Desinformation à la PETA

von Heiko Werning

Der radikale Tierrechtlerclub PETA hat zur “Interzoo”, der Fachmesse für die Heimtierbranche, die letzte Woche in Nürnberg stattfand, eine Presseerklärung veröffentlicht, um in einer hübschen Mischung aus Propaganda, Lüge und Panikmache für ihr Ziel eines Verbotes der Haltung von Nicht-Kuscheltieren zu werben.

Darin heißt es: “Eine artgerechte Haltung von Schlangen, Fröschen, Skorpionen, Vogelspinnen, Geckos & Co. ist in Privathänden nicht möglich.“  Tja, nun kann man natürlich darüber diskutieren, was “artgerecht” so heißen mag, aber zumindest nach allgemein üblicher und von wissenschaftlicher Seite vertretener Auffassung ist das sehr wohl möglich.  Reihenweise Nachzuchterfolge, hohe Lebenserwartungen und wertvolle dadurch gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse deuten auch arg darauf hin. Jedenfalls dürfte es für die Durchschnittsvogelspinne oder den Standardgecko in menschlicher Obhut erheblich artgerechter zugehen als für die meisten Hunde oder Katzen. Aber da würden sie sich ja mit ihrer eigenen Klientel anlegen, die PETAner.

Kann man das aber zumindest noch als zwar eigenartigen, aber letztlich eben von Glaubensfragen abhängigen Standpunkt ohnehin nicht sinnvoll ausdiskutieren, ist folgender Satz schlicht unverantwortlicher Humbug:  “Bedenkt man, dass das Gift des Pfeilgiftfrosches ausreicht, um 10 Menschen zu töten, wird die Gefahr für die Öffentlichkeit deutlich.” Die Gefahr für die Öffentlichkeit durch Pfeilgiftfrösche beträgt exakt 0. Es gibt keine. Gar keine. Pfeilgiftfrösche verlieren ihre Giftigkeit in kurzer Zeit in menschlicher Obhut, weil sie ihr Gift durch aus der Umwelt aufgenommene Stoffe synthetisieren, es also nicht selbst herstellen können. Im Terrarium stehen diese Toxine nicht zur Verfügung, weshalb die Tiere ihre Giftigkeit schnell verlieren. Bei Nachzuchten, und es werden schon seit vielen Jahren fast nur Nachzuchten gehandelt, gibt es überhaupt keine Giftigkeit. Und abgesehen davon ist auch nur eine Handvoll der über 250 Pfeilgiftfroscharten überhaupt für Menschen giftig, und die sind es dann auch nur passiv, sprich: Man müsste, um sich an ihnen zu vergiften, die Frösche schon in eigene offene Wunden reiben. Bis heute ist nicht ein einziger ernster Vergiftungsfall durch Pfeilgiftfrösche im Terrarium bekannt geworden, und das, obwohl die Tiere zu Tausenden gehalten und gezüchtet werden.

Aber mit Fakten hat es PETA ja ohnehin nicht so. Kein Wunder, wenn man sich mit Gestalten wie Dirk Bach oder Thomas D. einlässt. Jedem das, was er verdient.


58 Kommentare zu "Desinformation à la PETA"

  1. Es ist erstaunlich, wie viel Unsinn der Autor von sich gibt: Er soll sich bei den Giftnotzentralen der Länder über die erheblichen Vorfälle mit Exoten erkundigen, was PETA getan hat. Und PETA hat noch nie falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet, auch nicht über Dirk Bach und Thomas D, beides Vegetarier, also gewaltfreie Menschen, die jeweils Undercover-Aufnahmen von PETA zur Hähnchen- und Schweinemast medial vorgestellt haben.
    Wer sich für eine derart unseriöse Branche wie den Wildtier- udn Zootierfachhandel verwendet, muss wirklich nicht mehr alle Taschen im Schrank haben, um im Jargon der taz zu bleiben.

  2. Der Autor dieses Artikels, Heiko Wernings, hat bereits mit 6 Jahren Eidechsen im Wald gefangen um sie einzusperren. Während Kinder, die sich gesund entwickeln, Mitgefühl mit den Tieren zeigen, tut Wernings dies bis heute nicht. Er hält Leguane, Eidechsen, Reptilien, sein Wohnzimmer ist mit Terrarien möbliert, selbst aus Chile bringt er Tiere mit. Die einen sammeln Briefmarken, er Tiere. Welche Geisteshaltung hinter letzterem Hobby steht, mag jeder selbst beurteilen. Dass diese jedoch von Respektlosigkeit geprägt ist, ist deutlich. Und übrigens: Der Pfeilgiftfrosch steht in Hessen auf der Liste “gefährlicher Tiere” und darf dort nicht gehalten werden.

  3. Sehr geehrte Frau Schmitt,

    was Ihre Beschreibung zu meiner Person angeht, haben Sie im Wesentlichen Recht – das habe ich ja u. a. in diesem Blog selbst ausführlich veröffentlicht. Ich fühle mich aber ganz gesund entwickelt, Dank aber für Ihre Sorge. (Eidechsen halte ich zwar nicht, und “sammeln” tue ich schon mal gar nicht, aber geschenkt.) Aus Chile habe ich allerdings Tiere mitgebracht, mit Genehmigungen und ausdrücklicher Zustimmung der zuständigen Naturschutzabteilung im dortigen Landwirtschafts- und Umweltministerium und in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig. Das wird Sie nicht sonderlich interessieren, es sei hier aber für Dritte doch erwähnt.
    Respektlosigkeit empfinde ich allerdings nicht gegenüber Tieren, sondern gegenüber Leuten wie Ihnen, die für Ihre fundamentalistischen Ziele eben auch zu Desinformation greifen, wie oben dargelegt.
    Nicht “der Pfeilgiftfrosch” steht in Hessen auf der Liste gefährlicher Tiere, sondern *ein* Pfeilgiftfrosch, nämlich Phyllobates terribilis, und was von dieser Hessen-Regelung zu halten ist, habe ich hier schon ausführlich dargelegt, auch diese beruht schlicht auf Fehlinformationen, an denen Ihre Kollegen von Pro Wildlife ja recht maßgeblich beteiligt waren.

    Sehr geehrter Herr Haferbeck,

    im Gegensatz zu z. B. Pro Wildlife habe ich mich tatsächlich bei allen Giftnotrufzentralen erkundigt, die Ergebnisse finden Sie in diesem Blog.

    http://taz.de/blogs/reptilienfonds/2007/12/02/artenschutzverein-pro-wildlife-erfindet-horror-statistik/
    http://taz.de/blogs/reptilienfonds/2007/12/09/das-ende-der-aufklaerung-brutalstmoegliche-bloedheit-bei-aenderung-des-hessischen-polizeigesetzes/
    http://taz.de/blogs/reptilienfonds/2007/12/09/focus-luegen-luegen-luegen/

  4. Herr Edmund Haferbeck,

    vielleicht sollten sie sich doch etwas besser erkundigen. Die von ihnen angeführte Umfrage bei Giftnotrufzentralen wurde von Pro Wildlife und nicht von PETA gemacht, und ist weniger eine Umfrage, als eine Fälschung von Zahlen, wie sie hier nachlesen können: http://taz.de/blogs/reptilienfonds/2007/12/02/artenschutzverein-pro-wildlife-erfindet-horror-statistik/

    Und der gute Herr Bach hat bereits mehr Reptilien in der von ihm moderierten Show (ich bin ein star holt mich hier raus) gequält als es wohl alle Möchtegernterrarianer je zu Stande bringen werden.

    Gruss

    Ingo

  5. Also wie hier auf die Haltung von Exoten geschimpft wird ist doch nur wieder ein Zeichen von dem was in unserem Land abgeht.
    Ich meine fast jeder hält sich wenigstens einen Hund, und nur die wenigsten bekommen es hin, ihre Tiere zu erziehen, wenn mans richtig macht heists immer “Das arme Tier darf man doch nicht anschreien!”. Soviel dazu, und ich weiss auch nicht ob es sonderelich “artgerecht” ist, einem Hund, das Stöckchenholen oder so beizubringen oder ihn mit Elefantenförmigen dingsbums-krams (Futter kann man das für ein canivores Tier nicht gerade nennen) zu füttern. Nat. ist es eine Züchtung vom Wolf und ist ev. nicht mehr so wild, aber trotzdem sind es Fleischfresser. Frage: Warum bekommen sie dann kein Fleisch sondern “Kekselefanten”? Oder ist es nur Zufall das bei allen (bis auf einem) Hundebesitzer die ich kenne (und deren Haltung etc gesehn habe) kein Fleisch gefüttert wird?

    Wahrscheinlich werde ich hier ein paar entsetzte Antworten bekommen, jedoch gebe ich Herr Werning recht, das es keinen Sinn macht zu diskutieren, da wir hier ein “Hunde-Katzenland” haben-.- und Herrchen und Frauchen total von ihrer Haltung überzeugt sind, und damit ihr Tier es schön warm hat n Pullover anzuziehen (wofür besitzen Tiere ein Fell?).

    MfG
    Tobi

    (Kein angriff auf die Besitzer von Hunden, nur mal die rein subjektive Sicht von einem der das getue um Hund und Katze nicht versteht und Herr Hess’ und Herr Wernings Meinung ist.)

  6. Sehr geehrter Herr Haferbeck,

    nun denn scheint PETA in diesem Falle tatsächlich eine falsche Tatsachenbehauptung verbreitet zu haben. Pfeilgiftfrösche sind in menschlicher Obhut vollkommen ungefährlich und ungiftig. Und nur weil, wie Frau Schmitt anmerkt, sie, übrigens nur eine einzelne Art, in Hessen auf der Liste der gefährlichen Tiere stehen macht sie dies nicht gefährlich. Diese Liste wurde von Tierschützern, nicht von Wissenschaftlern erarbeitet und dementsprechend viele, teils unglaubliche, Fehler enthält sie.

    Wie Herr Hess richtig anmerkt, wurde genau das getan was sie vorschlagen. Die Giftnotrufzentralen wurden nach Vorfällen und nach den Behauptungen von proWildlife angefragt und zeigten sich ähnlich entsetzt wie Terrarianer und Wissenschaftler.
    Mir persönlich ist kein Fall bekannt in dem ein in menschlicher Obhut gehaltenes giftiges Tier einen dritten Unbeteiligten auch nur behelligt hätte.
    Unsinn kann ich in dem Beitrag von Herrn Werning nicht erkennen.

    Sehr geehrte Frau Schmitt,

    wenn sie schon Kinder ansprechen möchte ich dies auch tun. Ich arbeite viel mit Kindern zusammen. Allerdings um ihnen Möglichkeiten zu bieten und zu zeigen und nicht um sie zu instrumentalisieren.
    Hierbei lässt sich sehr deutlich sehen, dass gerade die Kinder, die durch Haustiere keinerlei Bezug zu Tieren aufbauen auch kein Mitgefühl für Tiere entwickeln. Der Tierschutz sägt sich hier seine eigenen Ziele ab, denn es wird eine Generation erzogen, die sehr wenig auf die sie umgebende Umwelt eingehen wird.

    Wir müssen sehr deutlich zwischen Tier- und Artenschutz unterscheiden. Im Gegensatz zum Tierschutz ist der Artenschutz für Tiere effizient, denn er sichert das Überleben von Arten, Artengemeinschaften und Lebensräumen.
    Tierschutz generell dient in erster Linie zur Beruhigung des menschlichen Gewissens. Der Tierart an sich, hilft er gar nicht. Eher ganz im Gegenteil. Viele der heutigen Probleme im Artenschutz sind auf übertriebenen, fundamentalen Tierschutz zurückzuführen.
    Damit trägt der Tierschutz aktiv zum Aussterben von Populationen bei.

    Heiko Werning betreibt das genaue Gegenteil. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man bei hoch bedrohten Arten Populationen in Gefangenschaft vermehren muss um das Überleben der Art zu sichern. Im Falle der chilenischen Frösche findet dies mit internationalen und wissenschaftlich arbeitenden Institutionen und Organisationen statt.

    Diese Arbeiten sind zeitlich und finanziell unheimlich aufwendig. Heiko Werning wendet beides auf um eine Art zu retten (ich nenne das zwar Liebhaber-Artenschutz, es ist aber respektvoll gemeint). Peta, proWildlife und andere haben einen unglaublichen Finanzapparat mit dem sie erstaunlicherweise für den Artenschutz nichts bewegen.
    Summieren wir es auf, so kann ich nur sagen, dass Herr Werning meinen vollen Respekt geniesst. Ich kann aber nicht erkennen wo Peta, proWildlife u.a. sich diesen Respekt gegenüber Tieren erarbeitet haben. Vielleicht können diese Art Tierschützer nachts ruhiger schlafen, es sei ihnen gegönnt. ich würde allerdings nachts lieber vom quacken der chilenischen Nasenfrösche geweckt werden.

    Ihre Äusserung, dass “der” Pfeilgiftfrosch auf der Liste der gefährlichen Tiere steht verdeutlicht ungemein den Fehler und die fehlerhafte Entstehungsgeschichte der Liste. Sie ist ohne Fachwissen zustande gekommen, keine fachlich kompetente Organisation oder Institution wurde angefragt die Liste zu kommentieren. Allein schon dieser Vorgang diskreditiert nicht nur die Liste, sondern viel mehr die zuständigen Politiker und in erster Linie die dahinter stehende Organisation proWildlife. Es offenbart sich, dass hier emotional geleitete Fundamentalisten herumpfuschen und über Dinge arbeiten, von denen sie leider keine Ahnung haben.

    Philipp Wagner

  7. Also mal davon abgesehen, dass es problemlos möglich ist, Hunde und Katzen ohne Fleisch zu ernähren, findet dies doch in den allerwenigsten Fällen statt. In den meisten Hunde- und Katzenfuttern findet man doch Schlachtereiabfälle (Gehirn, Eingeweide und Co.) oder Herrchen gibt den Tieren die Reste vom eigenen Essen (manchmal auch nicht viel besser als der Abfall), was auch oft Fleisch enthält.

    Wieso im Artikel ausgerechnet diese beiden Gestalten genannt werden, kann ich nicht verstehen. Wie wär es mit:
    “Kein Wunder, wenn man sich mit Gestalten wie Pamela Anderson, Sir Paul McCartney, Naomi Campbell oder Jamie Lee Curtis einlässt.”

  8. Hallo zusammen,

    wenn sich jemand mal die Mühe gemacht hätte, die Presseerklärung zu Ende zu lesen, dann wäre mit Sicherheit dem einen oder anderen aufgefallen, dass dem Problem des illegalen Wildtierhandels darin eine weitaus größere Bedeutung beigemessen wird, als dem durch das Gift des Pfeilgiftfrosches tragischerweise herbeigeführten Ablebens irgendwelcher Nachbarn. Nun mag es vielleicht sein, dass sich Herr Werning in der beneidenswerten Position befindet, von den Naturschutzabteilungen lateinamerikanischer Landwirtschafts- und Umweltministerien mit irgendwelchem Getier beglückt zu werden; das ändert allerdings nichts an der Sache, dass andere Zeitgenossen weitaus weniger Skrupel bei der Beschaffung ihrer geschuppten (oder was auch immer) Freunde besitzen.
    Zum Hundethema: Bin ich wirklich der einzige in Deutschland, der Tierhaltung im Allgemeinen und Hundehaltung im Besonderen einfach nur respektlos, pervers und der Natur (oder Kreatürlichkeit, wenn man so will) des Tieres widersprechend findet?

    Grüße
    Der besorgte Mitbürger

    Was Herr Werning gegen Thomas D hat, könnte er vielleicht noch näher erläutern.

  9. “Dirk Bach und Thomas D, beides Vegetarier, also gewaltfreie Menschen,…” ??? Das sind ja tolle Schlussfolgerungen.

    War Adolf Hitler Vegetarier? Oder ist das nur ein Mörchen?

    “Womit füttern Vegetarier ihre Hunde und/oder Katzen?” habe ich schon mehrfach für die Rubrik “Letzte Fragen” der taz vorgeschlagen. Wurde leider noch nie gesendet. Ist wohl zu ernst.

    P.S.: Der Trend zum Zweithund ist schon kein Trend mehr. Das ist schon mehr.

  10. Pingback: neues aus der roiberhöhle - kurze wahrheiten #2

  11. >Bin ich wirklich der einzige in Deutschland, der Tierhaltung im Allgemeinen und >Hundehaltung im Besonderen einfach nur respektlos, pervers und der Natur (oder >Kreatürlichkeit, wenn man so will) des Tieres widersprechend findet?

    Leider nicht, Herr Mitbürger.

    Ihre Mitkreatur:
    Heiko Werning

  12. Zitat “der besorgte Mitbürger”
    wenn sich jemand mal die Mühe gemacht hätte, die Presseerklärung zu Ende zu lesen, dann wäre mit Sicherheit dem einen oder anderen aufgefallen, dass dem Problem des illegalen Wildtierhandels darin eine weitaus größere Bedeutung beigemessen wird..
    ——————————————————————————-

    Nein, es geht in dem Artikel viel mehr um ein Verbot der Tierhaltung von Exoten generell, egal ob es sich um Nachzuchten aus legalen Beständen oder importierte Tiere handelt. Und darum, dass die private, artgerechte Haltung solcher Tiere angeblich unmöglich sein soll. Dabei wird jedoch übersehen, welch große Erfolge durch die private Terraristik bereits verbucht werden konnten. Sei es die erfolgreiche Vermehrung von in der Natur vom Aussterben bedrohter Arten (und diese sind mitnichten durch den Tierhandel bedroht, sondern Killer Nr. 1 ist die Zerstörung des Lebensraumes, darum sollten sich PETA und Co kümmern, das wäre wirklich zielführend, wenn natürlich auch nicht so einfach wie auf privaten Tierhaltern rum zu hacken), oder seien es wissenschaftliche Erkenntnisse über Biologie, Verhalten und Fortpflanzung der Tiere.
    Ein kleines Beispiel, der Neukaledonische Kronengecko galt bis 1994 noch als ausgestorben, wurde von einer Expedition von Terrarianern wieder entdeckt. Es wurden einige wenige Tiere legal ausgeführt und mittlerweile werden JÄHRLICH in den Terrarien dieser Welt mehr Kronengeckos nachgezogen als es in Freiheit noch gibt. In der Freiheit sind diese Tiere durch eingeschleppte Ameisen und Ratten sowie durch Habitatzerstörung vom Aussterben bedroht. Aber kümmert sich PETA darum? Nein. Denn sinnvoller Artenschutz steht ja nicht auf deren Fahnen, sondern subjektiver, emotional überladener Tierschutz.

    Wären die privaten Terrarianer dieser Welt nicht, gäbe es nicht nur in Gefangenschaft einige Arten weniger auf dieser Welt, denn nur durch umfangreiches Wissen über eine Spezies, kann man diese auch in der Natur schützen.

    Zitat “der besorgte Mitbürger”
    Zum Hundethema: Bin ich wirklich der einzige in Deutschland, der Tierhaltung im Allgemeinen und Hundehaltung im Besonderen einfach nur respektlos, pervers und der Natur (oder Kreatürlichkeit, wenn man so will) des Tieres widersprechend findet?
    ——————————————————————————-

    Bleibt zu hoffen, dass Sie der einzige sind. Der Hund ist das älteste domestizierte Tier überhaupt. Ohne Hunde gäbe es auch keine Lawinen- oder Erdbeben-Suchhunde, keine Drogenspürhunde, keine Polizeihunde und und und

    Sicherlich gibt es übertriebene Stilblüten in der Hundehaltung, die nicht artgerecht sind. In Zeiten, in denen aber täglich Babys ausgesetzt und Kinder missbraucht und misshandelt werden, gibt es allerdings glaube ich größere Sorgen als einen Chihuahua im Strickmantel.

    Gruss

    I.H.

  13. Lieber Herr Mitbürger,

    sie haben Recht, dass der illegale Tierhandel (ich denke, dass meinen Sie mit ‘Skrupel bei der Beschaffung’) etwas ist, was unterbunden werden sollte.
    Dazu gibt es aber bestehende internationale Gesetze und es sind gerade seriöse Institutionen, die daran arbeiten, den illegalen Handel weiter zu beschränken.

    Tierschutzgesetzgebungen wie in Hessen handeln diesem Ansehen aber entgegen. Zum einen wecken Verbote neue Begehrlichkeiten und fördern den illegalen Handel noch mehr. Zum anderen wird hier, mit einem in meinen Augen von den Tierschützern vorgeschobenen Argument, nur gegen eine kleine Gruppe von Tierhaltern Lobby gemacht. Um die eigenen Finanzquellen nicht zu gefährden, werden gerade Hundehalter z.B. immer wieder ausgeklammert. Dies offenbart die Abhängigkeit dieser Organisationen.

    Natürlich kann der illegale und unkontrollierte Handel mit Wildtieren auch Arten gefährden. Gerade Tierschutzorganisationen sollten hier aber nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Freilassungsaktionen aus europäischen Pelztierfarmen haben einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet, dass europäische Arten vor dem Aussterben stehen. Solche fundamentalen Aktionen machen sehr deutlich, wie unwissenschaftlich diese Vereine sind und dass es ihnen mitnichten um Artenschutz geht.

    Philipp Wagner

  14. @polyphem:
    1. Hitler war kein Vegetarier, siehe u.a. hier: http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=7780
    2. Ich füttere meinen Hund – der jedoch aus gesundheitlichen Gründen und nicht aus Überzeugung kein Fleisch frisst- mit vegetarischem Fertigutter von Amidog, gibt es im Versandhandel zu bestellen.

    Mich würde jedoch vor allem interessieren, wie Herr Werning oder evtl auch andere Kenner die reale Situation der artgerechten Haltung von Exoten beurteilen. Meines (geringen) Wissens nach stellen viele ja sehr hohe Ansprüche an Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Terrariumbeschaffenheit usw. Aber wie schätzen Sie das zahlenmässige Verhältnis von “Profis”, die viel Zeit und Geld in eine artgerechte Haltung stecken zu solchen Menschen, die sich einfach irgendwelche Geckos oder ähnliches kaufen weil sie es interessant finden und die Tiere dann in völlig unpassenden Behältern vor sich hinvegetieren lassen, und wie beurteilen Sie die Bedingungen in Tierhandlungen und Baumärkten, die ja – wohl zurecht- u.a. von Peta kritisiert wurden?

  15. @ kreske:
    zu 1. Na ja, ist ja eigentlich wirklich egal, aber das kann man wohl so oder so sehen, siehe z. B.: http://www.zeit.de/2001/17/200117_stimmts.xml

    Zur Exotenfrage: Zunächst mal liegt es natürlich am Exoten selbst: Da gehören im Prinzip ja auch Guppys zu, die stellen nicht so hohe Ansprüche. Tendenziell ist es aber natürlich richtig, dass jede Art spezielle Bedingungen stellt, und besonders bei Wechselwarmen (Reptilien, Amphibien) sind auch die Klima- und Temperaturbedingungen von großer Wichtigkeit. Allerdings ist das keine Geheimwissenschaft: Es gibt reichlich guter Literatur zu praktisch jeder verfügbaren Art, und es gibt reichlich Zubehör, um die richtigen Parameter einzustellen. Es stellt heute nicht das geringste Problem dar, Pfeilgiftfrösche, Bartagamen oder Grüne Leguane artgerecht und erfolgreich zu halten und zu vermehren. Nur muss man es eben richtig machen.
    Wieviele Leute das richtig machen oder nicht, vermag ich nicht einzuschätzen (und PETA kann es sicherlich noch viel weniger). Letztlich ist das aber ja bei jeder Tierhaltung so, auch bei Hunden sollte man ja wissen, was man da tut.
    Generell sind viele Reptilien, Amphibien und erst recht Wirbellose erheblich anspruchsloser und einfacher zu halten als Hundkatzemaus, manche sind dagegen recht heikel.
    Entscheidend ist, dass der Halter richtig informiert ist und natürlich auch entsprechend handelt.
    Die Tierhalterverbände haben deshalb schon vor einiger Zeit einen Sachkundenachweis eingeführt, den der Halter ablegen kann. Darin wird das (recht umfangreiche) wichtige Grundlagenwissen abgeprüft. Es gibt aber bisher keinerlei gesetzliche Verankerung dafür. Zumindest für geschützte und potenziell gefährliche Arten wäre ein solcher Pflicht-Sachkundenachweis wünschenswert (und das erheblich adäquatere Mittel als ein einfaches Verbot).
    Ein wichtiger Schritt wäre auch, den Handel nur entsprechend qualifizierten Geschäften zu erlauben. Das ist zweifellos ein Ärgernis, dass selbst in Baumarktabteilungen ohne fachliche Betreuung lebende Tiere generell und erst recht nun einmal etwas wählerische Exoten angeboten werden.
    Sind Händler und Halter aber sachkundig, spricht nichts gegen eine Haltung dieser Tiere, im Gegenteil: Wie hier ja schon an verschiedenen Stellen angemerkt, geht viel Gutes davon aus. Wo gäbe es denn eine Lobby für Reptilien und Amphibien, von denen viele ja hoch gefährdet sind, wenn nicht durch engagierte Halter? Tierschutzvereinen, zu denen PETA ja gehört, ist das traditionell völlig wurscht, die interessieren sich ja nur für das Tier als Individuum. Auch helfen lebende Tiere, Ängste abzubauen, überhaupt Interesse für solche ja eher weniger kuschligen Geschöpfe zu wecken usw., ganz abgesehen vom positiven Einfluss auf den Halter selbst (sonst hielte er die ja nicht).

  16. @ Herr Werning

    Zitat: “Leider nicht, Herr Mitbürger.

    Ihre Mitkreatur:
    Heiko Werning ”

    Kapier’ ich nicht. Wie meint er das?
    ______________________________________________

    @ Ingo Hess

    Zitat: [...]Killer Nr. 1 ist die Zerstörung des Lebensraumes, darum sollten sich PETA und Co kümmern, das wäre wirklich zielführend, wenn natürlich auch nicht so einfach wie auf privaten Tierhaltern rum zu hacken[...]

    Ich finde es etwas gewagt, PETA und Co ihre Existenzberechtigung abzusprechen, weil sie sich dem Problem nicht an der Wurzel, sondern auf einer “höheren Ebene” nähern. Sie werden mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass es durchaus Sinn macht, wenn Greenpeace vor einem Möbelhaus in Stellung geht (um ein anschaulicheres Beispiel zu nennen). Bevor sie die lateinamerikanische Wirtschaft und Politik umgekrempelt und die entsprechenden europäischen, US-amerikanischen etc Konzerne davon überzeugt haben, dass es im Leben Erfreulicheres gibt, als Gewinnmaximierung durch Raubbau an der Natur, sind die Regenwälder leider schon weg. Es gilt hier eben auch, beim “Verbraucher” entsprechende Zeichen zu setzen, egal ob es sich nun um Gartenmöbel oder um exotische Tiere handelt.

    [...]der Neukaledonische Kronengecko[...]

    Sie mögen ja Recht haben, wenn Sie behaupten, dass Tierhaltung in Ausnahmefällen das “Überleben” von Arten bedeutet. Allerdings gibt es beliebig viele Beispiele, in denen es sich gerade umgekehrt verhält. Im übrigen bin ich der Ansicht, dass der Neukaledonische Kronengecko in seinem natürlichen Lebensraum einen ganz anderen Wert hat, als in einem Terrarium, wo er (jeglicher ökologischer Funktion beraubt) lediglich die Besitzansprüche seines Halters befriedigt und sich darauf beschränkt, einfach “da zu sein”. (Auf die Tendenz des Menschen, alles besitzen zu müssen, was ihm vor die Füße krabbelt, möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen.) Das Anlegen von Gendatenbanken zur Arterhaltung (ich sehe darin eine überspitzte Form des von Ihnen geschilderten Vorgehens) kann doch nach normalem menschlichen Ermessen kein Ersatz für die Vermeidung von Habitatzerstörung sein. Insofern stimme ich Ihnen voll zu, dass die Erhaltung des Lebensraumes auf jeden Fall eine hohe Priorität einnehmen muss… darin sieht PETA aber (soweit ich weiß) wie gesagt nicht ihre primäre Aufgabe.

    [...]Ohne Hunde gäbe es auch keine Lawinen- oder Erdbeben-Suchhunde[...]

    Wenn ich Hundehaltung schreibe, meine ich eigentlich Hundehaltung um der Hundehaltung willen… ich glaube, das geht aus dem Kontext hervor. Gegen Blindenhunde hab’ ich gar nix, ehrlich!

    [...]In Zeiten, in denen aber täglich Babys ausgesetzt und Kinder missbraucht und misshandelt werden, gibt es allerdings glaube ich größere Sorgen als einen Chihuahua im Strickmantel.[...]

    a) Wenn Sie wissen möchten, was die Menschen wirklich sorgt, dann werfen Sie doch mal einen Blick ins deutsche Privatfernsehen.
    b) Ein Problem ist nie ein Grund, vor einem anderen Problem die Augen zu verschließen.

  17. Lieber Mitbürger,

    wenn Greenpeace vor einem Möbelhaus in Stellung geht, dann verfolgen sie ein höheres Ziel.
    Wenn Peta durch die Stadt geht und Pelze mit Farbe besprüht kann ich kein höheres Ziel erkennen. Sicherlich sind beide Gruppierungen relativ fundamentalistisch. Bei Greenpeace steht allerdings der Schutz von Arten an vorderer Stelle. Bei Peta ist es überwiegend die Beruhigung des menschlichen Gewissens, dass einzelnen Tieren Leid angetan wird und das verhindert werden soll.

    ““Verbraucher” entsprechende Zeichen zu setzen, egal ob es sich nun um Gartenmöbel oder um exotische Tiere handelt.”

    Welches Zeichen setzt denn proWildlife, indem es für ein Haltungsverbot exotischer Tiere eintritt? Die Tiere wurden ja nicht wegen einer Gefährdung verboten, sondern weil sie angeblich gefährlich für den Menschen sind.

    “Sie mögen ja Recht haben, wenn Sie behaupten, dass Tierhaltung in Ausnahmefällen das “Überleben” von Arten bedeutet. Allerdings gibt es beliebig viele Beispiele, in denen es sich gerade umgekehrt verhält.”

    Hier bin ich dann tatsächlich auf Beispiele gespannt. Mir ist keine Tierart bekannt, die wegen der Tierhaltung ausgerottet wurde.

    Philipp Wagner

  18. Lieber Herr Mitbürger,

    ich meinte damit, dass Sie eben nicht der Einzige sind, der das so sieht, und mit dem “leider” habe ich zum Ausdruck gebracht, dass es mir lieber wäre, Sie wären der Einzige.

    Aber ganz abgesehen davon scheinen Sie ja schon an einer Diskussion interessiert, daher kurz noch ein paar Erwiderungen:
    Was PETA angeht, liegt hier wohl eher ein Missverständnis vor: Die sind Tierrechtler, d.h., es ist nicht das Ziel, die Arten zu schonen, wenn sie ein Haltungsverbot verlangen, sondern die sind der Meinung, dass Tierhaltung generell so etwas wie “moderne Sklaverei” sei, weil die den Wert des tierischen Individuums sehr hoch einschätzen und mit sehr vielen menschlichen Attributen versehen. (Ich bemühe mich, das möglichst sachlich darzustellen, bin in dem Gebiet aber nicht so drin – denke aber, dass es das ungefähr trifft). Das meinte ich im Ausgangseintrag damit, dass das letztlich eine Glaubensfrage ist, über die man nicht sinnvoll diskutieren kann. Es ist nicht meine Meinung, ganz gewiss nicht, und als Naturwissenschaftler sind für mich ganz andere “Indizien” gültig, aber natürlich kann man das so sehen, wie PETA es tut. Darüber kann man immer mal ein bisschen streiten, aber unterm Strich ist es natürlich dasselbe, als wenn einer sagt “es gibt Gott” und der andere “Gott gibt’s nicht”.
    Das heißt ja auch keineswegs automatisch, dass ich alles ablehne, was PETA so fordert. Auch ich finde Tierquälerei eine schlimme Sache, nur würde ich mich mit den PETAnern kaum darüber einigen können, was Tierquälerei ist und was nicht. Aber in einigen Fragen gibt es natürlich leicht Konsens, wenn man z. B. die Massentierhaltung nimmt.
    In anderen Fragen dagegen bleibt mir schlicht die Spucke weg: Wenn ich auf der PETA-Homepage die Pressemitteilung lese, die suggeriert, der “Holzklotz-Mord” hätte verhindert werden können, weil der Täter als Jugendlicher mal als Tierquäler aufgefallen ist, dann ist das in einem Grad zynisch und widerlich, die selbst mich kurz nach Luft schnappen lässt.

    Zurück zur Tierhaltung: PETA lehnt diese also ab, weil sie ihrer Meinung nach dem Individuum Leid zufügt, das ist eine ganz andere Diskussion als die Artenschutzdiskussion. Leider verschwimmt das immer, so auch hier.

    Was den Artenschutz angeht: Da sind wir vermutlich einer Meinung, zumindest grundsätzlich. Ich beschäftige mich ja recht viel damit, leite selbst ein Artenschutzprojekt und bin in der Szene ganz gut bewandert. Selbstverständlich bin ich für Einschränkungen der Wildtierhaltung, wenn dies dem Artenschutz dient. Das ist allerdings in der Regel nicht der Fall, oft eher im Gegenteil. Denn wie einige Vorredner richtig ausführen, ist das Hauptproblem der allermeisten Arten nun einmal nicht der Handel, sondern die Lebensraumzerstörung. Die Zahl der Arten, zumindest in “meinem” Bereich, also Reptilien/Amphibien, die durch Handel gefährdet wurden, ist sehr gering, und wenn, dann ist es im Regelfall die Nutzung für Leder, Medizin oder als Lebensmittel. Heimtierhaltung spielt da praktisch keine Rolle. Natürlich gibt es Ausnahmen, genau dafür gibt es aber das Washingtoner Artenschutzabkommen, das in diesen Bereichen insgesamt ganz gut funktioniert. Genau deshalb arbeiten die Wildtierhalter ja z. T. recht eng zusammen mit Natur- und Artenschutzverbänden, z. B. dem Nabu, dem WWF oder der ZGAP. Da gibt es nämlich viele gemeinsame und wenig trennende Punkte.

    Und dass der Neukaledonische Riesengecko in der Natur einen anderen Wert hat als im Terrarium, wird Ihnen auch jeder Halter nur unterschreiben. Das eine schließt das andere ja nicht aus, im Gegenteil: gerade im Bereich Reptilien/Amphibien gehen viele wichtige Schutzprojekte in der Natur gerade auf die Initiative von Liebhabern, die die Arten gehalten haben, zurück, da könnte ich Ihnen eine ganze Latte an Beispielen nennen.
    Die Tendenz des Menschen, alles besitzen zu müssen – tja nun. Mag durchaus ein Aspekt sein, aber ich glaube, die meisten Halter haben ganz andere Hauptmotive: die lassen sich einfach von den Tierchen faszinieren und beobachten sie, die haben wissenschaftlichen Ehrgeiz und sammeln Daten, die mögen die Biester ganz einfach. Was glauben Sie, wieviele Menschen den Neukaledonischen Riesengecko denn hierzulande zu schätzen wüssten, gäbe es niemand, der sie hier hielte?

    Freundliche Grüße,
    Heiko Werning

  19. @ Herr Wagner

    [...]Bei Peta ist es überwiegend die Beruhigung des menschlichen Gewissens, dass einzelnen Tieren Leid angetan wird und das verhindert werden soll.[...]

    Ich weiß zwar leider nicht, wie die Leute von PETA im Allgemeinen so drauf sind, wer es allerdings nötig hat, sein Gewissen in Bezug auf Tierschutz zu beruhigen, tendiert im Allgemeinen nicht dazu, einer derartigen Organisation beizutreten. Aus diesem Grund finde ich es etwas abenteuerlich, die Motivation von PETA auf Gewissensberuhigung zu reduzieren.

    [...]Hier bin ich dann tatsächlich auf Beispiele gespannt. Mir ist keine Tierart bekannt, die wegen der Tierhaltung ausgerottet wurde.[...]

    Von Ausrotten war nicht die Rede. Ein Beispiel für starke Gefährdung einer Tierart:
    Cacatua sulphurea (Gelbwangenkakadu); Threats: Its precipitous decline is almost entirely attributable to unsustainable exploitation for internal and international trade (!!). Large-scale logging and conversion of forest to agriculture across its range has exacerbated the decline, and the use of pesticides since around 1989 is a further potential threat. At least formerly, the species was regarded as a crop-pest, and consequently persecuted.
    Quelle: http://www.iucnredlist.org/search/details.php/3433/summ

    Und noch ein bisschen totale Ausrottung (allerdings bei einer Pflanze… macht in dem Zusammenhang keinen Unterschied, wie ich finde):
    Mammillaria glochidiata; Threats: Illegal collecting (!) has apparently resulted in the extinction of this species.
    Quelle: http://www.iucnredlist.org/search/details.php/40835/summ

    @ Herr Werning

    [...]Was glauben Sie, wieviele Menschen den Neukaledonischen Riesengecko denn hierzulande zu schätzen wüssten, gäbe es niemand, der sie hier hielte?[...]

    Es wäre sehr traurig, wenn man sich nur dann dazu aufraffen könnte, den Lebensraum eines Tieres zu schützen, wenn man jenes Tier unmittelbar vor seiner Nase hocken hat. Ich glaube Ihnen gerne, dass manche Halter entsprechender Tiere sich aktiv für die Erhaltung der Art in freier Wildbahn einsetzen. Wie ich meine Mitmenschen aber kenne, wäre ich sehr überrascht, wären diese nicht deutlich in der Unterzahl.

    Grüße
    Mitbürger

  20. Hallo Mitbürger!
    Bitte lerne erst einmal das richtige Zitieren eines Textes. Das Hinzufügen der Ausrufezeichen verändert den Inhalt enorm.
    Man sollte zudem den Text auch verstehen, den man hier wiedergibt. Bestimmte Aussagen darin stehen in unmittelbarem Zusammenhang. logging ->agriculture ->crop-pest
    Da spielt der interne und internationale Handel nur noch eine Randrolle.

    B.b. H.

  21. @Der besorgte Mitbürger

    zunächst mal freue ich mich über die Diskussion die entstanden ist. Ich kann Herrn Werning und Wagner nur in allen Punkten zustimmen.

    Zitat:
    Ich finde es etwas gewagt, PETA und Co ihre Existenzberechtigung abzusprechen, weil sie sich dem Problem nicht an der Wurzel, sondern auf einer “höheren Ebene” nähern.
    ——————————————————————————-

    Ich spreche hier niemandem (anders als eben PETA) eine Existenzberechtigung ab. Ähnlich wie PETA finde ich diverse Formen der Massentierhaltung und Verarbeitung abscheulich. Jedoch gehe ich in der Art und Weise wie dagegen vorgegangen wird absolut nicht konform.

    Ich finde auch nicht, dass PETA das Problem auf einer “höheren Ebene” angeht. Eher das Gegenteil ist der Fall. BZW dass das für mich eigentliche Problem gar nicht angegangen wird. Durch ein Haltungsverbot von Exoten wird sich absolut gar nichts zum besseren für die Tiere wenden. Im Gegenteil, es gibt Projekte in denen Einheimische davon überzeugt werden, dass eine nachhaltige Nutzung der Tiere in ihrem “Regenwald” ihnen langfristig deutlich mehr bringt als die kurzfristige Brandrodung. Auf diese Weise werden Tiere und Lebensraum erhalten.

    Das langfristige Ziel von PETA, nämlich das Verbot jeglicher Tierhaltung finde ich gelinde gesagt traurig. Sie sind ja für Blindenhunde, Lawinensuchhunde, Polizeihunde und dergleichen. Was denken sie woher all diese Tiere stammen? Wie die Rassen gezüchtet wurden die für diese Einsatzgebiete geeignet sind? Und das ist nur eines von vielen Beispielen bei denen Tierhaltung Sinn macht.

    Die von ihnen erwähnte DNA Datenbank ist nicht mal so abwegig. Zur Zeit gibt es ja ein ähnliche Projekte um Amphibien die weltweit durch einen Pilz vom Aussterben bedroht sind, zumindest in Gefangenschaft zu erhalten. Wer weis, wofür das nochmal gut sein wird. Jedenfalls sind diese Aktionen, sowie die meisten Aktionen des WWF sicherlich sinnvoller, als der Grossteil den PETA veranstaltet. Jegliche Form von Extremismus/Radikalismus ist meiner Meinung nach gefährlich.

    @kreske
    Zitat: Meines (geringen) Wissens nach stellen viele ja sehr hohe Ansprüche an Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Terrariumbeschaffenheit usw. Aber wie schätzen Sie das zahlenmässige Verhältnis von “Profis”, die viel Zeit und Geld in eine artgerechte Haltung stecken zu solchen Menschen, die sich einfach irgendwelche Geckos oder ähnliches kaufen weil sie es interessant finden und die Tiere dann in völlig unpassenden Behältern vor sich hinvegetieren lassen, und wie beurteilen Sie die Bedingungen in Tierhandlungen und Baumärkten, die ja – wohl zurecht- u.a. von Peta kritisiert wurden?

    Ja, die Tiere stellen gewisse Ansprüche an die Haltungsbedingungen, die aber wie Herr Werning schon erwähnte, Dank der heute verfügbaren Technik einwandfrei zu erfüllen sind. Natürlich muss man einiges an Wissen haben, um die Tiere artgerecht pflegen zu können. Und eben dieses Wissen ist meiner Meinung nach bei Terrarianern wesentlich weiter verbreitet, als bei den Haltern sogenannter “normaler” Haustiere, wie Nagern, Vögel, Hunden und Katzen.

    Was sind ihrer Meinung nach völlig unpassende Behälter? Um etwas diesbezüglich sagen zu können, muss man über die Lebensweise der Tiere in Freiheit bescheid wissen. Nicht wenige Reptilienarten suchen sich freiwillig sogenannte Microhabitate. So lange dort alles gegeben ist wie, Wasser, Nahrung, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit verlassen sie die von ihnen bevorzugten Verstecke nur zur Paarung. So verbringen zb Königspythons den Grossteil ihres Lebens oft in kleinen, engen, dunklen Termitenbauten, so lange alle Bedingungen stimmen werden sie den nur zur Jagd oder Paarung verlassen. Und das auch nur weil sie müssen.

    mfg

    Ingo Hess

  22. @der besorgte Mitbürger
    es ist unumstritten, dass sich wenige Menschen Gedanken um die Ausrottung von Tieren und Pflanzen auf unserer Welt machen. Aber ich denke gerade bei Terrarianern ist dafür ein grosses Bewusstsein vertreten und es wird überdurchschnittlich viel unternommen. Weshalb mir die gezielte Agitation seitens PETA und Pro Wildlife gegen Reptilien und Amphibienhalter unbegreiflich ist. Immerhin gibt es etliche Projekte die von Vereinigungen wie der DGHT initiiert oder unterstützt werden, um Artenschutz zu betreiben.

    Auch im Falle des Gelbwangenkakadu halte ich persönlich die beiden letzten Sätze für relevanter, nämlich dass die Tiere als Plage angesehen wurden, und deren Lebensraum beinahe komplett zerstört wurde.

    Also, was genau wäre nun das Gute daran, wenn die Haltung von Reptilien und Amphibien in Privathand komplett verboten werden würde?

    lg

    Ingo Hess

  23. Lieber Mitbürger,

    danke für die von Ihnen genannten Beispiele.
    Wie Sie es ja selber zitieren, ist der Gelbwangenkakadu durch den Lebensraumverlust gefährdet. Sicherlich kann ein gleichzeitiger Handel die Populationen schwächen, ein Aussetzen des Handels bei gleichzeitigem Lebensraumverlust stärkt aber nicht die Populationen. Zudem wird der Handel über Cites geregelt. Ein internationales Abkommen, das nicht vom Tierschutz ins Leben gerufen wurde, sondern von internationelen Behörden und Wissenschaftlern. Bei proWildlife spielt die Art und ihr mögliches Aussterben keine Rolle, sondern erst der einzelne Vogel, wenn er nicht artgerecht gehalten wird.

    Der angesprochene Kaktus ist mitnichten ausgestorben, sondern wird in Botanischen Gärten weiterhin kultiviert. Also ist es eher ein ProArgument für die Haltung, denn nur so ist die Art eben nicht, wie Sie sagen, ausgerottet worden.

    Was, wenn nicht eine Gewissensberuhigung, ist es denn, was die Leute zu Peta und proWildlife lockt?
    Wenn es das nicht ist, warum wird dann Werbung mit geschundenen Kreaturen gemacht?

    Natürlich sind Massentierhaltung, Pleztierhaltung und die industrialisierung der Landwirdschaft in ihren jetzigen Bedingungen abzulehnen, aber
    lösen wir solche Probleme, indem Pelztierfarmen überfallen werden und die Tiere unkontrolliert freigelassen werden? Sich dann entweder ausbreiten und andere Arten in ihrer Existenz bedrohen oder in der Freiheit jämmerlich zu Grunde gehen, weil ihnen hier die klimatischen Bedingungen nicht zusagen oder sie es nicht gewohnt sind, Beute zu machen?

    Das ist nicht die Ebene, auf der solche Probleme angegangen werden sollten, und zudem widerspricht es den eigenen Zielen dieser Menschen.

    Philipp Wagner

  24. Liebe Mitleserinnen und Mitleser,

    seit langer Zeit verfolge ich taz.de, und so auch dieses brisante Thema im Blog. Angerührt durch einige hier getane Aussagen, erlaube ich mir ein paar dazu passende Fakten aufzuzeigen und, wenn mir möglich, mit Quellenangabe zu verlinken:

    PETA – People for the Ethical Treatment of Animals. Dt.: “Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren”. Ethisch verkündeter Umgang mit Tieren also. Die Ethik (aus dem altgriechischen stammend. Dt.: “das sittliche Verständnis”. Ein Teilgebiet der Philosophie, mit dem Fokus Moral. Moral beschreibt, was Menschen faktisch für richtig halten, bzw. was sie gemäß ihrer Vorstellungen vom richtigen Handeln tun.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik

    Über PETA: Mit mehr als 2 Millionen Anhängern weltweit die größte TIERRECHTSorganisation. Aktionsraum: Nordamerika, Europa. Fokus: Tierschutz, Tierrechte. Methodik: Lobbyismus, Werbung, Provokation. Eine grundsätzliche Philosophie – die Basis eines jeden Unternehmens – ist nicht bekannt.

    Auf der PETA zugegliederten Webseite http://www.jesusveg.com argumentiert die Organisation jedoch, dass die christlichen Werte der Nächstenliebe für alle Lebewesen gelten sollen und im Widerspruch zur Tierquälerei stehen.

    Zahlen und Fakten: Laut der überprüften Stellungnahme von PETA-USA bezüglich der Finanzen erhält die Organisation pro Jahr zum Stand vom 31. Juli 2005 von der Öffentlichkeit mehr als 25 Millionen Dollar. Fast 85 Prozent des Betriebsbudgets wurde unmittelbar für die jeweiligen Aktionen ausgegeben: 10,83 Prozent für wohltätige Zwecke sowie 4,18 Prozent für die Geschäftsführung und die jeweiligen Aktionen. 53 Prozent der Angestellten verdienen zwischen 14.560 und 27.999 Dollar; 32 Prozent zwischen 28.000 und 38.499 Dollar und 15 Prozent mehr als 38.500. Ingrid Newkirk verdiente in ihrem Amt als Vorsitzende von PETA im Jahr 2005 insgesamt 32.000. Dollar.[10] Alle Zahlen beziehen sich auf PETA in den USA.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/PETA

    Die Gründerin PETAs, und 1. Vorsitzende, Ingrid Newkirk: Als positiv wird vor allem ihr Erfolg in den USA gegen Massentierhaltung, Tierquälerei sowie Tierversuches angesehen. Kritisch betrachtet werden vielerlei Aussagen. So sorgten – “propagandistische” Interviewaussagen für Empörung: Sie hatte Jassir Arafat in einem Brief gebeten keine Tiere als lebende Bomben nach Israel zu schicken, auf die Frage warum sie nicht darum gebeten habe mit den Anschlägen aufzuhören antwortete sie, dass es nicht ihre Aufgabe sei sich in menschliche Kriege einzumischen.

    Eine ehemalige Mitarbeiterin beschreibt Frau Newkirk als Beschimpferin des menschlichen Tiers und fügt dabei hinzu: „Viele von uns glauben, dass je mehr wir uns von PETA distanzieren, es umso besser für die Tierrechtsbewegung sein wird. Dies lässt auch die äußerst zweifelhafte Kampagne “Dein Papa tötet Tiere” fast als kultartig – ja sektenähnlich erscheinen. Auf den dabei verteilten Flugblättern stand: „Da dir dein Papa falsche Lektionen darüber gibt, was richtig oder falsch ist, solltest du ihm beibringen, dass angeln Mord ist. Und solange dein Papa nicht gelernt hat, dass mit so etwas nicht zu spaßen ist, solltest du deine Hündchen und Kätzchen von ihm fernhalten. Er ist so besessen davon, Tiere zu töten, dass diese die Nächsten sein werden, die dran glauben werden.“ Aussagen die pädagogisch äußerst bedenklich sind.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ingrid_Newkirk

    Weitere umstrittene Aussagen z.b. auf: http://www.consumerfreedom.com/news_detail.cfm/headline/1865

    Auf ihrer persönlichen Webseite erscheint bereits in der Kopfzeile ein soweit im Kopfbereich einsehbar, makellos nach “Zuchtstandard” kupierter Dobermann. Ein Rassehund. Ein fotogenes Tier, welches den Botschafter propagiert. Er dürfte dem Foto zufolge in etwa 1-2 Jahre alt sein. Des weiteren fällt sofort auf, dass die verlinkten PETA Webseiten am linken Rand, als finanziell wie auch wirtschaftlich starke Länder gelten, mit industriellem Einfluss, und vergleichbar hohem Bildungsniveau der Bevölkerung. Standorte in denen das Artensterben und der Raubbau der Natur in weitaus höherem Maße erfolgt, sind keine bekannt. So fehlt z.b. der Indo- Australische Archipel genauso wie Afrika.

    Ebenfalls bemerkt man umgehend ein professionelles Marketingkonzept, wie auch auf PETA selbst, welches auf prestigeträchtige Stil-Ikonen wie Pamela Anderson setzt. Quelle: http://www.ingridnewkirk.com/index.asp

    Beispiele zahlreicher vorbildlicher Gegenüberstellungen:

    Der WWF. Der World Wide Fund For Nature, ist mit über 4000 Mitarbeitern eine der größten internationalen NATURSCHUTZorganisationen der Welt. Er wurde 1961 als World Wildlife Fund in der Schweiz gegründet. Aktionsraum: über 100 Länder weltweit. Fokus: In der GRÜNDUNGSURKUNDE heißen die Aufgaben „Schutz von Tieren, Pflanzen, Wäldern, Landschaft, Wasser, Boden und allen natürlichen Ressourcen durch Ankauf und Verwaltung von Land. Die Erforschung, Ausbildung aller Klassen, Information und Öffentlichkeit, Koordinierung von Bemühungen, Kooperation mit anderen interessierten Gruppen und jeglicher dem Ziel nützlichen Unterstützung!

    Die Organisation in Deutschland: Die Umweltstiftung WWF Deutschland wird von einer Geschäftsleitung geführt, der seit Oktober 2006 der Geschäftsführer Eberhard Brandes vorsteht. Als Kontrollorgan überwacht der Stiftungsrat mit 30 Mitgliedern die Tätigkeiten der Geschäftsführung. Vorsitzender dieses höchsten WWF-Gremiums ist Michael Otto. Diesem steht als Präsident Detlev Drenckhahn zur Seite. So werden Spendengelder und Ihre Verwendung für die Tätigkeit des Verbandes transparent gestaltet. Eine Selbstverpflichtung und Etikette zugleich, wo man sich den Mitgliedern gegenüber verpflichtet sieht.

    Fakten und Zahlen:

    Weltweit ist Der WWF in über 100 Ländern aktiv.
    300 Schutzgebiete wurden ausgewiesen.
    2.000 Projekte wurden im Jahr 2004 unterstützt.
    12.000 Projekte in 153 Ländern wurden seit 1961 unterstützt.
    1.500.000 Quadratkilometer wurden in Nationalparks umgewandelt.
    4400 Menschen arbeiten für den WWF.
    Fast fünf Millionen Menschen fördern den WWF.
    362 Millionen Euro wurden 2005 in den Umweltschutz investiert.

    Kurzum: Praktischer Artenschutz.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/WWF

    Ebenfalls sehr transparent und aktiv praktizierten Tierschutz leisten vor allem Verbände wie: http://www.dght.de http://www.bna-ev.de http://www.zgap.de http://www.bag-kleinsaeuger.de Man möge mir eine fehlende Beschreibung der genannten Verbände verzeihen, es würde den Rahmen eines Blogs sprengen, jedem ernsthaften Tierschützer sei jedoch die Eigeninitiative diese Seiten einmal zu besuchen ausdrücklich empfohlen. Es handelt sich in keinem Fall um extrem gerichtete Organisationen. Es handelt sich um Organisationen die praktischen Artenschutz betreiben. JEDER kann mitmachen! JEDER kann etwas tun.

    Hier können Sie beginnen:

    http://www.manifeste-fmt.org/deutsch.php

    Allgemein:

    Unserer modernen Gesellschaft ist es bis heute nicht gelungen eine Trinkwasserpipeline auf den afrikanischen Kontinent zu legen. Es ist ihr auch nicht gelungen diese Urvölker in ihrem religiösen Glauben derart zu informieren, dass eine Verhütung beim Geschlechtsverkehr, viel Kummer und Leid auf einem von Natur aus gegebenen lebenskargen Kontinent ersparen würde, obgleich der religiöse Glaube z.B. von PETA als wichtiges Instrument gilt.

    Kriege sind fast immer religiösen Hintergrundes. Seit Menschengedenken. Kriege zerstören die Biodiversität in beträchtlichem Maße.

    Ein Fallbeispiel:

    Erst kürzlich wurde die Ausrottung des nördlichen Breitmaulnashorns ~ Ceratotherium simum cottoni bekannt gegeben. Eine Tatsache die nicht nur starker Wilderei unterlag, sondern auch dem Krieg, welcher Schutzmaßnahmen erheblich erschwerte. Es waren nicht die Europäer die im großen Stil diese Art erbarmungslos jagten, sondern bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Wilderer die das lukrative Geschäft mit dem illegalen Handel für Nashornprodukte als ihre letzte Chance auf Existenz und Fortbestand ihrer meist vielköpfigen Großfamilie sahen. Daraus entstandene Produkte die weniger in Europa kursieren, als in der TCM ~ Traditionell Chinesischen Medizin. Abermals also eine größtenteils glaubensabhängige Nische die befriedigt wird.

    Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Breitmaulnashorn#Menschen_und_Breitmauln
    ash.C3.B6rner http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-8270-2008-05-26.html

    Die Einnahmen von PETA innerhalb eines Jahres, würden viele Arten aktiv retten können, wenn sie “tiergerecht” verwaltet und ausgegeben würden.

    PETA verwendet ihr Budget – ihrer Methodik folgend – z.b. für: http://www.peta.de/tierischemitbewohnerii/fische_in_aquarien_nein_danke.140.
    html Wissenschaftlich belegbares Halbwissen.

    http://www.wwf.de/presse/details/news/fische_gehoeren_nicht_ins_klo

    Wo geschehen? In den USA. In dem Land wo PETA ihre Hauptaktivitäten betreibt, und so sehr die Rassetiere im Vordergrund hat.

    Wo sind die letzten lebenden Exemplare dieser einst zweitgrößten lebenden Landsäugetierart? In zoologischen Gärten – in den USA sowie Europa. Versteht sich. In den Ländern in denen so vehement gegen die Tierhaltung – zunehmend im Allgemeinen – vorgegangen wird.

    Allen Kritikern und Tierhaltungsgegnern sei folgendes mit auf den Weg
    gegeben:

    Als Halbwissen wird vermeintlich gesichertes Wissen einer einzelnen Person oder Personengruppe bezeichnet, das sich jedoch bei näherer Betrachtung als unvollständig oder falsch erweist. Da jedes Individuum vom Wahrheitsgehalt seines persönlichen Halbwissens überzeugt ist, vertritt es dieses energisch.

    Folgen von Halbwissen: Halbwissen wird überwiegend als gefährlich angesehen, da es nicht einfach als solches erkennbar ist, aber leicht zu Fehlschlüssen führen kann. Ebenso kann Halbwissen durch moderne Medien sehr schnell verbreitet und so von vielen Menschen angenommen werden. Dies führt zur Entstehung von Legenden.

    Andererseits bietet Halbwissen zumeist einen unschätzbaren Vorteil. Es ist viel einfacher strukturiert und deshalb leichter zu lernen und anzuwenden und daher einfach praktisch. Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass auf Halbwissen basierende Prognosen und Entscheidungen häufig schneller und robuster sind, als die der Experten.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Halbwissen

    Abschließend danke ich ALLEN Personen – in diesem Blog seien vor allem die Herren Werning, Wagner und Hess namentlich erwähnt – die sich mit faktischem Artenschutz und Lebensraumerhaltung auseinandersetzen, es nicht nur verkünden, sondern als ihre direkte Aufgabe in der Verantwortung ihrer Umwelt gegenüber in vielfach eindrucksvoller Weise verstehen, und sich ihrer Passion täglich mit neuem Elan widmen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Thilo Böck

  25. Zunächst schliesst das vorhandensein von Vermehrung und das erreichen von Höchstalter nicht die Möglichkeit von Leiden und Qualen aus, wie einst Primatenforscherin Jane Godall eindrucksvoll belegte, indem sie sagte, das Frauen in KZ auch Kinder bekamen und alt wurden.
    Und wenn man bedenkt, das viele Tierarten in Gefangenschaft Hypersexualität entwicklen, als Ausgleich für Langeweile, dann ist es schon arttypisch für Speziesisten, wenn sie mit absurden und scheinheiligen Argumenten ihr Unrecht rechtfertigen.
    Und schön, dass der Verfasser seine These der Artgerechtigkeit selbst wiederlegt, indem er schön berichtet, das Pfeilgiftfrösche in der Gefangenschaft nicht die Toxine im “Lebensraum” Terrarium aufnehmen können um ihre arttypische Giftigkeit zu erlangen.
    Aber für was braucht ja ein Pfeil-GIFT-Frosch auch Gift?

  26. Frank Albrecht:
    ————
    Und schön, dass der Verfasser seine These der Artgerechtigkeit selbst wiederlegt, indem er schön berichtet, das Pfeilgiftfrösche in der Gefangenschaft nicht die Toxine im “Lebensraum” Terrarium aufnehmen können um ihre arttypische Giftigkeit zu erlangen.
    Aber für was braucht ja ein Pfeil-GIFT-Frosch auch Gift?
    ————

    Das kann ich Ihnen sagen: zur Abwehr von Prädatoren. Solange Sie also nicht gleich noch ein paar froschfressende Vögel dazu setzen, dürfte das Fehlen des Giftes den Frosch wenig kümmern.

    Und zur Leid/Fortpflanzungs-Diskussion: Sie vermischen da hoch entwickelte mit weit weniger hoch entwickelten Wirbeltieren. Ich weiß, dass PETA jedem Fisch auch psychische Leidensfähigkeit zugesteht, aber damit stehen sie doch, sagen wir es freundlich, nicht in der Mehrheit wissenschaftlicher Meinungen. Das Problem stellt sich sicherlich bei Hund und Katze weit mehr als bei Frosch und Gecko, zumindest, solange wir nicht in Glaubensfragen abgleiten – aber das erwähnte ich ja schon im Eingangsposting.

  27. Ich sage es ja, Absprechen, Degradieren und so Verändern, wie der Speziesist sein “Objekt” braucht.
    Da interessiert ja eh nicht, ob sie Schmerzen und Leiden empfinden.
    Sie bestätigen und widerlegen sich selbst, mit jedem Wort. Weiter so!
    Und vielleicht hat ja Herstellung von Gift auch organische Notwendigkeiten, die über das bisherige Wissen über den Frosch hinausgeht.
    Aber was kümmert das den Speziesisten?
    Genausowenig wie es einem Rassisten kümmert, ob er Menschenrechte ignoriert.

  28. Herr Albrecht,
    das lasse ich dann einfach mal so stehen, damit jeder sich selbst ein Bild machen möge.

  29. Heiko Werning

    Ihr Zitat:
    „Im Terrarium stehen diese Toxine nicht zur Verfügung, weshalb die Tiere ihre Giftigkeit schnell verlieren.“
    Ja. Sie geben selbst zu oder soll ich besser sagen, sie umschreiben es schön und arrogant vertuschend, dass die Ernährung des Pfeilgiftfrosches in Gefangenschaft nicht einmal annähernd seiner wirklichen Art entspricht. Denn nur durch diese spezielle natürliche und arttypische Nahrung produziert der Pfeilgiftfrosch sein typisches (siehe Tierartname) Gift in Freiheit. Diese Toxine stehen ihm also im Glassarg (Terrarium) nicht nur nicht zur Verfügung, sondern man kann sie ihm nicht zur Verfügung stellen. Man kann die Natur also nicht 1:1 bieten und wiedergeben. Und sie schreien in ihren Büchern von „Artgerechter“ Terraristik? Aber was ist an so einem Gift schon artgerecht, was Herr Werning? Für was brauch ein Pfeilgiftfrosch Gift im Glassarg? Er soll nur schön aussehen und mich befriedigen! Was interessieren mich die Interessen eine Frosches.
    Ja, für was braucht ein Pfeilgiftfrosch überhaupt Gift, ein Pelikan Flügel, ein Gepard seine Renntempo oder ein Ameisenbär, Ameisen in Gefangenschaft?

    Ihr Zitat:
    „Bei Nachzuchten, und es werden schon seit vielen Jahren fast nur Nachzuchten gehandelt, gibt es überhaupt keine Giftigkeit.“
    Ich frage mich, was da also gezüchtet und der Nachwelt angeblich „erhalten“ bleibt? Der Pfeil-Nichtgift-Frosch oder der „Pfeil-ich-war-mal-giftig-Frosch? Oder der Werning-Frosch? Ja, diese Welt braucht neue Tierarten? Wie den Liger und das nicht so reine Przewalskipferd, was aber immer als “Erfolg” herhalten muss.
    Der Frosch hat in Gefangenschaft keine Fressfeinde. Hier wird jedoch nicht erwähnt, dass das Gift (giftiges Sekret) auch noch andere wichtige Funktionen erfüllt. Nämlich die Haut vor Pilz und Bakterien zu schützen?

    Ihr Zitat:
    „Aus Chile habe ich allerdings Tiere mitgebracht, mit Genehmigungen und ausdrücklicher Zustimmung der zuständigen Naturschutzabteilung im dortigen Landwirtschafts- und Umweltministerium und in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig.“
    Ihr selbst erstellter Persilschein ändert jedoch nichts am Fakt, dass es wohl Wildfänge waren und jede noch so kleine Reduzierung, dennoch ein Beitrag mehr, zum Ausverkauf der Natur bedeutet.
    Und wie war das mit Respekt?
    Ich empfinde es schon als Respektlosigkeit, wenn sie einen wichtigen arttypischen Teil der Biologie des Pfeilgiftfrosche (hier die arttypische Giftproduktion) aberkennen. Dies wäre so, als wenn ich Ihnen das Schreiben aberkennen und verbieten würde. Für was müssen ja auch speziesistische Texte schreiben? Auch ohne ihre Zeitschrift würden sie überleben.
    Und den vielen Fröschen und anderen Kreaturen in den tausenden von Glassärgen täte dies auch gut, wenn ein Herr Werning, die unnatürliche und artfremde, weil künstliche, Gefangeschaftshaltung nicht weiter beschönigt.

  30. Lieber Herr Albrecht,

    es ist doch immer wieder interessant mitzuerleben wie Tierschützer sich und ihr Anliegen selber diskredditieren.

    Das Zitat von Godall heranzuziehen um auf Hypersexualität aus Langeweile hinzuweisen und Artenschützer mit Rassisten zu vergleichen sind genau die Art der Polemik die in meinen Augen die wahren Interessen der Tierschützer zeigen.

    Sie sagen ja selber, dass wir viel zu wenig über viele Tierarten wissen. Tatsächlich zu wenig um Aussagen darüber zu machen, ob das Gift mehr Funktion hat als nur das Abschrecken von Feinden.
    Dies interessiert Tierschützer aber generell noch weniger. Artenschützer (also ihre Speziesisten) sind bemüht möglichst viel über die Lebensweise der verschiedenen Arten zu erfahren. Tierhalter tragen hier wertvolle Daten mit dazu. Diese Daten können später dazu dienlich sein Arten vor dem Aussterben zu retten.
    Tierschützern ist dies, wie sie selber ja belegen, alles relativ egal. Hier geht es daraum eine menschliche Moralvorstellung an Tiere anzulegen. Diese Moralvorstellung pauschalisiert generell, dass Tiere in menschlicher Obhut leiden. Wirklich ‘gefragt’ wird das Tier aber nicht, sprich Tierschutzorganisationen bemühen sich nicht wissenschaftliche Studien zur Tierhaltung durchzuführen. Das wäre ja auch schwieriger als sie generell zu verdammen.

    Bei dieser Tierschutz-Moral spielt es eben auch keine Rolle, ob Arten an sich unter den Aktionen des Tierschutzes leiden.
    Und das ist für mich eine vollkommen befremdliche und abzulehnende Moralvorstellung.

    Philipp Wagner

  31. Herr Albrecht,

    ich sagte oben schon, es ergibt wenig Sinn, wenn wir hier weiter diskutieren, weil wir einfach ganz unterschiedliche Weltanschauungen haben, wie Sie ja selbst richtig feststellen. Deswegen werden wir uns über moralische Fragen sicher nicht einig werden. Unterm Strich ist es doch so: Sie halten mich für einen Tierquäler, “Speziesisten” und also bösen Menschen, ich halte Sie für fanatisch, in der Sache unwissend und außerdem für dumm. Da ist Verständigung schwer möglich.

    Nur kurz zu Ihren falschen Sachaussagen:
    - Artgerechte Ernährung meint nicht, dass ein Tier exakt dieselbe Nahrung wie in der Natur erhält, sondern alle für seine Gesundheit notwendigen Inhaltsstoffe. Toxizitität ist kein Ausdruck von Gesundheit. In der Froschhaut ist ein ganzer Cocktail von Giften enthalten, es sind lediglich einige (nämlich genau jene hochgiftigen Alkaloide, die diesen Fröschen ihre Berühmtheit gebracht haben), die nur durch externe Umwelteinflüsse gebildet werden können; selbstverständlich ist jeder Frosch auch in der Lage, Hautgifte zu synthetisieren, die seine Haut vor Bakterien, Pilzen etc. schützt. So gesehen ist natürlich jeder Frosch giftig (aber eben nicht für Menschen). Vielleicht sollten Sie sich nicht in solche zoologischen Details verstricken, von denen Sie offenkundig keine Ahnung haben. Falls Sie Ihr Diskussionsniveau da etwas anheben möchten, empfehle ich das frisch erschiehene Buch “Pfeilgiftfrösche” von Lötters et al.
    - Ich habe nichts gegen Wildfänge generell, dementsprechend ist Ihre Argumentation da etwas überflüssig. Sie mögen das verurteilen, ich halte Naturentnahmen für wichtig und verantwortbar da werden wir uns, siehe oben, inhaltlich nicht näher kommen.

    Sie können Ihre Thesen hier gerne noch weiter ein bisschen verbreiten, ich schalte Ihre Kommentare, sofern sie nicht eskalieren, auch weiter frei. Kann gar nicht schaden, wenn ein paar mehr Leute erfahren, wie Tierrechtler so ticken.

    Zum Abschluss meinerseits: Diskussion hin und her – die Kernthese des Ausgangsposting bleibt bestehen und ist ja auch richtig: PETA und namentlich Frau Carola Schmitt lügen und desinformieren, denn von in Deutschland gehaltenen Pfeilgiftfröschen geht keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Und schon das kann man ja ruhig mal festhalten.

    Grüße in Ihr ganz spezielles Universum:
    Heiko Werning

  32. Lieber Herr Albrecht,

    bevor die von Ihnen postulierten Unwahrheiten unerwiedert stehen bleiben und vielleicht noch für wahr gehalten werden können:

    Durch menschliche Züchtung enstand noch nie eine neue Art. Selbst der Hund als wohl ältestes menschliches Nutztier und damit am längsten der Züchtung ausgesetzt, hat sich nicht zu einer eigenen Art entwickelt. Der von ihnen angeführte ‘Liger’ ist eine Kreuzung und keine eigene Art. Zudem würde es mich interessieren, was sie am Przewalskipferd auszusetzen haben. Als Tierschützer müßte es sie doch freuen wenn eine als nahezu ausgestorben geltende Art wieder in die Freiheit kommt.

    Eine artgerechte Haltung ist keine natürliche Haltung. da verwechseln sie etwas. Die artgerechte Haltung möchte so natürlich sein wie möglich. Und es ist auch vollkommen klar, dass das natürliche Nahrungsspektrum in der Haltung auf der Strecke bleibt. trotzdem wird jedes Terrarientier natürlicher ernährt als Hunde. Hier fehlen aber die Forderungen der Tierschützer nach einem generellen Haltungsverbot von Hunden. Warum denn? Oder sind Sie der Meinung, dass diese artgerecht gehalten werden?

    Artenschutz von stark bedrohten Arten, und das sind die Nasenfrösche, kann in der heutigen Zeit nur so funktionieren, dass man Tiere der Freiheit entnimmt um so die Art zu sichern. Gerade Artenschützer aber auch Terrarieraner gehen mit Tieren und Arten sehr viel respektvoller um als die selbst erkorenen Tierschützer, denen das globale Reflektieren ihrer Taten leider meist abhanden gekommen ist.

    Philipp Wagner

  33. Philip Wagner
    Ihr Zitat:
    “Das Zitat von Godall heranzuziehen um auf Hypersexualität aus Langeweile hinzuweisen und Artenschützer mit Rassisten zu vergleichen sind genau die Art der Polemik die in meinen Augen die wahren Interessen der Tierschützer zeigen.”

    Godall und Hypersexualität waren in meinen Ausführungen in zwei Sätzen inhaltlich von einander getrennt.
    Zudem habe ich Speziesisten, dazu fällt, bezeichnenderweise, kein Wort von ihnen, und Rassisten miteinander verglichen. Denn wenn ich Artenschützer , egal mit wem, vergleichen würden, müsste Herr Werning erst einmal einer sein.
    Wer aber Wildfänge importiert, kann kein Artenschützer sein.
    Sie drehen also, wohl bewusst, meine Worte um oder haben inhaltlich nichts verstanden.

    Ihr Zitat:
    “Artenschützer (also ihre Speziesisten) sind bemüht möglichst viel über die Lebensweise der verschiedenen Arten zu erfahren. Tierhalter tragen hier wertvolle Daten mit dazu. Diese Daten können später dazu dienlich sein Arten vor dem Aussterben zu retten.”
    Es ist mittlerweile bekannt, dass nichtmenschliche Tiere in Gefangenschaft, ein Gefangenschaftsverhalten zeigen, dass kaum 1:1 im Vergleich zur Natur übernommen werden kann.
    Und ein Pfeil-Werning-frosch (also ohne Gift), der sich also nicht nur biologisch umstellen muss, kann kaum als Vorbildobjekt für den echten Pfeilgiftfrosch im Natürlichen Lebensraum übernommen werden.
    Und zu wenig wissen, heisst nicht, das ein Frosch ohne Gift das Wissen bietet, als ein Frosch mit Gift.
    Das ist, als wenn sie die Flugfähigkeit eine Vogels, ohne Flügel, in Gefangenschaft erforschen und dann behaupten, dieser Vogel hätte uns super Erkenntnisse für das Flugverhalten des in Freiheit lebenden Verwandten gebracht.
    Ja, und die Erde ist wieder eine Scheibe.
    Ihr Zitat:
    “Tierhalter tragen hier wertvolle Daten mit dazu. Diese Daten können später dazu dienlich sein Arten vor dem Aussterben zu retten.”
    Ja, weil man diesen Pfeilgiftfrosch in Gefangenschaft mit arttypischer Nahrung ernährt (Zugabe von Vitaminen-haha) und damit Rückschlüsse über die Ernährung in Freiehit gewinnt.
    Ihre Rettung besteht aus: Wildfang+Gefangenschaftzucht=Lagerung im Glassarg
    Tolle Rettung. Gefangenschaftszucht erhält keine Lebensräume, dass weiß mittlerweile jedes Kind.
    Ihr Zitat:
    “Tierschützern ist dies, wie sie selber ja belegen, alles relativ egal.”
    Völlig falsch, siehe Vegetarismus (Klimaschutz und Arterhaltung)
    Zitat:
    “Hier geht es daraum eine menschliche Moralvorstellung an Tiere anzulegen. Diese Moralvorstellung pauschalisiert generell, dass Tiere in menschlicher Obhut leiden. Wirklich ‘gefragt’ wird das Tier aber nicht…”
    Gleiche Interessen, gleiche Berücksichtigung. Wenn nichtmenschliche Tiere die biologische Möglichkeit haben, Leiden zu empfinden, ist eben auch von Leiden auszugehen.
    Zitat:
    “Bei dieser Tierschutz-Moral spielt es eben auch keine Rolle, ob Arten an sich unter den Aktionen des Tierschutzes leiden.”
    Ohne Beweis, reine Unterstellung und Verleumdung.
    Und bitte Leidminderung in ihren Beweisen einschliessen.

  34. Ach, vielleicht eines noch, ehe das Gewüte des Herrn Albrecht noch einen falschen Eindruck erweckt: Ich persönlich halte ja gar keine Frösche. Ich betreue lediglich ein wissenschaftlich geleitetes Artenschutzprojekt für chilenische Nasenfrösche.

  35. Heiko Werning

    Ihr Zitat:
    “ich sagte oben schon, es ergibt wenig Sinn, wenn wir hier weiter diskutieren, weil wir einfach ganz unterschiedliche Weltanschauungen haben, wie Sie ja selbst richtig feststellen. Deswegen werden wir uns über moralische Fragen sicher nicht einig werden.”
    Wer will schon dort über Moral sprechen, wo Moral aber definitv nicht aufhört, er sie aber aus rein eigenen Interessen (niederen Beweggründen)mit Füssen tritt.
    Ich verstehe schon, warum sie hier aufhören. Diese Moralisten, was?

    Zitat:
    “Unterm Strich ist es doch so: Sie halten mich für einen Tierquäler, “Speziesisten” und also bösen Menschen,”
    Teils Unterstellung. Eher ist Tierausbeuter, für Speziesisten, treffender. Ob sie selbst ein böser und tierquälerischer Mensch sind, kann ich nicht beurteilen, da ich sie nicht persönlich kenne. Daher würde ich nie so urteilen, wie sie mir die Worte in den Mund legen.

    Zitat:
    “ich halte Sie für fanatisch, in der Sache unwissend und außerdem für dumm. Da ist Verständigung schwer möglich.”
    Sie wissen, dass Konsequenz nicht mit Fanatismus einhergeht. Aber Worte wie “Fanatiker” oder “Radikal” lassen sich aber eben besser für das Feindbild “Tierrechtler” verkaufen.

    Ihr Zitat:
    “Nur kurz zu Ihren falschen Sachaussagen:- Artgerechte Ernährung meint nicht, dass ein Tier exakt dieselbe Nahrung wie in der Natur erhält, sondern alle für seine Gesundheit notwendigen Inhaltsstoffe.”
    Nahrung (Ersatznahrung) die seiner Art nicht gerecht wird, im Gesamtbild dennoch dann als “artgerecht” zu verkaufen, ist eben typisch für Speziesisten ihrer Branche.
    Mich stört also, dass sie diese Glassarghaltung noch selbst als “artgerecht” bezeichnen, wenn doch ein großteil der Haltung nur künstlich ist und nachgeahmt wird. ich kritisiere also, dass sie Äpfel als “Bio” verkaufen, wenn sie doch keine sind. Ihre Wortwahl stört mich.

    Zitat:
    “selbstverständlich ist jeder Frosch auch in der Lage, Hautgifte zu synthetisieren, die seine Haut vor Bakterien, Pilzen etc. schützt. So gesehen ist natürlich jeder Frosch giftig (aber eben nicht für Menschen).”

    Glauben sie mir, hatte ich schon verstanden.
    Nur Frage ich mich, warum Pilzbefall einer der Hauptkrankheiten bei Fröschen ist. Liegt wahrscheinlich, an der artgerechten Haltung.

    Zitat:
    “Ich habe nichts gegen Wildfänge generell, dementsprechend ist Ihre Argumentation da etwas überflüssig. Sie mögen das verurteilen, ich halte Naturentnahmen für wichtig und verantwortbar da werden wir uns, siehe oben, inhaltlich nicht näher kommen.”
    Für sie überflüssig, für Leser nicht uninteressant zu wissen, wer sich hier Artenschützer nennt oder betiteln lässt.

    “PETA und namentlich Frau Carola Schmitt lügen und desinformieren, denn von in Deutschland gehaltenen Pfeilgiftfröschen geht keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Und schon das kann man ja ruhig mal festhalten.”

    Sind importierte Pfeilgiftfrosch-Wildfänge eigentlich noch giftig?

  36. Lieber Herr Albrecht,

    jetzt wird es langsam interessant, denn Sie verstricken sich immer tiefer in die typischen, tierschützerischen Halbwahrheiten.

    Sie unterstellen mir Verleumdung mit meiner Behauptung, dass Arten unten den Aktionen des Tierschutzes leiden.
    Nun, nennen wir zum Beispiel den europäischen Nerz, der wegen des amerikanischen Mink vor der Ausrottung steht. Das Auftreten des Mink in Europa geht auf Tiere zurück, die in nächtlichen Aktionen von Tierschützern aus Pelztierfarmen befreit wurden. Aktionen, auf die der Tierschutz sogar stolz ist.

    Wenn sie meinen Beitrag richtig gelesen hätten wäre Ihnen auch aufgefallen, dass ich sehr wohl auf Ihren Vergleich zwischen Artenschützern und Rassisten eingegangen bin. Und mit aller Deutlichkeit, Herr Werning ist Artenschützer.

    Das Arten in Gefangenschaft ein Verhalten entwickeln, was nicht 1:1 auf die Natur übernommen werden kann, ist die nächste Halbwahrheit des Tierschutzes. Im Wald gehaltene Hausschweine entwickeln sofort für Wildschweine typische Verhaltensmuster und sind in der Lage, in Freiheit zu überleben. Was ja (leider) auch die von Tierschützern freigelassenen Minke und Waschbären zeigen.

    Ich stimme mit Ihnen überein, dass Gefangenschaftszuchten keine Lebensräume retten oder erhalten. Aber nahezu alle Zuchtprogramme von bedrohten Arten sehen über die reine Zucht auch Programme zum Lebensraumschutz vor. Programme, zu denen sich Tierschutzvereine nicht verpflichten.

    Sich mittels des Vegetarierseins auf Klimaschutz zurückzuziehen zeigt, wie einfach doch manche Tierschützer sind. Wo aber bitte trägt ein Vegetarier etwas zum Artenschutz bei?

    Ihr Zitat:”Gleiche Interessen, gleiche Berücksichtigung. Wenn nichtmenschliche Tiere die biologische Möglichkeit haben, Leiden zu empfinden, ist eben auch von Leiden auszugehen.”

    Sehr spannende Aussage. Nehmen wir einmal an, dass Tiere tatsächlich dasselbe Leid wie das menschliche Tier empfinden kann. Wer sagt Ihnen denn dann, dass die einzelnen Individuen es auch als Leid emtpfinden? Als rein philosophischen Ansatz kann man hier anfügen, dass Leid oder Angst ja nicht mal von jedem menschlichen Individuum gleich empfunden wird. Wie können Sie dann davon ausgehen, dass alle Tiere das Leid so empfinden, wie es Tierschützer empfinden?

    Sie scheinen auch die verschiedenen Aspekte des Artenschutzes nicht verstanden zu haben. Nachzuchtprogramme bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Tiere in Auswilderungsprogramme genommen werden. Es bedeutet zum Beispiel auch einen indirekten Schutz, weil keine Wildfänge mehr importiert werden.
    Zum anderen geben die Daten der Tierhaltung tatsächlich nicht die richtigen Informationen über die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum – sollen sie auch gar nicht. Sie geben aber wichtige Daten zur Nachzucht bedrohter Arten, die alleine in der Freiheit, wegen der Lebensraumzerstörung, vor dem Aussterben stehen. Diese Arten sind nicht immer leicht in menschlicher Obhut zu halten und zu vermehren, und dafür braucht es Daten der Tierhalter.

    Leider ist diese Art des Artenschutzes den fanatischen Tierschützern nicht zu vermitteln. Aber zum Glück gibt es Organisationen, die tatsächlich am Tier- und Artenschutz interessiert sind. Leider graben populistische Organisationen wie Peta oder proWildlife diesen Organisationen aber die Spendengelder ab.

    Philipp Wagner

  37. Lieber Herr Werning,

    Bitte sparen sie sich ihre Zeit. Verschwenden Sie sie nicht darauf mit dem Herrn Albrecht zu diskutieren, es hat keinen Sinn, da diese Person so extrem erkenntnisresistent ist. Ich habe einmal versucht, ihm zu erklären, dass es Reptilien gibt, die in Gefangenschaft leicht nachzüchtbar sind. Trotz der Aufführung diverser Beweise in Form von Internet-Verweisen hat sich Frank Albrecht geweigert, auch nur minimal von der Meinung, dass 99% aller Reptilien und Amphibien in Gefangenschaft schwer oder gar nicht nachzuzüchten sind, abzuweichen.
    Ich befürchte Ihre Bemühungen, Frank Albrecht Ihre Meinung auch nur verständlich zu machen, sind ähnlich erfolgversprechend, wie zu versuchen eine Wand durch Anspucken zum Einbruch zu bringen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Schneider

  38. P.S.:
    Ich möchte die hier Schreibenden nur kurz auf eine eher formelle Kleinigkeit aufmerksam machen: Tierrechtler (wie Frank Albrecht, Peta und ProWildlife) ja sind, kann man nicht unbedingt mit Tierschützern vergleichen, die unserem Hobby nicht unbedingt so negativ gegenüberstehen und auch im Gegensatz zu Tierrechtlern wichtige und gute Arbeit leisten.

  39. Sehr geehrter Herr Albrecht, bei ihnen hat der Fanatismus der von PETA und PW verbreitet wird, eindeutig fruchtbaren Boden gefunden. Hinterfragen sie manche Dinge auch manchmal objektiv?
    Sie verbreiten keinerlei durch Fakten unterstützte Argumente sondern lediglich Behauptungen die auch noch zum Grössten Teil auf ihren oder den ihnen eingepflanzten Emotionen beruhen. Ich kann den Ausführungen von Herrn Werning und Wagner leider nichts sachliches mehr hinzufügen, und gelinde gesagt, bleibt mir ob ihrer Tiraden die Spucke weg.

    Ich habe die Hoffnung schon längst aufgegeben, dass der Grossteil der Menschheit von Vernunft gelenkt wird, und meine Einsicht wird leider täglich bestätigt.

    Gruss

    Ingo Hess

  40. Also wisst ihr überhaupt, dass wir hier mit einer Berühmtheit diskutieren. Herr Albrecht ist ein medienerfahrener Mann und scheinbar offizieller Sprecher von PETA.

    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E8B8FD4D0944D4EB68BA4874C4F423464~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Tiertoetung-Bernhard-Blaszkiewitz;art270,2515529

  41. Darf ich vorstellen? Auch Herr Edmund Haferbeck (Kommentar 1, falls es denn der ist, das muss man ja immer Vorbehalt im Netz sehen) ist PETA-Sprecher (resp. zumindest in Pressemitteilungen von denen als Kontaktperson angegeben), auch Autor bzw. Mitautor diverser Bücher zum Thema Tierrechte. Frau Carola Schmitt (Kommentar 2, die mit dem Biographie-Tick) ist die Verantwortliche für eben jene Pressemitteilung, die hier Ausgangspunkt war, und Urheberin des sachlich falschen Pfeilgiftfrosch-Zitats.

    Und auf der anderen Seite: Philipp Wagner ist Herpetologe am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn.

    Ein bisschen wie bei ‘ner Talkshow: Es waren heute dabei …
    Und am Ende viel geredet und keinen Schritt weiter gekommen.

    P.S.: Andreas Schneider hat natürlich Recht – trotz mancher Überschneidungen sind Tierrechtler und Tierschützer nicht dasselbe. Ich würde mich z. B. auch durchaus als Tierschützer werten (wenn auch keineswegs in allen Punkten einer Meinung mit z. B. dem Deutschen Tierschutzbund), jedoch nicht als Tierrechtler. Da ist der entscheidende Unterschied wohl das, was Herr Albrecht mit dem lustigen Kampfbegriff “Speziesismus” nannte. Allerdings sind die Übergänge zwischen beiden Fraktionen wohl fließend, und ich habe ein bisschen den Eindruck, dass der “klassische” Tierschutz von den Tierrechtlern unterwandert oder ausgestochen wird, wohl auch wegen deren spektakuläreren Aktionen. Was schade ist, denn ein rationaler Tierschutz wäre in diesem Land ja wichtiger denn je.

  42. Andreas Schneider

    Meinten Sie die Diskussion, wo NUR ICH anhand von Aufzuchtzahlen im Zoo Dresden als einzigster Beweise erbrachte, dass dort nicht von erfolgreicher Nachzucht bei Reptilien gesprochen werden konnte?

    Ich warte übrigens noch immer auf ihren widerlegaren Beweisen.

  43. Worum geht es genau? Sie wollen beweisen, dass es unmöglich ist Reptilien in Terrarienhaltung nachzuziehen? Oder Nachzuchten aufzuziehen? Nicht ernsthaft oder?

  44. Herr Haferbeck hat einen eigenen Verlag in dem er seine umstrittenen Bücher veröffentlicht.

    Angesehene Verlagshäuser dürften solche Lektüre wohl kaum veröffentlichen. Und so ließe sich die Gründung seiner GbR dazu, auch erklären.

    Keines dieser Bücher, führt Amazon aktuell, wenngleich sie auch gelistet sind.

    http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&search-type=ss&index=books-de&field-author=Edmund%20Haferbeck&page=1

    Wirklich sinnvolle Lektüre wie http://www.amazon.de/Natural-Dog-Food-Rohf%C3%BCtterung-praktischer/dp/383343063X/ref=pd_sim_b_title_3 (passt es doch schön zum Thema “Veganer Hund”) schafft es immerhin auf einen respektablen Rang 2.470!

    Auf der Echo Seite, wird auch unter anderen “Arbeiten”, der aktive Tierschutz genannt.

    http://www.echoverlag.de/kontakt.html

    Angesichts dieser Tatsache, gilt es eigentlich einen Begriff für die Fachwelt zu erörtern, der die allgegenwärtigen Begriffe ablöst und so eine klare Differenzierung stattfinden kann. Explizit betrachtet eine Farce das so, billigend in Kauf zu nehmen. Diese Wörter auf so einer Webseite verwendet, zeugt schon beinahe von Missbrauch der deutschen Sprache.

    Grüne Politiker, und promovierter Agrarwissenschaftler Haferbeck, vertritt auch ehrenamtlich vor Gericht als Beistand. Eine kuriose Fall-Liste z.b. hier:

    http://www.althand.de/haferb.html

    Dies ist dann wohl auch unter oben genanntem Link – “aktiver Tierschutz” zu verstehen, ebenso wie zahlreiche Strafanzeigen die er stellt. Was anderes lässt die Recherche jedenfalls nicht erkennen, ausser dass die Stellung “Politiker” wohl immer noch mit höherer Achtung angesehen wird, als faktische Fallrecherche und das Deutsche Gesetzbuch. Das wird umgehend offensichtlich liest man sich loyal die angegebenen Akten einmal durch.

    Interessant ist auch ein Interview von 2006. http://www.tierschutz.de/include/basics/print/index.php4?This=p10002000x1037x5.html – (an zweiter Position) – Ist es doch sehr fraglich woher ein Agrarwissenschaftler nach “eigener Erfahrung” sagen kann, bei welcher Tötungsmethode es auf Pelztierfarmen zu Todeskämpfen kommt.

    Als sei ein Dr. Titel stellvertretend Allwissend und Spartenübergreifend.

    Solch offensichtlich extrem fanatisch gerichtete Personen konnten noch nie auf dauer Bestand halten, und eine große Masse begeistern.

    Ein Hoffnungsvolles Indiz dass es doch noch faktisch konstruktive Menschen in der Mehrheit gibt.

    Als fast krönender Abschluss, sind die unter http://www.gruene-schwerin.de/904.0.html geschriebenen Kommentare in der Sparte ” Persönliche Ziele, und Kandidaturmotivation” schon fast “Kopfschüttelnd” wahrzunehmen.

    Spätestens hier disqualifizieren sich für den gewissenhaft akribisch hinterfragenden, jegliche dargelegten Worte von Herrn Haferbeck selbst.

    Zeit die Energie wieder dem zu wimen was uns braucht. Albert Einstein sagte bereits: “Es gibt zwei Dinge die unendlich sind. Die menschliche Dummheit, und das Universum. Wobei ich mir bei letzterem noch nicht ganz sicher bin”

  45. Herr Hess,

    Genau darum ging es damals
    Er meint auch, die Unmöglichkeit der Nachzucht von Reptilien bereits bewiesen zu haben. Sein einziger “Beweis” war eine recht alte – und eher schlechte – Nachzuchtstatistik des Dresdner Zoos.

    Um alles abzukürzen: Der Herr Albrecht wollte von mir einen Link zu einer Website, einem Paper oder sonst irgendwas, in dem explizit steht, dass alle Reptilien ganz einfach nachzuzüchten sind…

    Grüße

    Andreas Schneider

    P.S.: Frank, meintest du nicht eher “unwiderlegbare Beweise”?

  46. Herr Albrecht,
    nun möchte ich doch gern wissen, warum alle meine ach so widernatürlich in Glassärgen (ich bevorzuge übrigens andere Materialien) gehaltenen Schlangen sehr lang lebten (hier passt der KZ-Vergleich, den ich übrigens für äußerst geschmacklos halte, überhaupt nicht) und sich auch noch zahlreich vermehrten.
    Außerdem sollten Sie doch bitte mal in diesem Zusammenhang erklären, woher denn all die Nachzuchten von Bartagamen und Kornnattern kommen, die dafür sorgen, dass einige Halter inzwischen auf die Zucht verzichten, weil es schwierig wird, die Jungtiere abzugeben.
    Und last but not least: Ich habe nichts gegen Tierschutz…ich muss kein Fleisch aus Massentierhaltung essen, ich zahle dann lieber etwas mehr und esse weniger Fleisch…aber ich lasse mich nicht als Mörder bezeichnen, weil ich mich nun mal den natürlichen Gesetzen von Fressen und gefressen werden nicht widersetze. Allein die weitverbreitete “Meat is Murder”-Propaganda (ich weiß, dass “murder” Mord bedeutet, aber Mord impliziert auch einen Mörder) disqualifiziert PETA leider sofort als ernstzunehmenden Diskussionspartner.
    Schönen Abend noch
    Andreas Falch

  47. Zu
    Andreas Schneider

    Nochmals:
    Ich bat um Beweise (Zahlen oder Statistiken) ihrerseits, die ihre Behauptung von angeblich erfolgreichen Nachzuchten belegen.
    Was kam war Null und Nix. Also kein Beweis.

    Ich dagegen konnte Beweise für die Behauptung, dass Nachzuchten im Zoo fast unmölich sind, am Beispiel des Zoos Dresden erbringen.

    Und die Nachzuchtstatistik war für einen Zeitraum von 13 Jahren!!!!!!
    Bis 2005 (aktuelle Jahresbericht 2006, lag 2007 noch nicht vor!)

    Klar das diese Beweise für sie schlecht sind.
    Wenn man garnichts hat und in die enge getrieben wird.
    Sie haben nichts und ich kann wiederlegen.

    Und sicher werden sie auch keine Beweise erbringen, warum diese Statitsik schlecht ist.

    Ja wenn man selbst nichts hat, werden die Beweise der anderen schlecht gemacht.

    Ach, ich habe mir mal die Importzahlen angesehen. Warum soviele, wenn doch so erfolgreich nachgezüchtet wird?

  48. Sehr geehrter Herr Albrecht,

    da Sie erneut Unwahrheiten streuen, muss ich mich doch noch einmal einschalten: Selbstverständlich werden Reptilien und Amphibien sowohl in Zoos als auch in Privathand nachgezüchtet, teils sogar in großen Stückzahlen, teils gar massenhaft. Der einfachste Beweis dafür, ganz abgesehen davon, dass ich es einfach aus eigener Anschauung sehr genau weiß, sind die zahlreichen kursierenden Zuchtformen, die allesamt auf gezielte Herauszucht von Merkmalen beruhen, was ja nun ohne Nachzucht gar nicht ginge. Auch werden viele sehr populäre Arten ohnehin überhaupt gar nicht importiert, der gesamte Bestand in Deutschland von Bartagamen beispielsweise besteht ausschließlich aus Nachzuchten.

    Da derartige Äußerungen, wie im Eingangsposting ja bereits beklagt, einfach Desinformation, Propaganda oder meinetwegen auch nur Lügen sind, werde ich hier zukünftig editierend eingreifen.

    Zum Zoo Dresden kann ich nichts sagen, sollte sich Ihre Äußerung nur auf diesen beziehen, müssten Sie das bitte an anderer Stelle klären, wo vielleicht auch jemand von dort dabei ist und etwas dazu sagen kann. So lange das hier nicht der Fall ist, werde ich weitere Diskussionen über Dresden nicht zulassen, denn aus nachvollziehbaren Gründen bin ich gegenüber Ihren Angaben sehr skeptisch und möchte nicht zur Verbreitung von Falschaussagen beitragen.

    Dass dennoch auch durchaus beträchtliche Stückzahlen importiert werden, ist eine andere Sache, die ja auch niemand leugnet. Ob und in welcher Form dies zu kritisieren ist, wird auch unter Terrarianern und Artenschützern leidenschaftlich diskutiert. Allerdings möchte ich diese Diskussion ganz sicher nicht mit Tierrechtlern führen, da hier, siehe oben, ja schon die Gesprächsgrundlage keine vernünftige Verständigung erlaubt.

  49. Lieber Herr Albrecht,

    Angaben zu Nachzuchten finden sie in allen einschlägigen Terrarienzeitschriften. Nur weil keine Statistik über Nachzuchten in Deutschland geführt wird kann man noch lange nicht davon ausgehen, dass es keine Nachzuchten gibt.
    Bei einer solchen Unterstellung liegt die Beweislast des Gegenteils wohl eher bei Ihnen.
    Philipp Wagner

  50. Wer bei Tieren artgerechte Haltung fordert
    und fleischessende Menschen als Mörder abstempelt
    der widerspricht sich,
    denn Menschen sind Omnivor
    und würde man sie artgerecht halten,
    sollte man ihnen Fleisch geben.

    Philipp Wagner

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