http://blogs.taz.de/reptilienfonds/wp-content/blogs.dir/1/files/2017/12/Bildschirmfoto-2017-12-19-um-21.53.53.png

vonHeiko Werning 25.10.2007

Reptilienfonds

Heiko Werning über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

Mehr über diesen Blog

Robert Weber, Mitglied der Surfpoeten, ist ein enger Freund von Michael Stein und hat ihn auch in seinen letzten Wochen begleitet. Er hat darüber einen Text geschrieben, den ich und viele andere, die Stein gut kannten, gut, würdig und angemessen fanden, der aber von anderen, die Stein auch nahe standen, abgelehnt wurde. Irgendwie ja fast passend, dass Stein auch im Ableben noch für Kontroversen sorgt, warum sollte es anders sein als im Leben zuvor? Auf jeden Fall wollen wir nicht, dass über seinen Tod nun nutzlos Verärgerung und Verstimmung ob eines unzweifelhaft als liebevoll gemeinten Textes entsteht, weshalb ich ihn in Abstimmung mit Robert Weber hier wieder herausgenommen habe.

::

Texte von Stein hat der Salbader zusammengesucht.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2007/10/25/robert-weber-zum-tod-von-michael-stein/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Leider habe ich Michael Stein nie kennenlernen dürfen und das Einzige, was ich bisher von ihm gelesen habe, ist das „Gebet gegen die Arbeit!“. Und das habe ich auch wiederum nur durch puren Zufall über eine der vielen „Kloß & Spinne“ Web-Animationen von Volker Strübing als Film-Anhang „in memoriam Michael Stein (1952 – 2007)“ gesehen.
    Und trotzdem hat mich dieser Auftritt von Michael Stein – den ich bis dato zum ersten Mal gesehen hatte – vor der Menschentraube in Berlin, als er mit Hilfe seines Megaphons das „Gebet gegen die Arbeit!“ spricht und sprechen lässt irgendwie bewegt, weil er es wohl offensichtlich verstanden hatte, die in fröhlichem Miteinander um ihn versammelten Menschen mit einer großen Portion Witz, Charme, Selbstironie und Herzenswärme in das Gebet mit einzubeziehen. Das fand ich irgendwie toll und deswegen wollte ich hier – ein gutes halbes Jahr nach seinem Tod – einen kleinen Beitrag hinterlassen. In Memoriam Michael Stein.

  • Hab gerade davon erfahren, hier in höhe torstr., ich sollte ihn kennen; da ich mal nach geschaut…….
    Das was vor mir, geschrieben ist, sollte stimmen……..
    Kenne, kannte auch die texte nicht………
    Vielleicht hat susannne recht…….?
    GOOD LUCK IM STERNENZELT::::::::::::::::::::::::::::::::::::

  • Mir nix, Dir nix surf ich mal nach Micha…und was ist los, tot und das gerade eben…tja, manchmal ist man eben zu spät und wer zu spät kommt…hat wahrscheinlich gerade Bildzeitung gelesen, um irgendeine blödsinnig provokative These bei der nächsten Lesung aufstellen zu können…so meine Erinnerung, 15 Jahre danach, alles Liebe für eine charmanten Messi und Frauenheld, Susanne

  • Warum erwischt es immer die Falschen?

    Steins philosophische Predigten waren genial und oft dann am spannensten wenn er abbrach und meinte das sei nur rhetorische Belästigung.

    Ein ganz großes Loch in der Gemeinde der Surfpoeten !

    Selbst den gnadenlosen BVG Kontrolleuren müsste ihr philosophischster und friedlichster Schwarzfahrer fehlen.

    Michael Stein, du wirst mir fehlen !

  • leben ist verpackte zeit in einer hülle. die ist der mensch. wie eine seifenblase. plötzlich plopp. weg. die schillerndsten, die schönsten. das sind die, die man nie vergisst. alles gute michael.

  • „Ich sage, wenn er das getan hätte, was er versäumt zu haben glaubt, dann hätte er das versäumt, was er in seinem Leben getan hat..“

    Und trotzdem tut jeder Abschied weh.
    Habe ihn nicht gekannt, aber das Gefühl des Abschiedes kenne ich zu gut.

    Tom

  • verdammt,verdammt,verdammt!!
    wenn wir uns traffen hat das immer verdammt viel spass gemacht.
    xxx
    L.

  • Lieber Micha,

    ich kann nicht mehr weinen. Könnte statt dessen schreien oder jemanden verprügeln, oder… Es wird nur langsam besser, ganz langsam. Aber Dein Sterben war so teuflischer Mist, dass ich eben auch froh bin, dass das enden kann. Jetzt bist Du unwiderruflich weg. Jetzt kann niemand Dich mehr „vor dem Bösen beschützen“.

    Haben wir alle gern gemacht, aber noch viel mehr hast Du uns beschützt, vor unserer betriebsbedingten Blindheit, unserer geliebten Ignoranz, unserem Stolz.

    Danke Dir und viele Küsse, Umarmungen und…

    Silvia

  • ….

    Das Morphium beginnt zu wirken. Langsam klappen die Augen nach oben. Die Lieder sind noch halb geöffnet, das Weiße ist zu sehen. Jetzt fallen sie ganz zu. Aber ist das Schlaf? Seine Streichholzarme zucken, manchmal eine ausladende Geste, zu der sich …

  • […] Mittwoch schrieb der Ltd., dass Michael (Urge-) Stein von den Surfpoeten nach schwerer Krankheit gestorben war. Außer einigen gemeinsamen Gebeten gegen den Zwang zur Lohnarbeit verband uns nix, und dennoch bin ich bestürzt. Bin auf zwei wunderschöne Nachrufe von Volker Strübing und Surfkollegen Robert Weber gestoßen. Was soll ich sagen…: […]

  • […] “Ich bin Buddhist und Sie sind eine Illusion!” (Michael Stein) Robert Weber hat einen sehr guten, themenbedingt aber auch sehr schrecklichen Text über Michaels letzte Tage geschrieben: (…) Morgens, mittags, abends: Antibiotika gegen Entzündungen, Tavor gegen die Angst und Morphiumkapseln gegen den Schmerz. Wenn das nicht ausreicht, noch eine Spritze zusätzlich. […]

  • Stein hat mir nach meinem ersten relativ mißlungenen Reformbühnenauftritt einen Handkuß zugeworfen, jetzt werf ich ihm einen in den Himmel!

  • […] Der Mitbegründer der Surfpoeten und der Reformbühne Heim und Welt ist am Mittwoch nach langer Krankheit gestorben. Ich kannte ihn ebenso wenig wie er mich, aber es bedrückt mich sehr. Ich werde versuchen, meine Gedanken zu bündeln, daraus einen irgendwie würdevollen Strauß trauriger Rosen machen und diesen nach Berlin schicken. Wer etwas Gehaltvolleres zu diesem Thema lesen möchte, der sollte mal bei Volker Strübing vorbei schauen beziehungsweise diesen Artikel von Robert Weber lesen. Ich finde da immer nicht die passenden Worte. Aber in Anlehnung an das von Stein stammende Gebet gegen die Arbeit schließe ich mit den folgenden: […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.