Archive for August, 2007

31.08.2007 von Heiko Werning
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Obacht vor den neuen Bundes-Trojanern!

von Heiko Werning

Nachdem das Blog netzpolitik.org die Pläne des Bundesinnenministeriums öffentlich gemacht hat, den so genannten Bundes-Trojaner auch via gefälschten Behördenmails in den Computern der Auszuforschenden zu schmuggeln, wird viel darüber nachgedacht, wie das eigentlich gehen soll. Rein technisch erklärt die Tagesschau das sehr schön, der Bundes-Trojaner soll also im Anhang von Behördenmails versteckt oder auf manipulierten Homepages untergebracht werden. Aber wie sehen sie aus, die gefälschten Behörden-Mails? Dem Reptilienfonds liegt exklusives Material vor, dass die ganze Raffinesse des BMI eindrucksvoll unter Beweis stellt. Also Obacht, wenn Sie vergleichbare Mails vom Amt erhalten:

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Von: Bundesanwaltschaft

An: ali-abdullah@alkaida-ortsgruppe-hamburg.de

Betreff: Sorry

Anlagen: sorry.exe

Sehr geehrter Ali Abdullah,

vielleicht wundern Sie sich, dass Sie eine Mail von der Bundesanwaltschaft bekommen? Wo wir Sie doch seit Jahren beschatten, abhören und vorladen lassen, mit Ausweisung drohen und allem? Nur weil Sie halt diesen ja nun auch wirklich etwas merkwürdigen Bart und den ollen Turban tragen und… weiter lesen

29.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (10): Tag 8, Großraum Ft. Myers – Schlangenfahren

von Heiko Werning

…………….Florida Schlangensuchen.JPG……………

Florida gilt als besonders schlangenreich, und die bewährteste Methode, die heimlichen Reptilien aufzuspüren, besteht – irgendwie passend – im Autofahren. Drive through animal watching, sozusagen. Bill Love, ein befreundeter Reptilienexperte und REPTILIA-Autor, zeigt uns ein gutes Gebiet, wenig befahrene Straßen in ländlichen Gebieten, aber mit landwirtschaftlicher Nutzung, denn wo Getreide wächst, da tummeln sich auch Mäuse und Ratten, und wo sich Mäuse und Ratten tummeln, da freuen sich die Schlangen. Schade, dass man das so nicht auf den Wedding übertragen kann, dann bräuchte ich nicht mehr ständig durch die Welt zu fliegen und könnte meiner Flugangst nachgeben. Na ja, vielleicht nach dem Klimawandel. Jedenfalls tuckern wir jetzt nach Einbruch der Dunkelheit mit 20 mph über einsame Landstraßen und starren nach Unebenheiten auf dem Asphalt. Einer Polizeistreife, die hier seltsamerweise verkehrt, kommt das merkwürdig vor. Das Ding leuchtet auf, als sei es ein Weddinger Balkon in der Vorweihnachtszeit, wir wissen,… weiter lesen

28.08.2007 von Heiko Werning
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Umzug mit Echsen

von Heiko Werning

Ach, das ist ja schon nett an so einem Blog, das man plötzlich mal wieder von Leuten hört, die man leider etwas aus den Augen verloren hat. In Angedenken an den heroischen Einsatz von Thorsten und vielen anderen vor etwa acht Jahren eine Geschichte dazu, die ich, glaube ich, noch nie vorgelesen habe, die aber in der “special interest”-Sektion meines Buches Iguana à la carte enthalten ist:

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Jetzt doch: Umzug mit Echsen, noch einmal

Jahrelang haben sie gelästert: „Ach, von der Seestraße kommst du doch nie wieder weg!“ „Du willst umziehen? Hör mal, ohne die 24-Stunden-Tankstelle kannst du doch gar nicht mehr leben! Du müsstest einkaufen gehen!“ Sie fühlten sich sicher.

Als mir eine größere, schönere, bessere Wohnung direkt gegenüber angeboten wurde … weiter lesen

28.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (9): Tag 7, Everglades

von Heiko Werning

Florida Shark Valley11.JPG
Ich war nie ein großer Freund von geführten Natur-Touren. Leider bleibt einem oft nichts anderes übrig, wenn man von bestimmten Gebieten mit zu bewältigendem Aufwand etwas sehen möchte. Aber dann ist es doch auch meistens recht unbefriedigend: Nach den eigentlich interessanten Sachen kann man kaum gucken, es wird einem mehr oder weniger immer dasselbe erzählt, und am Ende hat man irgendwie das Gefühl, nicht wirklich rein gekommen zu sein. Mit den Everglades ist das leider ein bisschen ähnlich, wenn man nicht im eigenen Boot fahren kann. Oder mit dem Fahrrad, wie beim Nordzugang „Shark Valley“. Wir sind auf Fahrradtouren mit Cutie aber ebenso wenig eingerichtet wie auf Kanutrips und müssen also ausnahmsweise mit dem ganz normalen touristischen Programm vorlieb nehmen. Und das geht so: Eine ominöse „Straßenbahn“, so eine Art Karusseleisenbahn, die aber frei auf der Straße tuckern kann, dient als Transportmittel. Da setzen sich alle rein und werden… weiter lesen

25.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (8): Tag 6, Everglades

von Heiko Werning

Florida2007 Apalone.JPG

Ich glaube, ich sollte mir Sorgen um den Umgang meines Sohnes in Berlin machen. Hinark Husen scheint keinen guten Einfluss auf ihn zu haben. Ich präsentiere Cutie einen Alligator nach dem anderen, sogar eine ausgewachsene Florida-Weichschildkröte kann ich ihm zeigen und balzende Rotkehlanolis, aber mehr als ein müdes „Eh!“ hat er dafür nicht übrig, er zerrt an mir und will weiter. Aber kaum sitzt irgendwo ein schäbiger Spatz oder eine räudige Taube auf dem Weg, gerät er ganz aus dem Häuschen, reißt begeistert die Arme nach oben und beginnt ein euphorisches Kieksen. Da liegt wohl noch einige Erziehungsarbeit vor mir.

24.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (7): Tag 5, Florida Keys – Saludos al Sr. Hemingway

von Heiko Werning

Florida Kreuzfahrt.JPG

Morgens legen die großen Karibik-Kreuzfahrtschiffe an und entlassen die Kreuzfahrenden für ein paar Stunden nach Key West. Die fotografieren dann das Haus, in dem Ernest Hemingway einige Jahre wohnte, und trinken anschließend einen Cocktail im Sloppy Joe´s, in dem Ernest Hemingway einige Jahre soff.
Dann gehen sie wieder auf ihr Kreuzfahrtschiff, das den ganzen Ort um einiges überragt, und fahren auf dieser schwimmenden Stadt über das Meer und denken: „Das also ist das Meer, auf dem der alte Santiago mit dem Marlin gerungen hat.“ Falls sie „Der alte Mann und das Meer“ kennen. … weiter lesen

23.08.2007 von Heiko Werning
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Pandababy in Wien

von Heiko Werning

Tja, von so was kommt so was:

Pandanachwuchs

Pressemitteilung aus dem Tierpark Schönbrunn/Wien:

“127 Tage nach der Paarung war es heute Morgen so weit. Pfleger hörten aus der Wurfbox der Großen Pandas zarte fiepsende Geräusche und ein Blick auf den Kontroll-Monitor verschaffte bald Gewissheit. Die Bärin kümmerte sich liebevoll um ein winziges Baby, das sie an ihrer Brust verborgen hielt und nur ein einziges Mal ins Maul nahm und der Kamera präsentierte (siehe Foto). Sie wird die nächsten 2–3 Monate mit ihrem Baby in der Wurfbox verbringen und erst dann den Nachwuchs der Öffentlichkeit zeigen.”

Für heute Mittag war eine Pressekonferenz im Tierpark Schönbrunn anberaumt, zu der es in der Pressemitteilung heißt: “Mutter und Kind werden naturgemäß nicht zu sehen sein, aber Frau Direktor Dr. Dagmar Schratter und Frau Mag. Regina Pfistermüller stehen für alle Fragen gerne zur Verfügung.” Ist ja auch schön.
Nun ist die Nachzucht von Großen… weiter lesen

23.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (6): Tag 5, Florida Keys – erste Alligatoren

von Heiko Werning

Na also, geht doch. Muss man denn immer erst grob werden?

Florida gator 1.JPG

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Florida gator2.JPG

22.08.2007 von Heiko Werning
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Florida Diaries (5): Tag 4, Florida Keys – der Gastro-Tipp

von Heiko Werning

Florida Gatorwarnschild.JPG

Angeblich liegen diese Alligatoren ja an jeder Straßenecke. Es gibt Verkehrsschilder, die vor Alligatorwechsel warnen, es gibt Wanderwegschilder, die vor Alligatorhunger warnen, nur wir, wir sind jetzt schon vier Tage in Florida und haben immer noch keinen einzigen gesehen.

Am Abend im Restaurant bestelle ich Fried Alligator Tail. So oder so, denke ich mir, ich krieg euch schon.

(Schmecken ganz gut, übrigens.)

22.08.2007 von Jakob Hein
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Jakob Hein zum neu entdeckten Schießbefehl

von Jakob Hein

Am Sonntag las mein Kollege Jakob Hein bei der Reformbühne Heim & Welt einen Text zu der bizarren Diskussion um den in der Birthler-Behörde “entdeckten” Schießbefehl vor. Es ist mir gelungen, ihm dieses Dokument zur Veröffentlichung im “Reptilienfonds” abzutrotzen, womit bitte diese Debatte nunmehr als abgeschlossen zu werten ist.

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Architektonische Spitzenleistung

„Genossen, ich begrüße Euch zu unserer heutigen, außerordentlichen Regimentsversammlung mit dem Gruß der Freien Deutschen Jugend ‚Freundschaft!’“

„Freundschaft!“

„Einziges Thema des heutigen Tages ist das Verhalten des Genossen Gefreiter Hoffmann im Postenbereich in der Wachschicht vom gestrigen Mittwoch. Genosse Feldwebel Bollmann, Sie waren der Diensthabende. Wenn Sie kurz Bericht erstatten würden!“

„Zu Befehl, Genosse Regimentskommandeur! Gestern, Mittwoch, den 18. Mai 1978 übernahm der Zug IV der Dienstgruppe 2 die dritte Wachschicht im Postenbereich 12. Die Wachübergabe verlief planmäßig, es wurden keine besonderen Vorkommnisse gemeldet. Gegen 22.37 Uhr dann wurde von den Genossen Hoffmann und Fellner beobachtet, wie sich eine Person dem Grenzbereich näherte. Auf Ansprache der wachhabenden Genossen reagierte die Person nicht, sondern … weiter lesen