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vonHeiko Werning 27.11.2007

Reptilienfonds

Heiko Werning über das tägliche Fressen und Gefressenwerden in den Wüsten, Sümpfen und Dschungeln dieser Welt.

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„tip Berlin“ und „zitty Berlin“ heißen die beiden Berliner Stadtmagazine, die in Konkurrenz zueinander stehen sollten. Beide leben in erster Linie davon, dass sie ein umfassendes Programm für Berlin veröffentlichen, von Kino über Konzerte bis Lesungen und Theater. Und egal, wie sehr man sich auch immer mal wieder ärgert, was da so empfohlen wird und vor allem was nicht, ist der Programmteil der beiden Magazine tonangebend in der Stadt. Eine Veranstaltung, die hier nicht auftaucht, hat es schwer.

Das haben sich wohl auch die Verantwortlichen von Zitty und Tip gedacht, von denen man ja guten Gewissens behaupten kann, dass sie zusammen ein Monopol innehaben.
Denn ein Heft zu machen, das viele Leute kaufen, um darin Veranstaltungshinweise zu finden, ist schön. Noch schöner aber ist es, wenn man ein Heft macht, sich aber nicht selbst mit den lästigen Veranstaltungshinweisen herumschlagen muss, weil das doch eine externe Firma, die das gleich für alle macht, viel billiger kann. Dann braucht man selbst keine Redakteure mehr beschäftigen, die Hunderte von Terminen in den Computer hacken, und kann trotzdem ein Heft auf den Markt bringen, das wegen seiner Termine gekauft wird. Und am allerschönsten ist es, wenn man ein Heft macht, das die Leser wegen der Termine kaufen, man selbst die Termine aber gar nicht mehr zusammenstellen muss, und dann aber noch die Veranstalter der Termine dafür zur Kasse bittet, dass man ihre Termine in das Heft aufnimmt, wegen denen das Heft überhaupt gekauft wird. Genial.

Dieses bemerkenswerte Geschäftsmodell haben die Geschäftsführer von Tip und Zitty nun per Massenbrief allen Berliner Veranstaltungsorten vorgestellt, mit Marketinggesabbel-Formulierungen, bei denen es einen schüttelt:

Liebe Veranstalter/Bühnenpartner, seit mehr als 30 Jahren veröffentlichen Tip und Zitty in Berlin Veranstaltungstermine und haben damit wesentlich das Kulturleben dieser pulsierenden Großstadt mitgeprägt.“ Nun ja, sicher. Dass allerdings das „Kulturleben dieser pulsierenden Großstadt“ die einzige Existenzberechtigung von Tip und Zitty ist, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls nicht in diesem Brief. Dort steht vielmehr: „Wir freuen uns, Ihnen auch in den nächsten Jahren weiterhin den Service anzubieten, kostenlos Veranstaltungshinweise zu veröffentlichen. Und nicht nur für unsere Magazine, sondern auch für den Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier sowie für den Tagesspiegel mit Beilagen und für [030]. Auch für die Webauftritte berlin.de, berlinonline.de, berlinticket.de, meinberlin.de, tagesspiegel.de, tip-berlin.de, zitty.de und berlin030.de werden Ihre Terminankündigungen erfasst. Das machen wir weiterhin gern.“ Juchu! Aber? „Aber wir werden die Digitalisierung der Daten zukünftig nicht mehr in unserem eigenen Unternehmen vornehmen können, sondern diese Dienstleistung ab dem 1. Januar 2008 von der Cine Marketing GmbH erbringen lassen.“ Und im Gegensatz zu Tip und Zitty früher immer, die ja bekanntlich komplett altruistisch wirkten, machen die das natürlich nicht nur für die gute Sache, nicht ganz jedenfalls: „Die Digitalisierung und Aufbereitung in deren Datenbank wird leider nicht mehr völlig kostenlos möglich sein. Aber keine Sorge, wir haben mit der Cine Marketing GmbH so niedrige Beträge ausgehandelt, dass niemand benachteiligt wird und die Veröffentlichung auch für kleine Orte und Verasntalter weiter möglich sein wird. Der Grundbetrag für die Einrichtung und die Erfassung von bis zu 20 Veranstaltungsterminen im Jahr wird nicht mehr als 30,- Euro pro Jahr betragen. Selbst bei mehr als 300 Veranstaltungsterminen kommen maximal weitere 30,- Euro im Monat hinzu.“ Was ja praktisch geschenkt ist für so eine tolle Dienstleistung wie die Digitalisierung der eigenen Veranstaltung. Denn was man darüberhinaus davon hat, ist ungewiss: „Hinzufügen möchten wir, dass wir natürlich die vollständigen digitalen Daten von der Cine Marketing GmbH annehmen werden, aber nach wie vor keine Veröffentlichungsgarantie für alle Medienhäuser abgeben können. Wir denken aber, die langjährige Partnerschaft zwischen Ihnen und uns zeigt, dass Tip und Zitty immer alles getan haben, um Sie bei der Präsentation Ihrer Projekte und Veranstaltungen zu unterstützen. Wir freuen uns auf die nächsten 30 Jahre Zusammenarbeit.

Letzteres zumindest glaubt man gerne, denn wer würde sich nicht darüber freuen, dass die Leute, von deren Leistung man selbst lebt, einen auch noch zusätzlich dafür bezahlen, dass man von ihrer Leistung lebt.

Ein paar Tage später dann meldete sich die Cine Marketing GmbH mit nicht minder herzergreifenden Worten:

Aufgrund der Vielzahl unserer Kunden ist es uns möglich, den Aufwand für die Digitalisierung der Veranstaltungsdaten auf viele Partner aufzuteilen. Den größten Teil unserer Kosten übernehmen die Medienhäuser und Online-Dineste. Jedoch kommen wir nicht umhin, auch Sie mit einem kleinen Betrag an unserem Aufwand zu beteiligen.“ Eine Aufwandsbeteiligung also. Das ist so, wie wenn jemand einkaufen geht und Bier für alle mitbringt, da wirft man auch zusammen und teilt dann alles brüderlich. „Für eine Grundpauschale von nur 30,- EUR jährlich werden wir Ihre Ankündigungen vollständig erfassen und bis zu 20 Verantaltungstermine pro Jahr in unsere Datenbank aufnehmen. Zusätzlich zu dieser sehr kostengünstigen Grundpauschale fällt bei mehr als 20 Terminankündigungen im Jahr je nach Zahl der zusätzlich von Ihnen gemeldeten Termine ein Betrag von 30,- bis max. 90,- EUR pro Quartal an.“ Wie ist das nur möglich? So billig! Wie machen die das bloß? Ach so: „Bitte haben Sie Verständnis, dass die für Sie sehr kostengünstige Aufbereitung, Weiterleitung und kurzfristige Aktualisierung für unsere Print- und Online-Partner nur möglich ist, wenn bei uns der buchhalterische Aufwand gering bleibt. Daher kann eine reibungslose Zusammenarbeit nur durch Ihre Teilnahme am Lastschriftverfahren und eine Online-Rechnungsverschickung erreicht werden. Wir bitten Sie, das beigefügte Auftragsformular und die Einzugsermächtigung auszufüllen und uns bis spätestens 1. Dezember 2007 zurück zu senden.

Fassen wir also mal kurz zusammen:

Zitty und Tip sind Programmzeitschriften, die eben wegen ihres Programmteils gekauft werden. Nun tut man sich mit einem Großteil der anderen Medien, die auch Berlin-Programme veröffentlichen, zusammen und bastelt nicht mehr ein Dutzend Programme, sondern eines, weshalb man viele sinnlose Leute freisetzen befreien kann. Von denen der ein oder andere vielleicht bei der Cine Marketing GmbH Unterschlupf findet, die dafür aber natürlich eine winzige kleine Aufwandsbeteiligung von höchstens vielleicht so 400 Euro netto (Eröffnungsangebot!) im Jahr geradezu verlangen muss.

Man könnte sich angesichts dieses Vorgangs einige Fragen stellen. Zum Beispiel diese hier:

– Wie sieht es denn eigentlich mit dem umfassenden Anspruch, womöglich gar in Sachen Subkultur, aus, wenn man nur Veranstaltungsorte in seine Datenbank digitalisiert bekommt, die Grundgebühren via Abbuchungsgenehmigung entrichten wollen?

– Was könnte denn eigentlich ab 2008 so in Tip und Zitty stehen, wenn sich jetzt doch mehr als nur der ein oder andere kleine Ort entscheidet, nicht mitzuspielen?

– Was genau könnten Begriffe wie „Kartell“ oder „Missbrauch einer Monopolstellung“ eigentlich im Rahmen der Presselandschaft Berlins so bedeuten?

– Und wenn man für die eigentlichen redaktionellen Nachrichten (= Termine) bezahlen muss, was ist denn dann noch Nachricht und was nur Werbung?

– Und welche Zeitung oder Zeitschrift sollte über dieses Geschehen vielleicht ein ganz kleines bisschen kritisch berichten? Die taz oder die Springer-Presse, die als Einzige nicht vom Datensegen der Cine Marketing GmbH profitieren, sondern gemeinsam eine andere outgesourcte Digitalisierungsagentur beauftragt haben?

– Und wann endlich lassen sich auch andere geschundene Unternehmen endlich wenigstens einen Teil ihres Aufwandes erstatten? Wann z. B. nehmen dpa, Spiegel & Co. gegen eine kleine Grundgebühr bis zu 20 Meldungen jährlich einer Partei oder eines Politikers in ihre Datenbanken auf, aus denen dann später die Artikel erstellt werden? Oder wann bekommen die Paparazzi endlich eine angemessene Aufwandsentschädigung von den Personen, denen sie mit hohem technischen Aufwand unter oft widrigen Bedingungen mühsam nachstellen müssen?

::
Sollte irgendwer sich mit dem Gedanken getragen haben, mal ein wirklich alternatives Kultur- und Programmheft oder Internetportal für Berlin zu machen – dies wäre ein guter Zeitpunkt, scheint mir.

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http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2007/11/27/tip-zitty-sourcen-ihre-kernkompetenz-aus/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Was passiert eigentlich mit Kultur in Locations, die nur kurzfristig existieren oder normalerweise nicht als Kulturort? Z.B. die temporäre Kunstveranstaltung im vorübergehend genutzten leerstehenden Laden oder das Konzert im Heizhaus des Frauengefängnisses. Als Veranstalter kann man nämlich nach wie vor nicht seine VAs eintragen, sondern nur als Location- bzw. LogIn-Besitzer. Ergo: Erscheint nicht, weil gibt´s nicht.
    Oder Kultur, die sich nicht an den zumindest in den beiden Tageszeitungen Berliner Zeitung und Tagesspiegel gängigen Kategorien Bühne, Kabarett/Varieté, Klassik, Kinder, Literatur/Vortrag, Konzert, Party, Ballroom (?) einordnen lässt, weil sie meinetwegen eine Mischung aus Film, Talk, Comedy und Lesung ist? Dafür gibt es die Rubrik Dies&Das. D&D druckt aber niemand ab. Hier lässt sich auch nicht reden mit den Gralshütern der Kategorien bei Cine-Marketing. Trägt man es bei Comedy ein wird man wieder und wieder auf D&D zurückgesteckt. Und erscheint nicht, auch nicht, obwohl man seit Jahren erfolgreiche Veranstaltungen fährt, die sich an Innovation und Reputation vor nix zu verstecken müssen und obendrauf subventionsfrei auskommen. Wie übrigens alle kleinen Konzerte auch, aber das ist ein anderes Thema.
    Ich bin mittlerweile so am Kochen, weil Termine eigentlich grundsätzlich nicht erscheinen – trotz und wegen CineMarketing – , dass ich es notwendig fände, wenn man die Diskussion von Ende 2007 wieder aufnehmen und jetzt ein Résumé ziehen würde, oder haben sich alle anderen mit der unerträglichen Situation arrangiert und bin ich der Einzige, der sich nach wie vor aufregt und sich vorkommt wie K. in Kafkas Schloss.

  • das problem ist dass hier der weg nur halb gegangen wurde. sobald sich ein dienst etabliert der wikipedia aehnlich die daten der allgemeinheit zur verfuegung stellt, naemlich moeglichst vielen lesern, ist das geschaeftsmodell geplatzt.

    es ist technisch durchaus sinnvoll auf standardisierung der eingabe zu setzen, dann aber durch kuenstliche verknappung allen moeglichen printanbietern die selben daten zur verfuegung zu stellen ist schon fast ein witz. glaubt man wirklich man koenne sich redaktionell mit tagestipps alleinstellungsmerkmale erarbeiten?

    es ist offensichtlich dass viele in der printscene wie auch diese kinoleute die zu datensammlern wurden, weiterhin die groessten schwierigkeiten haben sich im internet zurecht zu finden.

    die detailaufloesung mit der fuer den langjaehrigen „scenegaenger“ sich die kalender von zitty, tip, 030, debug magazin oder berlin.de sehr wohl erheblich unterscheiden, wird nivelliert. die kulturveranstalter selbst sind sauer, da ihnen neue arbeit aufgebuerdet wird, und sie nicht mal selbst die moeglichkeit haben die eigenen aufbereiteten daten auf die eigenen webseiten zu stellen. die user muessen weiterhin papierberge waelzen und hatten doch lieber einen ical feed fuer google kalender, handy usw.

    ein schildbuergerstreich der nur auf der verschwoerung der gemeinsamen internetinkompetenz basieren kann.

  • lebe seit 7 jahren in berlin.
    lese seit 7 jahren zitty (wenn ich auch nie grenzenlos begeistert von dem magazin war…aber zumindest fühlte ich mich immer relativ gut informiert, was veranstaltungen anbelangte).
    bald wohl nicht mehr…und auch kein andres dieser schundlinge!

    ein hoch auf das theater, dessen sprecherin bereits boykott angekündigt hat!!! 🙂
    bleibt zu hoffen, dass diese einstellung kein monopol bleibt! 😉

    irgendein printmagazin mit unabhängigen veranstaltungstips UND tv-programm wäre schon toll…aber was solls…die gier des menschen ist eben unendlich… :(((

  • „Sollte irgendwer sich mit dem Gedanken getragen haben, mal ein wirklich alternatives Kultur- und Programmheft oder Internetportal für Berlin zu machen – dies wäre ein guter Zeitpunkt, scheint mir.“

    Genau das machen wir mit church-of-noise.net. Wer heute noch solchen Printmagazinen vertraut, deren „redaktioneller Inhalt“, also so genannte (Leit)artikel, nur gekaufte und kaufgeschriebene Scheisse ist, ist selbst schuld. Bei uns erzählen Besucher, Veranstalter und Künstler selbst, wo sie gern hingehen :-). Und Künstler stellen ihre Shows in den Locations über Accounts ein. So entsteht nicht nur ein authentischer Blick in Szenen, sondern es entstehen auch ehrliche Tipps und Empfehlungen. Medien sind heutzutage im allgemeinen keinen Pfifferling mehr wert, schade, dass viel zu wenige dahintersteigen, wie das im Allgemeinen funktioniert.

  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    der Landesverband Soziokultur Berlin e.V. hat auf seiner
    Mitgliederversammlung am 03.03.2008 beschlossen, auf das Angebot der KulturservergGmbH einzugehen.

    Künftig wird damit die Möglichkeit geboten, über eine kostenfreie Software (die zudem offline als Veranstaltungsplanung dienen kann, bzw. das eigene Programm auf der eigenen Homepage darzustellen und zu aktualisieren) in die Datenbank die Veranstaltungstermine einzugeben – die dann allen Medien zur Verfügung steht – im Gegensatz zu der
    Online-Eingabe bei Cine-Marketing.

    Bislang haben wir gehofft, Zitty und TIP würden vielleicht noch einlenken, haben aber keine Kenntnis von einer Zurücknahme dieses Verfahrens – eher das Gegenteil, die einzelnen Programmredaktionen scheinen
    aufgelöst worden zu sein, die Onlinemaske wird nun definitiv bei der Cine Marketing eingeführt.
    Da die Online-Eingabe auf die Kulturveranstalter wohl zwangsläufig zukommt, wollen wir vermeiden, dass vom Veranstalter – ob nun kostenpflichtig oder nicht – zukünftig dutzende verschiedene Eingabemasken ausgefüllt werden müssen. Dieser Zeit- und Personalaufwand dürfte für viele einfach zu hoch sein.

    Da dem Kulturserver seit Jahren die Berliner Bühnen angeschlossen sind, die Schnittstellen zu den Medien funktionieren (die Veranstaltungsdaten werden von den Medien von dort direkt bezogen.), sollten dieses Verfahren mittlerweile fest etabiert und zudem sicher sein.

    Derzeit läuft eine Testphase bei 5 unserer Mitglieds-einrichtungen an, die April/Mai 2008 abgeschlossen sein sollte.
    Zur Distribution und Einführung der Technik werden wir sodann 15 weitere kostenfreie Tutorials anbieten (für bis max. 5 Einrichtungen bzw. Initiativen), deren Teilnehmer sich verpflichten, selbst Einführungen für mindestens 3 weitere (sozio-)kulturelle Einrichtungen kostenfrei durchzuführen.

    Dies gilt zunächst NUR für nichtkommerzielle bzw. gemeinnützige
    Einrichtungen und Initiativen.
    (Für Andere kann/muss das bei Bedarf geklärt werden)

    Wer Interesse hat, an diesem Verfahren zur Erfassung der Veranstalterdaten bei der Kulturserver gGmbH teilzunehmen, bitten wir um kurze Rückmeldung unter:
    info@soziokultur-berlin.de

    Mit freundlichen Grüßen

    Landesverband Soziokultur Berlin e.V.

  • ….. so jetzt geht es los….
    mal sehen wer beim boykott noch dabei ist…..
    anbei die einladung der cinemedia gmbh zur schulung
    auf die heimarbeits mitmachmaske…..
    wer das nicht tut und nicht bezahlt
    fliegt dann wohl aus 90 % der berliner presse hinaus
    ….
    beste grüße
    t.torpedo/Bassy Club

    >>>>>>>>>>
    Lieber Veranstalter/Bühnenpartner,
    seit Januar dieses Jahres lassen die Berliner Stadtmagazine Tip und Zitty Veranstaltungshinweise von
    der gemeinsamen Tochterfirma Cine Marketing GmbH erfassen. Seit einigen Wochen werden nicht
    nur wir selbst, sondern auch weitere Kunden von CM beliefert.
    Dieser Schritt hatte im Vorfeld zu Missverständnissen und Irritationen geführt. Inzwischen zeigt sich
    jedoch, dass wir richtig entschieden haben: die zentrale Erfassung ermöglicht, die immer größer
    werdende Zahl an Veranstaltungshinweisen allen Medienpartnern in qualitativ hochwertiger Form zur
    Verfügung zu stellen. Trotz der gemeinsamen Datenbasis bleibt die individuelle Ausrichtung jedes
    Stadtmagazins und jeder Tageszeitung aufrechterhalten, da die jeweiligen Redaktionen weiterhin
    unabhängig voneinander über Auswahl und Abdruck der Veranstaltungshinweise entscheiden.
    Wie bereits Ende letzten Jahres angekündigt, haben wir zusätzlich eine Online-Erfassungsmaske
    entwickelt, mit der es möglich ist, eigenständig und kostenfrei Veranstaltungshinweise in die Event-
    Datenbank der Cine Marketing GmbH einzugeben. Wir möchten Ihnen diese erstmalig öffentlich
    vorstellen und laden Sie recht herzlich ein:
    Präsentation der neuen Online-Erfassungsmaske und der
    Arbeitsabläufe der Cine Marketing GmbH
    im Großen Saal des Verlagshauses des Berliner Verlages, 1. OG.
    Karl-Liebknecht-Straße 29, 10178 Berlin, direkt am Alexanderplatz
    am Mittwoch, dem 9. April 2008, um 15:00 Uhr,
    Veranstaltungsdauer ca. 1,5 Stunden
    Wir freuen uns, Ihnen die einfache Handhabung und weitere Vorteile der CM-Event-Datenbank
    persönlich vorzustellen. Zur Vorbereitung der Veranstaltung möchten wir Sie bitten, Ihre Teilnahme bis
    zum 2. April per E-Mail an info@veranstaltungen-in-berlin.de mitzuteilen. Sollten Sie zum Zeitpunkt
    der Präsentation verhindert sein, steht Ihnen auf der Website http://www.cine-marketing-gmbh.de ein
    Benutzerhandbuch zur Verfügung, das Ihnen die Anwendung der Online-Erfassungsmaske erklärt.
    >>>>>>>>>>>

  • Folgendes ist festzustellen: die wichtigsten Berliner Clubs machen nicht mit und alle großen Berliner Bühnen machen nicht mit. Offensichtlich wird das eine einmalige Chance für titty und zipp unter Beweis zu stellen, wie interessiert ihre Leserschaft an den faszinierenden Artikeln zum Thema urbaner Leitkultur im postmodernen Zeitalter ist.
    Wenn jedoch das Programm einer Bühne oder eines Clubs in einem einzigen Outlet des Terminkartells gedruckt wird (z.B. der Tagesspiegel druckt das Programm der Deutschen Oper – wie abgefahren wäre das denn), dann kann jeder, dem die Cine Marketing Geld abknöpfen will, dagegen wegen Ungleichbehandlung klagen. Denn die Wichtigkeit der Veranstaltung wird ja gerade nicht als Kriterium aufgeführt, sondern die Kosten der Digitalisierung. Und warum soll der kleine Buchladen dafür Geld bezahlen, nicht jedoch die große Oper?
    Darüber freuen sich dann Verbraucherzentralen, Anwälte und der Presserat.

  • Soeben erhielt der Landesverband Soziokultur Berlin e.V. Kenntnis von nachfolgendem offenen Brief der Spielzeit AG.

    Herr Robert Rischke/ Herr Niels Mester
    c/o TIP & Zitty Verlag
    13. Dezember 2007
    Offener Brief in Sachen Veröffentlichung von Veranstaltungsdaten

    Sehr geehrter Herr Rischke,
    sehr geehrter Herr Mester,

    im November haben Sie den Berliner Veranstaltern in einem gemeinsamen Brief mitgeteilt, dass sie ab Januar 2008 die Cine Marketing GmbH mit der Eingabe aller Veranstaltungstermine für Tip und Zitty beauftragt haben. Die Daten werden zukünftig nur noch kostenpflichtig erfasst oder sollen von den Veranstaltern selbst in eine Online-Maske eingegeben werden.
    Wir, die in der Spielzeit AG zusammengeschlossenen Pressestellen der Berliner Bühnen, möchten die gewohnt gute Zusammenarbeit mit Ihren Magazinen gerne fortsetzen. Dies wollen auch die zahlreichen Bühnen, die nicht zu uns gehören, sich aber in den letzten Wochen an uns, an den Bühnenverein und an den “Rat für die Künste” gewandt haben.
    Gute Zusammenarbeit heißt: Veranstalter stellen ihre Informationen wie gehabt, also per Post, Fax, Email oder eigener Datenbankschnittstelle zur Verfügung. Im Falle der Spielzeit AG ist das die Datenbank von http://www.berlin, auf die Zitty schon seit längerem zugreift und deren
    Eingabefelder auf Kosten der Berliner Bühnen auf die Bedürfnisse der Programmredaktion von Zitty angepasst wurden. Sie veröffentlichen die Termine, Ihre Leser wiederum kaufen Tip oder Zitty, um sich umfassend über Berlins Freizeit- und Bildungsangebot zu informieren. Nicht umsonst hat sich das
    Anzeigenvolumen der Berliner Bühnen bei den Berliner Stadtmagazinen in den letzten Jahren permanent erhöht; weiter werden wir Ihnen nicht entgegenkommen. Im Übrigen stellen ja die Berliner Bühnen ihre Veranstaltungsdaten und Informationsmaterial auch anderen Medien kostenfrei zur Verfügung.
    Die Bühnen der Spielzeit AG werden Ihnen daher ihre Spielpläne in gewohnter Form übermitteln. Wir werden weder für die Digitalisierung der Daten bezahlen, noch Ihre Eingabemaske benutzen. Maßnahmen, die die Digitalisierung der Daten für uns personalintensiv verkomplizieren oder zu direkten Kosten führen, lehnen wir ab. Eher verzichten wir auf den Abdruck. Noch vorhandene
    Probleme mit unserer Datenschnittstelle werden wir nach und nach lösen.
    Mit freundlichen Grüßen

    Die Spielzeit AG Berlin:
    Admiralspalast arena Berlin, Bar jeder Vernunft, Berliner Ensemble, Berliner Festspiele, Berliner Kriminaltheater, BKA-Theater, Chamäleon, Deutsche Oper Berlin, Deutsches Theater Berlin, Distel, F40 English Theatre Berlin & Theater Thikwa, Friedrichstadtpalast, Grips Theater, Hans Otto Theater Potsdam, Hebbel am Ufer, Kleines Theater, Komische Oper Berlin, Konzerthaus Berlin, Maxim Gorki Theater, Neuköllner Oper, Renaissance-Theater, Schaubühne am Lehniner Platz, sophiensaele, Staatsballett Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Die Stachelschweine, Theater 89, Theater am Kurfürstendamm, Theater am Potsdamer Platz, Theater des Westens, Theater an der Parkaue, Theater im Palais, Tipi – Zelt am Kanzleramt, ufa fabrik, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Wintergarten Varieté Berlin

  • P R E S S E E R K L Ä R U N G

    Widerstand gegen das Terminkartell von ZITTY und TIP!

    Der Landesverband Soziokultur Berlin e.V. hat auf der Mitgliederversammlung am 14.12.2007 einstimmig beschlossen, die Verlage von ZITTY und TIP umgehend aufzufordern, die bestehende Praxis zur Erfassung und redaktionellen Bearbeitung der Veranstaltungsdaten im Kulturbereich wie bisher beizubehalten.

    Wir verurteilen den Versuch auf das Schärfste, im Hauruck-Prinzip den Kulturveranstaltern Berlins ein Verfahren aufzuzwingen, das von Ihnen einen zusätzlichen Arbeitsaufwand oder Gebühren abverlangt. Zugleich verhilft diese Verfahren ausgerechnet den marktbeherrschenden Stadtmagazinen einseitig zu Wettbewerbsvorteilen, da diese so erzeugte Veranstaltungsdatenbank im Eigentum der Cine Marketing GmbH liegt, somit für alle Print-, Medien- und Onlinedienste kaum frei zugänglich sein dürfte.

    Die ab Ende Januar 2008 geplante, zentrale Erfassung der Veranstaltungsdaten über eine Online-Eingabemaske bei der verlagseigenen Cine Marketing GmbH wird daher grundsätzlich abgelehnt, da der Vormachtstellung von ZITTY und TIP so einseitig Vorschub geleistet wird. Es ist nicht einzusehen, warum soziokulturelle Einrichtungen und Initiativen durch ihre Zu- und Vorarbeit in der Datenaufbereitung zu Kostenersparnissen der beiden großen Verlagshäuser beitragen sollen, zumal von anderen, kleineren Verlagen und Dienstleistern die übliche redaktionelle Bearbeitung auch weiterhin geleistet wird bzw. geleistet werden muss.

    Den bisherigen Rückmeldungen zufolge, an denen über 100 Berliner Einrichtungen und Initiativen der Soziokultur bereits im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Unterstützung eines Boykottes erkennen liessen, sowie die Kenntnis ähnlicher Proteste aus anderen Kulturbereichen, sollte ZITTY und TIP dazu bewegen, unverzüglich ihre Planungen zum Outsourcing ihrer Kernkompetenzen einzustellen:
    ZITTY und TIP scheinen völlig vergessen zu haben, dass ihre Existenz wesentlich darauf beruht, dass Kulturveranstalter ihre Termine bei Ihnen publizieren.
    Ohne diese Veranstaltungsdaten sinkt der Informationswert dieser Stadtmagazine beträchtlich.

    Aus Sicht der Landesverbandes Soziokultur Berlin e.V. ist es indes gut vorstellbar, eine mit allen Berliner Kulturveranstaltern, Verbänden und Netzwerken abgestimmte, zentrale Datenbank mit allen Veranstaltungsterminen zeitnah zu etablieren, um den modernen Informationsbedürfnissen einer Mediengesellschaft gerecht zu werden.
    Diese muss aber für alle! frei zugänglich und nutzbar, mitbestimmt und transparent sein, wie dies zur Zeit z.B. die Stiftung Kulturserver gGmbH (www.kulturserver.de) anbietet, aus deren Datenbank die Presse bzw. Medien die Veranstaltungsinformationen der Berliner Bühnen bereits seit längerem abrufen.

    Der Landesverband Soziokultur Berlin e.V. besteht seit etwa einem Jahr und ist noch in der Aufbauphase. Er ist entstanden aus regelmässigen Treffen der Kultureinrichtungen wie ACUD, Pfefferberg, RAW-Tempel, Tacheles, Kulturfabrik Moabit, Brotfabrik, Förderband, Regenbogenfabrik, u.a.

    V.i.S.P.
    Landesverband Soziokultur Berlin e.V.
    Geschäftsstelle
    Torstr. 150
    10119 Berlin
    fon +49.(0)30.24628661
    fax +49.(0)30.44340825
    Mail: info@soziokultur-berlin.de
    Net: http://www.soziokultur-berlin.de

    —————————————————————
    Wir bitten Euch, Euch dieser Erklärung anzuschliessen, in dem Ihr Eure Unterstützung uns bitte bis zum 17.12.2007, 20:00 Uhr unter: info@soziokultur-berlin.de mitteilt.

  • Ich muß hier doch mal für Gemse eine Lanze brechen. Erstens war mein offener Brief ein Schnellschuß – die Clubcommission war schon viel weiter:

    „Liebe Freunde,

    sorry, dass wir euch nun fast im Stundentakt mit unseren Verlautbarungen bombardieren. Bei diesem wilden Thema ist das nicht zu vermeiden. Wir müssen schnell sein und Handlungsfähigkeit demonstrieren. Geradezu sensationell war das Tempo, in dem es gelungen ist, fast die gesamte Kulturszene Berlins zusammen zu bringen. Der Schwarm ist die Größe der vielen Kleinen. Diese Gewissheit unserer Stärke wird uns bei zukünftigen Aktionen helfen. Um unsere Kontakte zu bündeln, verfahren wir weiter damit, alle Adressaten im Cc zu veröffentlichen. Wenn jemand das nicht will, bitte mitteilen. Möglicherweise erhaltet ihr unsere Mails auch mehrfach, wir hatten keine Zeit einen einheitlichen Mailverteiler aufzubauen und schicken alles über 10 spontan gebaute Listen raus, in denen ihr wiederholt auftaucht. Wir ändern das, sobald Zeit dafür da ist und wir senden euch diesen Verteiler dann zu. Wir werden euch auch weiterhin über alle Ereignisse und Statements auf dem Laufenden halten.

    In diesem Sinne: nach ersten Abstimmungen empfiehlt die clubcommission berlin e.V. nun folgendes Prozedere:

    1. Den Boykott der Fa. Cine Marketing weiterführen, um den Druck aufrechtzuerhalten.
    2. Die einzelnen Medien, also Tip, Zitty,030 etc. weiter wie gehabt, also kostenfrei, mit Veranstaltungsdaten versorgen. Die Veröffentlichung dieser Daten wurde uns ja zugesichert. Uns interessiert euer Feedback dazu, bitte schickt es uns bis Montag, am Dienstag folgen neue Infos.

    Schöne Grüße von Gemse.“

    Außerdem müssen wir wissen, mit wem wir es hier zu tun haben: Die Verhandlungspartner, mit denen Gemse da an einem Tisch gesessen hat sind nicht gerade dafür bekannt, daß sie bei Verhandlungen klein bei geben. Im Gegenteil – die sind mit allen Wassern gewaschen, da kann man schon mal recht kleinlaut aus einer Beredung herausgehen.

    Folgendes hat uns Jürgen Halm vom Pulp Mansion Club zugesendet:

    Hier noch ein paar Infos zu dem Inhaber des TIP s (beim TIP stehen derzeit 2/3 der Mitarbeiter vor der Entlassung) , der CINE und weiterer Presse in Berlin:

    David Montgomerey ist als Chef der Private Equity Firma MECOM der Inhaber des Berliner Verlages, zu dem auch der TIP / die ZITTY /die Berliner Zeitung u. der Tagesspiegel gehören (wie auch internetportale berlinonline.de und berlin.de, sowie wohl anteilig auch die CINE Marketing).

    (WIKIPEDIA): David Montgomery studierte Politikwissenschaft und Geschichte an der Queen’s University in Belfast. Zwischen 1973 und 1976 arbeitete er als Redakteur für den Daily Mirror, wechselte 1976 zu The Sun, bei der er bis in die Chefredaktion aufstieg. 1980 verließ er das Boulevardblatt. Weitere Arbeitgeber waren Sunday People, News of the World (1982-1987) und Today (1987-1991). Neben seiner journalistischen Tätigkeit, nahm er auch immer mehr Aufgaben des Medienmanagements war. So war er Geschäftsführer der privaten Fernsehsender „Satellite Television PLC“ (1986-1991) und „London Live TV“ (1991/92).

    In den 1990er Jahren wurde er als Geschäftsführer der Mirror-Zeitungsgruppe (Daily Mirror) bekannt. Nachdem der Medienunternehmer und „Pressezar“ Robert Maxwell 1991 unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen ums Leben gekommen war, übernahm Montgomery 1992 die Leitung des britischen Pressehauses. Es gelang ihm trotz sinkender Auflage durch bei der Belegschaft unbeliebte Sparmaßnahmen und Entlassungen den Börsenwert des Unternehmens enorm zu steigern. Seine Geschäftsmethoden trugen ihm bei Kritikern den Spitznamen „Rommel“, nach dem Kriegsgegner seines berühmten Namensvetters, ein. 1999 musste er nach einem Streit mit dem Verwaltungsrat zurücktreten.

    Heute ist David Montgomery als Investor tätig und leitet das britische Beteiligungsunternehmen Mecom, das sich auf die Medienbranche spezialisiert hat. Er gilt, je nach politischer Sichtweise, als „knallharter Sanierer“ oder als Inbegriff der „Heuschrecke“; ein Investor, der die Rendite auf Kosten des Unternehmens erwirtschaftet und es anschließend wieder abstößt.

    Deshalb muß ich mich bei Gemse entschuldigen!

    Es hagelt übrigens z.Zt. Solidaritätsbekundungen von den Mitgliedern der Clubcommission – noch kein einziger hat Bereitschaft zu zahlen signalisiert. Ich denke, da braut sich ein massiver Widerstand zusammen.

    Mein Vorschlag:

    Wenn schon Eingabemaske, dann wenigstens nicht bei diesen Parasiten!.

    Die Idee mit dem öffentlich-rechtlichen Anbieter ist großartig. Leider ist die Gestaltung von kulturserver.de etwas hölzern – die Bundesadlerästhetik wird wahrscheinlich viele Veranstalter als auch Club-/Konzertgänger abschrecken – wünschenswerter wäre ein Betreiber, der nicht in erster Linie Teil des Auftretens unserer Bundesregierung ist. Öffentlich rechtliche TV-Sender tragen ja auch nicht den Bundesadler in ihrem Logo. Andernfalls wären wir vom Regen in der Traufe – denn es geht ja auch um die Attraktivität des Mediums für den Konsumenten.

    Die zweite Möglichkeit wäre, die kleinen, häufig profitfreien Portale, wie z.B. http://www.dorfdisco.de oder http://www.voiceofculture.de irgendwie zu bündeln. Das Problem daran ist, daß diese häufig sehr genreorientiert sind und der Suchende einen Wegweiser braucht um zu finden. Dafür haben diese Idealisten häufig die größte Kompetenz in ihren bevorzugten Genres/Bereichen und scheuen sich nicht vor dem Verriß [Bei kommerziellen Anbietern mutieren Kritiken ja allzu häufig zu Lobhudeleien für potente Anzeigenschalter].
    Als Anfang sollten z.B. Mitglieder der Clubcommission ein Verzeichnis der Kleinportale zusammentragen und diese der Öffentlichkeit zu Gemüte führen – auf ihren Websites und in ihren Newsgroups. Das könnte schon mal den Publikumsverkehr auf diesen kleinen Portalen ankurbeln und diese evtl. zur Kooperation animieren. Dann gibt es weitere zwei Möglichkeiten: entweder alle arbeiten mit, einen gemeinsamen Kalender zu pflegen oder eine Genre-Suchfunktion verlinkt direkt auf diese Portale. Genres, Tags, „Schubladen“ sind allerdings bei künstlerischer Arbeit ein Problem – meist versucht man ja dieser Klassifizierung zu entfliehen.

    Leider bin ich kein Spezialist in Fragen, was im Netz technisch möglich ist. Was ist denn z.B. mit dem RSS-Feed? Stimmt es wirklich daß es, wie Kläuschen aus dem schönen Franken steif und fest behauptet, eben nicht ausreiche, die Daten zum copy/paste zur Verfügung zu haben?

    [Nachzulesen unter http://www.hauptstadtblog.de/article/3977/das-berliner-terminkartell ]

  • @Gaogao
    ahhh. kultursever.de… Muss der Bund ran, wenn Anbieter, die mit Ihren Veranstaltungen Geld verdienen (und das sind nun mal so gut wie alle Veranstalter hier) auf Kosten anderer werben (hoppla, informieren) wollen. Dann zahlen ja schon wieder die Gäste für die Veranstaltungsprogrammwerbung,…hoppla Kulturinformation.

    >>
    ohne Einschränkung den Zugang zu den Informationen gewährt (Vielleicht der http://www.kulturserver.de ?).
    >>

    Ich bin für freien Eintritt und Freibier in allen Kultureinrichtungen, Clubs und allen, die hier kopflos MUSS KOSTENLOS SEIN & BLEIBEN blöken. Was gibt es bei Euch denn alles Kostenloses, hm?

    Hosen runter! Gäste & Leser, solidarisiert Euch!

  • Eigentor!

    Mehr als erfreulich: durch die PR-Glanzleistung der ZITTY und TIP erlebt die Berliner Kulturszene eine Solidarisierungswelle wie seit Jahren nicht mehr.
    Die Gebühreneinführung soll ja jetzt angeblich nur ein Missverständnis gewesen sein?
    So so….
    Als ob sich mit dieser Stellungnahme der Imageverlust begrenzen liesse, verbunden mit dem Angebot an die Veranstalter, dass eine kostenlose Online-Maske zur Eingabe der Daten zur Verfügung gestellt werden soll.
    Die zentrale Erfassung der Veranstaltungsdaten durch bei der Cine Marketing GmbH für die marktbeherrschenden Verlage scheint mir nachwievor fragwürdig, zumal die Nutzung und Zugangsmöglichkeiten (mir) noch völlig unklar sind.
    Mir würde es jedenfalls besser gefallen, gäbe es noch einen, in der Berliner Kulturszene gemeinsam verabredeten, öffentlich-rechtlichen Anbieter, der diese Daten erfasst und allen Interessierten ohne Einschränkung den Zugang zu den Informationen gewährt (Vielleicht der http://www.kulturserver.de ?).
    Das Thema darf nicht, es muss weiter diskutiert werden!

  • Nachtrag: Die einzigsten, die derzeit doppelt zahlen, sind die Gäste (also Ihr Leser hier, die nicht Veranstalter sind). Ihr kauft ein Programmheft, subventioniert mit dem Kaufpris z.T. deren kostenlose Programmwerbung und anschliessend dürft Ihr Euch noch mit einem Eintrittspreis selbst gratulieren. Glückwunsch! Und dann müsst Ihr noch an denjenigen denken, dr noch kostenlose Online-Angebote boykottieren möchte.

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