29.03.2010 von Jakob Hein
Tilmann Krause,
unter der Überschrift: „Missbrauch: der Topf kocht langsam über“ äußern Sie sich am Sonntag im Editorial der „Literarischen Welt“ vom 27. März 2010 zu der Missbrauchsdiskussion. Und Sie fragen: „Ist wahre Erziehung, echte menschliche Begegnung nicht immer Übergriff, Eingriff in die Bewusstseinsentwicklung, die junge Menschen über den Unterricht hinaus beschäftigen, bereichern? Wer das in seiner Schulzeit erlebt hat, wird dafür stets dankbar sein.“
Da setzt man erst etwas Strafbares mit etwas nicht Strafbarem gleich und fragt dann, ob denn jetzt schon das Nicht-Strafbare verboten sein soll. Das wäre so die Vergewaltigungs-Verteidigung Nummer eins. Und, Herr Krause, ist denn nicht ein kräftiger Händedruck auch nicht immer eine Gewaltausübung, die Verletzungsspuren hinterlassen kann? Soll denn da ein etwas kräftigerer Druck mit zwei Händen gegen den Hals gleich ein Verbrechen sein?
Aber das reicht Ihnen nicht, Krause. Sie haben schon einmal die Angel ins ganz trübe Wasser geworfen, jetzt wollen… weiter lesen
27.03.2010 von Heiko Werning
Hier im Reptilienfonds geht es in diesen Tagen etwas ruhiger zu, weil ich auf Tour bin. Wer mag, kann mich aber unterwegs besuchen und Texten aus “Mein wunderbarer Wedding”, sogar mal wieder einigen Liedern und Anderem lauschen, und zwar hier:
27.03.2010, Samstag, Celle: Mit den Brauseboys, Kunst & Bühne, Nordwall 46, 20 Uhr
28.03.2010, Sonntag, Stuttgart: Mit Nils Heinrich im “Literarischen Wohnzimmer“, 20 Uhr, Merlin, Augustenstr. 72,
29.03.2010, Montag, Heilbronn: Mit Nils Heinrich im “Literarischen Wohnzimmer“, 20 Uhr, Stadtbibliothek, Berliner Platz 12
25.03.2010 von Heiko Werning
Heute abend im Neuen Haus der Münchener Kammerspiele, 20 Uhr:
Es lesen der hoch geschätzte Franz Dobler und der Bukowski-Übersetzer und Erzähler mit dem Blick für ein anderes Amerika, Carl Weissner. Ich lese auch, und zwar aus meinem neuen Buch “Mein wunderbarer Wedding”, und spiele womöglich ein oder zwei Liedchen am Klavier. Wenn man mich lässt.
25.03.2010 von Heiko Werning

Die beste Nachricht zuerst: Anders als 2007 in Frankfurt/M. bin ich diesmal nicht zu spät zu meiner Solo-Lesung gekommen, sodass sie diesmal sogar stattfand. Und zu meiner eigenen Überraschung waren sogar freundliche, buchkaufwillige Menschen da, obschon ich mit dem ersten Termin am Sonntagmorgen, eine halbe Stunde nach Messeöffnung in einer Halle, die zu erreichen man sonntagmorgens eigentlich länger als 30 Minuten benötigt, eindeutig die Arschkarte gezogen hatte. Aber vor allem die fast beängstigend netten Menschen vom Berliner Börsenverein haben mir den Morgen vergoldet. Das sind bestimmt gar keine Berliner. Der Börsenverein ist schlau.

Der Abend zuvor bei der jungle world bot den Rumpf-Brauseboys Frank Sorge, Volker Surmann und mir dann etwas überraschend eine der lustigsten Lesungen der jüngeren Vergangenheit. Nein, nicht nur, weil wir selbst gelesen haben – das machen wir ja ständig. Vielleicht, weil der Penner, den wir vor dem Bahnhof aus dem Rinnstein gezogen haben, sich… weiter lesen
21.03.2010 von Heiko Werning
Und wieder habe ich für den Tatort-Fundus eine Folge vorab angeschaut, und sie ist immerhin ganz solide. Kann man aufnehmen, während man natürlich wie immer am Sonntagabend um 20.15 Uhr bei der Reformbühne Heim & Welt den Buchmesse- und anderen Erlebnissen von Uli Hannemann, Ahne, Falko Hennig, Jürgen Witte und mir lauscht (Jakob Hein ist im Urlaub) und dabei unsere fabulösen Gäste Ralf Welteroth (von ganz weit weg) und Thilo Bock (Westberlin) bestaunt.

Köln klassisch
Ein Jugendamtmitarbeiter wird ermordet in der Wohnung einer alleinerziehenden Mutter vorgefunden. Während Ballauf und Schenk erste Spuren sammeln, kommt die Mutter an den Tatort und vermisst ihre vierjährige Tochter. Die nämlich hatte sie am frühen Abend in ihr Zimmer eingeschlossen, um ungestört durch die Discos ziehen zu können, wobei sie dann wo auch immer versackte und nun also verstört den toten Beamten, eine Horde Polizisten und eben keine Tochter… weiter lesen
21.03.2010 von Heiko Werning

Am Sonntagmorgen lese ich auf der Leizpiger Buchmesse aus meinem frisch erschienenen Buch “Mein wunderbarer Wedding“, und zwar
10.30-11.00 Uhr
Berliner Zimmer
Halle 5, Stand D321
Danach geht es zurück nach Berlin, wo am Abend die Reformbühne Heim & Welt lockt. Ahne, Uli Hannemann, Falko Hennig, Jürgen Witte und ich begrüßen Ralf Welteroth und Thilo Bock. Im Kaffee Burger, Torstr. 60, U2 Rosa-Luxemburg-Platz, 20.15 Uhr.
20.03.2010 von Heiko Werning
Heute Abend lese ich mit den Brauseboys-Kollegen Frank Sorge & Volker Surmann auf der Buchmessenparty der jungle world im Superkronik:

Dabei stellen wir auch unser aktuelles Brauseboys-Buch “Berlin mit alles” vor, mit Texten von Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann & mir:

19.03.2010 von Heiko Werning

Gemeinsam mit Karsten Krampitz, dem Ingeborg-Bachmann-Preisträger der Herzen, habe ich die schöne Anthologie “Heimat, Heimweh, Heimsuchung” herausgebracht, die wir heute Abend um 20 Uhr im Asisi-Panometer vorstellen werden – alles sieht danach aus, als könnte das (nach dem Reptilium in Landau und dem Leopoldplatz im Wedding) der exotischste Auftrittsort meiner bisherigen Laufbahn werden.
Mit dabei sind:
Der singende Tresen mit hübscher Musik
Uwe von Seltmann, Markus Liske, Manja Präkels, Carmen Winter, Frank Sorge, Anselm Neft, Volker Surmann & ich mit hübschen Texten.
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Heimat, Heimweh, Heimsuchung – Karsten Krampitz & Heiko Werning (Hrsg.)
Kaum ein Roman, der nicht davon handelt: “Woher komme ich?” Und: “Wohin gehe ich?” Sei es die Bibel oder die Buddenbroocks – erzählt wird die gleiche Geschichte: die Vertreibung aus dem Paradies. Um das Weh mit der Heimat geht es in dieser Anthologie, nicht um 2000 Jahre Deutschland (Varusschlacht), 60 Jahre Bundesrepublik und… weiter lesen
18.03.2010 von Heiko Werning

Heute ist die taz mit der literataz erschienen, der Literaturbeilage zur soeben eröffneten Leipziger Buchmesse, und in ihr sollen die wichtigsten Neuerscheinungen vorgestellt werden. Das ist natürlich Unsinn, denn die wichtigste Neuerscheinung ist ja gestern erst aus der Druckerei gekommen und strahlt mich heute auf meinem Schreibtisch in lebensfrohem stadtbezirksnotorischen Kackbraun an: “Mein wunderbarer Wedding” von, Achtung!, von mir.
Schön ist es geworden. Eine Geschichtensammlung mit Texten rund um den Berliner Problembezirk, wo goldkettchenbehängte, in makellosem Weiß gekleidete Jungtürken breitbeinig den Bürgersteig einnehmen und auf gefährlich machen, aber einem dann doch nur helfen, die gesuchte Adresse zu finden, wo ein türkischer Wirt mit deutschem Essen eine Marktlücke entdeckt zu haben glaubt, wo Friedrich der Große in voller Montur herumläuft, ohne dass jemand Anstoß daran nimmt, wo sich Dönerverkäufer, Kleinkriminelle, Säufer, Finanzbeamte und religiöse Spinner aller Irrglaubensrichtungen tummeln.
Der Verlag, die altehrwürdige Edition Tiamat von Klaus Bittermann, schreibt dazu: “Werning,… weiter lesen
17.03.2010 von Jakob Hein
Das Beste, was ich über die Jugend von heute sagen kann ist, dass ich mir Sorgen um sie mache. Das ist doch mal etwas Normales, dass sich die mittelalte Generation Sorgen um die Jugend macht. Aber sonst?
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung haben sie Fotografien gezeigt von Jugendlichen, deren Idol der CSU-Außenminister Karl Theodor zu Guttenberg ist. Nun bin ich ja ein großer Freund des Zeichners Manfred Deix, ein böser Österreicher, der immer feiste Spießbürger in unmöglichen Posen des Daseins gezeichnet hat. Aber diese Fotos waren so, dass sich der Deix wahnsinnig geärgert haben muss über den Aufwand, den er immer mit Pinsel und Staffelei getrieben hat, wo er heutzutage einfach nur ein paar bayerische Jugendliche knipsen müsste. Jugendliche, die Lodenjacken und Steckfrisuren tragen und aktiv in ihrer Jungen Union mitarbeiten.
In der Zeitung haben sie jetzt geschrieben, das sei die Gegenkultur von heute, darüber regen sich die… weiter lesen