„Artenschutzverein“ PRO WILDLIFE erfindet Horror-Statistik

Ja, ja, mit zunehmendem Alter wird man ja immer abgebrühter und hält generell erst mal alles für möglich. In der Theorie. In der Praxis ist man doch baff erstaunt, wenn man mal wirklich nachforscht, wie es so zugeht da draußen.

Seit ein paar Jahren geistert ein Verein namens „Pro Wildlife“ durch die Presse, von dem man erstaunlich wenig weiß. Außer, dass seine Sprecherin, Frau Dr. Sandra Altherr, zu einem bunten Strauß von Arten- und Tierschutzthemen zitiert wird, meist mit der Formulierung „Dr. Sandra Altherr von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife sagte, dass …“. Wäre eigentlich interessant, da mal hinterher zu recherchieren, wie viele Mitglieder dieser Club so hat und woher er sein Geld bezieht, aber das nur am Rande.

Zumindest suggeriert offenbar allein der Name so etwas wie Seriosität, was schon ausreicht, die Stellungnahmen der Dame in erstaunlich vielen Medien zu verbreiten, als sei sie eine Sprecherin anerkannter Organisationen wie etwas des – nur zufällig? – namentlich ähnlichen „World Wildlife Fund“ – oder als sei sie gar fachkundig. Nun weiß ich nicht so viel über Wale oder Elefanten, aber ein bisschen was über Reptilien, genug jedenfalls, um sagen zu können, dass Frau Altherr von diesen Tieren keinen blassen Schimmer hat, wie ich ihr schon einmal Punkt für Punkt anhand eines haarsträubenden „Gutachtens“, das die Dame, sagen wir mal: erstellt hat, nachgewiesen habe.

Nun schreckte „Pro Wildlife“ am 13. September mit einer Pressmitteilung unter dem schönen Titel „Giftattacke im Kinderzimmer“ auf: 700 Unfälle mit Gifttieren seien jährlich in Deutschland zu beklagen, mehr als ein Drittel davon betreffe unschuldige Kinder. „Deutschlands Giftnotrufzentralen verzeichneten im vergangenen Jahr weit über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren. Einer Datenerhebung von Pro Wildlife zufolge sind in knapp 60 Prozent der Fälle Giftschlangen die Ursache. (…) Immer mehr geltungssüchtige Halter wollen sich statt mit Pitbulls nun mit Kobra & Co. aufwerten“, so [Pro-Wildlife-Sprecherin] Altherr. Und sie erweisen sich als völlig unverantwortlich: Laut Giftnotrufzentrale Berlin sind bei 30 Prozent der Unfälle Kinder bis 15 Jahre, darunter viele Kleinkinder, betroffen. (…) Giftnotrufzentralen wie Berlin oder Freiburg verzeichnen einen Anstieg der Unfälle um bis zu 61 Prozent innerhalb der letzten Jahre.“

Der Eindruck, der mit dieser Pressemitteilung erweckt wird, ist tatsächlich alarmierend. In einer öffentlichen Anhörung vor dem Innenausschuss des Hessischen Landtags, zu der Frau Altherr mysteriöserweise geladen wurde, legte sie nach: „Wir haben in den letzten Wochen acht deutsche Giftnotrufzentralen um Daten gebeten. Diese Daten haben wir dann zusammengetragen. Wir haben uns dann auf die nicht heimischen Arten beschränkt und festgestellt, dass im letzten Jahr über 700 Zwischenfälle mit exotischen Gifttieren gemeldet wurden. Wir haben nicht von allen Notrufzentralen Daten bekommen. Das heißt, wir reden hier von dem Minimum.“ Da wundert man sich allerdings als jemand, der sich in der Szene ja doch ein wenig auskennt. Wirklich derartig viele Unfälle? Und dann auch noch mit Kindern? Da es in Deutschland genau neun Giftnotrufzentralen gibt, sollten die Zahlen ja zu überprüfen sein. Das habe ich für die Fachzeitschrift REPTILIA getan – und dabei interessante Ergebnisse gewonnen.

Dass „Pro Wildlife“ nicht von allen Giftnotrufzentralen Daten bekam, hat eine einfache Erklärung: Zwischenfälle mit giftigen exotischen Wildtieren sind derart selten, dass sie bei den meisten Zentralen gar nicht gesondert in der Statistik erfasst werden. Letztlich ist es mir aber gelungen, mit allen Giftnotrufen Kontakt aufzunehmen (mit Ausnahme des saarländischen Giftnotrufs in Homburg) und um das entsprechende Zahlenmaterial zu bitten. -Die Daten mussten auf meine Anfrage hin erst ermittelt werden, oder ich erhielt dasselbe Material weitergeleitet, dass auch „Pro Wildlife“ übersandt worden war. Wegen Überlastung konnte der Giftnotruf Mainz (zuständig für Hessen und Rheinland-Pfalz) die Zahlen bislang noch nicht ermitteln, von den anderen Zentralen liegen sie mir inzwischen vor.

Das „Giftinformationszentrum Nord“ (zuständig für die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) hat in Zusammenarbeit mit den Giftnotrufen Erfurt (zuständig für Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern) und Marseille (Centre Antipoison, Hôpital Salvator, Marseille) eine Studie zu genau dieser Problematik erarbeitet. Die ist leider noch nicht veröffentlicht, und deshalb möchte ihr Hauptautor, Dr. Andreas Schaper, vorab keine präzisen Zahlen publik machen. Um eine Einschätzung zu ermöglichen, hat er aber sowohl „Pro Wildlife“ als auch mir einige Basisdaten genannt. Und die besagen, dass in den zehn Jahren der Erhebung bei den genannten Giftnotrufzentralen plus der Giftzentrale Marseille/Frankreich um die 400 Zwischenfälle mit privat gehaltenen „Gifttieren“ gemeldet wurden. Das macht also etwa 40 pro Jahr für praktisch ganz Nord- und Ostdeutschland und einen Teil Frankreichs (von denen, dazu unten mehr, fast alle harmlos sind).

Auch die „Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg“ hat eine genauere Statistik geführt und sie der REPTILIA (ebenso wie „Pro Wildlife“) zur Verfügung gestellt: In den sechs Jahren von 2000–2005 wurden dort 32 Fälle dokumentiert, also etwa fünf im Jahr. Sechs der in Freiburg vorstellig gewordenen Opfer waren Kinder (also eines im Jahr). Davon war genau ein Fall (eines 15-jährigen) von einer Giftschlange verursacht, nämlich einer Weißlippen-Bambusotter, aber „es bestanden nur leichte Symptome“. Ein Kind wurde gestochen, als es im Zoogeschäft in ein Aquarium mit Rotfeuerfischen fasste, eines wurde von einem Skorpion erwischt, der im Reisegepäck saß (also kein Unfall mit einem Tier in privater Haltung, was die Zahl auf 5 reduziert), ein Kind kam in Kontakt mit den Brennhaaren einer Vogelspinne (was i. d. R. ähnlich dramatisch ist wie die Begegnung mit einer Brennnessel), und zwei weitere wurden von als Haustieren gehaltenen (harmlosen) Riesenskorpionen (Heterometrus, Pandinus) gestochen. In keinem Fall kam es zu ernsteren medizinischen Problemen.

Auch der Giftnotruf Berlin stellte „Pro Wildlife“ Unfallzahlen zur Verfügung – und wies eigens darauf hin, dass es sich um „unbereinigtes“ Zahlenmaterial handelte. Entsprechend verärgert zeigte man sich dort, als von „Pro Wildlife“ dann die Zahlen verzerrt wiedergegeben wurden. Daraufhin hat die stellvertretende Leiterin, Frau Ingrid Koch, mir die Einzelfallauflistung der Jahre 2000–2006 übersandt, und dieser Einblick ist höchst interessant. Abgesehen davon, dass die „Unfälle mit potenziellen Gifttieren im Haushalt“ zahlenmäßig wie in den anderen Ländern nur einen winzigen Bruchteil der Vergiftungsfälle insgesamt ausmachen (etwa 22 im Jahr), findet sich darin auch noch ein nicht ganz unerheblicher Teil an Zwischenfällen mit völlig ungiftigen Tieren (Kornnattern, Pythons, Schildkröten) oder mit nur schwach giftigen, für Menschen nicht gefährlichen Arten wie Vogelspinnen. Hinzu kommen noch „nominelle“ Gifttiere wie Kugelfische und Pfeilgiftfrösche, die in Aquarien- bzw. Terrarienhaltung aber vollständig ungiftig sind: Pfeilgiftfrösche verlieren im Terrarium ihr Gift in kürzester Zeit, sodass alle hier gehaltenen Tiere als vollständig ungiftig betrachtet werden können, und Kugelfische müsste man ohnehin aufessen, um mit ihrem Gift in Kontakt zu kommen. Ebenfalls fanden sich noch die einheimischen Zebraspinnen und Tangrosen in der Aufzählung (die zudem für Menschen völlig ungefährlich sind), sowie einige Fälle von in Verpackungen oder Koffern eingeschleppten Skorpionen, die damit zwar unter die Kategorie „Unfälle im Haus“ fallen, aber ja nicht als Heimtiere gehalten wurden.

Bei einem fernmündlichen Abgleich der Daten mit denen aus der Studie von Schapers und Kollegen (Nord- und Ostdeutschland) zeigte sich dasselbe Ergebnis, auch hier sind Unfälle auch mit ungiftigen Heimtieren erfasst, und auch Frau Seidel vom Giftnotruf Bonn bestätigte schriftlich, dass alle gemeldeten Unfälle in den Zahlen erfasst sind, also auch Bisse von ungiftigen Schlangen wie Kornnatter & Co. Wie kommt es dazu? Ganz einfach: Die Giftnotrufe dienen ja der Beratung der Bevölkerung, jeder kann dort anrufen und fragen, ob z. B. ein bestimmtes Reinigungsmittel, das das Töchterchen versehentlich gerade verschluckt hat, giftig ist oder nicht und was dann zu tun ist. Dasselbe gilt eben auch für Tiere. So wissen natürlich die meisten Halter, dass Vogelspinnen ungefährlich sind. Werden sie doch einmal gebissen, fragt sich der ein oder andere vielleicht aber doch, wie fundiert sein diesbezügliches Wissen eigentlich ist, und ruft sicherheitshalber beim Giftnotruf an. Das gilt natürlich besonders für besorgte Eltern, weshalb vermutlich der Anteil von „Unfällen“ mit Kindern gerade auch bei den ungiftigen Tieren überproportional hoch ist. Die Statistiken führen aber einfach alle Anfragen auf. Und so finden sich dann dort eben auch Leguan-, Schildkröten- und Kornnatternbisse ebenso wie Hautkontakte mit Kugelfischen.

Das bedeutet, die Unfallzahlen sind, sofern sie nicht zuvor auf diese Faktoren hin bereinigt wurden, deutlich nach unten zu korrigieren.

Betrachten wir mit diesem Wissen doch einmal die Aussagen von Frau Altherr und „Pro Wildlife“ im Einzelnen:

– „Deutschlands Giftnotrufzentralen verzeichneten im vergangenen Jahr weit über 700 Unfälle mit giftigen Haustieren.“: Die Aussage ist ganz offenkundig frei erfunden oder geht auf erhebliche Fehleinschätzungen oder Rechenfehler zurück. Rechnet man das Zahlenmaterial hoch, kommt man sehr zu Gunsten von „Pro Wildlife“ geschätzt auf vielleicht 150 Fälle im Jahr, von denen der größere Teil auf ungiftige und ungefährlich giftige Tiere zurückgeht.

– „Einer Datenerhebung von Pro Wildlife zufolge sind in knapp 60 Prozent der Fälle Giftschlangen die Ursache.“ Auch die Zahl ist frei erfunden oder geht auf Fehleinschätzungen oder falsche Berechnungen zurück. Das vorliegende Zahlenmaterial legt einen Anteil von Giftschlangenbissen zwischen 25 und 40 % nahe.

„Laut Giftnotrufzentrale Berlin sind bei 30 Prozent der Unfälle Kinder bis 15 Jahre, darunter viele Kleinkinder, betroffen.“ Die Zahl ist offenkundig vorsätzlich gefälscht oder geht auf grobe Missachtung des tatsächlichen Zahlenmaterials zurück. In Wahrheit machen Minderjährige (also Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) insgesamt ca. 16 % aller bei der Giftnotrufzentrale Berlin gemeldeten Unfälle mit Heimtieren aus und nur etwa 10–12 % aller gemeldeten Unfälle mit Gifttieren, und selbst davon geht wiederum ein beachtlicher Anteil auf das Konto ungefährlicher Gifttiere (z. B. Vogelspinnen).

– „Giftnotrufzentralen wie Berlin oder Freiburg verzeichnen einen Anstieg der Unfälle um bis zu 61 Prozent innerhalb der letzten Jahre.“ Auch die Zahl ist in dieser Form schlicht falsch. In Berlin lässt sich überhaupt kein Anstieg feststellen (in den Daten von GIZ Nord/Erfurt/Marseille übrigens auch nicht signifikant), in Freiburg gibt es zwar einen Anstieg von 4 Fällen in 2000 auf 16 Fälle in 2005, der lt. dem zuständigen Arzt Dr. Stedtler (schriftliche Mitteilung) aber zum einen darauf zurückzuführen ist, dass die Zahl der Anfragen an den Giftnotruf Freiburg insgesamt angestiegen ist, und zum anderen aufgrund der insgesamt sehr geringen Fallzahlen nur bedingt statistisch relevante Aussage über Trends erlauben: „Die Signifikanz dieser Ergebnisse ist begrenzt aufgrund der geringen Zahl von Fällen mit exotischen Tieren.”

Was insgesamt also an Bissen durch real gefährliche Gifttiere übrig bleibt, kann derzeit nicht exakt gesagt werden – mehr als ein paar im Jahr sind es aber nicht. Der bekannteste Giftnotruf in Deutschland in Sachen Giftschlangen ist der in München, er arbeitet eng mit Giftschlangenhaltern zusammen und verwaltet die Anti-Seren. In den letzten vier Jahren wurden dort durchschnittlich 24 Fälle jährlich erfasst, übrigens ohne erkennbare Tendenz (2003: 28; 2004: 27; 2005: 16; 2006: 25). Das erlaubt insgesamt eine Schätzung: Die meisten ernsteren Fälle dürften in München auflaufen, den Rest kann man als gleich verteilt bezogen auf die Bevölkerungszahl annehmen und anhand der vorliegenden Zahlen auf unter 50 im Jahr schätzen. Macht also unter 75 Bissunfälle mit Giftschlangen jährlich. Bei den von „Pro Wildlife“ geschätzten 100.000 Giftschlangen in Deutschland, wo auch immer diese Zahl herkommt, wäre das eine Unfallquote von 0,075 % im Jahr (bzw. bei 99,925 % aller gepflegten Giftschlangen kommt es zu keinerlei Problemen); man vergleiche das Gefahrenpotenzial mit Hunden, Autos, Motorradfahren oder diversen Sportarten. Und von diesen 0,075 % Bissunfällen wiederum verläuft der Großteil ebenfalls glimpflich, denn in vielen Fällen geben Giftschlangen gar kein Gift ab (sogenannte Trockenbisse), in anderen führen die Bisse selbst bei Giftabgabe zu keinen oder nur leichten Komplikationen. So bleibt letztlich nur eine Hand voll überhaupt ernsthafter Zwischenfälle übrig. Kinder dürften dabei nur in extremen Einzelfällen betroffen sein. Oder, um es mit den Ärzten der Giftnotrufzentrale Freiburg zu sagen: „Unfälle durch exotische Tiere spielen z. Z. kaum eine Rolle.“ In München war in den ausgewerteten Jahren 2003-2006 kein einziger Minderjähriger betroffen.

Das klingt natürlich in einer Pressemitteilung mit dem Titel „Giftattacke im Kinderzimmer“ und der Zahl 700 ganz anders.

Und wirft ein interessantes Licht darauf, was von der Seriosität des merkwürdigen Clubs „Pro Wildlife“, der in der Presse so bereitwillig ungeprüft zitiert wird, zu halten ist. Nächstes Mal vielleicht zur Abwechslung Fachleute befragen.

Kommentare (48)

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  1. Noch vor ca. 2 Jahren hat Pro Wildlife zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund eine „Studie“ zu Tierbörsen in Deutschland vorgestellt, die zumindest im Bereich Terraristik vor haarsträubenden Fehlern und Falschaussagen strotzte. So gesehen habe ich erhebliche Zweifel, dass sich die Arbeitsweisen oder die Kompetenz für den Bereich Reptilien/Amphibien im Terrarium heute besser darstellen. Für andere Bereiche oder andere Tiergruppen kann ich das nicht beurteilen.

  2. Hallo!
    Hat sich die Situation mitlerweile gegeben? Sollte ich also Angaben von Pro Wildlife von einem späteren Datum finden, sind die dann genauso zu korrigieren?
    Klar mit Skepsis sind die ohnehin zu betrachten aber kann man die als Richtwerke nutzen?

    Gruß

  3. Habe ich es richtig verstanden, daß das nur die Spitze des Eisbergers ist?
    Sind demnächst auch andere Bundesländer von diesem neuem Gesetz betroffen?
    Werden auch Züchter von ( harmlosen ) Retilien und Amphibien demnächst mit neuen Regelungen rechnen müssen?
    Na dann auf die Barrikaden, oder reden wir weiter über Dinge die schon lange den Bach runter sind?
    Die Medien sind doch nicht nur verpflichtet einer Seite Gehör zu schenken.
    Macht es wie die Politiker, stellt einen Stand vor den Messehallen auf und sammelt Unterschriften.
    Bestellt die Medien, es gibt genug qualifizierte
    Halter und Züchter die eine Menge zu berichten haben und einiges gerade rücken können.
    Halbwahrheiten sind auch Lügen.
    Ich würde gerne Wissen, wie andere Halter über die Zukunft unserer Schützlinge denken.
    Es ist oft genug Geschehen, daß andere Bundesländer Gesetzte übernehmen.
    Siehe Anlagehunde, oder Reitwegeabgaben.
    Mit Ehrfurcht vor der Arbeit Ehrenamtlicher
    S. Schmidt

  4. Pingback: Poecilotheria regalis Haltungsverbot!!!! - Seite 6 - Arachnophilia.de - Das Vogelspinnen Forum

  5. Der Tierschmuggel boomt. Wer Wildfänge kauft und hält, der Unterstützt verbrecherische Strukturen in 3. Welt und Schwellenländern. Ich lebe zurzeit in Brasilien, ständig zeigt das Fernsehen wie wieder eine Tierschmugglerbande von der IBAMA (brasilianische Umweltbehörde) ausgehoben wurde. Ob in Deutschland oder anderen Industrieländern die Halter von Gifttieren gebissen werden ist irrelevant und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Im Übrigen sind für mich, ohne die Statistiken zu kennen, 700 Fälle von Gifttierbissen bei über 80 Millionen Einwohnern eine recht geringe Zahl.

  6. Das Problem ist die generelle Verbortheit der Politiker .,.
    Die sind alle meist weit über 50 und „kennen“ solche Tiere einfach nicht und sagen PFUI BÄH…
    Dann kommt da so eine wischiwaschi Gesellschaft hergelaufen in denen sich warscheinlich zu 99 % nur irgendwelche kleinkarierten Pisser befinden die aus „Prinzip“ einfach Schiss in der Hose haben á la :“ IH EINE SPINNE“

    Absolut lächerlich …

    Ich finde bevor man einer Gesellschaft Gehör schenkt,
    sollte eine 2. Meinung eingeholt werden…
    Ich meine ,,, Mal ehrlich wer als VERNÜNFTIGER MENSCH(!!) gibt einem Kind (!) eine bzw. Kobra in die Hand damit diese mal auf das Kind aufpassen kann?

  7. Ich muss mich doch noch inmal zu Wort melden, weil immer noch manche in diesem unserem lande glauben, der bevorstehende Regierungswechsel in Hessen würde irgendetwas ändern.Ich bdauere, enttäuschen zu müssen, denn das Gegenteil ist der Fall. Es gibt im Hessischen Landtag EINSTIMMIGKEIT zu diesem Gesetz, wahrlich eine verwunderliche Angelegenheit angesichts der Zerstrittenheit der hiesogen Parteien. Der DGHT rate ich, keinen müden Euro dafür zu verwenden, eine Änderung des Hessengesetzes zu erkämpfen.Das Geld wäre verbrannt. Sollte ein Formfehler vorliegen, würde die DGHT vielleicht obsiegen – aber innerhalb weniger Wochen wäre ein neues und den gerichtlichen Vorgaben entsprechendes Gesetz eingebracht.
    Besser wäre das Geld angewandt, um ähnliche Gesetzgebungen in anderen Bundesländern zu verhindern! Dazu bedarf es mehr Öffentlichkeit, dazu bedarf es eines offensiven Auftretens. Das kann man z.B. in enger Zusammenarbeit mit öffentlichkeitserfahrenen Spezialisten wie Heiko Werning und den Fachmedien und Verlagen machen.
    Das bei dieser Gelegenheit auch eine massive Glaubwürdigkeitsattacke gegen Pro Wildlife und andere geritten werden sollte, ist selbstverständlich.

  8. Danke für diesen Bericht und ich hoffe das ihn noch viele Lesen werden. Vielleicht auch mal einer dieser ach so gut „informierten“ Politiker und Beamten
    die sich um unsere Sicherheit sorgen. Ich halte selbst keine Gifttiere aber bin Terrarianer und liebe diese Tiere über alles! Das man mir jetzt verbieten will Sie zu halten und das noch aufgrund einer gefälschten Statistik einer möchtegern Organisation finde ich lächerlich!
    Die sollen sich lieber mal um andere, wichtigere Dinge kümmern

  9. Ich schlage vor, dieses Gesetz durch Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt allen Geckos, welche vorschriftswidrig menschliche Wohnungen betreten – insbesondere Vertretern von Hemidactylus, Cosymbotus und vor allem den bekanntlich bissigen Tokees – bekannt zu machen. Zuwiderhandlungen werden dann mit Haftstrafe nicht unter 5 Jahren, abzusitzen im Terrarium, geahndet.
    Schwarzer Humor beiseite: es zeigt sich wieder einmal, wie eine Lobbykratie funktioniert. Sachfragen werden nicht nach sachlichen Gesichtspunkten entschieden, sondern nach dem Symbolwert der Entscheidung, der sich nach dem „ethisch-moralischen“ Zeitgeist. Diese werden von der an auflagestärke interessierten Presse und sogar von PR-Firmen definiert und dann von den Parteien, besonders von einer kleinen grünen, aufgegriffen und unter´s Volk gebracht. Das ist aber nicht nur im Tierschutz so, sondern in vielen anderen Politikbereichen vom „Klimaschutz“ bis zur politisch korrekten Umschreibung der deutschen Geschichte. Wenn dann, wie vor wenigen Jahren geschehen, eine „Untere Naturschutzbehörde“ die Beschlagnahme einer Palette Venusfliegenfallen in einem kleinen Blumenladen als großen Schlag gegen illegalen Pflanzenimport(aus einem holländischen Gewächshaus hinein nach Deutschland)bekannt geben kann, macht sich das doch für den Rechenschaftsbericht der Behörde gut.

  10. Wie in DGHT-Foren verlautet, arbeiten die Bundesländer Berlin, Thüringen und Saarland an einer Gesetzgebung, die sich der hessischen anlehnt. Es ist illusorisch zu glauben, dass nicht auch andere Bundesländer sich anschliessen. Da bleibt eben bloss zu hoffen, dass es der DGHT gelingen möge, wenigstens hier sachkundig in die Entscheidungsprozesse einzuwirken.
    Ich könnte aber wetten, dass die hirnrissige Statistik schon auf dem Tisch der zuständigen Ministerialbeamten liegt….

  11. Pingback: Giftspinnen in Deutschland - Seite 3

  12. Hallo, gefährliche Haustiere müssen endlich aus Deutschen Wohnzimmern verschwinden!!
    Ich wurde gestern erst von einem Wellensittich gebissen und im letzten Sommer von einer Wespe gestochen!!
    Lasst uns alle Tiere ausrotten jedes kann gefährlich werden.

  13. Beim „Säubern“ meines Rechners ist mir nun nachfolgende „alte Datei“ in die Hände gefallen.
    2001 schrieb ich im Auftrag der ÖGH eine Stellungnahme zu einem Gutachten von PRO WILDLIFE, dass von den österr. Behörden als Grundlage für Beschränkungen in der Terraristik herangezogen werden sollte.
    Leider habe ich dieses „Werk“ von ProWildlife nicht digital.
    Aber wohl meine Stellungnahme, die unten vollständig wiedergegeben wird. Daraus ist ersichtlich, was die „Mädels“ von ProWildlife wollen: Ein Tierhaltungsverbot.

    TEXT:
    „Schweiger Mario
    Katzelsberg 4, A-5162 Obertrum
    m.schweiger@vipersgarden.at
    Leiter der FG Schlangen in der ÖGH

    Stellungnahme zum Pro-Wildlife-Gutachten 2001

    Allgemeines:
    Beim Gesamtstudium dieses „Werkes“ fällt vor allem auf, dass die Autorinnen fast ausschließlich auf veraltete oder nicht fundierte Literatur zurückgegriffen haben. Wird geeignete Literatur zitiert, werden die Zitate meistens aus dem Zusammenhang gerissen und/oder falsch interpretiert.
    Dies legt den Schluss nahe, dass dieses Gutachten auf ein generelles Haltungs- und Importverbot von Reptilien hinzielen soll.
    Neben einigen Bemerkungen zum allgemeinen Teil, wo ich auch auf andere Arten eingehe, beschränke ich mich bei den Punkten 6 und 7 auf die Schlangen.

    Selbstredend sollte der Wildtier-Import so gering wie möglich gehalten werden. Durch die hohe Nachzuchtquote bei vielen Reptilienarten wird ja bereits auf Wildimporte fast zur Gänze verzichtet.
    Es ist anzumerken, dass es keine nicht zu haltenden Arten gibt, bei ausreichendem Studium von Literatur über Lebensansprüche und Lebensraum kann mit Einfühlungsvermögen jede Art gehalten und auch gezüchtet werden, was die Zahlen an Nachzuchten hinsichtlich der Arten aber auch der Nachzuchtindividuen belegen.
    Anhand einiger Beispiele soll die Fragwürdigkeit dieses Gutachtens nun ausführlich erläutert werden.

    Punkt 1.3.1. Dass Terrapene sp. als Ersatz für ein Importverbot für mediterrane Schildkröten ist, mag Ende der Achtziger-, Anfang der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts gegolten haben. Seit 1993 gilt diese Gattung in den USA als federal protected, was einer Ausfuhrsperre gleichkommt. Außerdem ist sie auf Anhang II des WA gelistet.
    Aber gerade die Importsperre „europäischer“ Landschildkröten hat zu einem Boom bei der Nachzucht von T. hermanni, T. graeca und T. marginata geführt. Dass diese Arten nur wenige Jahre in Gefangenschaft überleben, stammt aus Literaturzitaten der frühen 80er.

    Punkt 2.2. Natürlich sind evolutionär alte Tiere strenger an ihre Lebensräume incl. Klimate angepasst, aber wohl jedes Lebewesen steht in unmittelbarem Bezug zu seiner Umwelt.
    Es liegt an den Haltern, Züchtern, Verbänden und dem Zoofachhandel, Haltungsbedingungen in allen Facetten an den neuen und unerfahrenen Pfleger weiter zu geben.

    Punkt 4.3. Bezüglich weitverbreiteter Arten muss festgehalten werden, dass sich der Anspruch an ein bestimmtes Mikroklima sich über das Gesamtverbreitungsgebiet nur unwesentlich ändert. Die Tiere suchen dann gegebenenfalls unterschiedliche Kleinlebensräume auf.
    Auch zeigen Untersuchungen, dass Reptilien aus den verschiedensten Verbreitungsgebieten eine ähnliche Vorzugstemperatur haben.
    Auch können Echsen durch Öffnen des Mauls und damit entstehender Verdunstungskälte ihre Körpertemperatur senken, z.B. Uromastix, Agama, Chamäleons.
    Wie falsch interpretiert wurde, zeigt
    Punkt 4.6. nachdem Boa constrictor zu überwintern seien. Abgesehen von Tieren aus den nördlichsten Populationen aus semi-ariden Gebieten Mexicos würde bei allen anderen die erste auch die letzte Winterruhe sein, was auch für die unter selben Punkt angeführten Sandboas der Gattung Eryx gilt. Das dieser Genus von palearktischen bis in tropische Gebiete verbreitet ist, dürfte den Autorinnen entgangen sein.
    Warum gerade die unter
    Punkt 5.1.1. angeführten Wüstenbewohner schwer zu halten seien ist ebenfalls nicht nachzuvollziehen. Dass Arten, wie die angeführten Heloderma und Uromastix die heißeste Tages- und kühlste Nachtzeit in Unterschlupfen verbringen, ist selbst in trivialster Terrarienliteratur nachzulesen.
    Das selbe gilt für die meisten Reptilien aus Berglebensräumen, wie unter Punkt 5.1.2. oder Regenwäldern Punkt 5.1.3. angeführt. Das es in Regenwäldern immer nass und warm ist, dürfte bekannt sein. Aber was bedeutet eine rel. LF von bis zu 90%, und was ist warm, 20 oder 35°C?
    Punkt 5.2. Dass Eierschlangen nur Eier fressen, bezeugt schon deren Name, dass die Königskobra ein Schlangenfresser ist, dürfte ebenfalls bekannt sein und darum hat diese Art nur eine untergeordnete Bedeutung in der Terraristik. Aber dass Eryx colubrinus und E. miliaris Echsenfresser sind, mag bedingt für „Wildtiere“ zutreffen, eine Notwendigkeit für diese Nahrungstiere besteht nicht. Ebenso wenig bei Tiliqua gerrardii, dessen deutscher Name Schneckenskink ist.
    Punkt 5.3. Warum eine unterschiedliche jahreszeitliche Aktivität ein limitierender Faktor für die Haltbarkeit von Reptilien darstellen soll, kann ich nicht beantworten.
    Außerdem ist das Statement, dass Reptilien von der südlichen Halbkugel in nördlichen Hemisphären eine lange Eingewöhnung bedürfen, ist unrichtig. Hier ist lediglich zu bedenken, dass ein im z.B. Februar gefangenes Tier nicht im Frühling sondern in Herbst gefangen wurde.
    Punkt 5.4.2. Jetzt wird´s richtig gefährlich: giftspeiende Krustenechsen.
    Außerdem scheint es, den Import von Grünen Mambas in die EU als „booming“ zu bezeichnen, sehr fragwürdig zu sein.
    Punkt 6. Hier werden alle im Anhang B der EU Verordnung 338/97 erwähnten Arten von Reptilien angeführt und in vier Kategorien eingeteilt.
    Schlangen:
    Die Einteilung in die entsprechenden Kategorien scheinen willkürlich und ohne jede Sachkenntnis erfolgt zu sein.
    Es fällt auf, dass nicht eine Schlangenart (Gattung) in die Kategorie 3 = für den Liebhaber geeignet, eingereiht wurde. Die Kategorie 4 = keine, bzw. zu wenige Daten zeugt von der Oberflächlichkeit der Autorinnen.
    In Punkt 7.1. wird empfohlen, Tiere der Kategorien 1 und 2 mit einem Importbann zu belegen, da diese bei Fang und Transport hinfällig seien und/oder nicht in Gefangenschaft gehalten werden können. Hier ist wieder eine fehlende oder oberflächliche Literaturrecherche
    auffällig. Werden doch Arten wie Naja naja ssp. Crotalus durissus und Vipera wagneri neben vieler Boiden regelmäßig und in ansprechenden Stückzahlen nachgezogen.
    Was die Gefährlichkeit bzw. Giftigkeit mit ihrer Lebensdauer zu tun hat, bleibt mir verborgen. Dass Pfleger ihren 5-meter Python oder ihre Vipera wagneri sich nicht zu hantieren wagen und das Tier deshalb durch Krankheit oder Hunger (so die Autorinnen) sterben muss, mag zwar vorgekommen sein, kann aber als nicht repräsentativ bezeichnet werden.

    Nach dem Studium dieser Seiten ergibt sich für mich folgende
    Conclusio
    Dieses „Gutachten“ wurde von selbsternannten Tierschützern, denen jegliche Sachkenntnis zu fehlen scheint, erstellt. Durch (oft auszugsweises) Zitieren von veralteter und/oder fragwürdiger Literatur haben sich viele Fehler eingeschlichen.
    In allem zusammen disqualifizieren sich die Autorinnen selbst. Ein derartiges Machwerk kann keinesfalls als Grundlage für behördliche Maßnahmen dienen und ist zu verwerfen.

    Mario Schweiger
    Leiter der FG Schlangen in der ÖGH (Österreichische Gesellschaft für Herpetologie)“
    TEXT ENDE

    Mario

  14. Hi
    Ich bin zwar der Meinung das z.B. bei Giftschlangen ein Sachkundenachweis erforderlich sein sollte, aber so ein Verbot ist mehr als übertieben. Man trägt ja auch zum erhalt dieser Arten bei.
    Außerdem werden mehr Menschen von z.B. Bienen gestochen was für viele Menschen ja auch gefährlich sein kann, verbietet man deswegen die Imkerei?
    Ich halte selbst keine Gifttiere kann aber die Meinung der Leute hier gut Verstehen.
    Auf das sich alles noch zum Guten wendet!

    Frohe Weihnachten
    Axel

  15. Weshalb schreibt ein „Tierschutz“-Verein so eine Statistik? Für mich klingt das hart nach einem Fake, nach einer Ein-Frau-Organisation. Weshalb überprüfen die Giftnotrufzentralen diese Organisation nicht?

    Viele Grüsse
    Daniel

  16. Es ist wirklich schade, dass diese Debatte so eingleisig geführt wird. Denn ein generelles Haltungsverbot von Gifttieren hat eben auch zur Folge, dass ein Großteil von Fachwissen und wissenschaftlich neuen Erkenntnissen in der Verhaltensforschung wegfällt.
    Die Terraristik darf nämlich nicht nur als „Haustierhaltung“, sondern vielmehr als Wissenaggregierung verstanden werden.
    Ich denke, es gibt andere Methoden, die die Unfallrate reduzieren würde.
    Man erwähne nur stärkere Kontrollen bei den Haltern zu Hause und die Verpflichtung zu einer Schulung und Erhalt einer „Gifttierhaltungs-Zulassung“.

    Einfach strickt ein generelles Verbot zu verkünden ist meines erachtens eine Einbahnstraße, da durch ein Verbot die Haltung von Gifttieren ja eben genau bei den „Kaoten“ dann noch attraktiver und spannender wird. Denn an die Tiere wird man nach wie vor rankommen….

    Ich bitte auch zu beachten, dass die Privathaltung zu dem Artenerhalt beiträgt, auch wenn das nur einen kleinen Teil ausmacht, ist er doch nicht abzulehnen. Wäre doch sehr schade, wenn die künftigen Generationen die Gila-Krustenechse nur noch als Märchen kennen lernen.

    Mit freundlichen Grüßen Christian

  17. Also, bei mir ist es jetzt soweit…
    Ich habe nie viel von dieser „typisch deutschen“ Neigung zur Vereinsmeierei gehalten. Ich halte auch keine „gefährlichen“ Tiere (weder nach sachlicher noch nach hessischer Definition). Im DGHT-Forum bin ich seit über fünf Jahren aktiv, habe aber zu einer Mitgliedschaft immer höfliche Distanz gewahrt.
    In der jüngsten Zeit, speziell angesichts der populistischen Machenschaften und Methoden von Vereinen wie „Pro Wildlife“ oder auch „PETA“, bin ich denn aber doch zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mir hier nicht mehr den Luxus leisten will/kann, keine klare Position zu beziehen. Ich habe daher gerade meine Beitrittserklärung zur DGHT abgeschickt. Das zumindest hat Frau Doktor (Dr. WAS eigentlich???) jetzt geschafft.

  18. Hallo Nine,

    das ist exakt ueber die Seite der DGHT (www.dght.de) zu recherchieren; ich bin hier gerade in Argentinien im Internetcafe nicht so fix mit den Quellen.

    Im Prinzip gilt Bestandsschutz, d.h. alle Tiere, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes gehalten wurden, muessen beim zustaendigen Regierungspraesidium (Naehres auch auf der Homepage des RP Darmstadt) angemeldet werden, und zwar bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (s. DGHT-Seite). Dann duerfen die Tiere bis an das Ende ihres Lebens gepflegt, aber bizarrerweise nicht mehr nachgezogen und innerhalb Hessens auch nicht mehr abgegeben werden (natuerlich sehr wohl in andere Bundeslaender …).

    Viel Erfolg beim Referat und Gruesse aus Patagonien,
    Heiko Werning

  19. Hallo zusammen,

    Die verallgemeinernde Denunzierung von Terrarianern als potentielle Tierquäler durch die
    Tierschutzorganisation pro Wildlife schadet letzten Endes auch dem Naturschutz- denn viele Naturschützer kommen erst durch die Beschäftigung mit der Terraristik, einer artgerechten Haltung und Nachzucht von Amphibien und Reptilien zu Hause (und nur das ist Terraristik und kann es sein!)
    darauf, sich auch in der freien Natur ehrenamtlich (!) für den Schutz und Erhalt der Tiere und ihrer Lebensräume einzusetzen. So ist es mir ergangen- hätte ich als Jugendlicher nicht mit der Haltung japanischer Feuerbauchmolche begonnen, die auch nach vielen Jahren noch bei bester Gesundheit sind und sich gut vermehren (Todesfalle Terrarium ??? ), wäre ich niemals aus Faszination für Amphibien in den NABU eingetreten. Seid sechs Jahren bin ich nun in der AG Amphibienschutz im NABU MK und trage mit weiteren ehrenamtlichen Helfern Kröten über die Straße, entkraute Teiche, lege Winterquatiere für die Tiere an, mähe Trockenrasen ect. In unserer Gruppe sind auch weitere Terrarianer, niemand von denen käme auf die Idee, den Tieren Leid zuzufügen. Wir opfern unsere Freihzeit jede Woche ehrenamtlich für ihren Schutz. Mit einer solchen Propagandamaschine wie Pro Wildlife brauchen wir aber nicht aufwarten, denn uns geht es nicht um Geld.
    Das Programm dieser sogenannten Tierschutzorganisation ist eine schwerwiegende Beleidigung für mich und viele andere ehrenamtliche Amphibienschützer.
    Billige Propaganda und Hetze statt ernsthaftem Naturschutz? das kann jeder! anpacken und im Dreck stehen ist da schon schwieriger!
    Christopher Schwerdt
    Leiter AG Amphibien & Wasseramselschutz im NABU MK

  20. Hallo,
    ich hab mal ganz fix ne Frage.
    Und zwar will ich am Donnerstag, den 13.12.07 über das Gesetz von Hessen einen Vortrag im Politikunterricht halten. Meine Frage lautet:
    Wenn jetzt jemand ein Tier hält, was nun auf der Liste der Tiere steht, die verboten sind, was muss er dann mit seinen Tieren machen???
    Helft mir bitte bitte ganz schnell!!!
    lieben Gruß, de Nine

  21. Die Presse ist schon lange nicht mehr was sie früher mal war, den recherchierenden Reporter gibts längst nicht mehr. Man darf von der Presse nicht erwarten, dass sie Tatsachen aufdeckt und Unwahrheiten ans Licht bringt. Da gehts auch nur ums Geld, Kaufen und Verkauf von Informationen und am schnellsten damit am Markt sein, da bleibt keine Zeit mehr für das Ueberprüfen der Tatsachen. Wieso auch, Morgen spricht sowieso niemand mehr darüber. Eine sehr bekannte Boulevardzeitung in der Schweiz zahlt 100.-CHF für eine Meldung am Telefon, da kommt keiner vorbei und prüft die Meldung. Wenn es dann noch einen Titel wie „Gifttiere im Kinderzimmer“ hat, schafft es solch ein Meldung sogar auf die Titelseite. Kommt später eine Gegendarstellung, dann kommt die (wenn überhaupt) in das winzige Feld „Erratum“. Man muss nicht die Politiker auf seiner Seite haben, sondern die Presse.

  22. Vielleicht sollte sich die DGHT bei der ganzen Aufregung mal an die eigene Nase fassen: Die haben es klar versäumt, sich in Hessen einzubringen, BEVOR das Kind in den Brunnen gefallen ist. In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des online Aquarium Magazins (www.aquariummagazin.de) sagt die hessische Tierschutzbeauftragte (und meint damit ganz klar die DGHT) “ein Verband, der in einer Arbeitsgruppe in NRW eine für dieses Bundesland weit umfangreichere (weil ungenauere) Liste mitgetragen hatte, verweigerte sich der konstruktiven Debatte in Hessen trotz mehrfacher Gesprächsangebote ebenfalls. Das ist mir bis heute nicht nachvollziehbar.” Wenn das stimmt, verstehe ich das jetzige Gejammer bei der DGHT nicht – das ist doch alles sehr merkwürdig…

    Ich bin zwar nicht die DGHT, aber hierzu kann ich schon direkt etwas sagen. Es gab sehr massive Versuche seitens der DGHT, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Man bat darum, bei der Anhoerung eingeladen zu werden, und als das offenbar entgegen ersten Ankuendigungen nicht geschehen war, hat man eine schriftliche Stellungnahme eingereicht. Frau Martin verdreht hier bewusst die Dinge: Die DGHT war – voellig zu Recht – nicht willens, die Grundlinie des Gesetzes (ausnahmsloses Haltungsverbot fuer Privathalter bei bestimmten Arten) mitzutragen, so gesehen ist es nur logisch und richtig, auch nicht beim Entwickeln einer solchen Liste mitzuhelfen. Dass diese dann auch noch derart daneben gegangen und objektiv falsch ist – tja, das passiert nun mal, wenn man sich mit Themen befasst, von denen man nichts versteht und sich mit Leuten einlaesst, die auch nichts davon verstehen, aber ganz andere Ziele verfolgen. – HW

  23. Hi
    Anhand des gelesenen Berichtes müsste man den Verein und ganz im Besonderen die vermein-tliche Tierschützerin eigentlich wegen Urkun-denfälschung oder Verfälschung von Daten-material drankriegen können.
    Es kann einfach nicht sein, dass solch gei-stige Vegetarier (nichts gegen Vegetarier)noch mitreden können wenns um Gesetzgebung geht.
    Wir haben unseren Teil gegen dieses stupide Gesetz bereits beigesteuert und verfolgen das ganze mit grossem Interesse weiter.
    giftiger Gruss Hene

  24. Ganz offensichtlich hat Pro Wildlife es geschafft durch manipulierte Zahlen und womöglich durch eine gute Propagandaarbeit bei den hessischen Behörden Gehör zu finden. Bleibt die berechtigte Frage warum die DGHT dies nicht geschafft hat. Womöglich weil sie bei den Zusammenkünften der entsprechenden Regierungsstellen mit den beratenden und zur Anhörung eingeladenen Vereinen (Pro und Contra Tierhaltung), obwohl eingeladen, gar nicht anwesend war?;-)

  25. Sehr Geehrter Hr.Werning
    Erstens: Anscheinend haben sie sich nicht ausreichend über ihr Feindbild Informiert.
    Zweitens: Mal ehrlich wäre es nicht sinnvoller den Dialog zwischen DGHT und Pro Wild Life zu Suchen als solche Behauptungen ihrer seits die zu alledem ja wie sie selber zugeben nicht vollständig sind zu Propagieren , denn genau das tun sie und damit machen sie sich nicht besser wie Pro Wild Life , deswegen schrieb ich auch das man solchen in diesen Fall ihren Recherchen kein gehör schenken soll
    Darüber hinaus Lieber Hr.Werning können wir beide das Thema bis zum Sankt Nimmerleinstag Diskutieren und Kommentieren , Ich denke allerdings das sie meine Meinung Akzeptieren müssen und das sie damit Leben müssen das ihr Artikel Hinterfragt bzw. Kritisiert wird .
    Übrigens an ihrer Reaktion merkt man das sie der Harten Reportage/Nachrichten welt noch lange nicht gewachsen sind
    auch MFG
    Manuel E.

  26. Keine Ahnung wer die Frau „Dr.“ Altherr ist und woher sie kommt. Aber die Hintergründe sind meiner Meinung nach, dass durch private Zucht zu viel Geld am Fiskus vorbeigeht.
    Aber inzwischen ist durch das Halten dieser „Exoten“ ein eigener Wirtschaftszweig entstanden und ich denke, dass, wenn die Alte, äh ‚tschuldigung, Altherr so weitermacht, nicht nur Arbeitsplätze sondern auch Existenzen auf dem Spiel stehen.
    Nicht nur die der Menschen, sondern auch der Tiere.
    Nehmen wir mal eine Madagaskar-Hundskopfboa. Sie ist streng geschützt. Und genau genommen ist durch solche Aktionen die Existenz dieser Spezies gefährdet. Der Lebensraum dieser Schlangen ist durch zunehmende Rodung so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Und was dann? In freier Natur hat sie keinen Platz mehr und in Terrarien möchte man sie auch nicht sehen. Also, am besten ausrotten, oder was?
    Es handelt sich hier nicht um Tierschützer, sondern um Wichtigtuer, die von anderen Hintermännern gefördert werden. Man muss besonders die „offiziell“ Betroffenen an einen Tisch bringen (Händler, Züchter, Hersteller), die gegen solche Vorgehensweisen klagen.

    Hier auch ein bisschen Kritik an die DGHT:
    Man muss andere wissenschaftliche Projekte erst mal auf Eis legen und für dieses Thema ein riesen Fass aufmachen. Man muss alle möglichen Ressourcen aktivieren, um dagegen vorzugehen. Da steht eine gewisse Marketingstrategie dahinter. Und man kann die nur auf gleichem Niveau zum Schweigen bringen.
    Was bringen mir die anderen Projekte, wenn kein Interesse mehr dafür aufgebracht werden kann, weil Niemand solche Tiere halten darf. Wir wissen schliesslich, dass die so weit gehen wollen, dass Exoten generell verboten werden. Was dann?

    Ich hatte bereits mit anderen ehemaligen Mitgliedern gesprochen, die ausgetreten sind, weil sie von der DGHT mehr Einsatz und Rückendeckung erwartet haben.

    Ich selbst bin gerade dabei einige Nichtmitglieder zu Spenden aufzurufen und die DGHT bei diesem Unternehmen zu unterstützen. Das Geld muss aber nicht nur in Anwaltskosten fliessen, sondern auch in Aufklärung. Sämtliche Zeitschriften sollten eine Seite kostenfrei für diese Information zur Verfügung stellen, denn auch deren Existenz hängt davon ab. Unterschriftenaktionen, u.s.w.

    So das war’s für’s erste. Mein Hirn raucht schon und ich bekomm Bluthochdruck, weil mich der Unsinn so Aufregt.

    In diesem Sinne

    Euer Dave

  27. Hallo Heiko und andere!

    Abseits dieses Pro Wildlife Schwachsinns möchte ich mal auf etwas anderes hinweisen.
    Egal wo hin man schaut – Terraristikliteratur, WHO, um nur einige zu nennen: Die tödlichen Unfälle durch HEIMISCHE Giftschlangen belaufen sich pro Jahr auf rund einhundert beleidenswerte Opfer.
    Aber woher kommen diese Zahlen?
    Keine Ahnung!
    Da ich diese stets bezweifelt habe, machte ich mir die Mühe, mal in allen Europäischen Ländern anzufragen, wie viele Tote es durch HEIMISCHE GIFTSCHLANGEN gibt. Leider fehlen noch einige Staaten, aber das vorläufige Ergebnis (das aber bei Datenerhalt laufend ergänzt wird) zeigt, dass es durchschnittlich einer oder etwas mehr ist.
    Auch hier wird masslos übertrieben.
    Die Laufend aktualisierte Liste gibt´s auf meiner Webseite unter:
    http://vipersgarden.at/snakebite.html
    Sollte jemand mehr, bzw. neuere Daten haben, bitte senden an:
    m.schweiger(at)vipersgarden.at

    Mario Schweiger

  28. Pingback: Esoxis - Wohnraumbiotop » Blog Archive » “Artenschutzverein” PRO WILDLIFE erfindet Horror-Statistik (von taz-Blog)

  29. Hallo
    erstmal vielen Dank an den Autor dieses Beitrags und seiner arbeit!!!
    Ich selbst bin Halter von Skorpionen auch sehr Giftige und hatte noch
    nie Probleme mit. Auch mein ganzes umfeld hat gifttiere zuhaus und noch
    niemanden ist was passiert, ich hab ein Forum wo es um hauptsächlich Skorpionen geht und Spinnen sind auch dabei wir haben dieses Thema auch schon öfter besprochen und da kommt immer das gleiche raus das dies totaler Schwachsinn ist und aus den Fingern gezogen könnt ihr gerne hier auch nachlesen http://meineskorpionewelt.selfip.net.
    Ich schätze dieser Verein hat im höchstfall mal ein „Gifttier“ im Fernsehn oder Zoo gesehn und noch nie was vorher damit zu tun gehabt sonst würde sowas net dabei rauskommen!!! Ich finde es auch nicht in Ordnung das dieser Verein LÜGT bis sich die Balgen biegen nur um bekannt zu werden das ist meiner Meinung nach der Grund warum die das überhaupt in die Welt gesetzt haben sollen sich lieber um wichtigere Themen kümmern wenn se meinen und am besten nur wenn se auch Ahnung von haben wir haben schon genügend Leute die Schwachsinn in die Welt setzten da haben die uns gerade noch gefehlt!!!

    MFG
    Peter

  30. Mal ganz nüchtern betrachtet: Dem obskuren Verein wurde jedenfalls eine Menge Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit zuteil und im Gegensatz zur grossen DGHT wurde er auch bei der Anhörung im Hessischen Innenministerium gehört und seine Argumentation vermutlich ungeprüft bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt. Das mag bedauerlich sein, ist aber so.Fragen wir uns also, was schuld ist an dem vorliegenden und wenigstens zur Zeit nur für Hessen geltenden Desaster: Pro Wildlife, die Ignoranz hessischer Ministerialbeamter oder das Unvermögen der DGHT, sich mit entsprechendem Druck ( der bei der Mitgliederzahl schon angebracht wäre) ebenfalls Gehör zu verschaffen.

  31. Bei der Gesetzesdiskussion in Hessen wurde der Verein Pro Wildlife als „Sachverständige“ gehört, die DGHT als größter deutscher Verein für Terrarientiere aber hat es leider nicht geschafft, dort angehört zu werden. Vielleicht weil die Öffentlichkeitsarbeit (oder Lobbyarbeit) von Pro Wildlife besser ist?
    So ärgerlich es ist, das der Verein derart abstruses, falsches Zeugs verbreitet und offensichtlich ungetrübt von jeder Sachkenntnis ist – die Gestze sind verabschiedet und der Gesetzgeber ist leider gottes Kraft seines Amtes automatisch Sachverstänig.
    Trotz allem: Hessen, gebt nicht auf. Es laufen bereitsa diverse Klagen gegen das Gesetz, u.a. wegen Tierquälerei. Denn wenn eine Nachzucht von gefährlichen Tieren verboten ist, dürfen sie sich logischerweise nicht paaren (oder gebt mal ’ner Kobra täglich ihre Anti-Baby-Pille…..) und dass heißt: Einzelhaft für die Tiere und damit nicht artgerechte Haltung.
    Darüber hinaus weiß Hessen gar nicht, was sie mit den beschlagnahmten Tieren machen sollen: an fachkundige Privatpersonen wie in der Vergangenheit geht ja nicht mehr und ausweichen auf andere Bunderländer ist ja wohl auch nicht die richtige Masche wenn man >Vorreiter

  32. Ich will mich zur politischen Grundausrichtung nicht äussern, bloss soviel: Es handelt sich hier um eine Gruppierung populistischer und fundamentalistischer Dummschwätzer mit ein wenig Basiswissen….

  33. Ich bin sehr für Tierschutz und bin mit vielen Dingen nicht einverstanden die in der (Tier)Welt und mit der Natur geschehen. Auch erkenne ich ein paar Bereiche der Organisation Pro Wildlife an, da sie auf dem Sektor Tier- und Artenschutz schon einiges erreicht haben, z.B. ist Pro Wildlife bei der Cites vertreten und hat dort schon viel in Sachen Artenschutz erreicht. Soviel dazu…
    Was Pro Wildlife aber in Hinsicht auf unsere Heimtiere plant (oder wie in Hessen schon durchgesetzt), ist weit am Ziel einer Tierschutzorganisation vorbei gegriffen und behebt oder dient nicht im geringsten die Ursachen von Tierquälerei und Ausbeutung der Natur.

    Dieser Artikel zeigt, das die gute Frau Altherr schon vor 5 Jahren mit genau dem selben Text propagiert hat und somit die letzten 5 Jahre keinen Anklang gefunden hat. Wieso dann ausgerechnet jetzt? Wieso ausgerechnet in Hessen?
    http://mitglied.lycos.de/Tierinformation/todesfalleterrarium.html

    Das sie keinerlei Qualifikationen im Bereich Terraristik hat, ist vielleicht darauf zurückzuführen dass sie eine „Wal-Expertin“ ist.
    http://www.abendblatt.de/daten/2004/07/19/319487.html

    Eine weitere Beteidigte an dieser Sache ist eine gewisse Daniela Freyer, ebenfalls Biologin bei Pro Wildlife. Auch diese Dame, die sich in folgendem Interview allwissend für den Bereich Reptilien ausgibt, hat mit Reptilien rein garnichts am Hut, sie ist (Wild)Vogel-Expertin!
    http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,1734F20D343A6F87E0440003BA5E08BC,,,,,,,,,,,,,,,.html

    Auch die Presse hat schon berichte über dieses Thema gedruckt, natürlich wieder nur eine einseitige Berichterstattung im Einklang mir Pro Wildlife.
    Dort wird vom „giftigsten Tier der Welt – der Pfeilgiftfrosch Phyllobates terribiles“ berichtet, was für ein Schwachsinn… Aber lest selbst:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article1361732/Gefaehrliche_Exoten_im_Wohnzimmer_verboten.html

    Dies zeigt doch deutlich, das man sich mit der Materie der „Reptilien in privater Haltung“ nicht im geringsten beschäftigt hat.
    Was noch sehr negativ hinzu kommt ist die schon betrügerische Verfälschung der Zahlen der Giftnotrufzentralen um ihr Ansehen aufzuwerten und ihre Ziele durchzusetzten.
    So eine Machenschaft ist sehr zu verachten.
    Ich will nicht sagen das es nicht auch schwarze Schafe gibt, aber die gibt es überall!
    Ich würde behaupten das sich die meisten Leute die sich mit Terraristik und Exotenhaltung beschäftigen, auch mit den Tieren auskennen die sie halten (oder halten möchten). Schließlich hängt daran nicht nur das Herz und viel Engagement, sondern auch der finanzielle Aspekt spielt hierbei eine nicht untergeordnete Rolle.

    Ich kann nur hoffen das die DGHT mit ihrem angestrebten Ziel, gegen dieses Gesetz gerichtlich vorzugehen, Erfolg hat und es tiefgreifende Folgen für Pro Wildlife hat.

  34. Zitat:
    „Okay, nach dem Hessen-Gesetz haben viele Reptilienhalter einen Brass auf Pro Wildlife – aber der Versuch, den Verein in die rechte Ecke zu stellen, ist nun wirklich billig! So ein Quatsch ist echte Zeitverschwndung…“

    Nicht nur Reptilienhalter sollten Pro… widersprechen. Denn Pro… hat es geschafft, dass mit nachweisbar falschen Daten ein Gesetz erlassen wurde. Und das sollte jeden erschrecken! Wohin kommen wir, das jemand in den Raum ungeprüft Dinge ruft und daraufhin Gesetze geändert werden? Da bekomme ich Angst, was Sie noch kann. Und erst recht mit einen Gewissen Beigeschmack, ob er richtig oder falsch ist.

  35. Zitat:
    „Jetzt wirds aber langsam absurd: Seit wann ist denn jeder, von dem mal in dem rechtslastigen Pöbelblatt “Junge Freiheit” etwas veröffentlicht wurde, ein Rechtsextremer?“

    Antwort:
    Seitdem es das Blatt gibt, da solche eben in ihren Taten bzw. Veröffentlichungen und nicht an ihrer Selbsteinschätzung zu erkennen sind.

  36. Die Organisation Pro Wildlife ist sehr Bemüht um den Tierschutz wie auch der Arterhaltung Exotischer Tiere
    Es ist schon fast eine Frechheit zu behaupten das Pro Wildlife und Fr Altherr Tierhassende Misepetrige Oppurturnisten wären.
    Ganz im Gegenteil ohne Organisationen wie Z.B Pro Wildlife gäbe es so einige Tierarten nicht mehr ,Naturschutzgebiete wären zerstört u.s.w
    Darüber hinaus was bildet sich der Vorstand der DGHT ein, das sie mehr Kompetenz in Fragen ´´Gefärliche Tiere„ hätten wie Pro Wildlife ?
    Wie Lächerlich ist denn die Vorstellung das der Kegelclub Vorstand der DGHT beim Hessischen Landtag zurate gezogen wird HAHAHA!
    Und wieviel ansehen mehr hat die DGHT? auch International!
    Kein Arsch ausser einiger Terrarier kennt die DGHT
    Ich will die DGHT bestimmt nicht denunzieren aber so wie die sich aufspielen machen sie sich nicht besser wie der „Verhasste Feind´´ Pro Wildlife
    Ich find auch jede Recherche oder Kundgebung die nicht von Ofizieler stelle kommt sollte Ignoriert werden
    Verständnlos ihr Manuel E.

    Lieber Manuel E.,

    da Pro Wildlife sich explizit auf die Giftnotrufe bezieht, braucht es keine „offizielle Stelle“, um die Zahlen zu ueberpruefen. Im entsprechenden Artikel in REPTILIA habe ich alles nachpruefbar mit Zitaten belegt, und bislang konnte mir da noch niemand einen Fehler nachweisen. Im Uebrigen nennt man so etwas Recherche einer unabhaengingen Presse, waere ja noch schoener, wenn man alles glauben wuerde, was von „offizieller Seite“ kaeme. Und was die Verdienste von Pro Wildlife angeht: ganz sicher, dass Sie die nicht mit dem World Wildlife Fund verwechseln? Abgesehen davon wuerde ich gerne behaupten, dass die DGHT mehr Mitglieder hat als Pro Wildlife, auch wenn das belanglos ist, aber offenbar ist Pro Wildlife sehr darauf bedacht, ueber solche Dinge keine Informationen zu veroeffentlichen.

    Freundliche Gruesse,

    Heiko Werning

  37. Ich muss gestehen, dass sich mir seit Gründung von Pro Wildlife nicht erschlossen hat, was die die Akteure (meines Wissens reichlich Theoretiker; Uni, Bücher, Schreibtisch, Verein) anstreben. Artenschutz ist ihnen wichtig, aber Zoos, die ja z.B. rund 180 EEPs betreiben, werden ebenso verhauen wie private Wildtierhalter, unter denen es Spinner gibt, aber auch Hochbegabte, denen die Wissenschaft und der Artenschutz viel verdanken.

    Abstruse „Statistiken“ freilich sind in der Szene beliebt. So „beglückte“ uns in diesem Jahr der „Bundesverband Menschen für Tierrechte“ mit einer Veröffentlichung, wonach „100 Prozent der Reptilienarten nur schwer oder gar nicht gezüchtet werden können“. Das ist so weit weg von der Realität, dass man die Urheber nur in einer Parallelwelt vermuten kann. Bloß: Es geht nicht um Fakten, sondern um Ideologie.

  38. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschliessen, wenn es um den Punkt geht Pro Wildlife in die rechte Ecke zu drücken.
    Das haben wir doch gar nicht nötig, weil die Ausführungen von Herrn Werning doch recht gut zeigen mit was für Mitteln Pro Wildlife arbeitet.
    Ich kann nur hoffen das wir Terrarianer jetzt auch die gleichen Chancen bekommen, wie Pro Wildlife, und unsere Sicht der Dinge an geeigneter Stelle einbringen können.
    Es war natürlich lachhaft, wie diese ganze Gesetzgebung in Hessen funktioniert hat, ohne wirklich fachkundige Leute zu Wort kommen zu lassen.
    Ich kann nur noch hoffen das, dass Gesetz in Hessen noch abgeändert werden kann. Zumindest wünsche ich mir das, für Hobbykollegen in Hessen.

  39. Hi,

    hat sich mal jemand mit Pro Wildlife in Verbindung gesetzt und sie mit dem Sachverhalt konfrontiert?

    Gruß Marcel

    (Wieso? Die wissen doch selbst am besten, welche Daten sie frei erfinden. – HW)

  40. Lächerlich…absolut lächerlich, und zwar in 2 Hinsichten. Es ist erstaunlich das diese sogenannte Tierschützerin oder was immer diese kuriose Frau auch darzustellen versucht tatsächlich mit derart hirnverbrannten erfundenen Statistiken ungeprüft durch die Medien kommt, naja, zum thema öffentliche Medien und Volksverdummung muss man auch eigentlich nichts sagen, nur schade das das sowenige Leute schnallen, btw herzliche Grüsse an die Kirch Media AG oder wie dieser Verbrecherhaufen heisst =)
    Was allerdings noch lächerlicher als diese Tatsache ist, ist das sobald etwas der breiten Bevölkerung auf den Magen schlägt und der dafür Verantwortliche, (in diesem Fall jene dümmliche Wildlifemöchtegerntante) der Masse sozusagen präsentiert wird, diese sofort in der rechten Ecke nachsucht und noch dümmlichere Zusammenhänge erfindet. (… hier habe ich was geloescht, weil ich hier Gutsherr bin und nicht jeden Unsinn hinnehme – HW) Nein, man sollte sich eher fragen wie uns als Haltern von Exoten derart die Manschetten angelegt werden nur weil irgendwo eine , ich vermute mal geltungsbedürftige oder geldgierige(geht ja eh immer nur um die kohle, womit wir wieder bei der vermarktung durch die medien wären, gelle, da reiben sich einige die hände) Person denkt sie wüsste über Sachen bescheid von denen sie eigentlich keinen blassen Schimmer hat. Aber ehe das die breite Mehrheit von uns nicht kapiert und geschlossen gegen sochen Unsinn vorgeht wird es immer wieder derartige Vorfälle und Gesetzestexte geben, is ja auch ganz einfach, denn sooo dolle kam ja keine Gegenwehr.
    Ziehe meinen Hut vor all denen die sich aktiv gegen diese Sache gewehrt hatten, aber leider doch in sprichwörtlich letzter Sekunde ausgetrumpft wurden.

    MfG Dipl.Ing. F. Klein

  41. Jetzt wirds aber langsam absurd: Seit wann ist denn jeder, von dem mal in dem rechtslastigen Pöbelblatt “Junge Freiheit” etwas veröffentlicht wurde, ein Rechtsextremer? Habt ihr mal in die angebliche “Autorenliste” reingeschaut? Da tummeln sich nicht nur diverse Tierschützer (u.a. Wolfgang Apel vom Tierschutzbund, der ein bekennender SPD-ler ist), sondern auch mehrere Grüne, SPD-ler und FDP-ler… Ich frage mich, wie die Junge Freiheit sich ihre “Autorenliste” strickt. Okay, nach dem Hessen-Gesetz haben viele Reptilienhalter einen Brass auf Pro Wildlife – aber der Versuch, den Verein in die rechte Ecke zu stellen, ist nun wirklich billig! So ein Quatsch ist echte Zeitverschwndung…

  42. Ich fasse es einfach nicht!

    Wie kann ein „Verein“ dieser Größe -der mal ein hohes Ansehen genossen hat-
    die Bürger DERMAßEN belügen und betrügen? Sind die feinen Damen und Herren
    sich denn für gar nichts mehr zu schade? Nur um „irgendwas zu tun zu haben“
    solche Dinge zu erfinden ist echt mal richtig, richtig traurig!

    Gut nur das wir als „Gegenpartei“ genügend Infos zur Widerlegung haben.
    Die Zusammenarbeit mit den Giftnotrufzentralen einiger Damen und Herren die
    sich WIRKLICH MIT DEM THEMA BEFASSEN und sich nicht „Horrorgeschichten
    ausdenken“ widerlegen ja so einiges an hier „niedergetippten“ Schwachsinns.

    *kopfschüttelndeGrüße

  43. Ich kann nicht vorstellen, wie es nur möglich ist – solches Verbot zu erlassen. Ich bin der Meinung, dass es ein Marasmus ist. Wieviele Menschen wurde von den Hunden verletzt? Oder von Autos getötet? Oder vom Rauchen?

    Wenn die Politiker die Welt retten wollen, können sie immer andere Probleme finden und lösen, die viel wichtiger und gefährlicher als die Gifttiere im Haushalt sind.

  44. Google gibts her:

    „Autoren der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT
    Dr. Sandra Altherr, Diplom-Biologin und beim Deutschen Tierhilfswerk e.V. zuständig“

    Wikipedia schreibt zur JF:

    „Die Junge Freiheit ist eine deutsche Wochenzeitung für Politik und Kultur. Sie versteht sich als unabhängiges, konservatives Medium. Politologen ordnen sie mehrheitlich als Sprachrohr der „Neuen Rechten“ mit einer „Scharnier-“ oder „Brückenkopf“-Funktion zwischen demokratischem Konservatismus und Rechtsextremismus ein.“

    Tja was soll ich sagen, es ist allseits bekannt dass Rechtsextremismus weitaus gefährlicher ist als Gifttierhaltung, mehr Menschen kamen dadurch zu Tode.

    Die Frage ist: sollte unsere demokratisch gewählte Regierung Antidemokraten das Wort und Gehör schenken?

  45. Hallo Heiko,

    Beipflichtung zu diesem öffentlichen Statement. Es wird höchste Zeit. Ich bin bemüht mich stehts loyal zu verhalten, doch es keimte in der Vergangenheit schon immer wieder der Gedanke woher die Zahlen und viele weitere Angaben die auf den Webseiten dieser Organisation zu finden sind stammen. So viele hochkarätig titulierte Personen innerhalb der Vorstandschaft müssten doch ebenso wie selbst Hobbyherpetologen es verstehen ihre Berichte mit Quellenangaben zu versehen. Allein dessen Fehlen, zeugt offensichtlich von Oberflächlichkeit auf ganzer Linie.

    Solange es keine „Erziehungsprüfung“ für werdende Eltern gibt, sehe ich auch keinen Sinn darin, ein Hobby mit Tieren das noch dazu angesichts des Weltwandels immer mehr an Bedeutung gewinnt, derart zu beschränken, dass es – über spitz gesagt – einer Anwaltskanzlei bedarf die eine Freizeitgestaltung gesetzlich durchringt.

    Es wäre wünschenswert dass die Politik mehr Fachhilfe annimmt, und in die eigenen Kreise aufnimmt. Es muss zwingend eine Zusammenarbeit auf fundiertem Wissen geschaffen werden.

    Grüße Thilo

  46. Das ist echt unglaublich! Ich hab erst seit kurzer Zeit Vogelspinnen (3 kleine LIeblinge, die Erste seit ca. 2 Jahren) aber ich hatte eigentlich noch einiges in Planung. Ich hatte vor in den nächsten Jahren meinen Bestand erheblich zu erhöhen und da passt mir ein Verbot überhaupt nicht! Ich liebe die Kleinen einfach und finde sie faszinierend wie kaum ein anderes Tier. Keine mehr zu bekommen oder im schlimmsten Fall mich trennen zu müssen wäre eine Katastrophe! Andere Leute bekommen Kinder oder kaufen sich nen Hündchen als Kinderersatz. Mir würde man ebenso meine Babies wegnehmen! Dabei ist ein Katzenbiss auch sehr gefährlich aber diese zu halten wird wohl eher nicht verboten werden 🙁
    und unsere lieben Kleinen laufen im normal Fall ja auch nicht draußen auf der Straße rum (zumindest nicht in DEutschland) und terrorisieren die Menschen.

    Ich möchte mal wissen, wie die von diesem „Club“ dazu kommen, solchen Müll zu verbreiten. Wer keine Vogelspinnen oder Schlangen mag, muss sie auch nicht halten. Aber anderen durch diese falschen Fakten den Weg zu verbauen ist einfach mies. Welchen Sinn hat das außerdem für diese Personen? Wenn Ihr nur inder Öffentlichkeit stehen wolltet HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ihr habt es geschafft! Und zwar auf unsere Kosten, auf die der Vogelspinnen-, Schlangen- und Skorpionhaltern! Vielen Dank!

    Bevor ich jetzt erst richitg ausfallend werde, höre ich lieber auf. Der Kommentar wird möglicherweise auch sonst noch zu lang…

  47. Hi
    Wenn die Zahlen von Pro Wildlife über die Giftnotrufzentralen so einfach zu verifizieren und zu widerlegen sind, stellt sich schon die Frage, wieso dies die zuständigen Stellen nicht von sich aus selbst tun, bevor sie ein solches Gesetz erlassen.

    Gruss Dieter

  48. Hallo!

    Ich als Halter einiger Spinnentieren, finde es ist eine Schweinerei was die „Pro Wildlife“ da verzapft.
    Ich frage mich einerseits warum die das so verfälschen, andererseits wieso denen in der Politik mehr Gehör geschenkt wird als der DGHT (größte Vereinigung von Terrarianern, zudenen auch einige Wissenschaftler zählen)…

    Ich hoffe nur das sich alles wieder zum Guten wenden wird!
    Leider sind Träume oft Schäume…

    In dem Sinne noch eine gute Nacht!

    MfG Gianluca