Climategate und die Achse des Blöden


Nehmen wir als Beispiel die Evolutionstheorie, schließlich befinden wir uns noch im Darwin-Jahr. Es gibt wohl keinen ernsthaften Biologen, der sie in ihren Grundzügen bezweifeln würde. Die Evolution an sich gilt als wissenschaftlich gesicherte Tatsache, obschon es eine durchaus stattliche Anzahl an Menschen gibt, die sie bis heute abstreiten. Aber niemand in den etablierten Medien käme auf die Idee, deshalb z. B. Kreationisten regelmäßig Raum zur Darstellung ihrer Sicht der Dinge zu geben.

Bei der Diskussion um die globale Erderwärmung ist das anders. Auch hier gibt es keinen ernstzunehmenden Klimaforscher, der sie in Abrede stellt, und auch kaum jemand, der sie nicht als mit großer Wahrscheinlichkeit anthropogen, also vom Menschen verursacht, ansieht. Und auch hier gibt es bis heute eine starke Gruppe von Gegnern, die sogenannten Klimaskeptiker, die merkwürdigerweise aber ihre verquere Sicht der Dinge, die mit immer erstaunlicheren Verschwörungstheorien einhergehen, regelmäßig und in zahlreichen Medien darstellen. Auffällig daran ist, dass unter diesen „Skeptikern“ kaum Naturwissenschaftler und keine höherrangigen, also von der Fachwelt anerkannten Klimaforscher sind, vielmehr handelt es sich um eine bunte Mischung aus Journalisten, Soziologen, Zukunfts- oder „Katastrophismusforschern“ und allenfalls mal einen einsamen Zoologen. Das sollte jedem, der sich mit den Naturwissenschaften etwas auskennt, eigentlich schon reichen, um diese Meinungen einzuordnen, es sei denn, man glaubt eben an groß angelegte Weltverschwörungen.

Trotzdem haben die Klimaerwärmungsleugner ganz aktuell wieder Konjunktur und überbieten sich in Triumphgeheul. Der Anlass: Ein Computer-Hack oder -Leck beim Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia in Großbritannien, bei dem über 1.000 private E-Mails der Klimaforscher sowie tausende weiterer Dokumente dieser Einrichtung aus dem Zeitraum 1996 bis Mitte November 2009 erbeutet und frei einsehbar ins Netz gestellt wurden. Nun ist die Aufregung groß: Durch das Internet schwappt eine Empörungswelle, gar vom „größten Wissenschaftsskandal aller Zeiten“ ist die Rede, die „Skeptiker“ sehen sich durch die Mails darin bestärkt, dass Daten, die zur Klimaerwärmungstheorie führten, manipuliert seien, dass unerwünschte Wahrheiten unterdrückt und unliebsame Wissenschaftler kaltgestellt würden. Hinzu kommt das allgemeine Schüren von Ablehnung gegen die arroganten und selbstherrlichen Forscher aufgrund des Tonfalls in den Mails, die eben private Mails waren und keine offiziellen Verlautbarungen – und entsprechend klingen. Derart unter Druck geraten, hat die Universität zur Klärung eine unabhängige Untersuchung eingeleitet, die aufgrund der schieren Masse des Materials zeitaufwändig ist. Institutsleiter Phil Jones, einer der führenden Klimaforscher weltweit und im IPCC-Klimarat, lässt sein Amt während dieser Untersuchung ruhen. (In diversen Medienbeiträgen, u. a. bei der Tagesschau und bei der Welt, wurde daraus die unrichtige Behauptung, er sei zurückgetreten oder beurlaubt worden. Beides stimmt nicht. Er hat selbst darum gebeten, während der Untersuchung das Amt ruhen zu lassen, und die Universität hat dem entsprochen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie davon überzeugt sei, dass er nach der Untersuchung das Amt wieder aufnehmen werde. Auch so beeinflusst man beim flüchtigen Leser aber den Eindruck, es gebe tatsächlich einen Skandal.)

Die schwerwiegenden Vorwürfe stützen sich auf einige wenige Mails aus der unüberschaubaren Masse, und bei näherer Betrachtung bleibt davon nicht viel bis gar nichts übrig.

- Jones selbst schreibt in einer Mail, er habe den „trick“ des Kollegen Michael Mann angewandt, um fehlende Daten in der Klimarekonstruktion zu ergänzen. Die Skeptiker deuten dies als Manipulation. Für jeden, der schon mal naturwissenschaftlich gearbeitet hat, klingt es eher wie Alltag: Ein kniffliges Problem wird mit einer intelligenten, neuen oder außergewöhnlichen Herangehensweise gelöst, mit einem Trick eben. Die beteiligten Forscher versichern, es sei genau so zu verstehen, denn das Wort „trick“ ist im Englischen genau wie im Deutschen doppeldeutig, und nichts deutet darauf hin, dass es hier in Richtung „Manipulation“ zu verstehen sei.

- Die Forscher, darunter Leitautoren des Weltklimarates IPCC, diskutierten in Mails, zwei Arbeiten, die sie für besonders schlecht hielten, nicht im Abschlussbericht des IPCC zu berücksichtigen, obschon sie in „peer review“- (also extern begutachteten) Zeitschriften erschienen waren und es der Anspruch des Berichts war, alle relevanten, also in „peer review“-Zeitschriften veröffentlichten Artikel einzubeziehen. Das klingt natürlich auf den ersten Blick anrüchig. De facto allerdings tauchen die Arbeiten sehr wohl im IPCC-Schlussbericht auf. Und die Einschätzung der Forscher, dass die Arbeiten wissenschaftlich untragbar seien, hat sich inzwischen längst bestätigt, wie die Zeitschrift „Nature“, das zu den renommiertesten naturwissenschaftlichen Magazin weltweit gehört, im Editorial der aktuellen Ausgabe eigens unterstreicht.

- Und schließlich bleibt der schwerste Vorwurf: die CRU-Forscher hätten die Löschung von Daten diskutiert, die im Zusammenhang mit dem britischen „freedom of information“-Gesetz (FOI) stehen, nachdem jedermann das Recht hat, die Rohdaten von staatlich geförderten Instituten zu erhalten. Hintergrund ist, dass die „Skeptiker“ die Forscher seit geraumer Zeit mit solchen Anfragen bombardieren, das CRU allerdings gar nicht alle Daten herausgeben darf, weil sie von Institutionen aus anderen Ländern mit der Maßgabe stammen, sie nicht an Dritte weiterzugeben. Damit fallen sie schlicht nicht unter das FOI. Dass einer der Forscher in einer entnervten Mail den Vorschlag machte, sie einfach ganz zu löschen, ist sicher nicht klug – und möglicherweise nicht mal ernst gemeint, denn auch hier ist zu berücksichtigen, dass es sich um private Mails handelt. Im Ergebnis jedenfalls ist, nach bisherigem Kenntnisstand, nichts gelöscht worden.

Der Rest ist Geplänkel: Man schimpft halt über missliebige Kollegen und schlechte Zeitschriften, wertet Arbeiten herab, bezeichnet die „Skeptiker“, wenig überraschend, als „Idioten“ und freut sich, als eine besonders lästige Nervensäge das Zeitliche gesegnet hat. Was man sich eben privat und unter dem Glauben an das Briefgeheimnis so schreibt. Insgesamt wäre es also ein Sturm im Wasserglas. Wären da nicht die „Klimaskeptiker“, die in den Mails ihre Verschwörungstheorien bestätigt sehen, dass es sich bei der vom Menschen verursachten Erderwärmung um einen „hoax“, eine bewusste wissenschaftliche Fälschung handele, und die flugs den Begriff „climategate“ für das Affärchen fanden. Eine Meinung übrigens, die das „Nature“-Editorial ungewohnt deutlich als „paranoide Interpretation“ bezeichnet.

Dennoch breiten diese Paranoiker ihre sehr spezielle Sicht der Dinge verblüffend erfolgreich aus. Zunächst vor allem im Internet. Erschreckende 29.100.000 Treffer vermeldet Google derzeit für das Wort „climategate“, das es vor einem Monat noch gar nicht gab.

Eine besonders unrühmliche Rolle dabei spielen im deutschsprachigen Raum die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Mit Henryk M. Broder zusammen bilden sie die Redaktion des klickerfolgreichen Blogs „Die Achse des Guten“. Maxeiner und Miersch sind große Verschwörungstheoretiker, Maxeiner schreibt u. a., durch die gekaperten Mails lägen „folgende Tatbestände vor: Geheime Absprachen um Daten zu manipulieren, sodass der gewünschte Erwärmungstrend vorherrscht; Unterdrückung von gegenläufigen Erkenntnissen; Verschleiern der mittelalterlichen Warmzeit“ – alles leicht widerlegbare Falschaussagen. In seinem Welt-Blog und auf der „Achse des Guten“ kommt der Journalist Gideon Böss sogar zu der vollkommen irren Aussage: „Ein Großteil der Daten, auf die sich die Weltuntergängler stützen, ist manipuliert. Abweichende Erkenntnisse wurden gar nicht erst in Fachzeitschriften veröffentlicht.“ Für solche Aussagen fehlt jeder Beleg, aber so bastelt man sich halt eine Weltverschwörung.

Diese Propaganda schwappt nun auch hinüber in die Printmedien. So konnten Maxeiner und Miersch in der „Welt“ vom 4.12. behaupten, die Rohdaten des CRU, die zur Berechnung der globalen Klimakurven verwendet wurden, seien vernichtet worden. Dabei stehen sie, abzüglich der Daten, die unter die Rechte anderer, ausländischer Institute fallen und eben nicht herausgegeben werden dürfen, frei im Netz. Maxeiner und Miersch folgern aus dem angeblichen Datenverlust: „Die Berichte des Weltklimarates basieren somit auf einer Art Geheimwissenschaft. Genau wie Legionen weiterer Klimastudien, die ebenfalls auf den Angaben der CRU aufbauen. Nicht zu vergessen die vielen politischen Forderungen, die darauf gesattelt werden.“ Als basierte die Theorie der globalen Erwärmung auf den Datensätzen eines einzigen Instituts. In Wirklichkeit sind es Hunderte originärer Datensätze und Ergebnisse aus unterschiedlichsten Forschungsrichtungen, von denen die Wichtigsten im von Klimaforschern betriebenen Blog realclimate.org zusammengetragen und frei zugänglich gemacht wurden. Ebenfalls am 4.12. widmet die FAZ der Angelegenheit einen großen Artikel, in der der oben erwähnte „Trick“ des Forschers Michael Mann als Manipulation dargestellt wird. Als Kronzeuge für diesen Vorwurf dient der deutsche Wissenschaftler Hans von Storch, der innerhalb der Klimaforscher durchaus als eine Art Opposition zu den tonangebenden Kollegen um Phil Jones, Michael Mann und den Potsdamer Forschern Hans-Joachim Schellnhuber und Stefan Rahmstorf angesehen werden kann. Die FAZ schreibt: „´Mann ist ein Aktivist und Lautsprecher, der die Meinung anderer Forscher aus der Diskussion heraushalten will´, sagt Hans von Storch, der Leiter des Instituts für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht. Von Storch hat selbst Gutachten für das IPCC angefertigt. Am Weltklimarat aber lässt er kein gutes Haar: ´Das IPCC soll Politikern eigentlich den Stand der Wissenschaft referieren. Stattdessen machen dort Wissenschaftler selbst Politik.´ So werden im IPCC ´Konkurrenten´ mit abweichenden Meinungen ´herausgehalten´.“ Hans von Storch reagiert schnell auf den FAZ-Artikel: Bereits um 8:15 Uhr am 4.12. stellt er im Kommentarbereich der FAZ eine Gegendarstellung ein, die er auch auf seine Homepage setzt: „Leider sind diese Zitate und Darstellungen nicht korrekt. Ich habe dies so nicht gesagt; wiewohl ich Vorbehalte habe, ist meine Meinung wesentlich differenzierter als hier angedeutet. Insbesondere lasse ich viele gute Haare am Weltklimarat – obwohl es sicher auch ein paar ´schlechte Haare´ gibt.“ Die FAZ hat bis heute nicht darauf reagiert und ihren Artikel nicht korrigiert. In von ihm selbst geschriebenen Artikeln kritisiert von Storch zwar den „Alarmismus“ und die „Kartellbildung“ einiger führender Klimaforscherkollegen, lässt aber keinen Zweifel daran, dass die anthropogene Klimaerwärmung eine Tatsache ist. Das hilft ihm jetzt nicht mehr: Fortwährend wird von Storch nun als Kronzeuge von den „Skeptikern“, die die menschgemachte Erwärmung generell bestreiten, missbraucht, auf dass der Eindruck entstehe, auch „richtige“ Klimaforscher zweifelten daran.

Ein Eindruck, der unter Laien weit verbreitet ist, wohl vor allem aufgrund der eingespielten talkshowkompatiblen „Pro & Contra“-Medienarithmetik, die im Versuch, möglichst ausgewogen daherzukommen, immer Vertreter verschiedener Meinungen zu Wort kommen lassen will. Ein Irrtum, denn der menschgemachte Klimawandel ist längst keine Meinung mehr, er ist wissenschaftlich nach derzeitigem Kenntnisstand gesicherte Tatsache, und mit den „Skeptikern“ in der Klimaforschung ist es so, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen, wie mit den Kreationisten und der Evolutionstheorie. Es wäre daher gut, die Medien würden sie auch ebenso behandeln. So lange dies nicht so ist, können Scharlatane wie Miersch und Maxeiner gut davon leben und ihre kruden Theorien in Artikel-, Interview- und vor allem Buchform prima absetzen.

Und was lehrt uns nun „Climategate“? Vor allem eines: Man sollte immer schön aufpassen, dass einem die E-Mails nicht geklaut werden.

Kommentare (273)

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  1. Die 20000 Sommer-Luxus-Durban-Touristen hätte man sich sparen können.

    Denn Klima-Wandel gab es schon immer………
    ….und wird es in den nächsten 4,6 Mrd Jahren auch geben!

    Nicht WIR sind es, die das Klima-manipulieren könnten – , nein, es sind einfachste, schon vor 88 Jahren erforschte Zusammenhänge.
    Die Milancovic-Zyklen, die 3 verschiedenen Kreiselbewegungen unserer Erde um die Sonne.
    Wen es interessiert, kann sich von der Uni Stuttgart die Klimazukunft audrucken lassen, klickst du hier:
    http://www.irs.uni-stuttgart.de/skript/GEO_neu/02%20Geophysik/11%20Kryosph%C3%A4re/07%20Milankovitch-Parameter%20und%20Pal%C3%A4oklima%20Eiszeit%20-%20Bahlburg%20+%20Breitkreuz%2004.jpg

    Und UPS, es wird KALT vorausgesagt, nein, berechnet, einfachste Mechanik des Kreisels mit Formeln, die schon Johannes Kepler, (Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Optiker und evangelischer Theologe) kannte!

    Im Jahre 1598
    ;-)

  2. War auf der Agenda beim Bilderberg Treffen in Spanien dieses Jahr.

    Die globale Fachwelt der Klimaforscher ist gerade dabei sich von der menschgemachten Erwärumung zu verabschieden!

  3. Pingback: fingerle.org : Klima-”Skeptiker”

  4. Climate cooling!

    War auf der Agenda beim Bilderberg Treffen in Spanien dieses Jahr.

    Die globale Fachwelt der Klimaforscher ist gerade dabei sich von der menschgemachten Erwärumung zu verabschieden!

    Na also, es geht doch!

  5. Auf dem Feld der Klimatologie werden wir die Diskussion hier sicher nicht befriedigend beenden können. Darum möchte ich nur kurz zu bedenken geben:
    Wir haben die Wahl, einerseits den status quo mit unseren zentralen Kraftwerken und unserer intensiven (aber oft doch entweder stressgeplagten oder aber von Hunger und Armut bestimmten) Lebensweise aufrecht zu erhalten, bei der die Energie-Multies und -Mullahs weiter das dicke Geld machen
    ODER
    wir produzieren dezentral (was ja energetisch vernünftig ist) und fördern so Arbeitsplätze in zumeist mittelständischen Betrieben (Solar, Windkraft, etc) besonders bei uns im Land.
    Politisch können wir nur den Wandel wollen. Gesellschaftspolitisch sowieso.
    Die Thermodynamik gibt dabei den Rahmen vor, da bei dem erschreckenden Graphen der Weltbevölkerungsentwicklung auch in unserer unmittelbaren Zeitrechnung nur die Sonne (Wind ist eine Folge) nachhaltig ist.
    Legt man dann noch ein kleines bisschen Vorsicht mit in die Waagschale, können auch 100 ef’s und sonstige von exxon mobil gesponserte Skeptiker diese nicht mehr vom Boden heben.

  6. Der angebliche Konsens der Wissenschaftler bei der Behauptung:
    Der Mensch und das C02 sind an der neuzeitlichen Klimaerwärmung schuld.

    Von Treibhausforschern wird als Argument für die Richtigkeit ihrer Theorie gern das Argument genannt, dass unter den Wissenschaftlern ein hoher Konsens in der Erklärung der Klimaerwärmung besteht. Das ist eine Falschaussage. Diesen Konsens gibt es nicht.
    Es besteht unter den Naturwissenschaftlern lediglich ein hoher Konsens darüber, dass C02 Infrarotstrahlen absorbieren kann.

    Jedoch bei der Frage, ob ein bisschen mehr C02 in der Atmosphäre ausreicht, um die Erde zu erwärmen, besteht überhaupt kein Konsens mehr unter den Wissenschaftlern. Da kein einziger Versuch eine Erwärmung bei Verdopplung oder Verdreifachung des C02-gehaltes beweisen kann, müssen Wissenschaftler die angebliche Erwärmung berechnen. Und genau bei diesen Modellrechnungen scheiden sich die Geister der Wissenschaft. Jeder errechnet das, was er will.

    Je nachdem, welche Vormeinung der betreffende Treibhausforscher hat, errechnen die Leute eine Klimasensitivität bei C02 von 0,1 bis 7 Grad (Schellnhuber). Der Weltklimarat schätzt 2,5 bis 4 Grad.
    Erg:1) Die Klimasensitivität von C02 kann man durch keinen Versuch ermitteln, nur errechnen.
    2) Selbst bei der Errechnung der Klimasensitivität von C02 besteht überhaupt kein Konsens.

    Ich habe verschiedene Modellrechnungen bei Eike (Europäisches Institut für Klima) nachvollzogen. Selbst wenn alle Energievorräte der Erde auf einen Schlag verbrannt würden, kam es bei der Rechnung nur zu einer Erhöhung um 0,7 Grad. Die Erwärmung würde aber gleich wieder zusammenbrechen, da das freigesetzte C02 sofort wieder abgebaut würde.

    Fazit: Nur ein kleiner Teil der Klimawissenschaftler (1.Treibhäusler) begründet die neuzeitliche Erwärmung nach der Kleinen Eiszeit ausschließlich mit dem anthropogenen Treibhauseffekt. Sie machen durch ständige Katastrophenmeldungen auf sich aufmerksam. Sie leugnen die Temperaturabkühlung seit 10 Jahren und fälschen sogar Daten („Climate-gate“)
    Der größere Teil der Naturwissenschaftler leugnet den Treibhauseffekt nicht, aber diese Wissenschaftler stufen die Erwärmung durch das zusätzliche C02 entweder als eine Ursache von vielen oder sogar als völlig unbedeutend ein. (2. Klimarealisten)

    Es handelt sich also um eine schweigende Mehrheit, für die der Treibhauseffekt nur ein Argument unter vielen für den ständigen Klimawandel auf der Erde ist. Diese große Mehrheit widerspricht den wenigen Katastrophentrommlern aber meist nicht ausdrücklich. Auch produzieren sie keine Katastrophenmeldungen. Deswegen nehmen die Medien auch keine Notiz von ihnen. Diese Gruppe nennt sich selbst Klimarealisten.

    Jedoch gibt es auch eine erheblich große Gruppe an Naturwissenschaftlern, die zwar die IR-Absorption bestätigen, sonst aber lehren, dass C02 überhaupt keine Erwärmung bewirken kann, da eine Erwärmung dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre widersprechen würde. Dafür stehen die beiden Physikdozenten Gerlich/Tscheuschner und andere Klimawissenschaftler. (Thüne, Ermecke, Kirstein, Beck, Malberg, Svendsmark) Diese Gruppe bezeichnet sich auch als Klimarealisten, sie werden von den „Treibhäuslern“ aber als Klimaskeptiker beschimpft. Diese Gruppe erhält momentan starken Zulauf und gewinnt an Einfluss, auch in der Öffentlichkeit (3. Klimaskeptiker)

    In der russischen Akademie der Wissenschaften gibt es Wissenschaftler um Oleg Sorochtin, die behaupten: C02 wirkt kühlend. Für diese C02-Abkühlungstheorie gibt es im Osten Europas erstaunlich viele Befürworter. Sie sagen im Gegensatz zu den „Treibhäuslern“ des Westens eine Abkühlung voraus. Die Abkühlungstheorie für C02 wird in Deutschland totgeschwiegen. (4. Abkühlungswissenschaftler)

    Frage: Wo ist der angeblich weltweite Konsens der Wissenschaft?

  7. pikant ist bei der neuesten Sendung von ZDF-Umwelt noch, dass zwar kritisch über Pachauri’s IPCC-Problem mit der nicht existierenden Himalaya-Gletscherschmelze berichtet wird. Auf der anderen Seite wird
    in der Reportage Land-unter-auf-Smith-Island der Eindruck vermittelt wird, es stiegen die Ozeanspiegel an.
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/954804/Der-Himalaya-Flop-und-der-IPCC#/beitrag/video/955040/Land-unter-auf-Smith-Island/
    Ein Prof. Donald F. Boesch vom Center of Environmental Science der
    University of Maryland wird interviewt, der von einem Anstieg des Meeresspiegels von 1 Meter bis zum Jahrhundertende spricht aufgrund
    des Klimawandels.

    Goggelt man nun ein wenig herum, landet man bei u.a. einer News-
    Website des National Geographic unter
    http://news.nationalgeographic.com/news/2009/09/090910-sea-levels-rise.html. Daraus kann der Laie schon erkennen, dass die Seespiegel-
    anstiege von zeitweise 60 cm allein im Jahr 2009 daher resultieren,
    dass zeitweise verstärkt Winde von Osten her an die Küste der USA
    enorme Wassermengen “hinblasen” und der Golfstrom normalerweise
    enorme Wassermengen von der US-Küste wegtransportiert in Richtung
    Norden/Osten. 2009 war der Wasserentzugseffekt des Golfsstroms im Sommer geringer und es bliesen verstärkt Winde an die Küste. Die Folge war ein zeitweise “dramatischer” Anstieg des Meeresspiegels um zusätzliche 60 cm. Das hat aber ganz offensichtlich nichts mit dem Klimawandel zu tun.
    Es werden also zwei sich diametral widersprechende Aussagen (1. die
    Gletscher schmelzen nicht im Himalaya … 2. der Meeresspiegel steigt)
    in einer einzigen TV-Sendung von ZDF-Umwelt transportiert.
    Wer sich übrigens über die erheblichen Probleme der Vorhersage von Meeresspiegel-Entwicklungen informieren will, kann das gleich bei der NOAA tun bei: http://tidesandcurrents.noaa.gov/station_retrieve.shtml?type=Tide+Data. Da gibt es auch Pages, die sich selbstkritisch mit der Zuverlässigkeit der Messmethoden für Meereshöhen auseinandersetzen…..

  8. das möchte ich noch kurz loswerden: findet sich im ZDF-Infokanal und zeigt die Verbindungen des Herrn Pachauri, des IPCC und der angeblich so “kleinen” Fehler beim angeblichen Abschmelzen der Himalaya-Gletscher.
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/954804/Der-Himalaya-Flop-und-der-IPCC#/beitrag/video/954804/Der-Himalaya-Flop-und-der-IPCC

    Man prüfe die dortigen Äußerungen mal nach …. sie scheinen korrekt zu sein, würde ich sagen. Fragt sich, warum die TAZ noch vor kurzem entsprechend kritische Fragen Herrn Prof. Rahmstorf vom PIK im Hinblick auf die Unwahrheit, es gäbe ein Abschmelzen der Himalaya-Gletscher, nicht stellte?

  9. Hallo Mike,

    Sie schrieben:
    >Die “CO2-Verschwörung” dient eigentlich nur einem Zweck: uns noch >mehr zu kontrollieren und noch mehr Geld aus der Tasche zu holen.

    Ich kann Ihnen da nur beipflichten. Ich tue gerade in meiner Freizeit folgendes. Ich lade mir spasseshalber stichprobenartig CO2-Datensätze vom World Data Centre of Greenhouse Gases runter und übertrage sie in SPSS. Das habe ich heute z.B. mit den Datensätzen des Mount Mauna Loa getan. Dort gibt es 2 Datensätze. Der erste hat zum Monatsersten
    gemittelte (also aus den Rohdatensätzen der einzelnen Tagesmessungen, die man leider dort nicht findet) CO2-Daten. Dann gibt es einen weiteren Datensatz, der Einzelmessungen (meist nur zwei Messungen an unterschiedlichen Tageszeitpunkten im Abstand von ca. 30-50 Minuten) enthält. Neben diversen Fragwürdigkeiten, die ich hier
    aus Längengründen nicht ausbreiten kann (“Messzeitpunkt zu Messzeit-punkt”-Differenz, pikanterweise eine Korrelation zwischen der SD und dem Mean mit steigendem CO2-Wert, usw.) habe ich nun folgendes getan. Ich habe aus beiden Datensätzen (jeweils pro CO2-Wert ist eine
    Datumsangabe vorhanden) die CO2-Angaben verglichen. Bei lediglich
    12 Tagen ist das möglich und zwar an unterschiedlichen Monatsersten unterschiedlicher Monate der Jahre 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999,
    2000, 2002, 2004, 2005, 2007 und 2008. Ich wollte wissen, ob sich der
    gemittelte Durchschnittswert des Tages (berichtet im 1. Datensatz) vom
    zeitlich genau festzulegenden Einzelmesswert des Tages unterscheidet
    (berichtet im 2. Datensatz). Resultat: in einem von 12 Fällen ist der Mittelwert exakt entsprechend dem Einzelmesswert (sehr überraschend bei 12 Stichproben, denn Mittelwerte sind extrem selten exakt übereinstimmend mit einem einzelnen Messwert. Ich gehe täglich mit Daten um, so was ist extremst selten bei mir). bei 5 der 12 Vergleiche ist der Einzelprobenmesswert niedriger als der Mittelwert, bei 6 Proben ist der Mittelwert höher als der Einzelprobenmesswert. Die Unterschiede sind so krass, dass schon bei dieser geringen Stichprobenzahl der Unterschied im Mann-Whitney-Test signifikant wird. Für mich ist das ein Hinweis auf manipulierte Datensätze und zwar auf dem Niveau der Mittelwerte mit einer bestimmten Taktik (herausselektieren passender
    Werte, innerhalb einer gewissen Bandbreite der Schwankungen aus den Einzeldatensätzen eines Messtages nach oben selektiert werden).

    Vielleicht setzt sich Herr Werning oder einer der Klima-Journalisten auch mal vor einen PC und nimmt sich ein paar Stunden Zeit für ein wenig einfachste Statistik. Das kann IMHO schon Excel tun, wenn ich das richtig sehe.

    So, und jetzt mache ich das noch ein paar mal mit allen deutschen Datensätzen. Mal sehen, was da noch alles herauskommt.

    Schönen Tach noch……

  10. “CLIMATE EXPERTS belive – the next ice age is on its way”…

    http://www.youtube.com/watch?v=5ndHwW8psR8&feature=player_embedded

    Kommt einem das nicht seltsam vor, dass vor 30 Jahren noch eine Eiszeit verkündet wurde?!?

    Ja ok, die Klimamodelle sind viel besser geworden und werden natürlich auch mit sinnvollen Parametern gefüttert…

  11. Hier der kleine Bruder :D

    Es kommt immer besser :)

    http://www.youtube.com/watch?v=BdRG8RLSxU4&feature=player_embedded

    Aber klar – das ist alles wissenschaftlich und man hat ja nur ein paar Messstationen weggelassen, weil man sich etwas arbeit sparen möchte – das Ergebnis wäre ja sowieso das gleiche, auch mit mehr Daten…

  12. @upjohn
    leider “glaubt” die breite Masse den Hofberichterstattern der Massenmedien und somit werden oft die Lügen zur Wahrheit. BILD dir deine Meinung! Die meisten Redakteure und Journalisten wissen auch nicht das nur ca. 10% der Messstationen den Anforderungen entsprechen. Der Rest liegt in Ballungsgebieten, an Autobahnen, an Flughäfen usw., d.h. sie dürften eigentlich nicht in die Modelle miteinfließen!

    Verschwörungstheoretiker: Leider gibt es die “freie Presse” nicht mehr. Es geht um Macht und Kontrolle. Um die Menschen zu kontrollieren und muss man die Medien kontrollieren. Wenn man dann die offiziele Meinung kritisch hinterfrägt wird man sehr schnell zum Verschwörungstheoretiker und somit zum paranoiden Spinner. Die “CO2-Verschwörung” dient eigentlich nur einem Zweck: uns noch mehr zu kontrollieren und noch mehr Geld aus der Tasche zu holen. Schöne neue Weltordnung, Faschismus pur eben. (Die Politiker sind nur noch Marionetten von denen einige nicht einmal die Fäden sehen die sie steuern)

    Entwaldung: ca. 16 Millionen Hektar an Primärwäldern werden jährlich abgeholzt. Mit Aufforstung und natürlichem Nachwachsen sind es bloss noch 8 Millionen Hektar. Das Schlimme daran ist das die Biodiversität verloren geht!
    Nichts glauben, sondern alles hinterfragen – war schon immer mein Motto.

    Es kommt auch immer darauf an wie man die Daten eingibt um das gewünschte Ergebniss zu erhalten. Mit Hilfe der Statistik kann man sich alles zurechtbiegen (zwei Semester im Grundstudium konnten mir einen kleinen Einblick gewähren) und da einige Rohdaten der Klimaforscher nicht mehr vorhanden sind, ist ein Unding in der Wissenschaft, sind die Ergebnisse nicht mehr verifizierbar! Ein Schelm wer böses denkt!

  13. Mike schrieb:
    >Der Dogmatismus dass der Mensch der Verursacher ist ( ca. 5 % Anteil >am gesamten Kohlendioxid-Kreislauf!) ist eine unumstößliche

    ja, sie beschreiben das leider zurecht bei jenen, die sich dieser Agenda unkritisch überlassen haben. Ich kann dazu nur sagen, man lade sich die CO2-Daten down beim Word Data Center of Greenhouse Gases,
    welche von der japanischen Meteorological Agency betrieben wird.
    http://gaw.kishou.go.jp/cgi-bin/wdcgg/catalogue.cgi

    Kleine Details seien erwähnt. Nicht selten werden CO2-Daten vom hawaiianischen Mount Mauna Loa (CSRIO, NOAA/GMD) erwähnt … das ist ein aktiver Vulkan und Vulkane emittieren natürlich niemals nicht CO2. Aber man sei beruhigt, die Daten sollen angeblich in Ordnung sein (kann ich übrigens nicht wirklich überprüfen, man sollte das aber im Hinterkopf haben).
    Ansonsten findet sich eine nette kleine schnuklige Messtation u.a. auf
    dem deutschen bzw. bayerischen Brotjacklriegel, die vom Deutschen Umweltamt betrieben wurde. Laut Stationsinfo (und auch laut Google Earth) lag sie mitten im bayer. Wald in der Nähe eines Funkturms und misst in 18 m Höhe den CO2-Gehalt. Alles doll …. nur findet sich eine oil burining (heating) site in 18 Meter Entfernung und 7 Meter Höhe nebem dem Messfühler. Da fragt man sich, wie blöde muss man eigentlich sein? Naja, die Station ist laut Website auch für die CO2-Messung
    seit 07/2004 geschlossen. Fragt man sich, ob diese Daten etwa irgendwie in den IPCC-Report oder die berühmten CO2-Berechnungs-kurven eingelaufen sind und ob eventuell die CO2-Kurven auch so glaubwürdig wie die Kurven von Michael Mann sind. Sei’s drum….

    Wer den ganzen Katalog mal durchsucht, dem fällt auf, dass wir derzeit
    in Deutschland nur folgende aktive CO2-Messtationen haben
    a) Hohenpeissenberg (1 x Dt. Wetterdienst, der kein CO2 misst!;
    1 x NOAA/GMD für Methan und CO2 seit dem Jahr 2006!)
    b) Neuglobsow (CO2 Messung erst seit 1994)
    c) auf dem Schauinsland (CO2 seit 2000)
    d) Waldhof-Langenbrügge (CO2 seit 1972)
    e) und Westerland auf Sylt (CO2 seit 1972)
    Es gibt noch vier weitere (mithin geschlossene) CO2-Luftmesstationen,
    die unterschiedlich lange Messreihen haben. Man sollte sich mal
    spasseshalber diese Daten downloaden und so strukturieren, dass die Messreihen in zeitlich identischer Reihenfolge aufgelistet sind und dann sollte man mal die CO2-Gehalte korrelieren bzw. vergleichen. Mal sehen, ob diese Stationen auf dem Meer, im Mittel und im höheren Gebirge die gleichen Verläufe anzeigen….

    Mein Rat: wer sich nach CO2-Ansteigen erkundigen will und das nur auf der Basis realer Messdaten tun will, muss
    a) eine möglichst außerhalb einer Stadt angesiedelte Messtation finden
    b) die eine möglichst lange Aufzeichnungsdauer hat
    c) die nicht im Abwindstrom von Industriegebieten liegt
    d) die auch möglichst nicht auf einem natürlichen CO2-Emittor steht
    Kleiner Tipp: die deutsche Eifel-Region hat haufenweise CO2-Geysire unterschiedlichster Größe. Einer steht z.B. in der Nähe von Bitburg und
    ist ein Publikumsmagnet. Ich rate, direkt neben diesem Geysir einen Messpunkt aufzustellen, damit man den Weltuntergang verkünden kann,
    weil dort alle 20 Minuten eine fette CO2-Blase nach oben blubbert.

    >Dafür gibt es ein Zauberwort: Verschwörungstheoretiker! ‘Damit kann >man jede Meinung (auch wenn wissenschaftliche Fakten dafür >sprechen) im Ansatz ersticken!

    nein, so würde ich das nicht sehen. Man kann sich das Leben natürlich leicht machen, in dem man neurotisch anmutende Verschwörungstheo-rien annimmt. Aber in Wahrheit sind Journalisten häufig miserabel bezahlt, haben keine Zeit für Recherchen, sind häufig völlig inkompetent in den Bereichen, über die sie berichten (= Fachkompetenz groß wie ein
    Ocean aber flach wie eine Pfütze) und sind wohl auch gelegentlich mal interessengeleitet. Follow the money, Bürger. Dann hast Du die inconvinent trouth…. und dann braucht’s keine Verschwörungstheorie.

    >Die Entwaldung unseres Heimatplaneten,

    ein deutliches JAEIN. Natürlich wird u.a. der Urwald in Brasilien für den Anbau von Zuckerrohrplantagen platt gemacht, aber insgesamt hat die Biomasse auf dem Planeten in den letzten Jahren zugenommen und zwar parallel zum CO2-Spiegel.

    >80% der Fischbestände sind abgefischt,

    das weiß ich nicht. Was ich aus der Presse entnehmen kann, ist, dass 30% des in Deutschland konsumierten Fisches bereits aus Onshore-Fischzuchten kommt. Tendenz ist da massiv steigend. Wenn Sie Lachs essen, stammt der z.B. fast ausschließlich aus offshore-Lachszucht.
    Aber ich stimme Ihnen insofern zu, dass wir das Piratenproblem vor Somalia nicht hätten, würden nicht dort u.a. die Europäer und Japaner mit Fischtrawlern den Somalies die Fische stehlen. Analoges gilt auch für die westafrikanischen Küstenländer wie Ghana. Aber keine Sorge, die Isländer werden uns bald ihre wohlgehüteten Fischgründe wegen ihrer Staatspleite und dem EU-Beitritt überlassen müssen. Da hat dann auch die dt. Fischfangflotte wieder etwas zum abstauben.

  14. Hallo Herr Henn,

    >Die Politik hat als Referenzjahr das Jahr 1900 gewählt.

    mit dem Problem der CO2-Bezugsjahre habe ich mich bisher nicht beschäftigt, weil ich das für eine (mich nicht interessierende) politische
    Grenzziehung halte, die willkürlich-bürokratisch ist. IPCC hat sich schon so oft geirrt (siehe das aktuelle Relativieren zum Nicht-Abschmelzen der Himalaya-Gletscher auf der IPCC-Homepage), dass mich dessen ausschließlich klimamodell-basierte Prognosen kalt lassen.

    >Was ist, wenn dieser Klimawandel nicht abzuwenden ist?

    das unterscheidet uns beide, Herr Henn. Sie definieren mir einfach zu ungenau und geraten dann schnell in eine gewisse Angstsituation hinein, die überflüssig ist. Die Frage, ob ein Klimawandel abzuwenden ist, ist überflüssig, denn Klimawandel gibt es seit Jahrhundertausenden und wir als Menschheit haben ihn stets überstanden, sonst würden wir uns beide heute nicht elektronisch unterhalten (siehe Bob Carters Vortrag in Youtube sie können natürlich auch dessen Originalpapers
    lesen oder die entsprechenden Datenbanken durchforsten).
    Die Frage ist, ob ein CO2-verursachter und primär vom Menschen ausgelöster zusätzlicher Einfluss auf den Klimawandel abzuwenden sei. Nun, da er offensichtlich gar nicht existiert (dieser menschengemachte Einfluss), muss mich diese Frage nicht kümmern. Dass es kälter oder wärmer wird, interessiert mich nur insofern, als dass ich meine Wohnung besser isolieren muss und mir Gedanken über mein Heizungssystem machen sollte. Ich muss für Kältephasen mehr Geld
    zum Heizen ausgeben. Ärgerlich, aber unumgänglich. Immerhin muss ich
    dann zum Skifahren nicht mehr in die Alpen ;) .
    Wenn Sie meinen, es gäbe solch einen menschengemachten Einfluss auf das CO2, dann dürfen Sie sich entsprechend verhalten. Aber ich kann Ihnen nur raten, sich da genaue Überlegungen zu machen. Lassen Sie mich ein Beispiel aufmachen:

    a) würden Sie einem Zeugen Jehovas glauben, der an ihrer Tür klingelt und vom Weltuntergang faselt? …. also ich nicht.

    b) würden Sie es akzeptieren, wenn ihr Vermieter die Wohnung nicht dämmt, sondern sie selbst auf diesen Kosten sitzen lässt, aber einfach 10% mehr Miete haben möchte? … also ich auch nicht.

    c) würden Sie eine Versicherungspolice abschließen von einem feist grinsenden Versicherungsvertreter für ein Ereignis, dass sie bisher nicht erkennen können, sondern für das er nur theoretische und nicht sonderlich zuverlässige Rechenmodelle vorlegen kann? …. also ich mit Sicherheit nicht.

    d) und wenn nun ein Journalist (oder jemand, der sich dafür hält) oder ein katholischer/evangelischer Pope/Mufti oder wer auch immer mit religiösem Fanatismus im Auge die Moralkeule schwänge und von Ihnen ein bestimmtes Verhalten verlangen würde, ohne dass er dafür Belege vorliegt außer jener, dass Sie das gefälligst zu machen hätten? …. nun, dann würde ich diesem Typen mit aller Deutlichkeit die rote Karte zeigen.

    >Wäre es nicht klüger die heutigen Ressourcen in Projekte zu investieren >die die Menschen vor einem unausweichlichen Klimawandel schützen?

    Dazu müssten Sie genau definieren, wen sie vor was schützen möchten. Wenn ich mich an meinen kürzlichen Urlaub an der Nordsee erinnere, wo ich auch schon mal vor 15 Jahren war, so ist dort an der Hauptdeich-linie massive Verlandung eingetreten. Von Meeresspiegelanstieg kann da in relevantem Maße also kaum die Rede sein. Nicht, dass dort nicht die Hauptdeiche in einigen Abschnitten desolat große Löcher haben (wenn man da so spazieren geht, fragt man sich schon, wo die Steuer-gelder für den Deichschutz eigentlich bleiben). Aber wenn dort mal die Deiche brechen, ist das vermutlich nicht wegen des Meeresspiegelanstiegs sondern der Inkompetenz der zuständigen Behörden.

    >Zertifikatehandel und Ausstossregulierungen nützen keinem Menschen >der durch einen Klimawandel bedroht ist.

    Die Leute sind in der Tat stets Wandel unterworfen. Aber das war auch in dem Jahrhundert mehrfach so und wir wurden damit immer fertig, weil es unsere Altvorderen auch taten. Allerdings teile ich ihre Meinung, dass CO2-Zertifikate-Handel Unsinn ist. Ich halte allerdings das Aufstellen von Windkraftanlagen und Photovoltaik (obgleich ich gegen eine überbordende Förderung solcher Dinge bin) für sinnvoll, weil es uns von mittelalterlich denkenden arabischen Militärdiktaturen oder auch Russland unabhängig macht. Ich hätte kein Problem mit Solarstrom aus der Wüste, bevor ich mir hier neue Atomkraftwerke vor die Tür stellen lassen muss. Allerdings habe ich auch nichts gegen eine Fusionsforschung in Südfrankreich. Lächerlich allerdings finde ich die derzeiten Proteste gegen Großanlagen zur erdgasbasierten Stromerzeugung. Was ihre Sorge vor der Zunahme von Wüsten angeht, so verweise ich auf die Untersuchung der NASA zur Ausdehnung der Sahara. Die dehnt sich in Abhängigkeit der Niederschlagsmenge mal aus und zieht sich zusammen. Unter’m Strich gibt es keine Zunahme der Sahara über die letzten 15-20 Jahre.
    Das übrigens die Italienier im Po-Gebiet Wasserprobleme mit der Landwirtschaft haben, liegt daran, dass dort dem Po exorbitant viel Wasser entzogen wurde. Jetzt ist der Fluss schlicht platt … und geschoben wird das auf den Klimawandel. Solche Spiele gibt es zu Hauf.
    Deshalb mache ich mir keine wirklichen Sorgen um’s Weltklima. Seit drei Jahren erlebe ich persönlich eher kühlere Sommer und kältere Winter. Trotzdem habe ich mir im Spätsommer an der Nordsee binnen 30 Minuten einen Sonnenbrand an den unbedeckten Beinen zugezogen, der mich fast eine Woche nur mühseelig hat laufen lassen. Daraus ziehe ich die Lehre: wer trotz kaltem sommerlichem Klima im Liegestuhl die Beine nicht mit Lichtschutzfaktor 50 eincremt, verdient Sonnenbrand.

    Sorgen mache ich mir eher darüber, dass in Deutschland eine politische Agenda, die sich in einer Minderheitenposition befindet, einen künstlichen Hype eines Klimawandels aufbläst, um sich politisch besser positionieren zu können. Da lasse ich mir meine Bürgerrechte aber nicht beschneiden – schon gar nicht mit billiger Angstmache vor einem nicht existierenden menschenverursachten Klimawandel.

    Ansonsten finde ich es erstaunlich, welche Diskrepanz sich zwischen dem Median-Hype pro Klimawandel-CO2-Panik in den Medien (offenbar auch im Internet) und der Realität auftut. Die Leute sehen das Problem viel realistischer als die üblichen (mich etwas neurotisch anmutenden) Bedenkenträger.

    Ansonsten kann ich nur grinsend sagen: soylent green is people….. oder wie jetzt?

  15. Einzelkommentar schrieb:
    >Hm… “upjohn” ist wohl der große Bruder von “Christian”?

    nein, ich bin eine Einzelperson, wenn es Sie nicht stört. Ich fand dieses Forum eher zufällig beim herumgoogeln nach Climategate und dessen (in meinen Augen erschreckend geringem) Niederschlag in der dt. Presselandschaft. Mich hat das Versagen der dt. Journalisten, diese Skandale nicht zu untersuchen, sehr erstaunt. Ich wähnte mich informiert als beständiger Konsument der öffentlich-rechtlichen Wissenschafts- und Bildungskanäle zumindest in den Bereichen, die ich beruflich nicht abdecke. Da habe ich mich aber extrem geirrt. Es ist für mich nicht neu, dass Journalisten (u.a. auch hier in den Foren) offenbar persönliche Agendas verfolgen – aber das so offene Ignorieren von Fakten war für mich schon erstaunlich. Wer sich in Ruhe durch die CRU-Mails arbeitet, kann sehen, wie die Kontakte wirklich waren und dass die Backgrounds alles andere als so sind, wie sie hier ursprünglich schöngeredet wurden.

    >Übrigens: viele erschreckende Kommentare hier!

    nun, so ist das Leben und eine WWW-basierte Infotainment-Gesell-schaft. Komischerweise sitzen offenbar auch viele Kritiker nur vor der Glotze und haben keine Ahnung, wie man das Netz bedient, das einem die Daten frei Haus liefert. Viele bilden sich eine Meinung, weil sie ungenaue Meinungsmache vorgesetzt erhalten. Das ist die Faulheit, die Journalisten, die ihren Job nicht zu machen seinen, nutzen können. Also haben wir selbst ein Problem – neben einer abtauchenden journalistischen Szene, die ihre Stellung als 4. Macht im Staate offenbar nicht interessiert.

    >Wer Argumente für die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechts sucht, >wird hier zuhauf fündig

    Tja, mich erinnert das irgendwie an eine alte Star-Trek-Folge, in der die Jungs in der Vergangenheit in einer alten Erd-Bürokratur landeten…. die Leute sind entscheidungsfaul und da wir alle vom Affen abstammen, reagieren wir auch wie solche. Wir suchen nach dem Hordenführer und in Krisenzeiten reichen wir sowohl die Verantwortung als auch unsere Angst an ihn weiter. Leider taugen die vorgeblichen (Meinungs-)Führer nichts und man muss die Probleme schon selbst lösen. Diese unliebsame Wahrheit will aber auch keiner hören…..

  16. @ Markus Henn

    Die Politik hat als Referenzjahr das Jahr 1900 gewählt. Dieses haben sie eben aus jenen Untersuchungen der Klimaforscher abgeleitet und kommt nicht von ungefähr. Die Ergebnisse der Klimaforscher haben sicher den grössten Einfluss auf dieses Referenzjahr.
    Sie sehen den Klimawandel aus der Perspektive möglicher Fluchtbewegungen. Was ist, wenn dieser Klimawandel nicht abzuwenden ist? Sei es nun, weil er nicht menschengemacht ist, oder weil wir die Ziele nicht erreichen können. Wäre es nicht klüger die heutigen Ressourcen in Projekte zu investieren die die Menschen vor einem unausweichlichen Klimawandel schützen?
    Zertifikatehandel und Ausstossregulierungen nützen keinem Menschen der durch einen Klimawandel bedroht ist. Dies nützt einzig und allein nur dem Finanzministerium und der Politik. Ebenso nutzlos sind Solaranlagen und Windräder i. w. S., denn die wenden weder eine Flut ab, noch helfen sie eine Desertifikation zu verhindern.

  17. Der anthropogene Klimawandel ist mittlerweile zur Ersatzreligion geworden. Der Dogmatismus dass der Mensch der Verursacher ist ( ca. 5 % Anteil am gesamten Kohlendioxid-Kreislauf!) ist eine unumstößliche Wahrheit. Wer anderes behauptet, für den gibt es die “Inquistion” der Medienhandlanger, die in der Regel schlecht bis gar nicht recherchieren und oft keinen wissenschaftlichen Background besitzen. Dafür gibt es ein Zauberwort: Verschwörungstheoretiker! ‘Damit kann man jede Meinung (auch wenn wissenschaftliche Fakten dafür sprechen) im Ansatz ersticken!
    Schweine können fliegen, Atomenergie und Gentechnik sind sicher, der “Klimawandel” ist Menschenwerk (10 Millionen Fernsehzuschauer können sich nicht irren). Der IPCC ist kein wissenschaftlicher Verein. Und er verbreitet Lügen die dann von den Medien als Wahrheit weiterverbreitet werden. Nein Herr Werning ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber die aktuelle Klimadebatte, das der Mensch die Schuld trägt, ist eine Verschwörung!!! Damit wird von den wirklich wichtigen Dingen abgelenkt: Die Entwaldung unseres Heimatplaneten, 80% der Fischbestände sind abgefischt, die Ozeane werden als Kloake benutzt, die USA führt einen “Weltkrieg” gegen den Terrorismus, HAARP, Chemtrails, Schweinegrippe-Pandemie die keine war (aktuell laufen Untersuchungen gegen die Verschwörer) und zu guter letzt der Umbau der EU in Richtungtotalitärer Polizeistaat.
    “In Zeiten universeller Täuschung ist es ein revolutionärer Akt die Wahrheit auszusprechen” Georg Orwell

  18. Hm… “upjohn” ist wohl der große Bruder von “Christian”?

    Übrigens: viele erschreckende Kommentare hier! Wer Argumente für die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechts sucht, wird hier zuhauf fündig.

  19. Hallo Herr Werning,

    Sehen Sie, genau die Wortwahl wie “Klimaskeptikerunsinn” ist es, die Ihre Position sehr fragwürdig werden lassen. Es ist leicht, sich die entsprechenden Originaldaten aus dem Netz zu holen und sie durch mächtige statistische Werkzeuge (ich besitze solche aus beruflichen Gründen) laufen zu lassen. Nicht, dass ich Klimamodelle berechnen könnte (das übersteigt meine Fähigkeiten), aber es ist für mich ein Leichtes, statistische Korrelationen laufen zu lassen oder Varianzanalysen vorzunehmen u.ä. zu tun.
    Was mich an Ihrer möglicherweise (ich spreche ja nicht direkt mit Ihnen, kann also nur mutmaßen) etwas oberlehrerhaften Bemerkung “Weiter viel Spaß mit Ihren Verschwörungstheorien” stört, ist der Impetus, dass ich eine Art “Klimaleugner” sei. Da muss ich Sie enttäuschen. Ich prüfe beruflich u.a. Datensätze von klinischen Studien auf Validität nach und kann deshalb sehr schnell erkennen, ob in Datensätzen der Wurm drin ist oder nicht. Auch habe ich gelernt, keinem Meinungsführer in einem Gebiet blind zu vertrauen. Das tue ich auch nicht bei den als Klimaskeptikern verschrieenen Professoren Lindzen und Carter (allerdings ist deren Preis- und Fachpublikationsliste um etliches länger als jene von Rahmstorf oder gar Jones, was natürlich überhaupt nichts bedeuten muss). Wenn man sich aber eben nun mal die entsprechenden Klimadatensätze downloaded, dann stimmt die Story der globalen Erwärmung eben genau nicht und das ist offensichtlich. Im übrigen ist die Angelegenheit mit dem Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität und dem Temperaturanstieg nicht etwa meine private “Verschwörungstheorie”, sondern in der Fachliteratur schon längst beschrieben. Ich weiß allerdings nicht, ob der 80-Jahres-Zyklus von Gleisberg hier im Detail schon berücksichtigt wurde, weil ich schlichtweg zu faul war, hier eine gründliche Literaturrecherche zu betreiben. Ich habe mir lediglich die frei zugänglichen Daten der Sonnenfleckenaktivität von einschlägigen astronomischen Pages geholt und die Formel von Gleisberg nachvollzogen. Sie scheint mir korrekt zu sein. Ich habe die wissenschaftliche Annahme, dass die Sonnenfleckenaktivität mit der Solarkonstante bzw. dem solaren Energieoutput korreliert, nicht direkt prüfen können, weil ich schlicht keine Messdaten von die Sonnenaktivität messenden Satelliten im Netz finden kann. Ergo habe ich mich auf eine Publikation von Usoskin et al. (2006)
    beschafft (frei zugänglich unter http://www.rhombos.de/shop/a/show/story/?940), die eine nahezu identische Kurve der solaren Aktivität zeigt, wie sie auch die 80-Jahres-Kurven Gleisbergs zu tun scheinen. Damit steht für mich fest, dass man die Sonnenfleckenanzahl als Surrogatparameter für die Sonnenaktivität verwenden kann. Ich habe es mir erlaubt, in mein Statistikprogramm zeitlich kongruente globale Mitteltemperaturen, die polare Eiskappengröße in der Arktis und die Sonnenfleckenaktivitätsdaten einzuarbeiten und so zu strukturieren, dass man diese Rohdaten (die im Gegensatz zu Klimadaten eben nicht geschönt bzw. “gemittelt” oder irgendwie verändert sind) anständig seriös korrelieren kann. Und es kommt das heraus, was ich erwartet habe – ein hoher Korrelationskoeffizient und ein signifikanter p-Wert. Ergo ist ein statistischer Zusammenhang vorhanden. Pikanterweise besteht keine Korrelation mit den Mt. Mona Loa-CO2-Konzentrationen. Das ist für mich hinlänglich ausreichend, für mich anzunehmen, dass es keinen menschengemachten Klimawandel gibt. Ich weiß nicht, ob man mit Excel Korrelationen zwischen intervall- bzw. rationalskalierten (metrischen) Daten anstellen kann, aber mit SPSS ist das kein Problem.
    Natürlich muss ich mir die Kritik gefallen lassen, dass man aus einem vorhandenen statistisch signifikanten Zusammenhang nicht automatisch auf einen realen Zusammenhang schließen kann (man denke an den Storch, der die Kinder bringt). Aber ich denke schon, dass mir das als Bewertungsgrundlage ausreicht, annehmen zu dürfen, dass die menschengemachte CO2-basierte Klimaerwärmung ein Hoax auf der Basis von scientific fraudulent data ist.

    Mir ist übrigens wohl bewusst, dass Ihr Link auf das Rahmstorf-Paper auch einen Link zur aktuellen NASA-Studie beinhaltet, die auf der Basis von GISS- und HadCRUT-Daten eine konsequente Klimaerwärmung angeben. Darf ich darauf hinweisen, dass GISS und HadCrut boden-gestützte Messsysteme sind? Darf ich auch darauf hinweisen, dass beide Systeme massive Fehler in der Erhebungsmethode haben? Darf ich ebenfalls darauf hinweisen, dass Satellitenmessungen, für die
    University of Alabama Huntsville pikanterweise ebenfalls gemeinsam
    mit der NASA verantwortlich ist, für die Jahre 1998-2003 einen leichten
    Anstieg um 0,3 Grad Celsius und danach einen Abfall bis 2009 zeigen?
    Ich bin dann eher dafür, die valideren Satellitenmessungen als Basis zu wählen im Gegensatz zu korrekturbedürftigen Oberflächendaten zweier
    Messsysteme, die nicht sonderlich reliabel sind.

    Was übrigens den Artikel von Prof. Rahmstorf angeht, so darf ich darauf hinweisen, dass dieses “Allzeithoch” in der Graphik auf GISS-Datensätzen des Zeitraums von 1960-2009 beruht. Würde der Graph auf die letzten 250 Jahre zurückverlagert und die Schwankungsbreiten eingetragen, würde die Kurve weitaus flacher ausfallen und der Anstieg würde sich deutlich innerhalb der üblichen Fluktuation darstellen. Aber ich nehme an, Herr Werning, Sie wissen das….. und Prof. Rahmstorf weiß das selbst offenbar auch sehr genau.

    Und mal ganz offen gesprochen: Das Postdamer Institut für Klima-folgenforschung, dem Prof. Rahmstorf angehört, ist eng mit dem IPCC
    korreliert. So ist der stellvertretende Direktor und Chefökonom Prof.
    Dr. Ottmar Edenhofer auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe III des IPCC.
    Und wer den Namen Rahmstorf in die IPCC-Suchroutine einwirft, kann
    sich ein eigenes Bild machen.

    Aber zurück zum Thema: würde man auf Proxy-Daten (also z.B. auf nicht-Thermometermessdaten) zurückgreifen, wie sie in Bohrkernstudien aus Grönland vorliegen, so könnte man den Rahmstorf’schen Graph sogar bis zu 50.000 Jahren oder mehr zurücklaufen lassen und dann würde man unschwer erkennen, dass der heutige Anstieg absolut im Bereich des Normalen der letzten Jahrzehntausende ist.

    Es ist also nicht notwendig, mich als Verschwörungstheoretiker hinzustellen, Herr Werning. Vielmehr ist es angezeigt, über das Problem ehrlich zu diskutieren und nicht mit aufgeblasenen Backen und der pseudomoralischen Keule. Dann disputiert sich’s doch viel angenehmer, oder nicht?

  20. Hallo Herr Henn,

    ich möchte auch Ihnen antworten, da Sie einer der wenigen Postenden sind, die mit konkreten Hinweisen argumentieren. Das ist sehr zu begrüßen.

    Wie weisen auf die Widerlegung der Kritik von Anthony Watts hin und verweisen auf ein mir bekanntes Youtube-Video. Das Problem dabei ist, dass bereits die Erhebung der Daten fehlerhaft war. Das Problem der falsch ausgestellten Messtationen ist nur eines der Kritikpunkte. Es gilt zu berücksichtigen, dass auch Programmierfehler dazu führen, dass die Daten zu hoch gemessen wurden. Im übrigen vergisst das Video zu erwähnen, dass Watts auf die Kritik reagiert hat.
    http://wattsupwiththat.com/2009/07/30/on-climate-comedy-copyrights-and-cinematography/. Auf den Link kann man in 10 Sekunden googeln. Man muss nur “Anthony Watts Kritik” eingeben, gelangt zu einem Wikipedia-Eintrag über Watts, wo diese URL als Quelle genannt ist. Ich fürchte, ihr anti-Watts-Argument löst sich deshalb so ziemlich in Luft auf.

    Sie weisen desweiteren darauf hin, dass CRU-Daten selbst auf eine Erwärmung hingedeutet hätten. Das ist korrekt, aber hat die CRU das auch kommuniziert? Ich sehe das nicht so, im Gegenteil. Interessanter-weise hat in Deutschland kurz vor dem Copenhagen-Sumit lediglich Prof. Mojib Latif eine (in meinen Augen eher peinlich anmutende) Presse-erklärung für den Nicht-Anstieg der Temperatur über die letzten 10-15 Jahre herausgegeben. Man hört seit dem wenig bis nichts mehr von ihm. Offenbar glaubt ihm keiner die Erklärung, dass jetzt erstmal 10-20 Jahre eine Kälteperiode komme und es dann bestimmt wärmer würde. Das halte ich selbst auch für eine absolut lächerliche Behauptung, die zudem von keinem Klimamodell gedeckt wäre, zumal wir eine (marginale) Abkühlung in den letzten 15 Jahren trotz 4%igen CO2-Anstiegs hatten. Wobei ich von den Klimamodellen ebensoviel halte wie von einer Kristallkugel.

    Dass es einen Klimawandel gibt, kann niemand bestreiten. Das Klima erhitzt sich und kühlt ab. Das tut es, seit der Planet hier eine Atmosphäre hat (die anfangs bekanntlich alles andere als sauerstoffhaltig war). Wir werden Warm- und Kaltphasen haben. Aber weder der aktuelle Anstieg noch das Ausmaß des Temperaturanstiegs, die wir in den 1990 bis knapp zur Jahrtausendwende gesehen haben, sind sonderlich hoch. Sie stellen auch kein extremes Maximum dar.

    Ich bin kein Klimaforscher, aber meiner Meinung nach korreliert die Temperaturentwicklung der letzten 250 Jahre sehr gut mit dem 80-Jahre-Zyklus der solaren Aktivität von Gleisberg. Derzeit befinden wir uns auf dem absteigenden Ast des letzten der drei bisher berechenbaren 80-Jahres-Zyklen. Dass diese Zyklen (die auf der Basis der Sonnenflecken berechnet werden) realistisch zu sein scheinen, bestätigen Titan44-Isotopenbestimmungen an Meteoriten, deren Einschlagsdatum im gleichen Beobachtungszeitraum bekannt ist. Sie Sonne kühlt derzeit etwas ab, ergo wird es kälter. Es wird wieder wärmer, wenn sie wieder heißer werden wird. So simpel ist das.
    Ich denke, Herr Latif baut jetzt schon für genau diesen Effekt vor, weil die Abkühlungsphase der Sonne noch eine Weile anhalten dürfte. Das ist allerdings Spekulation, denn keiner weiß, wie lange die aktuelle nahezu sonnenfleckenfreie Periode anhalten wird und ob wir wirklich dauerhaft auf dem absteigenden Ast des dritten 80-Jahre-Zyklus bleiben werden und wie lange der sein wird. Was wir wisssen, ist, dass der aktuelle 80-Jahres-Zyklus sein Maximum etwa zwischen 1997-2000 hatte (erinnern sie sich noch an den besonders starken El Nino im Jahre 1998?) und
    dass wir jetzt das Maximum knapp hinter uns haben. Es geht leicht bergab mit der solaren Aktivität, aber wie weit und schnell das gehen wird und auf welchem Niveau sie sich dann einpendelt im Vergleich zu den letzten beiden Zyklen, weiß derzeit nur eine Astrologin beliebiger Provinienz und kein seriöser Wissenschaftler.

  21. Herr Upjohn,

    Herr Jones ist nicht zurückgetreten, darauf wies ich hier schon eigens hin, er lässt das Amt ruhen, bis im Frühjahr 2010 ein unabhängiger Untersuchungsbericht vorliegt, alle Details dazu stehen auf der Website des CRU.
    Auch zu der “privat”-Diskussion hatte ich mich schon geäußert: Das Wort ist ja vieldeutig, Sie missinterpretieren es absichtlich. Gemeint ist natürlich “nicht für die Öffentlichkeit bestimmt”, und das ist auch im dienstlichen Schriftverkehr nicht nur erlaubt, sondern die Regel.

    Ehe Sie weiter den Klimaskeptikerunsinn verbreiten, hier zu den Erwärmungstrends der letzten Jahre mit zahlreichen weiterführenden Links:
    http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-01-18/nasa-globale-temperatur-2009-auf-rang-2

    Und dann können Sie ja drei Mal raten, warum ausgerechnet Foxnews aus Climategate ein großes Ding machen wollte. Wer die als Quelle nimmt, hat sich aus der Diskussion eh verabschiedet, zumindest aus der mit mir.

    Weiter viel Spaß mit Ihren Verschwörungstheorien. Sie sind da an was ganz Großem dran!

  22. Hallo Herr Werning,

    Lassen Sie mich etwas Nüchternheit in die Diskussion einbringen. Ich halte Ihren Artikel für schlecht recherchiert und tendenziös. Man kann sich selbst ein Bild über die CRU-Mails und Programmcodes verschaffen, da sie bis heute frei im Web zugänglich sind.
    Ich selbst bin wissenschaftlich tätig, allerdings habe ich noch nie erlebt, dass man in einem mir fachfremden Bereich (Klima und nicht Wetter) tatsächlich jede Äußerung eines Wissenschaftlers bis auf die Rohdatenebene nachprüfen muss, um ihre Glaubwürdigkeit zu verifizieren. Die im Web frei zugänglichen Informationen und Rohdaten zeigen mir eindeutig, dass seit 15 Jahren die globalen Mitteltemperaturen nicht steigen. Die Mann’sche Klima-Hockeystick-Kurve wurde vor Jahren wiederlegt und steht trotzdem im aktuellen IPCC-Report. IPCC-Sprecher Pachauri selbst ist kein Klimaforscher, sondern ein Eisenbahningenieur und steht einer Stiftung vor, die mit dem größten indischen Stahlproduzenten TATA verbunden ist. TATA kaufte vor kurzem eine britische Stahlfirma, verlegte die Stahlproduktion nach Indien und verkaufte die CO2-Zertifikate. TATA wird für Indien den billigsten Wagen der Welt bauen, was wohl die Ursache für den Transfer sein dürfte. Ich kann mir den Seitenhieb auf die offensichtlichen Interessenkonflikte Pachauris nicht verkneifen.
    Die Klimadaten der Bodenstationen des US-Wetterdienstes, die u.a. in die Klimamodelle eingang fanden, sind von Anthony Watts verifiziert wurden und entsprechen zu 89% nicht den Aufstellungsrichtlinien. Selbst die von der NASA überprüften Stationen produzierten Datensätze, die die NASA selbst schon 2007 korrigieren musste. Man kann Vorträge ausgewiesener Klimaexperten wie Prof Richard Lindzen/USA und Prof. Bob Carter/Australien in Youtube sehen und sowohl deren Biographie als auch deren Fachbeiträge recherchieren und damit auf ihre (in meinen Augen eindeutige) Glaubwürdigkeit schließen. Man kann sich CO2-Verläufe vom Mount Mona Loa/Hawaii downloaden. Ebenso kann man sich die Packeisgröße der arktischen Einschildes von der japan. Weltraumbehörde downloaden, die übrigens eine Zunahme (sic!) der Eis-Ausdehnung in den letzten beiden Jahren zeigen. Man kann sich über den Zusammenhang der solaren Aktivität und der Sonnenfleckendichte informieren (80-Jahres-Zyklus von Gleisberg), man kann sich die Sonnenfleckenzahlen der letzten 250 Jahre frei downloaden. Man kann sich problemlos über die Ungenauigkeiten der C14-basierten Temperaturbestimmung in Baumringen (die zu Hauf in die Klimamodelle eingelaufen sind) informieren. Man kann validere Methoden (Be-Isotopenbestimmung in Eisbohrkernen oder Tiefseebohr-kernen, Ti44-Bestimmung zur solaren Aktivitätsbestimmung in Meteoriten) informieren. Alle diese Infos sind frei zugänglich, man muss nur Englisch verstehen können. Dann erkennt man ohne Probleme, dass die Behauptung, es gäbe einen menschenverursachten CO2-basierten Klimawandel, ein klassisches Progadamärchen im übelsten Sinne des Wortes ist. Allerdings zeigen seit Jahren Bohrkernstudien aus Eisregionen der Arktis und Antarktis sowie Tiefseebohrungen eindeutig, dass der CO2-Anstieg stets nach (!) dem Temperaturanstieg erfolgt ist und nicht vorher. Ich nehme an, Herr Werning, Sie wissen das auch…..

    Lesern mit guten US-Englischkenntnissen empfehle ich, nach
    Climategate auf Youtube zu suchen und sich die Berichte aus US-Fernsehsendern anzusehen. Nicht, dass dort besonders gründlich recherchiert würde, aber es ist schon bezeichnend, dass der auf Bild-Niveau arbeitende Sender FOXNEWS ausführlicher über Climategate berichtet hat als alle anderen US-Sender.
    Und wer ein wenig weiter gräbt, kann sich auch die politischen Hintergründe ansehen, die zum Auswachsen der Klimahysterie geführt haben. Es geht nicht nur um Geld, es geht auch darum, dass Politiker dieses Vehikel zur Etablierung von Machtinteressen verwendet haben.

    Wissen Sie, Herr Werning, was mich an Ihrem Artikel am meisten gewundert hat? Er ist am 09.12.2009 geschrieben worden – und Phil Jones, der der Chef von Michal Mann an der CRU der britischen East Anglia Universität gewesen ist, ist bereits am 02.12.2009 von seinem Posten exakt wegen dieses eMail-Skandals zurückgetreten. Ich unterstelle mal, Sie wussten das auch zum Erstellungszeitpunkt Ihres Artikels. Könnten Sie mir dann bitte erklären, warum Sie dann überhaupt Ihren Artikel geschrieben haben? Etwa nur deshalb, um die angebliche illegale Publikation privater eMails anzuprangern? Darf ich darauf hinweisen, dass alle eMails von Rechnern einer öffentlichen Einrichtung versandt wurden, also quasi dienstlicher Natur sind? Nicht, dass das Hacken rechtlich in Ordnung geht, aber privat sind Dienst-Mails nun mal wirklich nicht.

    Ich persönlich danke demjenigen, der diese Mails an die Öffentlichkeit gebracht hat, auf Knien. Ihm gebührt genau der Friedensnobelpreis, der leider an Obama und Al Gore achtlos verschleudert wurde.

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