Leider viel zu halbherzig, die Schweizer Entscheidung von gestern, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt bitte nur noch Kirchtürme (unbedingt: mit Glocken!), Synagogenkuppeln und die ganzen anderen religiösen Belästigungen verbieten, dann wird das doch was.
Archive for November, 2009
“Müssen Polizisten geschützt werden?”, fragt die taz heute auf ihren Meinungsseiten, und da ich immer ein großes Herz für bedrohte Arten habe, war meine Antwort ganz klar: natürlich!
P.S. Süß auch wieder einige der Kommentare. Ich glaube, Autonome und ihre Freunde müssen wir auch sehr gut schützen und bewahren. Im Zusammenhang mit Heiligendamm verweise ich gern noch einmal auf einen alten Reptilienfonds-Beitrag.
Mein Freund und Redaktionskollege bei REPTILIA, TERRARIA und DRACO, Dr. Axel Kwet, ein ebenso begnadeter wie passionierter Froschforscher, ist mal wieder “im Feld”, wie das bei uns heißt. Das Feld ist weit und liegt im Süden Brasiliens. Für die Deutsche Welle und reptilia.de schreibt er über diese eine Reise von etwa vier Wochen ein Blog, das zu lesen sich unbedingt lohnt, zum einen wegen der tollen Froschfotos, zum anderen aber auch, weil es alles hat, was mich an leidenschaftlichen Biologen begeistert.
Die Reise scheint durchaus einige Widernisse bereit zu halten …
… denn ein ordentlicher grippaler Infekt hat mich noch kurz vor dem Abflug erwischt, und so musste ich gestern auch mit Fieber ins Flugzeug einsteigen.
Dazu ein wirklich verlockendes Projekt:
Eden hat auf seinem Gelände u. a. einen ganz besonderen „Frosch“ gefunden: und zwar eine Art der Gattung der Schwarzkröten (Gattung Melanophryniscus), die ich anhand seiner Fotos nicht
Heute auf der Wahrheitsseite der taz: Eine (wahre) “Geschichte zum Winden” von mir über die kulinarische Wirbellosenverwertung: “Ein bisschen schleimig”
Heute Mittag stand er noch bei den Aufmachern auf SPIEGEL-online: ein Artikel aus dem aktuellen SPIEGEL über Oskar Lafontaine, (da noch) unter dem Titel „Oskars großer Bluff“, der, kurz zusammengefasst, den Verzicht von Lafontaine auf den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag als eine Art Wahlbetrug ausdeutet, um unter diesem Deckmäntelchen dann das zu tun, was zumindest im seriöseren deutschen Journalismus lange Zeit als Tabu galt, nämlich über das vermutete Sexualleben von Politikern zu berichten. Ein bisschen winden sich die Autoren Stefan Berg und Markus Deggerich noch: „Es ist eine Geschichte, in der es um die Privatsphäre von drei Politikern geht, und die ist normalerweise für die Öffentlichkeit tabu. Doch in diesem Fall muss sie erzählt werden, weil hier das Private höchst politische Folgen hat.“
Zunächst könnte man einwenden, dass hier ja gar nicht „das Private höchst politische Folgen hat“, sondern eher der ganz öffentliche Rückzug vom Fraktionsamt. Aber nein, nach… weiter lesen
Dass man anderer Leute Texte nicht klaut, sollte selbstverständlich sein.
Dass es juristisch mindestens fragwürdig, vor allem aber komplett sinnlos und idiotisch ist, ein knappes Drittel eines Textes als Zitat zu übernehmen, wenn man selbst dazu praktisch nichts zu sagen hat, ist offenkundig.
Dass man nicht mit fiesen Dienstleistern paktiert, die sich u. a. aus merkwürdig in Rechnung gestellten Abmahngebühren o. Ä. finanzieren, sollte einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen, ebenso, dass es, unabhängig von juristischen Erwägungen, einfach unklug und unnötig ist, auf kaum beachtete, nicht-kommerzielle Zitierblogger mit dem Anwalt loszugehen, selbst wenn man formaljuristisch im Recht ist.
Das ist alles so naheliegend, dass man sich über die allgemeine Aufregung nur wundern kann.
Ebenso wie darüber, dass meines Wissens noch niemand den Kern der Sache benannt hat:
Dass nämlich jemand das unfassbar peinliche Geschreibe von Frau Schweitzer so gut findet, dass er es auszugsweise wiedergibt und zum weiteren Lesen… weiter lesen
So, da wäre ich wieder. Hat also wieder nicht geklappt mit dem Bloggen von unterwegs. Zu viel zu tun, zu viel zu sehen, zu viel zu recherchieren, und die Kinder wollen ja auch unterhalten werden. Ich werde mich aber, so zumindest erneut der Vorsatz, bald hier an die Aufarbeitung machen. Von all den tausenden Bildern wollen ja wenigstens einige ans Licht der Öffentlichkeit, und die Kapazitäten so eines Naturreiseführers, der daraus werden soll, sind schließlich endlich.
Nach drei Monaten und 19.000 km in den Wüsten Nordamerikas ist es eher wieder ein Schock, zurück in den Wedding zu kommen. Dunkler, kalter, grauer und nasser kam er mir selten vor. Glücklicherweise hat ein lieber Freund diesmal zuvor die Heizung angeschmissen und mir die neue CD von Element of Crime auf den Schreibtisch gelegt, sodass es außen und innen schön warm wird.
Dass das Bier in meiner Hand alkoholfrei ist, ist Teil einer
