Damit hättet Ihr nicht gerechnet, was? Ha!
Archive for August, 2006
Zum 150. Geburtstag von Freud stellt sich vor allem eine Frage: Was hatte der Analytiker mit dem Aal zu tun, jenem phallusartigen, mythenumsponnenen und zudem auch sehr schmackhaften Fisch, den man am besten auf kleine Weißbrotscheiben mit dick Butter drauf legt? Dietmar Bartz hat die Kulturgeschichte des Aals erkundet und plaudert mit mir über die Entdeckung des Aalhodens, die verborgene Sexualität des Fettfisches und die Verdrängungen Freuds. Endlich wieder eine Aal-Veranstaltung!
Termin: 30. August 2006, 19.30 Uhr
Ort: tazcafé, Kochstr. 18, 10969 Berlin
Soeben auf die Seite gestolpert: zur Abwechslung mal jemand mit dem Suchbegriff “Kein Sex Frauen”. Und ist gerechterweise direkt bei Eva Herman gelandet.
- to be continued
die Ihr auf dieser Seite gelandet seid, weil Ihr so schöne Sucheingaben eingetippt habt wie: “Wie fingere ich meine Freundin gut?“, “Sex mit Mutter“, “Sex in Lagos“, “Kinder Fuck“, “Schleim Zeug“, “Beim Sonnenbaden beobachten“, “spre für lange sex” – ich hoffe, Ihr habt Euren Wissensdurst hier stillen können.
Interessant auch die Ausgangsfrage: “Muss man hart arbeiten, um Erfolg zu haben?” – schwer zu sagen, aber etwas härter, als einfach Google zu befragen, könnte es doch werden. Bei einem “Gefühl, nicht genug Sauerstoff zu bekommen” würde ich empfehlen, den Arzt zu befragen, nicht unbedingt diese Suchmaschine. “Wie man Breakdance tanzt” weiß ich auch nicht, und besonders schlau ist es sicher, die Frage “Wie man Respekt bekommt” in die allwissende Müllhalde zu tippen – so jedenfalls nicht.
Sicher helfen konnte ich aber demjenigen, der wissen wollte: “Wo kann ich Maden kaufen?” Und klar widersprochen sei dem, der Unterstützung für sein… weiter lesen
Zwar ist es ja eigentlich witzlos, auf Spiegel-online-Artikel zu verweisen, aber für diese Hautflügler mache ich mal eine Ausnahme: Was ein tadelloser Kiefer nicht alles möglich macht. Zum Beispiel 40 cm weite Sprünge einer kleinen Ameise. Und die zugehörigen Videos sind nicht nur einigermaßen spektakulär, sondern auch von einer nicht ganz zu leugnenden Komik. Unbedingt anschauen.
Der Originalartikel ist leider nicht frei als pdf verfügbar, die Originalvideos hingegen schon. Dagegen können die YouTube-Langweiler aber mal einpacken.
Fast kann man es schon Tradition nennen – im dritten Sommer hintereinander lese ich mit Wladimir im fliegenden Wechsel unter dem Label “Weltstars privat” Texte vor, darunter auch einige Tiergeschichten aus “Iguana à la carte“. Da Wladimir ja immer sehr fix ist, gibt es bestimmt schon was aus seinem nächsten Buch “Ich bin kein Berliner” zu hören. Mal sehen bzw. hören.
Mo 21.8.
20 Uhr BKA-Theater
Kartentel.: 030-20220044
Mehringdamm 34, Kreuzberg
U6/7 Mehringdamm
Wie funktioniert eigentlich ein Medien-Hype? Zunächst einmal braucht es einen ordentlichen Nährboden. Nehmen wir mal Frank Schirrmacher mit seiner Bestseller-Forderung nach Rückbesinnung auf Familie, die Große Koalition mit Ursula von der Leyen als Neocon- Popstar und einen Familienbericht, den die Bild-Zeitung auf die Schlagzeile „Deutsche Mütter sind zu faul“ hochsext. Also brodelt plötzlich schon mal gewaltig so etwas wie eine Wertediskussion rund um die Kinderaufzucht. Und jetzt muss man nur wollen. Der Spiegel, natürlich, wollte. In der Zeitschrift Cicero fand sich ein Text von einer Eva Herman über die schlimmen Folgen der Emanzipation. Aber wen interessiert schon Cicero? Und who the fuck ist Eva Herman? Eine Wissenschaftlerin, die Studien ausgewertet hat? Eine Politikerin, die sich über Jahre mit dem Thema auseinandergesetzt hat? Ach was. Eva Herman ist Tagesschau-Sprecherin, Talkshow-Moderatorin, Ratgeber-Schreiberin und Mutter genau eines Kindes. Und damit also top qualifiziert, die Rolle der Frauen und Mütter in der deutschen… weiter lesen
Meine erste bewusste Erinnerung – nach Aussage meiner Eltern muss ich drei Jahre alt gewesen sein – stammt ausgerechnet aus Bayern. Für einen Westfalen fast ein tragischer Umstand. Wir verbrachten damals den Urlaub im Bayerischen Wald und besuchten einen Tierpark. Das weiß ich natürlich alles nicht mehr. Aber aus dem Dunkel der Erinnerung sticht ein Bild gestochen scharf hervor: ein großes Gehege, von Wänden aus kräftigen Steinen umfriedet, mit Baumstämmen, Büschen, Felsaufbauten. Der Weg für die Zuschauer verlief erhöht, man konnte von oben in das großzügige, gitterlose Gehege hineinblicken. Wölfe sollten dort leben, wir sahen aber keine. „Wo ist denn ein Wolf?“, fragte ich aufgeregt. Meine Mutter ließ ratlos ihren Blick schweifen, konnte aber nichts entdecken und vertröstete mich. Die seien bestimmt in ihrer Höhle und schliefen, die könne man jetzt nicht sehen, „komm, wir gehen weiter.“ Ich wollte es nicht glauben. Meine Eltern waren schon vorgegangen und drehten sich… weiter lesen
Einen Hausmeister habe ich nicht, nicht mal zur Aushilfe, und Zettel hängen hier auch nicht rum, denn hier bin ja nur ich, und was sollte ich mir schon via angepinntem Schriftstück mitteilen? “Räum auf!”? “Räum endlich auf!”? “Räum endlich mal auf!”? Ach was.
Aber zarte Prosa findet sich auch … weiter lesen
Eine interessant zu werdende Veranstaltung (wenn auch vielleicht eher was für den Gastroticker) findet heute im Weddinger Laine-Art statt, deren blanke Ankündigung offenbar schon großflächige Verwirrung auslöst. Rapportiert die Financial Times Deutschland noch korrekt, wenn auch mit dem unverkennbaren Willen, den vermeintlichen “Absurditäten” der “Bildung” die “Maske vom Gesicht” etc., so ist ein sich lustig wähnender Blogger aus Münster schon nicht mal mehr in der Lage, den Termin richtig abzutippen, und bei den Kollegen von der taz-Wahrheit führte das Spektakel offenbar gleich zu 30 Zeilen kompletter Verwirrung (“Ach, könnte man doch noch einmal Student sein”). … weiter lesen