Archive for Februar, 2009

28.02.2009 von Heiko Werning
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Der Wochenendkrimi: Tatort – Tödliche Tarnung

von Heiko Werning

Leider ist die wochenendliche Krimi-Rezension in der taz ja nicht mehr Standard. Da erlaube ich es mir mal, ein wenig einzuspringen. Vom famosen Tatort-Fundus wurde ich gebeten, den SWR-Tatort vom kommenden Sonntag mit dem noch recht frischen Team aus Stuttgart zu besprechen, das Ergebnis kann man dort nachlesen: Katharsis im Kuschelteam.

Mein Tipp für Berliner: Aufnehmen, und am Sonntag um 20.15 Uhr zur Reformbühne Heim & Welt ins Kaffee Burger kommen. Uli Hannemann weilt zwar in Mexiko bei den Leguanen, aber Ahne, Jakob Hein, Falko Hennig, Jürgen Witte und ich halten die Stellung und begrüßen als Gäste den bemerkenswerten Tarzan sowie den unglaublichen Konrad Endler. Den Tatort kann man dann auch bequem noch nach dem ein oder anderen Bier nachts gucken, wenn man nach Hause kommt; ist diesmal nicht so schwer zu verfolgen.

18.02.2009 von Heiko Werning
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Christian Neumann jagt das Nacktschwanzgürteltier

von Heiko Werning

Der Biologe Christian Neumann (ja, genau, der aus dem Fernsehen, der immer noch unangefochten Platz 1 der Suchbegriffe zu diesem Blog hier anführt) arbeitet seit Jahren intensiv in Venezuela, auf allerlei zoologischen Feldern (und mit Schwerpunkt “Verbreitungsmuster von Klapperschlangen”). Gerade ist er wieder drüben im Einsatz, und da er mir zwei Fotos schickte, auf denen zwei außergewöhnlich schillernde Wesen zu bestaunen sind – er selbst nämlich und das großartige Nacktschwanzgürteltier – bat ich ihn um einen kleinen Gastbeitrag. Erfreulicherweise fand er die Zeit bei einem kurzen Gastaufenthalt im Zoo von Caracas, bevor er wieder ins Feld aufbrach, um seine Klapperschlangen zu suchen. Also, hier schreibt Christian Neumann:

Die Jagd und das Feldbiologen-Blackout

Homo sapiens ist ein Jäger. Wir versuchen ja immer wieder zu verdrängen, dass da mehr Tier in uns steckt, als wir zugeben würden. Kultur bedeutet, diese Instinkte zu kompensieren oder zu abstrahieren. Dies betrifft vorweiter lesen

17.02.2009 von Heiko Werning
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Es ist … ein Mensch!

von Heiko Werning

Was für ein wunderbarer Wintertag.

Und was für ein wunderbares kleines Geschöpf.

Jesko Werning, geb. 17.2.2009 um 10 Uhr nochwas, alle Beteiligten sind wohlauf.

16.02.2009 von Heiko Werning
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Für ein bedingungsloses Grundeinkommen

von Heiko Werning

Ich bin eigentlich kein Freund von Unterschriftenlisten, Aufrufen etc. Mir ist das irgendwie suspekt. Aber in diesem Fall will ich mal eine Ausnahme machen, weil ich die Sache an sich besonders wichtig finde. Ich halte die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens, seit der inzwischen verstorbene Michael Stein sie vor Jahren bei der Reformbühne Heim & Welt vorgestellt und sehr engagiert vertreten hat, für einen erheblich wichtigen Schritt aus vielerlei gesellschaftlichen Problemen der Gegenwart. Das Hauptargument dagegen lautete bislang immer: “nicht finanzierbar”. Und obschon es auch immer schon entsprechende Gegenrechnungen gab, die meines Erachtens ganz schlüssig belegen konnten, dass das nicht unfinanzierbar bis sogar weitgehend aufkommensneutral gestaltet werden könnte, soll man mir bitte spätestens jetzt, nachdem für jede blöde Pipi-Bank und jeden rumpelnden Industriezweig irgendwelche milliardenschweren Schutzschrime aufgespannt oder Konjunkturprogramme angeworfen werden, damit gefälligst nicht mehr kommen.

Bis morgen kann man eine E-Petition beim Deutschen Bundestag unterzeichnen, die die Einführung eines solchen… weiter lesen

13.02.2009 von Heiko Werning
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Shit happens

von Heiko Werning

„Biologen sind die letzten Abenteurer unserer Zeit“, hat John Steinbeck einmal geschrieben. Für Zoologen, die an Tieren in freier Natur forschen, gilt das bis heute. Da wird der Doktortitel noch erkämpft, wildromantisch oft, aber auch mühsam.

Einer jener besonders Besessenen ist der Brite Daniel Bennett. Er gehört zu den international bekanntesten Experten für Warane. Schon als Student legte er ein umfassendes Buch über diese Tiergruppe vor, ein echtes Pionier-Werk. Er publizierte viel über die Riesenechsen in den unterschiedlichsten internationalen Fachzeitschriften, u. a. auch in der von mir betreuten REPTILIA. Was lag da näher für ihn, als schließlich auch die anstehende Doktorarbeit den imposanten Echsen zu widmen? Bennett übernahm eine aufwändige Feldarbeit auf den Philippinen, um den Gray-Waran (Varanus olivaceus) näher zu erforschen. Dieser nahe Verwandte des Komodo-Warans gehört zu den seltensten Echsen der Welt einerseits und fällt andererseits durch einige Besonderheiten auf, u. a. seine Ernährung auf Basis… weiter lesen

12.02.2009 von Heiko Werning
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Getroffene Wilhelms bellen

von Heiko Werning

Es können durchaus auch Bagatellen sein, die tiefe Einblicke in wichtige Systeme ermöglichen. Der “Fall Wilhelm” ist ein schönes Beispiel. Nur für jene, die es noch nirgends mitgekommen haben, kurz zusammengefasst: Ein anonymer Autor hat am Abend vor der Verkündung des Herrn Guttenberg zum neuen Wirtschaftsminister dessen beeindruckende Vornamenssammlung in der Wikipedia um einen “Wilhelm” ergänzt. Tags darauf tauchte eben jener Wilhelm flächendeckend in den Medien auf, besonders prominent auf der Titelseite der Bild-Zeitung. (Nebenhandlung: In der Wikipedia stieß die Namensflut auf Skepsis, wurde dann aber aufgrund der Medienberichte, die ja aber nur aus der Wikipedia abgeschrieben hatten, schließlich als belegt gewertet.) Drüben bei der Titanic hatten wir den zugrunde liegenden Mechanismus schon vor einiger Zeit treffend illustriert (kann man schön als E-Postkarte versenden):

Der Vorfall bestätigt zunächst mal nur, wenn auch recht eindrucksvoll, was man im Grunde ja eh schon wusste. Noch eindrucksvoller wird es aber jetzt: Stefanweiter lesen

10.02.2009 von Jakob Hein
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Jakob Hein und Gott über den Nazi-Bischof

von Jakob Hein

Jakob Hein, Schriftsteller und wöchentlicher Vortragender bei der Reformbühne Heim & Welt (jeden Sonntag, 20.15 Uhr, Kaffee Burger, Berlin-Mitte) zu den Vorgängen rund um Herrn Williamson und Herrn Benedikt:

Endlich ein Machtwort

Der Streitfall um die Wiederaufnahme des – wie seine Freunde sagen – ultrakonservativen Bischoffs Williamson hat nun eine überraschende Wendung genommen. Nachdem Papst Bendedikt XVI. sich vielfach Kritik von innerhalb und außerhalb der Kirche für diesen Schritt anhören musste, liegen nun die Dinge anders. Die – wie seine Feinde sagen – Nazisau Williamson hatte in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen sieben Minuten lang erläutert, warum Konzentrationslager wie Auschwitz oder Dachau keinesfalls der Tötung von Juden gedient haben können. Er berief sich dabei auf gewichtige Argumente wie die mangelnde Dichtheit der Gaskammertüren und die unzureichende Höhe der dort errichteten Schornsteine. Laut Williamsons Schätzungen sind im zweiten Weltkrieg etwa 200.000–300.000 Juden überhaupt gestorben, eine Zahl, dieweiter lesen

05.02.2009 von Heiko Werning
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Spektakulärer Fund: Die größte Schlange aller Zeiten

von Heiko Werning

Die Frage, welches die längste Schlange der Welt ist, beschäftigt die Menschen seit jeher. Die Lust an Rekorden gibt es ja überall, aber es ist schon etwas Mystisches speziell mit den Schlangen. Was die heute lebenden Reptilien betrifft, ist die Frage weitgehend geklärt – und weniger spektakulär, als Abenteurerträume und Sensationsmedien es gern hätten. In jüngerer Zeit hat sich am intensivsten mit dieser Frage wohl ein Team aus deutschen Herpetologen und Liebhabern beschäftigt: Henry Bellosa, Lutz Dirksen und Mark Auliya, die ihre Recherche-Ergebnisse in dem sehr gut lesbaren Buch „Faszination Riesenschlangen“ (BLV, 2007) zusammengefasst haben. Die größte – im Sinne von: massigste – Schlange der Welt ist ohne Frage die Große Anakonda aus dem Amazonasgebiet. Das größte sicher nachgewiesene Exemplar hat es auf eine Länge von rund 9 m und ein Gewicht von etwa 200–220 kg gebracht. Schon Werte über 8… weiter lesen