Die taz-Redaktion sucht Themen-Anregungen der Leser – hier die Übersicht, welche Artikel bisher daraus entstanden sind:

18. September 2010: Gigaliner – Könige der Straße. Der Artikel entstand auf Anregung von Karin Biel: “Sehe ich richtig, dass die Länge der Lkws sich verdoppelt hat? Es ist doch ein heller Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass bei gleichbleibender Bevölkerung hier im Lande das Frachtaufkommen sich derart vergrößert hat. Was für sinnloses, nutzloses Zeug wird da durch die Gegend gekarrt!” Im Rechercheblog veröffentlichten wir zusätzliche Informationen zum Thema.

25. September: Der Nachrichtenübermittler – Porträt des Buchdruckers Heino Fröhlich. Der Artikel entstand auf Anregung von Werner Schellinger: “In meiner Nachbarschaft gibt es seit vielen Jahren die ,Druckerei Otto Wentzel’, seit ein paar Jahren geführt von dem Buchdrucker Heino Fröhlich. Vielleicht sind Sie interessiert, einmal über einen solchen Menschen zu berichten, der etwas inzwischen Ausgestorbenes mit Hingabe kultiviert und sehr schöne Sachen herstellt.”

2. Oktober: Die Kammerjäger – Aufstand gegen Kammer-Zwangsmitgliedschaft. Die Anregung kam von Kurt Jäger: “Was ich auch spannend finde: die Pseudodemokratie in den Industrie- und Handelskammern und im Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Ich bin seit ca. 14 Jahren dort aktiv und finde es immer wieder bemerkenswert, wie der DIHK seit Jahren jede Initiative quasi blockiert.”

9. Oktober: Eurozentrismus in Schulbüchern – Der Hase vor dem Taj Mahal. Die Anregung kam von Anne G: “Ich arbeite seit fünf Jahren als Lesepatin und bin immer wieder wütend über Inhalt, Auswahl und Diktion des Lehrmaterials. Da muss im Deutschunterricht noch immer Fontane (Ribbeck) auswendig gelernt werden. Kein Migrantenkind hat den geringsten Bezug dazu. Aber wenn man ihm von den Eroberungen der Osmanen bis Wien erzählt – und damit den vorgeschriebenen Lehrplan boykottiert -, dann sind sofort Interesse und vor allem Motivation geweckt. Da liegt so viel Intelligenz brach! Es gäbe sehr wohl gut formulierte und verständliche Inhalte, aber unsere Behörden halten diese Bemühung anscheinend für unnötig.”

16. Oktober: Achtung Abofalle – BahnCard lebensländlich. Die Anregung kam von Claudia Winter: “Man kriegt das Ding zugeschickt, obwohl man gekündigt hat, und hat hinlänglich damit zu tun, ungewünscht keine Zahlungsverpflichtungen einzugehen. Eine miese Geschäftspolitik, die arg nach Abzocke riecht. Dies wird eine Menge Leute treffen und ich glaube, ihr könnt hier etwas für die KundInnenfreundlichkeit der Bahn tun.”

23. Oktober: Augen auf beim Flaggenkauf. Michael Pramann aus Eschershausen mailte uns, nach dem Hissen einer Deutschlandflagge mit Bananensymbol “standen zwei Kripobeamte mit einem richterlichen Hausdurchsuchungsbeschluss vor meiner Haustür. Diese Fahne gibt es legal im Internet zu kaufen. Auf dem Grundstück meines Nachbarn wehte die gleiche Fahne. Er jedoch blieb unbescholten. Die Kripobeamten bestätigten mir gar, dass sich der Verfassungsschutz mit diesem Fall beschäftige. Was für ein Ingangsetzen eines Verwaltungsapparats.”

30. Oktober: Privatisierung der Berliner Wasserbetriebe – Das geheime Geschäft mit dem Wasser, Gewinne marsch, Profitable Klauseln, Berlin verschenkt reichen Fang und Offenheit ist bitter nötig. Die Artikel entstanden auf Anregung einer Person, die uns die geheimgehaltenen Verträge über den Verkauf der Wasserbetriebe überließ und die ihren Namen nicht veröffentlicht sehen möchte. Im Rechercheblog erschienen weitere Informationen.

6. November: Bund der Vertriebenen – Die verlorene Heimat. Die Anregung kam von Gudrun Pofahl: “In letzter Zeit war wieder einiges zu lesen zu den Vertriebenen. Ich frage mich, warum es für die ,vor einer Ewigkeit’ vertriebenen deutschen Menschen scheinbar nur diese gestrigen, rechten, konservativen Vertretungen zu geben scheint. Was ist mit den anderen, die von der Anzahl her die konservativen Vertriebenen-Funktionäre weit übertreffen dürften? Und warum wird diesen Verbänden HEUTE, wo die wirklich Vertriebenen langsam aussterben, immer noch eine solch wichtige Rolle zugeschrieben?”

13. November: Chronisches Erschöpfungssyndrom – Leben ohne Lebenskraft. Die Anregung kam von Susanne Degener: “Da ich gerade eine zwar persönlich motivierte, aber gesundheitspolitisch notwendige Aktion starte, würde ich diese auch gern journalistisch begleitet sehen. Viele CFS-Patienten werden psychiatrisiert, häufig falsch behandelt. Viele Erkrankte wissen überhaupt nicht, was ihnen fehlt, da der Informationsstand der Ärzte in Deutschland extrem schlecht ist.”