12.01.2010 von Jakob Hein

Wie ich mal aus Versehen was Aggressives machte
Ich wollte nur sagen, dass ich ungeheuer stolz auf mich bin. Es ist mir gelungen, mit mildtätigen Worten eine ganze Schar von Menschen aufzuscheuchen. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie sich Jesus manchmal gefühlt hat. Es ist großartig.
In meinem unstillbaren Drang nach Harmonie hatte ich vorgeschlagen, die Klimadebatte einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und so deutete ich an, dass wir möglicherweise auf der Nordhalbkugel eher etwas mehr Ressourcen verbrauchen könnten, als maßvoll zu nennen wäre, und dass man vielleicht von der CO2-Debatte und darüber, ob eine Weltverschwörung jüdisch-bolschewistischer Wissenschaftler sich diese ausgedacht hat, hin zu einem Kompromiss bezüglich des schonenden Umgangs mit den uns gegebenen Ressourcen kommen könnte. Dann würden die Klimafuzzis mitmachen, weil sie bereit sind, alles gegen CO2 zu unternehmen, die Anti-Klimafuzzis, weil es endlich mal um die wahren Problem geht, die Christen, weil Teilen… weiter lesen
04.01.2010 von Jakob Hein

Fehlende Schritte
Das Internet – weltweiter Verbund von Millionen von Computern auf der ganzen Welt. Man kann kommunizieren mit Dubai, Peking, Adelaide und Fellingshausen. O.k., meistens wird es dazu benutzt, damit Jugendliche aus Fellingshausen mit anderen Jugendlichen aus Fellingshausen über ihre Lehrerin oder eine Klassenkameradin schreiben können, aus der Schule, aus der sie gerade gekommen sind, bevor sie sich schnell an den Computer gesetzt haben. Und dann kann man darüber schreiben, dass die Hausaufgaben von der fiesen Frau Kallenbach voll gemein und zuviel sind, und genau betrachtet bräuchten die Fellingshausener Jugendlichen für ebendiese Hausaufgaben weniger Zeit als für ihre Cyberattacken gegen Frau Kallenbach, sei sie nun fies oder nicht. Demnächst wird sie jedenfalls zumindest bei diesen Jugendlichen den Eindruck, dass sie fies sei, wieder bestätigen, wenn die Jugendlichen nämlich das verdiente „Ungenügend“ für ihre schnell vor Unterrichtsbeginn dahingewurschtelten Hausaufgaben bekommen, müde vom Late-Night-Chat. Das Internet, voll von sich… weiter lesen
02.01.2010 von Heiko Werning

Wer am morgigen Sonntag, 3.1.2010, um 20.15 Uhr zur Reformbühne Heim & Welt (mit Ahne, Jakob Hein, Uli Hannemann, Falko Hennig, Uli Hannemann, mir sowie den Gästen Jacinta Nandi und Marco Tschirpke) ins Kaffee Burger kommt, sollte den Video-, DVD- oder Online-Rekorder vorher scharfstellen, um den sehenswerten TATORT “Weil sie böse sind” nicht zu verpassen, den ich vorab für den Tatort-Fundus besprochen habe:
Was für ein Jahreswechsel! Hatte letzte Woche der SWR mit dem Fall „Altlasten“ des Stuttgarter Teams noch einen echten Höhepunkt des TATORT-Jahres 2009 gesetzt, folgt nun der HR mit dem nächsten Paukenschlag und eröffnet den TATORT-Reigen 2010 mit einer Folge, bei der die kommenden Filme des Jahres Schwierigkeiten haben dürften, mitzuhalten.
Denn der vorletzte Fall für das einerseits mit reichlich Preisen und Kritikerlob bedachte Frankfurter Team um die immer leicht an der Borderline tanzende Kommissarin Sänger und dem raubeinigen Kommissar Dellwo, das andererseits wie kein… weiter lesen