Archive for Dezember, 2009

31.12.2009 von Heiko Werning
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Guten Rutsch!

von Heiko Werning

Ein letzter Gruß aus 2009, da mir noch ein paar Minuten bleiben, bis es losgeht zum Jahresrückblick “Auf Nimmerwiedersehen 2009!” der Brauseboys, gleich mit zwei Vorstellungen heute, die (bis auf ein paar Plätze um 16 Uhr, wenn jemand sehr entschlussfreudig sein sollte …) allerdings schon ausverkauft sind. Dafür gibt`s morgen noch Platz, und was könnte es Schöneres geben, als am Neujahrsabend leicht verkatert auf das soeben überstandene Jahr zurückzublicken. Also, kommen Sie gern vorbei im Kookaburra in Berlin-Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee fast Ecke Rosa-Luxemburg-Platz mit gleichnamiger U-Bahn-Station (entgegen dem Kookaburra-Präfix “Comedyclub” machen wir keine Comedy, sondern wir lesen 2 Stunden lang unerbittlich vor und singen ein bisschen dazwischen – das sei nur erwähnt, um Schockzuständen vorzubeugen). Um 20.30 Uhr geht es los, und hier der noch kurzfristig von Frank Sorge fertiggestellte Video-Trailer dazu:

Dann möchte ich, quasi zum versöhnlichen Jahresausklang (obwohl, versöhnlich – na ja, liegt an der Perspektive)… weiter lesen

30.12.2009 von Heiko Werning
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Climategate und die Achse des Blöden (4): Die Günter-Grassisierung der “Achse”

von Heiko Werning

In jeder Zeitung quaken können, was man will, und gleichzeitig jammern, die eigene Meinung werde totgeschwiegen bzw. sei gegen den Mainstream: dieses bigotte Hauptcharakteristikum des späten Grass zeigen die “Achse”-Deppen ebenfalls mustergültig, wie die Titanic in ihrer aktuellen Ausgabe und online in einem “Brief an die Leser” bemerkt:

Apropos, Broder, Maxeiner, Miersch!

Seit ein paar Jahren schon schreibt Ihr das in diesen Dingen ja äußerst geduldige Internet voll mit Eurem Blog »Die Achse des Guten«, einer kruden Mischung aus Islamophobie, Klimawandelleugnung und Radikalliberalismusvergötzung. Und wer liest das Zeug? »Immer mehr Menschen, die sich von den Mainstream-Medien einseitig informiert fühlen« – und da sind sie bei Euch ja auch bestens aufgehoben. Schließlich äußert Ihr Euch ja sonst nur noch regelmäßig bis geradezu inflationär in bekannt subversiven, dem Mainstream trotzig ins Gesicht lachenden Medien wie Spiegel, Spiegel online, Welt, Focus, Bild, FAZ, Stern, Berliner Morgenpost, Weltwoche bis hin

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29.12.2009 von Heiko Werning
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Auf Nimmerwiedersehen 2009!

von Heiko Werning

Es ist wieder soweit: Ein Jahr rollt seinem Ende zu! Ein Jahr so vollgestopft mit Ereignissen wie eine Berliner S-Bahn im Herbst. Während auf Deubel komm raus abgewrackt wurde – Altautos, Altaktien, alte Tante SPD, alles kam rein in die große gnädige Schrottpresse der Geschichte –, wrackte sich die Berliner S-Bahn gleich selbst ab. Stillstand und Gedränge im Zug. Dazu Seuchengefahr in der Hauptstadt! Die Schweinegrippewelle rollt, Kündigungs- und Westerwelle grassieren, nur Pro Reli wurde erfolgreich eingedämmt. Doch schon gegen Merkel war kein Kraut gewachsen, im August infizierten sich tausende Berliner mit Leichtathletik, und Jahrestage wurden gefeiert, bis der Arzt kam.

In 52 wöchentlichen Shows haben die Brauseboys das Jahr 2009 intensiv durchlebt, beobachtet und kommentiert. In ihrem satirischen Jahresrückblick zerren sie eine Waggonladung Erinnerungen hervor und stellen sie auf den Prüfstand: Was bleibt und was gehört endgültig auf dasweiter lesen

27.12.2009 von Heiko Werning
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TATORT: Altlasten

von Heiko Werning


Glücklich, wer eine TV-Aufzeichnungsmöglichkeit zur Hand hat. Denn dann kann man am heutigen Sonntagabend um 20.15 Uhr entspannt die Reformbühne Heim & Welt im Kaffee Burger in Berlin-Mitte (Torstr. 60) mit ihrem formidablen Gaststar-Aufgebot in Form von Konrad Endler, Robert Rescue & Todosch genießen, nebst den üblichen Gastgebern, diesmal vertreten durch Ahne, Falko Hennig, Jürgen Witte und mich, und sich anschließend trotzdem den TATORT: “Altlasten” anschauen, denn das lohnt diesmal außerordentlich. Ein kleines Meisterwerk, in der jüngeren Zeit nur noch übertroffen vom TATORT: “Weil sie böse sind” am kommenden Sonntag, aber dazu mehr in der nächsten Woche, denn beide Filme durfte ich wieder für den immer lobenswerten Tatort-Fundus rezensieren. Hier meine Meinung zu “Altlasten”:

Würde und Last des Alters

Es ist eher ein Zufall, dass einem Amtsarzt vor der Einäscherung des verstorbenen achtzigjährigen Willy Schubert auffällt, dass dieser nicht einfach dem Alter und seinen diversen Krankheiten erlegen ist, wie… weiter lesen

22.12.2009 von Jakob Hein
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Climategate und die Achse des Blöden (3): Jakob Hein über Klimaskeptiker

von Jakob Hein


Wir machen Musik!

Kollege Heiko Werning hat zurecht darauf hingewiesen, dass der wichtigste Grund, dass die so genannten Klimaskeptiker pausenlos überall eine Stimme erhalten, wohl eine eingeschliffene Pro-Contra-Kultur ist, die überaus mächtige Konvention, dass man zu jeder Stimme auch eine Gegenstimme präsentieren muss. Andererseits ist das wohl nur halb richtig. Wenn die Malediven, Tuvalu und die östlichsten Viertel von Shanghai im Meer versunken sind, dann wird es wohl schwer, einen Klimaskeptiker vor die Kamera zu bekommen. Dass diese Menschen so laute Stimmen für ihre so dünnen Argumente bekommen, hängt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass ihre Meinung gern finanziert wird. Als Vollpfosten mit einer absurden Meinung musste man früher mit Transparenten durch die Fußgängerzonen ziehen, heute bekommt man dafür ein gutes Gehalt, Einladungen, Fernsehauftritte und einen Anzug. Die Zeiten haben sich geändert.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Wir wollen so gern glauben, was dieseweiter lesen

16.12.2009 von Heiko Werning
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Climategate und die Achse des Blöden (2): Hier spricht der Klimaskeptiker

von Heiko Werning


Da die nunmehr über 200 Kommentare und 200.000 Zeichen zählenden und auf mehrere Blogs verteilten Reaktionen zu meinem Beitrag von letzter Woche inzwischen etwas unübersichtlich geworden sind, habe ich die Stellungnahmen der Klimaskeptiker mal ein wenig eingedampft und gekürzt, ich habe also sozusagen einen Blog-Kommentar-Remix gesamplet. Im Prinzip gilt: Ein Kommentar, ein User, außer der Herr Christian, der hat sich öfter zu Wort gemeldet. Also, lassen wir die Freunde von Maxeiner, Broder, Peiser & Co. einfach selbst zu Wort kommen:

Andy Baumann: Schwach auf der Brust und dann noch paar Argumentum ad hominem und schon war dieser Artikel fertig.

Klaus: oder die Achse der Taz. Investigrativer Journalismus – das war die Taz mal. Heut macht sie nur noch Hofberichterstattung. Schade.

enrgietechniker: die taz ist das “Neues Deutschland” der klimapolitik. frei nach E. Honecker “…die klimapolitik in ihrem lauf, hält ochs und esel nicht auf”… weiter lesen

09.12.2009 von Heiko Werning
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Climategate und die Achse des Blöden

von Heiko Werning


Nehmen wir als Beispiel die Evolutionstheorie, schließlich befinden wir uns noch im Darwin-Jahr. Es gibt wohl keinen ernsthaften Biologen, der sie in ihren Grundzügen bezweifeln würde. Die Evolution an sich gilt als wissenschaftlich gesicherte Tatsache, obschon es eine durchaus stattliche Anzahl an Menschen gibt, die sie bis heute abstreiten. Aber niemand in den etablierten Medien käme auf die Idee, deshalb z. B. Kreationisten regelmäßig Raum zur Darstellung ihrer Sicht der Dinge zu geben.

Bei der Diskussion um die globale Erderwärmung ist das anders. Auch hier gibt es keinen ernstzunehmenden Klimaforscher, der sie in Abrede stellt, und auch kaum jemand, der sie nicht als mit großer Wahrscheinlichkeit anthropogen, also vom Menschen verursacht, ansieht. Und auch hier gibt es bis heute eine starke Gruppe von Gegnern, die sogenannten Klimaskeptiker, die merkwürdigerweise aber ihre verquere Sicht der Dinge, die mit immer erstaunlicheren Verschwörungstheorien einhergehen, regelmäßig und in zahlreichen Medien darstellen. Auffällig… weiter lesen

07.12.2009 von Heiko Werning
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Empfehlung heute: Anselm Neft über political correctness und “Politically Incorrect”

von Heiko Werning

Das durch und durch moralisch verwahrloste Blog “Politically Incorrect” wurde einer angemessenen Würdigung durch den Kollegen Anselm Neft unterzogen, erfreulicherweise ausgerechnet im Rheinischen Merkur. Das ist deswegen schön, weil der durchgeknallte Mob auf PI sich gern immer wieder missbräuchlich auf die katholische Kirche sowie christliche und konservative Werte bezieht und der Rheinische Merkur eben dieser katholischen Kirche sowie den Wertkonservativen, nun ja: sehr nahe steht. Ausrichten wird es bei den verlorenen Seelen von PI natürlich nichts, aber hoffentlich trägt es zur weiteren Isolierung dieser Menschenhasser bei.

Wie diese Leute so ticken, lässt sich übrigens wunderbar in den Reaktionen in einer weiteren Jauchegrube des Netzes nachlesen, im “Fact-Fiction Blog”. Wenn man sich mal wieder ein bisschen gruseln möchte.

06.12.2009 von Heiko Werning
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Nikolausgruß von Erdmöbel

von Heiko Werning

Happy Nikolaus:

Die von mir sehr geschätzte (und das nicht nur, weil sie wie ich aus Münster stammen) Band Erdmöbel bringt nun bereits im dritten Jahr in Folge ein exklusives, sonst-nicht-veröffentlichtes Lied zur Weihnachtszeit nur im Internet heraus, diesmal zum heutigen Nikolaustag. Dabei sind in der Vergangenheit wunderbare Versionen alter Heuler zustandegekommen (”Weihnachten ist mir doch egal”, “Der letzte deutsche Schnee”), bei denen ich dahinschmolz wie ein Gletscher angesichts der menschgemachten Erderwärmung.

Ich bin jetzt allerdings ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich vom diesjährigen Werk halten soll, und freue mich über Erklärungsansätze, Interpretationen oder auch einfach nur Meinungen.

P.S. Ach, und apropos Nikolaus. Berliner begehen den Tag würdig am Abend bei der Reformbühne Heim & Welt, 20.15 Uhr im Kaffee Burger, wo ich ein wenig über den Besuch bei einem Schildkrötenzüchter in Arizona und über die neuen Mexikaner-Suchkommandos in den USA plaudere. Mit dabei wie immer außerdem: Ahne, Jakob… weiter lesen

02.12.2009 von Heiko Werning
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Blog-Empfehlung heute: Klimaforscher Rahmstorf im Einsatz

von Heiko Werning

Ich weiß nicht genau, was die Deutsche Welle da plötzlich vorhat, aber nachdem sie vor kurzem das sehr schöne Forschertagebuch meines Amphibien- und Reptilien-Kollegen Axel Kwet (der endlich sein erstes Reptil gefunden hat, aber noch immer nicht die Kleinleguane, die ich ihm zu fotografieren auftrug – gutes Personal ist halt schwer zu finden) als Blog online gestellt haben, beginnt nun auch Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf dort in einem Forscherblog über den Gang seiner Arbeiten zu berichten.

Ich kenne Rahmstorf nicht persönlich, habe aber einige seiner populärwissenschaftlichen und journalistischen Arbeiten gelesen, die ich sehr gelungen fand. Er ist so etwas wie der Leibhaftige für all die durchgeknallten “Klimaskeptiker” à la Dirk Maxeiner, Matthias Horx, Michael Miersch & Co. und mir schon deshalb hochsympathisch. Für praktisch alle einigermaßen seriösen Klimaforscher dagegen ist er einer der führenden Experten in Sachen Klimawandel. Es wird also sicher interessant, sein Blog zu lesen.

Ich verweise… weiter lesen