mitglieder des Netzwerks getroffen (ich habe mich ja immer mit Mitarbeitern der Anzeigenabteilungen unterhalten, und die können beim Netzwerk Recherche gar nicht Mitglied werden).

    @Hanno und Frank: Das hätte nicht geklappt. Die Mitarbeiter der taz-Anzeigenabteilung kennen mich zumindest vom Gesicht her, weil sie im gleichen Haus arbeiten und man sich auf den Fluren, beim Mittagessen und bei Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern ständig über den Weg läuft. Wenn ich jetzt dort angekommen wäre und behauptet hätte, mein Name sei Tobias Kaiser und ich wäre der Mitarbeiter einer Werbeagentur, dann hätten sie mich ausgelacht …

    @Gudrun: Das Pressegesetz stelle ich hier vor: http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/die-rechtslage-bei-schleichwerbung/

  57. Hallo Sebastian Heiser, vielen Dank für diese Recherche! Lange überfällig, aufzudecken, dass Einflussnahme der Anzeigenkunden auf Themenwahl und Inhalte der Artikel keine Ausnahme darstellen.
    Und Respekt für den Mut zur verdeckten Recherche.
    Vielleicht könnte man in einem zweiten Teil nochmal Begriffe klären, das Pressegesetz vorstellen und die Frage stellen, warum der Presserat zu oft im Sinne der Medienunternehmen entscheidet. Und was der Presserat überhaupt ist. Meiner Erfahrung nach,wissen viele Leser und Leserinnen, die nicht aus der Branche kommen, nur wenig über die Gepflogenheiten im Medien- und Anzeigengeschäft. und: auch der Spiegel hat nicht die saubere Weste, die die Recherche nahelegt. Denn hier gab es mehrere Fälle, bei denen zum Beispiel ein Professor der Ruhr-Uni Essen im Interview erklärte, warum wir weiter Kohlestrom brauchen. Über eine Doppelseite, die nicht als Anzeige gekennzeichnet war, weil sie – so der Presserat dazu – sich im Layout deutlich vom Zeitungsinhalt unterschied. Das war aber nur auf den dritten oder vierten Blick erkennbar. Üblicherweise sagt man ja dazu in Anzeigenabeteilungen: dann ist der Leser ja selbst schuld, wenn er das nicht erkennt. Sehr zynisch.
    taz rockt!

  58. Das ist nichts Neues. Seitdem ich als Internetpublizist arbeite, erlebe ich durchgängig, dass meistens nur diejenigen Werbeschaltungen erhalten, die das mit entsprechenden Artikeln und Testergebnissen “würzen”. Da man dies immer nur in Gesprächen erfährt, kann man dies nicht belegen. Ich auch nicht. Aber ich habe in so vielen Gesprächen gehört, dass es so ist, dass ich es auch glaube. Und weil meine Artikel zwar gut recherchiert sind aber mit einer unanhängigen Berichterstattung, fliege ich da immer schon im Vorfeld raus.

    Thema Reisen:

    Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Medien ist die PR mit dem Besichtigen “wichtiger” touristischer Höhepunkte und den Geschenken etc. doch ebenso drin. Wer auf der ITB war und dort Augen und Ohren aufgehalten hat, der ahnt auch, warum PR und Presse, Funk und Fernsehen so eng zusammen sind.

    Erstes Beispiel: Auf einer Pressekonferenz auf der ITB wird eine Region mit den neuen Höhepunkten vorgestellt. Auf allen Stühlen für die Journalisten stehen Tüten mit schicken Geschenken. Mich fragt jemand, was denn mit den Tüten sei. Ich sage, dass ist wohl der der Unterschied zwischen Presse und PR. Nach der Veranstaltung waren alle Tüten weg, auch die von den Stühlen der Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender.

    Zweites Beispiel: Dabei müssen wir nicht ins Ausland: wer im öffentlich-rechtlichen Raum, geschweige denn privat, berichtet denn über die Dumpinglöhne in einigen deutschen Feriengebieten? Das hat eigentlich mehr mit Journalismus zu tun als Top-Hotels und Events.

    Dass eine Anzeige auch als “Anzeige” gekennzeichnet sein muß, weiß jeder, der damit zu tun hat. Aber es wird vielfach nicht gemacht und die Konkurrenz schweigt meistens – warum wohl?

    Ich finde es gut, dass dies hier angesprochen wurde, aber der Ehrliche ist der Dumme.

  59. Pingback: kulinaria katastrophalia

  60. Eine sehr spannende und erschreckende Zusammenstellung. Vielen Dank dafür!

    In der Tat wäre es interessant, wie von Jason Thomas angesprochen, auch die kleineren, spezialisierteren Titel eines Verlages unter die Lupe zu nehmen. Auch ich sehe hier ein noch erheblich größeres Schleichwerbe-Potenzial als bei den “Flagschiffen”.

    Und was mich, wie auch schon Hanno und Frank, interessieren würde: Wie hält es die taz selbst mit der Schleichwerbung? Erst vor wenigen Wochen gipfelte ja die Auseinandersetzung zwischen Wir-sind-Helden-Sängerin Judith Holofernes und der Bild-Zeitung in einer merkwürdigen Interview-Anzeigen-Verquickung – ausgerechnet in Ihrem Blatt. Gibt es bei der taz die Möglichkeit, über die Anzeigenabteilung einen – wie auch immer gearteten – Einfluss auf den redaktionellen Teil zu nehmen? Gibt es die Möglichkeit der “Anzeigensonderveröffentlichung” o.ä.?

  61. Interessant wäre eine Gegenprobe zur eigenen Zeitung, der taz. Aber. Wenn das schief geht würde es dann hier stehen? Anders rum, würde man es glauben?

  62. Ihre Recherche und deren Ergebnis habe ich mit Interesse verfolgt. Danke dafür.
    Doch bitte bitte redigieren Sie Ihre Texte sorgfältiger. Es kommt einer Zumutung gleich, sich dort hindurch zu kämpfen.

  63. Man sollte anonym nutzbare Webseiten haben, um sowas anonym für alle Standesregeln aller Berufsgruppen melden zu können. Die Presse versagt aber schon dabei.

    Bitte vielleicht klar für Normalbürger abgrenzen, wie man Seriös und Unseriös trennt.
    Wenn Computerbild oder ct die neuen Win7Phones testet und eine ANZEIGE mit den Microsoft-Händlern daneben steht, wo man die Phones testen kann ? Das ist evtl sogar mal informative bzw. hilfreiche Werbung. Wenn Merkel+CDU 30 Minuten im ÖR vorgestellt werden und danach CDU-Werbung ? Wenn Kretschmann+Grüne 30 Minuten im ÖR vorgestellt werden und danach Grünen-Werbung ?

    Fahrrad-Zeitschriften kriegen schon mal Leserbriefe, wieso immer die guten teuren Modelle mit Rohloff, Magura, SON usw. getestet werden und nicht die normalpreisigeren Modelle mit “nur” Shimano (wenn auch XTR/XT/DX).
    Nur Warentest kauft doch m.W. selber. Die meisten Redaktionen kriegen m.W. die Test-Geräte wie Fernseher, DVD-Player, Fahrräder, Autos usw. kostenlos zur Verfügung gestellt.
    Ist es wirklich unzulässig, einen Reisebericht zu schreiben, wenn der Tourismusverband oder der Hotelbetreiber die Reise bezahlt ?
    Und die ct ist zur Cebit auch dicker. Artikel werden zeitlich also geschoben. Von daher ist die Schaffung eines “passenden Umfeldes” nicht schwierig oder oft auch nicht unmoralisch, wenn man in der Samstags-Ausgabe jeweils über einen anderen Kontinent bzw. eine andere typische Rentner-Krankheit berichtet. Wenn in Düsseldorf Japan-Tage sind, die vom Japan-Werbe-Verein oder sonstwem veranstaltet werden, sind halt vermutlich mehr als üblich Japan-Berichte in den Zeitungen und mehr Werbung für Japan-Geschäfte und -Restaurants.
    Wenn am Montag 30 Doku-Minuten über die CDU laufen und Merkel gleich drauf die Talkshow “bucht”/besucht und SPD am Dienstag dran ist und dasselbe macht usw. wird das sogar als sinnvoll und informativ empfunden, obwohl jeder Politiker-Auftritt im Wahlkampf als pure Werbung einzustufen.

    Andere “Umfelder” sind Verkaufs-offene Sonntage oder Berichte über Eröffnungen von Gewerbeparks wo die Firmen Werbung schalten.
    Daher ist die Abgrenzung von gut und böse bei “geeignetem Umfeld” hier nicht so einfach und die Umfeld-Nutzung wird schon fast pauschal verurteilt. Da könnte der Bericht bzw. Blog bitte klarer abgrenzen wo böse beginnt. M.E. halt wo man Firmennamen gegen Geld bzw. Aufträge reinschreibt bzw. “positiv und unkritisch” berichtet.
    Ansonsten dürften Modellbaushops ja nicht in Modellbau-Magazinen Werbung schalten oder Automarken im ADAC-Magazin weil diese Zeitschriften ja das pure 100%ige Umfeld für sowas sind. Und wenn im Sommer weniger Werbung reinkommt gibt es eine Doppelausgabe oder die Zeitschrift ist dünner. Das ist aber noch lange nicht inkorrekt.

    Bei moralischen Artikeln also bitte klarer abgrenzen was und warum gut und böse ist damit der “flüchtige Durchschnittsleser” keinen falschen Eindruck bekommt.

    Davon abgesehen natürlich eine gute Idee die man wiederholen sollte. Der Zeitrahmen Sommer 2009 bis April 2011 ist aber vielleicht etwas lang.
    Siehe Frankfurter Rundschau. Manche Publikationen haben vielleicht schon mehrmals Leute oder Inhaber gewechselt und man ist in der Konjunkturwelle/Schweinezyklus schon viel weiter.

  64. Also richtig cool wär’s ja jetzt gewesen wenn ohne Wissen der eigenen Vorgesetzten die taz gleich mitgetestet worden wäre ;-)

  65. So funktioniert investigativer Journalismus nicht. Der richtige Weg wäre gewesen direkt an die speziellen Themen und Fachmagazine der einzelnen Verlage zu gehen. Die Flaggschiffe selbst zeigen sich sauber. Ihre kleineren Fachmagazine dagegen sammeln links und rechts Gelder durch bezahlte Inhalte. Allein dem Verbund der Verlagsgruppe Handelsblatt gehören 12 Tochterunternehmen an. Diese wiederum vertreiben Zeitschriften und Inhalte in großen Stil, teilweise in sehr speziellen Fachbereichen. Zudem gibt es weitere Publikationen, die alle von bezahlen Inhalten leben. Das sind beispielsweise Marktforschungsstudien, Reports und Berichte etc. – diese werden dann mit dem Namen der großen Verlage beworben. Hier hätte man ansetzen müssen. Sehr schade, dass der Journalist losgelaufen ist, ohne die Verlagslandschaft zu kennen.

  66. Mich würde das Verhalten vom netzwerk recherche interessieren, schließen arbeiten einige Mitglieder auch in mindestens einem der aufgezählten Verlagshäuser. Gab es da “Verwicklungen”?

  67. Wer hat noch mal gesagt “Stirb Zeitung, stirb!” Ich kann nicht glauben, mit welchem Ehrgeiz eine Branche hier ihr eigenes Grab schaufelt.

  68. Pingback: Schleichwerbung: Gekaufte Texte bei deutschen Zeitungen an der Tagesordnung? (Update) | avatter