Abschließende Bemerkung zur Sache Schweitzer

von Heiko Werning

Dass man anderer Leute Texte nicht klaut, sollte selbstverständlich sein.

Dass es juristisch mindestens fragwürdig, vor allem aber komplett sinnlos und idiotisch ist, ein knappes Drittel eines Textes als Zitat zu übernehmen, wenn man selbst dazu praktisch nichts zu sagen hat, ist offenkundig.

Dass man nicht mit fiesen Dienstleistern paktiert, die sich u. a. aus merkwürdig in Rechnung gestellten Abmahngebühren o. Ä. finanzieren, sollte einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen, ebenso, dass es, unabhängig von juristischen Erwägungen, einfach unklug und unnötig ist, auf kaum beachtete, nicht-kommerzielle Zitierblogger mit dem Anwalt loszugehen, selbst wenn man formaljuristisch im Recht ist.

Das ist alles so naheliegend, dass man sich über die allgemeine Aufregung nur wundern kann.

Ebenso wie darüber, dass meines Wissens noch niemand den Kern der Sache benannt hat:

Dass nämlich jemand das unfassbar peinliche Geschreibe von Frau Schweitzer so gut findet, dass er es auszugsweise wiedergibt und zum weiteren Lesen empfiehlt, das allerdings wäre in meinen Augen eine Strafe von 1000 oder 2000 Euro lässig wert – als pädagogischer Beitrag zur Geschmacksbildung.


16 Kommentare zu "Abschließende Bemerkung zur Sache Schweitzer"

  1. Ursache:

    “Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.”

    Wirkung:

    ” [...] niemand den Kern der Sache benannt [...]”

    ;)

    Schönes Wochenende!

  2. Ah! Habe jetzt eine Weile gegrübelt und schon befürchtet: das ist wieder so was Kryptisches, Netzinternes, aber ich glaube, jetzt hab ich`s. Tja, da ist es natürlich von Vorteil, einfach selbst so ein Blog zu betreiben, da kann man sich auch selbst freischalten. Dann sind wir ja immerhin schon zu zweit.

  3. Nicht mit diesen Worten, aber eigentlich viel schöner, steht es schon hier:
    http://www.coffeeandtv.de/2009/11/06/whats-happening-brother/

  4. @ Muriel: OK, zugegeben – sehr treffend.

  5. Das es bei der taz noch jemanden gibt, der das Internet vollschreibt, aber noch nicht den Verstand verloren hat und dazu noch zu echter Ironie fähig ist – Chapeau!

  6. Danke.

    Wurde in die Chronologie der ganzen Geschiechte aufgenommen:

    http://bananas-playground.net/News/Schade.html

  7. Wo ist da ihr Mitleid ? Wer in New Yaaark leben muss hat doch Anrecht auf verminderte Zurechnungsfaehigkeit! In New Yaaar leben drei Kulturgruppen – und hier sind sie: 1. ” my brother-in-law is a lawyer” (mein Schwager ist Rechtsanwalt). 2. “you need a good whacking” (Ich bin mit der ehrbaren Organizazione) 3. “mi prima soltera viene de la isla!” (meine ledige Kusine kommt von der Insel!)

  8. Unfassbar, so ein Blogbeitrag. Wie kannst du es wagen in dieser Situation etwas vernuenftiges zu sagen.
    Du raubst uns den ganzen Spass.
    Die Popkorn-Hersteller werden dich verklagen, sei dir sicher.

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  10. Pingback: Restebloggen zum Wochenende (15) « überschaubare Relevanz

  11. Ist das jetzt der Versuch der Image-Rettung und die Taz hat einen ihrer Blogger darauf angesetzt, gegen eine ihrer Bloggerinnen zu stänkern, weil sie Mist gebaut hat und das nicht auf die taz zurückfallen soll?

  12. Pingback: uberVU - social comments

  13. @ Manuel: Sie können mir schon ruhig zutrauen, hier eigene Meinungen zu vertreten. Und so weit ich weiß, setzt die taz überhaupt keine ihrer Blogger auf irgendwas an. Gehen Sie mit Ihrem substanzlosen Quatsch doch bitte woanders hin, das Netz ist groß.

  14. @ Heiko Werning: Der Beitrag selbst war recht erfrischend und hat mich gefreut. Doch de Replik auf Manuel hat schon ein bißchen “schweitzerisches” Format.

    J.

  15. @ J. Mat: Na, das möchte ich aber doch deutlich von mir weisen. Ich finde, es ist schon ein gewisser Unterschied, mit sinnlosen und bemüht witzigen Einlassungen um sich zu beißen, zudem grauenhaft geschrieben, oder hier eine recht infame Unterstellung deutlich zurückzuweisen, denn die Bemerkung des Herrn Manuels ist ja zudem auch noch persönlich beleidigend. Aber gut, Tonfall ist ja immer Geschmackssache.

  16. Pingback: Marques » Frau Schweitzer bringt es an den Tag

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