Terrorsänger Marc-Uwe Kling
von Heiko WerningNa ja, war ja nicht zu erwarten, dass in den Wochen meiner Abwesenheit kollektive Besinnung auf Vernunft Einzug gehalten hat, aber worüber ich bei erster Sichtung der Lage im Schnipselfriedhof stolpere, lässt mich doch arg kopfschütteln bzw. heftig zurück auf meine Karibikinseln wünschen. Aber immerhin: Endlich hat es mal einer aus der Lesebühnenszene wirklich zu was gebracht! Glückwunsch, Marc-Uwe!
Ach, und Euch, Christian Schertz (RA), Martin Lindner (FDP), Fritz Felgentreu (SPD), Frank Henkel (CDU), Peter Raue (Idiot), sowie natürlich der ganzen B.Z.-Meute sei gesagt: Einer muss vielleicht der Erste sein, aber danach kommt Ihr bestimmt auch noch an die Reihe. Nur nicht vordrängeln!
P.S.: Noch treffender formuliert es Uli Hannemann.
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Werter Herr Werning,
die Abwesenheit hat Sie nicht milder werden lassen.
Nur als Gedanke, stellen wir uns doch das Ganze mal andersrum vor.
Also anstelle eines “Linken” Sängers, der Personen verbal “angreift” einen “Rechten” Sänger, der XXX angreift. Die Lichterketten der Gutmenschen würden das adventliche Deutschland hell erleuchten.
Freundlichst
Nur mal so….
Werter Herr …,
Wer soll denn XXX sein? Und “Rechte” Sänger “greifen” ständig Personen verbal an. Wo leben sie Schlechtmensch denn?!
Freundlichst
Nur mal so…
Ach, schön mal wieder von Ihnen zu lesen, “Nur mal so”, wenn auch mal wieder mit konträrer Meinung.
Nun ist es so:
Erstens: Marc-Uwe Kling ist ein befreundeter Kollege, da bin ich gerne parteiisch.
Zweitens: Natürlich habe ich eine Haltung, die mich eher über politisch in eine Richtung gehende Dinge ärgern lässt als über in eine andere Richtung (wobei ich dieses rechts/links-Kategorisieren ja immer doof finde).
Und drittens aber: Ist es einfach ausgemachter Quatsch. Das Lied ist einfach kein Mordaufruf, nicht mal ein bisschen, und von daher würde mir eine Version unter umgedrehten Vorzeichen wohl nicht gefallen (da mir eben die umgedrehten Vorzeichen nicht gefallen), aber ich fänd es wohl auch keinen Skandal.
Und schließlich viertens: Ach ja, die Lichterketten und die Gutmenschen – das ist doch auch alles lange schon vorbei und als Gegenargument etwas arg abgedroschen. Fast wünschte man sich ja mal wieder eine ordentliche Lichterkette, nur, damit die “politisch inkorrekten” überhaupt mal wieder wissen, wie das war, damals …
Beste Grüße,
Heiko Werning