23.10.2010 von Heiko Werning
Was für ein bizarrer Fall: Ein wohl für den Markt bestimmtes, in einer Sporttasche transportiertes Krokodil kann sich auf einem Inlandsflug im Kongo befreien, läuft durchs Flugzeug und löst eine Panik an Bord aus. Die Passagiere flüchten vor dem Reptil, bringen damit das Flugzeug aus dem Gleichgewicht und schließlich zum Absturz in ein Haus. Resultat: 20 Tote. Lediglich ein Passagier hat überlebt – und das Krokodil. Letzteres allerdings nicht lange, dann wurde ihm von einem Mitarbeiter des Rettungsteams mit der Machete der Kopf abgeschlagen.
Ich habe ja immer schon vor dieser albernen Furcht vor Reptilien gewarnt. Na ja.
[via Ralf Sommerlad]
23.10.2010 von Heiko Werning
Gestern Abend war ich im Radio beim Dschungelfunk der Jungle World, moderiert vom wie immer äußerst charmanten Daniel Steinmaier. Drei Geschichten von mir, eine kleine Gesprächsrunde, schöne Lieder aus dem Wedding und ein wirklich großartiger O-Ton aus der Straßenbahn, der uns die Augen öffnet über die Hölle Reinickendorf. Ein großer Spaß, nachzuhören hier.
18.10.2010 von Heiko Werning

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Man kann sich ja sehr gut vorstellen, wie in München die Entscheidungen für das aktuelle Cover ablaufen. Man kann sich das sogar noch viel besser vorstellen, wenn man sich den zugehörigen Werbetrailer auf Focus-online anschaut. Denn da hat der Wulff-Ali noch gar keinen Schnauz und sieht aus wie Horst Seehofer. Und die Schlagzeile lautete noch: “Sein Deutschland”, während eine zu Mitleidstränen rührende Praktikantenstimme den Werbetext dazu aufsagt. Meine Güte, dem Focus muss es wirklich schlecht gehen. Und das ist ja mal eine gute Nachricht.
14.10.2010 von Heiko Werning
Der Islam gehört zu Deutschland – na so was, das ist ja eine ganz bahnbrechende Erkenntnis, die der harmlose Bundespräsident in seiner harmlosen Rede da verbreitet hat angesichts von irgendwas um 3,5 Millionen in Deutschland lebenden Muslimen. Was kommt als Nächstes? Wasser gehört zum Rhein? Hopfen zum Bier? Unhöflichkeit zum Berliner?
Aber den ganzen Wahnsinnigen, die jetzt gleich wieder über den Untergang des Abendlandes lamentieren, aber auch den idiotischen Sprachfundamentalisten, die angesichts einer eher mickrigen Rechtschreibreform gleich die gesamte deutsche Sprache untergehen sehen und jetzt bei jedem Fehler, den sie selbst machen, schimpfen, sie würden sich eben nie an die neue Rechtschreibung gewöhnen, obwohl, und das ist mein unerbittlicher Erfahrungswert als Lektor, in über 90 % der Fälle ihre Schreibweise auch nach der alten Rechtschreibung falsch gewesen wäre, denn Sauerstoffflaschen schrieben sich immer schon mit 3 f und Porträts schon seit Jahrzehnten mit ä, aber klar, die neue Rechtschreibung… weiter lesen
10.10.2010 von Heiko Werning
Heute Abend in der Reformbühne Heim & Welt: Texte und Lieder mit Ahne, Uli Hannemann, Jürgen Witte, den großartigen Gästen Tito Maffy und Jacinta Nandi – und mit mir. Kommt alle, aber stellt den Videorekorder scharf, denn der Münster-TATORT des heutigen Abends, den ich einmal mehr für den nicht genug zu empfehlenden Tatort-Fundus rezensieren durfte, ist gelungen. Finde ich zumindest, anders als Kollege Christian Buss in der Print-taz.
Alles beginnt wie gewohnt in Münster: Papa Thiel, der Bilderbuch-Altachtundsechziger, scheint dem Gedanken, das Eigentum schließlich auch nur Diebstahl ist, noch recht nahezustehen und verbindet die praktische Vorarbeit zur gesellschaftlichen Revolution mit seinen kulinarischen Vorlieben, was im Münsterland bedeutet: Er klaut Spargel von einem Feld. Und, Überraschung, stolpert dabei beinahe über eine Frauenleiche. Die Dame war die Gattin des Spargelmoguls der Region, die Polizei kommt, selbst Professor Boerne lässt Weißwein und, na klar, Spargel im Edel-Restaurant stehen, um zum Tatort zu eilen.… weiter lesen