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	<title>Kommentare zu: Ein Schritt weiter &#8211; zum Tod von Michael Stein</title>
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	<description>Heiko Werning (Schriftsteller &#38; Reptilienforscher) und Jakob Hein (Schriftsteller &#38; Kinderpsychiater) über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Sümpfen und Wüsten der Welt.</description>
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		<title>Von: Reptilienfonds &#187; Blog Archive &#187; Wie Michael Stein mich noch ein letztes Mal gerettet hat</title>
		<link>http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2007/10/30/ein-schritt-weiter-zum-tod-von-michael-stein/comment-page-1/#comment-4467</link>
		<dc:creator>Reptilienfonds &#187; Blog Archive &#187; Wie Michael Stein mich noch ein letztes Mal gerettet hat</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 23:31:30 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Verblüfft blickte ich ihm hinterher und versuchte, mir einen Reim auf die kurze Begegnung zu machen. Und ganz allmählich sickerte es bei mir durch &#8230; Tja, in der Tat. Man konnte es drehen und wenden, wie man wollte: Ganz offensichtlich wollte dieser Typ mir was aufs Maul geben. Gut, dass ich diese Möglichkeit während unserer Begegnung gar nicht erst in Betracht gezogen hatte. Aber wenn ich mir die Szene noch mal vergegenwärtigte, war es doch wohl eindeutig. Der wollte mich hauen. Offenbar wegen meinem Text. Nun war das sicher keine Sternstunde der Vortragskunst, aber so schlecht habe ich dann doch nicht gelesen, dass man deswegen aus ästhetischen Gründen zuschlagen müsste. Also musste die Motivation wohl eher im inhaltlichen Bereich liegen. Besonders kontrovers ist die Geschichte allerdings eigentlich auch nicht. Jedenfalls habe ich noch keine Kritik an ihr gehört. Das heißt – gut, jetzt hatte ich Kritik an ihr gehört, wenn auch etwas unkonventionell angeführt. Was um Himmels Willen war denn das Problem? Gut, ein Ausnahmekünstler wie Stein hat wohl auch viele Geistesgestörte aller Art angesprochen, vielleicht hatte es ihm einfach nicht gefallen, das jemand wie ich, was immer jemanden wie mich in den Augen eines solchen Arschlochs auch auszeichnen mag, es wagte, etwas zu Stein zu sagen. Oder an seinem tollen Szene-Ort in seinem tollen Szene-Bezirk auch nur aufzulaufen. Wer weiß schon, was solchen Dummbeuteln durch den leergefegten Kopf rumpelt. Ich war noch erheblich irritiert, als Danny zurückkehrte und fragte, was los sei. Ich berichtete ihm, und er fragte kurz nach: „Kopf kleiner als du? Glatze? Schwarzes T-Shirt? Los, den schnappen wir uns“, und stürmte Richtung Tanzfläche. Ich war gerührt. Andererseits wollte ich eigentlich mit dem Typ gar nichts weiter zu tun haben, nicht einmal im beschleunigten Dialog. Ich stürzte Danny hinterher, der schon mehrere rasierte Schädel fixierte. „Welcher denn?“, fragte er mich, aber ich konnte es nicht mal sagen. Ich habe eh ein katastrophales Personengedächtnis, und unter den Umständen ist es nicht besser geworden. Und außerdem, wie Danny richtig anmerkte,  ist es mit diesen Glatzköpfen ja irgendwie wie mit den Chinesen – kann man einfach nicht auseinanderhalten. Wir bestellten noch ein Bier und stellten uns wieder zu den anderen, wenn ich auch bei jedem glänzenden Schädel, der an mir vorbei Richtung Klo oder Ausgang huschte, kurz aufsehen musste. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Verblüfft blickte ich ihm hinterher und versuchte, mir einen Reim auf die kurze Begegnung zu machen. Und ganz allmählich sickerte es bei mir durch &#8230; Tja, in der Tat. Man konnte es drehen und wenden, wie man wollte: Ganz offensichtlich wollte dieser Typ mir was aufs Maul geben. Gut, dass ich diese Möglichkeit während unserer Begegnung gar nicht erst in Betracht gezogen hatte. Aber wenn ich mir die Szene noch mal vergegenwärtigte, war es doch wohl eindeutig. Der wollte mich hauen. Offenbar wegen meinem Text. Nun war das sicher keine Sternstunde der Vortragskunst, aber so schlecht habe ich dann doch nicht gelesen, dass man deswegen aus ästhetischen Gründen zuschlagen müsste. Also musste die Motivation wohl eher im inhaltlichen Bereich liegen. Besonders kontrovers ist die Geschichte allerdings eigentlich auch nicht. Jedenfalls habe ich noch keine Kritik an ihr gehört. Das heißt – gut, jetzt hatte ich Kritik an ihr gehört, wenn auch etwas unkonventionell angeführt. Was um Himmels Willen war denn das Problem? Gut, ein Ausnahmekünstler wie Stein hat wohl auch viele Geistesgestörte aller Art angesprochen, vielleicht hatte es ihm einfach nicht gefallen, das jemand wie ich, was immer jemanden wie mich in den Augen eines solchen Arschlochs auch auszeichnen mag, es wagte, etwas zu Stein zu sagen. Oder an seinem tollen Szene-Ort in seinem tollen Szene-Bezirk auch nur aufzulaufen. Wer weiß schon, was solchen Dummbeuteln durch den leergefegten Kopf rumpelt. Ich war noch erheblich irritiert, als Danny zurückkehrte und fragte, was los sei. Ich berichtete ihm, und er fragte kurz nach: „Kopf kleiner als du? Glatze? Schwarzes T-Shirt? Los, den schnappen wir uns“, und stürmte Richtung Tanzfläche. Ich war gerührt. Andererseits wollte ich eigentlich mit dem Typ gar nichts weiter zu tun haben, nicht einmal im beschleunigten Dialog. Ich stürzte Danny hinterher, der schon mehrere rasierte Schädel fixierte. „Welcher denn?“, fragte er mich, aber ich konnte es nicht mal sagen. Ich habe eh ein katastrophales Personengedächtnis, und unter den Umständen ist es nicht besser geworden. Und außerdem, wie Danny richtig anmerkte,  ist es mit diesen Glatzköpfen ja irgendwie wie mit den Chinesen – kann man einfach nicht auseinanderhalten. Wir bestellten noch ein Bier und stellten uns wieder zu den anderen, wenn ich auch bei jedem glänzenden Schädel, der an mir vorbei Richtung Klo oder Ausgang huschte, kurz aufsehen musste. [...]</p>
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		<title>Von: Bong Boeldicke</title>
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		<dc:creator>Bong Boeldicke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 17:12:48 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Heiko,
habe deinen text soeben nochmal gelesen, obwohl ich ihn schon aus der reformbühnenveranstaltung kenne.Wirklich sehr schön - besonders der Schluss. Habe an diesem Mittwoch selbst meinen text zum thema Stein bei den surfpoeten gelesen, und mit dem &quot;18,19 jährigen Jungen&quot; um den großen 
Meister der philosophischen Charmeoffensive getrauert.
Aber - das leben geht weiter, auch ohne stein.
Dir viel spaß in Argentinien.

Bong Boeldicke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Heiko,<br />
habe deinen text soeben nochmal gelesen, obwohl ich ihn schon aus der reformbühnenveranstaltung kenne.Wirklich sehr schön &#8211; besonders der Schluss. Habe an diesem Mittwoch selbst meinen text zum thema Stein bei den surfpoeten gelesen, und mit dem &#8220;18,19 jährigen Jungen&#8221; um den großen<br />
Meister der philosophischen Charmeoffensive getrauert.<br />
Aber &#8211; das leben geht weiter, auch ohne stein.<br />
Dir viel spaß in Argentinien.</p>
<p>Bong Boeldicke</p>
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