29.04.2008 von Heiko Werning

Seit genau fünf Jahren lesen die Brauseboys an jedem Donnerstag im Wedding, “in einem der
härtesten Krisengebiete des Landes” (Der Spiegel), ihre Texte vor und singen dazu ein paar Lieder.
Zum Jubiläum bewegen die Jungs sich jetzt mal raus und bieten das Beste aus den letzten fünf Jahren mitten in Mitte. Für alle, die sich nie in den Wedding getraut haben. Oder die einfach mal wissen wollen, was die als “ihr Bestes” empfinden.
Dazu kommt sogar Brauseopa Nils Heinrich aus Stuttgart angereist, um noch einmal über Fischers Fritze zu rappen und alternde Hiphopper zu beschimpfen, und das Brauseküken Paul Bokowski darf zum ersten Mal (bei Anwesenheit der Erziehungsberechtigten natürlich) auf die große Bühne.
Mit Hinark Husen, Frank Sorge, Robert Rescue, Heiko Werning, Volker Surmann, Nils Heinrich & Paul Bokowski.
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Passend zum Jubiläum legen die Brauseboys ihr zweites Buch vor. “Berlin mit alles”… weiter lesen
29.04.2008 von Heiko Werning

Das war schon beeindruckend: Das SO 36 war rammelvoll auf der Langen Buchnacht in der Oranienstraße zur Stein-Gedenklesung. Ahne, Daniela Böhle, Falko Hennig, Bong Boeldecke, Klaus Nothnagel und ich lasen unsere Erinnerungen an Stein, Klaus Bittermann trug einen alten Stein-Text vor. Das war, insgesamt, nicht gerade ein spritziges Showkonzept, sondern eher tatsächlich eine Gedenklesung. Hätten wir sicher auch anders, unterhaltsamer machen können, vielleicht wäre es der etwas rummeligen Stimmung im SO36 angemessener gewesen, etwa mehr Texte von Stein zu lesen, vielleicht hätte ich statt meines eher persönlichen Nachrufes lieber den Text vom Kollegen Nils Heinrich über den ersten Kampftag der Arbeitslosen vortragen soll, der dann doch etwas mehr Pepp hat. Aber nun war es, wie es war, verblüffenderweise waren die geschätzten 100 Zuschauer im vorderen Bereich des SO36 ganz Ohr, und die Störgeräusche aus dem Barbereich hielten sich in Grenzen. Vielleicht war es auch gerade gut so, wie… weiter lesen
12.04.2008 von Heiko Werning
Am Montag (ja, ja, das ist gar nicht live, hoffe, ich bekomme für diesen Verrat nichts übergebraten) habe ich im Bonner Pantheon vorgelesen, für die “WDR-Vorleser“, die morgen gesendet werden, und es war eine ganz und gar wunderbare Lesung, jetzt mal mich ganz ausgenommen. Denn mit mir zusammen lasen der großartige Franz Dobler, einer meiner ersten Lesehelden aus den frühen 90ern, der einen Abschnitt aus seinem neuen Roman “Aufräumen” vortrug, den ich gleich ganz oben auf meinen ohnehin beunruhigenden Berg abzulesender Literatur verschoben habe. Ebenso erfreulich fand ich, endlich auch mal die beiden mir vom Schriftlichen bereits gut vertrauten Kollegen Fritz Eckenga und Dietrich zur Nedden kennen zu lernen. Ist ja manchmal so, dass man Leute, die man als Künstler gut fand, besser nicht persönlich kennen gelernt hätte (da könnte ich Beispiele nennen!), aber zum Glück ist es manchmal auch so, dass die Künstler sich als genau so angenehm erweisen,… weiter lesen
06.04.2008 von Heiko Werning
Herrjeh, jetzt ist also nicht nur das Ableben einiger Kätzchen durch die strenge Hand von Zoodirektor Blaszkiewitz im Tierpark Berlin vor x Jahren ein Aufreger, schon gibt es den nächsten Skandal im Zoo. Knut macht, was Eisbären halt so machen. Zum Beispiel Fische tot. Tja.
Und SPIEGEL-online macht daraus nicht nur den Aufmacher seiner unerträglichen Panorama-Klatsch-Rubrik, sondern verlautbart dazu auch noch: “Allerdings ist nach dem Tierschutzgesetz die Fütterung von Wirbeltieren mit lebenden Wirbeltieren verboten.” Was zum Glück völliger Unfug ist, sonst müsste manche Schlange in den Zoos der Republik wohl schlicht verhungern.
Und vielleicht sollte mal einer Warnhinweise an die Eingänge pappen, dass ein Zoo nun mal kein Disneyland ist. Und dass ein Zoodirektor nicht der Vadda Abraham eines Kuscheltierparadieses sein sollte, sondern eben Zoologe.