Der Super-GAU

kuehe2Von Sebastian Heiser

Am 17. September 2013 wurden die Krisenstäbe von Bund und Ländern einberufen. Die mehr als 200 Mitarbeiter wussten, dass es nur eine Übung ist – aber sie sollten so tun, als müssten sie gerade eine reale Reaktorkatastrophe im AKW Emsland bewältigen: Wird die Bevölkerung evakuiert? Werden Jodtabletten verteilt? Welche Noverordnungen treten in Kraft? Und wann wird die Öffentlichkeit informiert?

Bisher war nicht öffentlich bekannt, dass es die Übung überhaupt gab. Die taz veröffentlicht jetzt mehr als 1.000 Seiten mit internen Dokumenten. Sie zeigen, wie Behörden auf einen Super-GAU reagieren, Minute für Minute. Und sie belegen gravierende Mängel, verursacht durch Kommunikationsprobleme und unklare Zuständigkeiten – die bis heute, ein Jahr nach der Übung, noch nicht geklärt sind.

– Das Protokoll: Was am Tag X passiert

– Analyse: Warum das System zur Bewältigung eines Super-GAU nicht funktioniert

– Fallbeispiel: Wie Berlin den Strahlenschutz vernachlässigt

– Recherche: Wie die taz an die Dokumente kam

– Service für Informanten: Wir veröffentlichen auch Ihre brisanten Dokumente

Kontakt zum Autor: heiser@taz.de, 0157/71521999

Kommentare (6)

  1. Pingback: nicht bekannt | Roberts Blog

  2. Pingback: Deutschland: AKW-Stresstest endet im Desaster | Bubbles Blog

  3. Pingback: Simulierter GAU im AKW Lingen führt zu Desaster « AntiAtomEuskirchen (AAE)

  4. Pingback: Moorland | Roberts Blog

  5. Der Super-GAU beschränkt sich nicht auf Atomkraftwerke. Hier in Cuxhaven schwimmen fast täglich Schiffe mit radioaktiver Ladung (oft unter tausenden anderer Container verstaut) vorbei. Auf Schiffsbrände ist die Cuxhavener Berufsfeuerwehr mit einem (!) Abrollcontainer vorbereitet. Erinnert sei daran, dass diese Feuerwehr im letzten Jahr während des evangelischen Kirchentages sogar noch aus Hamburg beim Brand des mit radioaktivem Material beladenen Schiffes angefordert werden musste. Dass es auf der Elbe noch keinen Super-Gau gegeben hat, ist allein einem gütigen Schicksal geschuldet — nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit wird ein grosser, unbeherrschbarer Unfall jedoch zwangsläufig eintreten.

  6. Pingback: Wie ich an die Dokumente über den Super-GAU kam | Rechercheblog