Unbedingt hinweisen möchte ich noch auf den sehr komischen Bericht des hoch geschätzten Oliver Maria Schmitt, der als Ertugrul Osmanoglu (man achte auf den kunstvoll gefertigten Schnäuzer) mit seinem brandheißen zukünftigen Bestseller “Ich bin dann mal in der Nasszelle” über die Frankfurter Buchmesse marodierte und einen Verleger suchte:
In den Katakomben des „Frankfurter Hofs“ ist die Stimmung merkwürdig ausgelassen, ja, aufgepeitscht. Am Eingang zum Saal steht eine alte Frau. Es ist Ingo Schulze. Er lacht. Kein Wunder, der hat sein Buch ja auch schon verkauft. Auf hundert aufgestellten Plasmabildschirmen laufen Interviews mit Autoren, die allesamt aussehen wie Businesstypen. Geld liegt in der Luft. Ideales Klima für Vorverhandlungen. Ich hole meinen dicken Manuskriptpacken aus der Umhängetasche und plaziere ihn demonstrativ auf einem freien Stehtisch. Erbleichende Gesichter der Umstehenden. Sofort bildet sich ein etwa fünfzig Meter breiter Graben um meinen Tisch. Frechheit. Und das nur, weil ich einen türkischen Autor vertrete!
Auch… weiter lesen