Archive for Mai, 2009

30.05.2009 von Heiko Werning
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Tatort: Kinderwunsch

von Heiko Werning

Am Sonntag gibt es ausnahmsweise mal keinen existenziellen Konflikt: Man kann ganz entspannt zur Reformbühne Heim & Welt ins Kaffee Burger kommen, dabei Ahne, Jakob Hein, Uli Hannemann, Falko Hennig, Jürgen Witte und mir lauschen, unsere Gäste Volker Surmann und Matthias Bannert bestaunen, anschließend noch nett mit uns trinken, und dann trotzdem pünktlich zur Erstausstrahlung am Pfingstmontag den “Tatort” sehen. Muss man aber auch nicht. Ich hab’s nämlich schon hinter mir, für den tatort-fundus, wo man meine Kritik “Butterfahrt auf der Donaulesen kann, und wie soll ich sagen – ein Highlight ist diese Folge wahrlich nicht.

07.05.2009 von Heiko Werning
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130 neue Froscharten auf Madagaskar entdeckt

von Heiko Werning

Ein neu entdeckter Vertreter der Gattung Boophis im Ranomafana-Wald in Südostmadagaskar Foto: M. Vences

Ein neuer Rombophryne aus dem Schutzgebiet Foret d’Ambre Foto: F. Glaw

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Dass es noch manche unbekannte Art auf der Welt zu entdecken gibt, ist ja keine Neuigkeit. Und dass es neben diesen jährlich neu beschriebenen Arten eine ganze Reihe weiterer längst entdeckter und bekannter Spezies gibt, die eben noch nicht formal beschrieben werden konnten, z. B. aus Zeit- und Geldgründen, weiß auch jeder „Insider“.

Was meine Kollegen Miguel Vences, Frank Glaw, Katharina Wollenberger und weitere Forscher nun aber vorgelegt haben, ist schon auf besondere Weise beeindruckend. Sie haben erstmals den Versuch einer vollständigen Inventarisierung der gesamten Froschfauna Madagaskars mittels genetischen Screenings unternommen. Dafür wurden 2850 Frösche von 170 Fundorten genetisch untersucht. Die Ergebnisse wurden auf dem gerade im Zoologischen Forschungsinstitut Alexander Koenig in Bonn tagenden Symposium… weiter lesen

01.05.2009 von Heiko Werning
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Heraus zum 2. Mai! V. Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

von Heiko Werning

Während die Gewerkschafter, Autonomen und diverse andere Spinner am heutigen 1. Mai ihrer freudlosen Existenz da draußen Ausdruck verleihen, wartet der kluge Mensch bis morgen, um dann den V. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen zu begehen. Gegen den Zwang zur Lohnarbeit, gegen sinnentfremdete Arbeit, gegen sinnlose Produkte, die die Menschen in die Konsumsucht und damit in die unterbezahlte Lohnarbeit treiben. Ausführliche Informationen dazu auf der offiziellen Seite Geißel der Menschheit.

Die machtvolle Demonstration beginnt um 13 Uhr am Senefelder Platz, dann geht es zur Hauptkundgebung zu den Schön-Schöner-Schönhauser-Allee-Arkaden, wo Jürgen Witte von der Reformbühne Heim & Welt eine große Rede halten wird.

01.05.2009 von Heiko Werning
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Jürgen Wittes Rede zum 2. Mai, dem V. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

von Heiko Werning

Jürgen Witte von der Reformbühne Heim & Welt wird am morgigen 2. Mai, dem V. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen, zum Abschluss der Demonstration (Beginn: 13 Uhr, Senefelder Platz) folgende Kampfrede halten, die hier zur Information der Weltöffentlichkeit dokumentiert wird:

Liebe Freunde des Feierabends!

Heute ist unser Feiertag. Wir feiern das sinnvolle Nichtstun. Gestern war der 1. Mai, der sogenannte Tag der Arbeit. (An dieser Stelle erwarte ich Unmutsäusserungen von euch. Also bitte!) Ihr habt recht, liebe Freunde, warum sollte man die Arbeit feiern, wo sie doch allerorten nichts anderes als schnöde Lohnarbeit ist. Frohnarbeit ist sie! Nur Linke und Gewerkschaftler können auf so eine strunzdumme Idee kommen. „Arbeiter! Kommt heraus zum 1. Mai!“, sagen sie. „Feiert die Ketten, in die man euch geschlagen hat! Lobt die Gefängniszelle, in die man euch das ganze Jahr über sperrt!“

Heute, am 2. Mai, ist unser Tag. Der Tag der Freizeit. Unser Kampf gilt dem Zwang zur Lohnarbeit. Weg damit. Die Lohnarbeit schafft schlechte Laune. Allein der Feierabend ist schön!
Die Sklaverei wurde offiziell abgeschafft, aber nur, um die Menschen dann unter das Joch der Lohnarbeit zu zwingen. Unsere sogenannte Freiheit besteht einzig darin, uns jetzt selber eine Arbeit suchen zu müssen. Betteln sollen wir, dass man uns Lohn und Brot gibt. Statt zu Sklaven hat man uns zu Bettlern gemacht. Und darauf sollen wir stolz sein?

Wer nicht arbeitet, soll nicht essen, sagen sie uns. Wir aber sagen: Alle sollen essen. Es ist genug da. Solange die Menschen überall auf der Welt zur Arbeit gezwungen werden, kämpfen wir für das Recht auf Faulheit. Alles Gerede von Freiheit ist sonst einfältig und dumm. Wir fordern Freizeit für alle, nicht nur für die wenigen, die sich schamlos bereichert haben. Nicht nur für den einen, … weiter lesen