25.03.2008 von Jakob Hein
So, und damit es auch wirklich richtig wieder losgeht hier, gleich noch ein dringend notwendiger Text (na ja, eigentlich ja eher vier Texte) von Jakob Hein:
I
Der Papst hat sich seiner Pflicht für die Menschen der Welt entsonnen und das Ostergebet modifiziert. Neben den üblichen Teilen kann es jetzt auch wieder eine Fürbitte für die Juden enthalten, dass Gott ihnen zu der Erkenntnis verhelfe, dass Jesus Christus der Erlöser gewesen sei und dass sie insofern von ihrem veralteten Glauben zu Judaismus 2.0 aufrüsten können, eine Religion, deren Vollversion unter der Bezeichnung römisch-katholische Kirche überall verfügbar ist. Zwar ist bei der Version 2.0 das Handbuch wesentlich länger, aber dafür gibt es wesentlich mehr Spielfiguren, und die Zentralfigur des Messias, die bei Judaismus 1.0 nur als Phantom auftaucht, ist im Upgrade als voll spielbare Figur vorhanden, gewissermaßen aus Fleisch und Blut, wenn auch gerade gegen Ende des Spiels die Figur deutliche… weiter lesen
25.03.2008 von Heiko Werning
Wenn man früher verreist ist, war man einfach weg. Ich erinnere mich noch gut daran, was für eine bemerkenswerte Operation es bei meinen ersten Exkursionen nach Mexiko oder Ecuador war, auch nur so etwas wie ein Lebenszeichen nach Hause zu übersenden. Von normalen Telefonzellen aus war das praktisch unmöglich, weil die maximal mögliche Einwerfgeschwindigkeit der höchsten Sucre-Münzen deutlich unter dem Bedarf des Gerätes in derselben Zeitspanne lag. Blieben nur die casas telefonicas, in denen ratlose telefonistas erst umständliche Erkundigungen einziehen mussten, wie man so eine internationale Verbindung überhaupt herstellt, bevor man dann irgendwann tatsächlich in eine der Kabinen und telefonieren durfte, es rauschte so laut, als mischte sich der dazwischen liegende Atlantik ständig ungefragt in die Konversation, und am Ende musste man eine Geldsumme abgeben, für die man im Land normalerweise gut eine Woche leben konnte. Und dabei hatte man nur kurz durchstenographiert, dass man noch lebe und wo man… weiter lesen
25.03.2008 von Heiko Werning
Ziemlich lange nichts. Also hier im Reptilienfonds. Dabei bin ich gar nicht blogmüde geworden, sondern war sozusagen verhindert. Zuerst galt es, eine zweimonatige Recherchereise zu den Leguanen und Nationalparks Argentiniens und Patagoniens zu absolvieren. Ich werde demnächst hier dazu eine Reihe unter dem nostalgischen Titel “Buenos dias, Argentina” beginnen, und wenn alles gut geht, liegen dann irgendwann 2008/2009 auch zwei Naturreiseführer dazu vor (Chile und Argentinien). Das war der angenehme Teil. Der unangenehme folgte nach meiner Rückkehr. Das erklärt der Text im nächsten Beitrag. Ja, ich habe mir öfter gewünscht, ich wäre dort geblieben. Verdammt, fast sechs Wochen hat mich der Unsinn gekostet.
Inzwischen ist wieder Land in Sicht, wenn man mal davon absieht, dass noch manch anderes durch die Umstände Liegengebliebenes aufgearbeitet werden muss. Auf jeden Fall aber geht der Reptilienfonds erst mal wieder auf Sendung. Ich hoffe, es ist noch jemand da.
Ach ja: schönes neues Jahr… weiter lesen