27.06.2010 von Heiko Werning
Schon merkwürdig: Vor einem Jahr hat Peter Wawerzinek hier im Reptilienfonds einen Text verfasst mit dem schönen Titel “Das Wunder Krampitz ist möglich“, in dem er sich, nun ja: unzufrieden mit dem Verlauf der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbe zeigte und seine Hoffnungen in Karsten Krampitz setzte, dessen Textauswahl er aber kritisierte. Krampitz hat damals souverän den Publikumspreis gewonnen, bei der Jury ging er dagegen leer aus. Dieses Jahr also ist Wawerzinek gleich selbst angetreten, und siehe da: Heute hat er den ersten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewonnen! Herzlichen Glückwunsch aus dem Reptilienfonds!
Und da weise ich doch gleich umso lieber nochmals auf die schöne Geschichten- und Texte-Sammlung “Heimat, Heimweh, Heimsuchung” hin, die eben jener Karsten Krampitz und ich jüngst herausgegeben haben, in der, Achtung!, genau: ein Text von Wawerzinek enthalten ist, ein sehr schöner Text sogar, von dem ich vermute, dass er aus dem Roman “Rabenliebe” stammt, aus dem er in Klagenfurt vortrug und… weiter lesen
23.06.2010 von Heiko Werning

Gestern Abend war ich seit ca. 15 Jahren zum ersten Mal wieder im Theater. Also: im “richtigen” (sprich: hoch subventionierten) Theater, als Zuschauer, und habe ein Stück angeschaut. Sogar eine Premiere, nämlich “Johnny Chicago“, geschrieben vom Reformbühnen-Kollegen und Reptilienfonds-Mitautor Jakob Hein, gespielt von ihm, Kurt Krömer und Inka Löwendorf, Regie führte Jochen Freydank.
Zunächst war ich etwas irritiert, weil ich Jakob mehrere Minuten gar nicht erkannt habe. Anfangs dachte ich tatsächlich, dass er wohl doch auch stark in die Regie eingegriffen haben muss, weil der Schauspieler (da ich mir vorher nichts durchgelesen oder angeguckt hatte, wusste ich nichts über Inhalt und Mitwirkende) irgendwie so ähnlich spricht wie Jakob. Aber dann wurde es mir doch schließlich klar. Als ich meine Freundin darauf aufmerksam machte, wollte sie es erst gar nicht glauben. Schon verblüffend, was eine Perücke, die fehlende Brille und vermutlich ein Hektoliter Schminke ausmachen können – immerhin stehe… weiter lesen
22.06.2010 von Heiko Werning
Nicht, dass es überraschend wäre, und nicht, dass man sich Hoffnungen machen sollte, den Mietmäulern und Deppen der Achse des Blöden Guten wäre mit Argumenten beizukommen, aber eine neue Studie in einem der renommiertesten naturwissenschaftlichen Fachmagazine, den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), zeigt einmal mehr: Es gibt praktisch keinen seriösen Zweifel daran, dass sich das Klima durch menschlichen Einfluss bedrohlich erwärmt. Die Darstellungen des Weltklimarates IPCC werden von fast allen Wissenschaftlern, die an dem Thema arbeiten, unterstützt.
15.06.2010 von Heiko Werning
Die Chancen, dass Joachim Gauck doch noch eine Mehrheit in der Bundesversammlung hinter sich bringen könnte, sind drastisch gesunken, wie Spiegel-online heute meldet: CDU-Politikerin Lengsfeld wirbt für Gauck.
11.06.2010 von Heiko Werning
Aus aktuellem Anlass nochmal ein “Brief an die Leser”, den ich für die März-Ausgabe der Titanic schrieb:
Uli Hoeneß,
eine „Fehlentscheidung“ sei es gewesen, „eine der größten“ gar, die Fußball-WM der Herren 2010 nach Südafrika zu vergeben, teilten Sie bei einem Empfang im Münchener Rathaus der Weltöffentlichkeit mit: „Ich war nie ein großer Freund einer WM in Südafrika oder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind.“ Denn Neger und Sicherheit – wie soll das auch gehen? Wie gut, dass Sie stattdessen optimistisch in die Zukunft schauen können: „Wir sind daran interessiert, dass die Spiele nach München kommen. Ich glaube – das hat man bei den Sommerspielen von 1972 gesehen – der Stadt stünden Olympische Winterspiele extrem gut zu Gesicht“. Denn, Uli Hoeneß, Olympische Spiele in München – das hat man bei den Sommerspielen von 1972 gesehen – werden ja weltweit geradezu als Synonym für… weiter lesen
08.06.2010 von Heiko Werning
Erfreulicherweise erhielt ich mit der REPTILIA nach dem erfolgreichen Nasenfrosch-Schutzprojekt mit dem Zoo Leipzig nun erneut die Möglichkeit, ein sehr schönes Projekt in Chile zu unterstützen, diesmal zugunsten des stark bedrohten Gruñidor de Valeria, der zwar keinen deutschen Namen hat, dafür aber einen wissenschaftlichen: Pristidactylus valeriae. Die Gruñidores gehören seit langem zu meinem favorisierten Leguanen, und im Zuge des Projektes ist ein schönes Plakat entstanden, dass ich sozusagen in Europa-Premiere hier zeigen kann. Ein ausführlicher Bericht über das sympathische Tierchen und unser Projekt wird in der nächsten REPTILIA (August 2010) veröffentlicht.
