21.02.2007 von Heiko Werning
Die Kanarischen Inseln sind die Heimat einer außergewöhnlichen Eidechsengattung, die Kanareneidechsen (Gallotia). Diese sind auf manchen Inseln extrem häufig, zutraulich und daher auch Touristen gut bekannt, vor allem, wenn sie angerannt kommen, um am Picknickplatz etwas von den Früchten oder des Jogurts der Besucher zu naschen.

Zu den Kanareneidechsen gehören aber auch zwei spektakuläre Riesenarten: die Hierro-Rieseneidechse (Gallotia simonyi) und die Riesen-Kanareneidechse (Gallotia stehlini), die Gesamtlängen von 75 bzw. 80 cm erreichen können. Früher existierten zwei weitere Rieseneidechsen-Arten, die jedoch vermutlich mit der ersten Besiedlung der Inseln durch den Menschen bereits ausgerottet wurden, wohl weil sie als leicht jagdbares “Wild” übernutzt wurden oder von Haustieren verdrängt. Auch die Hierro-Rieseneidechse galt schon mal als ausgestorben, bis man in einer unzugänglichen Steilwand eine Restpopulation der Tiere wiederentdeckte. Mit großen Mühen der einheimischen Naturschützer, unterstützt auch durch die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT), gelang es, auf… weiter lesen
17.02.2007 von Heiko Werning
Letzten Sonntag. Draußen hat es geschneit. Im Hinterhof nebenan hat jemand die Gelegenheit genutzt, eine Botschaft in den Schnee zu schreiben: “18 Uhr Sex” steht dort in mannsgroßen Buchstaben gut lesbar im Weiß, und seither grübele ich darüber nach, was das bedeuten mag. Eine Aufforderung? Eine Verabredung? Und wenn ja: warum? Und mit wem?
In unserem Innenhof steht nichts im Schnee. Dafür habe ich eine kleine Fuhre eingesammelt und ins Eisfach gelegt. Damit mein Sohn mir später mal, wenn er das verstehen kann, glaubt, dass es hier wirklich mal Schnee gab. Wenn er sich beschwert, dass ich wieder von der Zeit vor der Klimakatastrophe erzähle, wenn er sagt: “Ach, Papa, hör doch auf mit den alten Geschichten von früher, das ist doch alles Vergangenheitsverklärung”, dann kann ich ans Eisfach gehen und ihm Schnee zeigen, Schnee aus unserem Innenhof. In den die Menschen sich früher Botschaften geschrieben haben. Vielleicht kann man… weiter lesen
15.02.2007 von Heiko Werning
Wahrscheinlich macht man sich im Westen und im Wedding ja gar kein Bild davon, wie es so tagtäglich da draußen zugeht, in den braunen Prärien des Ostens. Der Kollege Nils Heinrich hat es jetzt mal selbst erfahren. Vermutlich nur ein Zwischenfall von Hunderten dieser (zum Glück mäßig harmlos verlaufenden) Art, aber genau das sollte einen dann doch vielleicht mal ernsthafter beunruhigen.