Seit Anfang letzten Jahres hatte ich wiederholt und lautstark gefordert, Henryk M. Broder abzuwracken. Siehe hier, Minute 5:50. Und da, schau her:
Henryk M. Broder schreibt künftig exklusiv für Welt-Gruppe
Mission accomplished.
Seit Anfang letzten Jahres hatte ich wiederholt und lautstark gefordert, Henryk M. Broder abzuwracken. Siehe hier, Minute 5:50. Und da, schau her:
Mission accomplished.
Zur Abwechslung heute mal wieder ein Verweis aufs eigene Haus bzw. ins eigene Blatt: Das klassische Dilemma
Achtung, Berliner: Heute abend unbedingt zur Reformbühne Heim & Welt im Kaffee Burger kommen. Nicht nur, dass wir mit Falko Hennig den derzeit wohl meist äh, besprochensten Schriftsteller des Landes dabei haben (wenn Hermann Horstkotte auch wiederholt nicht in der Lage ist, mittels Google-Recherche den richtigen Namen unserer Veranstaltung herauszufinden), auch die Gäste haben es in sich: Der großartige Songwriter Danny Dziuk wird einige seiner neusten, noch unveröffentlichten Hits (und es sind Hits!) vorstellen, und Neuberliner Mischa-Sarim Verollet, dessen schwungvolle Frisur praktisch nur mit Gesine Schwan zu vergleichen ist, gibt sozusagen seinen Einstand bei uns. Aber: nicht vergessen, den Videorekorder zu programmieren. Denn neidlos muss zugestanden werden, dass die ARD heute ein Programm aufbietet, dass fast so gut ist wie die Reformbühne: der TATORT “Nie wieder frei sein” vom BR, den ich für den Tatort-Fundus besprochen habe:
Dieser TATORT geht zur Sache. Und zwar auf für die Reihe sehr ungewöhnliche Weise.
Schon die Eröffnungssequenz hat es in sich: in fahlem Licht sehen wir, wie ein Mann an einer Kiesgrube vorfährt, einen übel zugerichteten, halbnackten Frauenkörper aus seinem Lieferwagen zerrt, wie einen Müllsack, der Kopf des leblosen Leibes schlägt unbarmherzig auf den Boden. Der Mann reißt die letzten Textilien vom Torso, besprüht den Körper mit einer Flüssigkeit mit der emotionalen Beteiligung eines Schlachters, der eine Sau für die Wurstwerdung vorbereitet. Er hat sein Werk verrichtet, ohne sein Opfer eines Blickes zu würdigen braust er davon. Wir schlucken. Und dann ein echter Schock-Effekt: Unter der blutverschmierten, durchsichtigen Plastikplane bewegt sich plötzlich der Kopf der vom Zuschauer sicher für tot gehaltenen Frau, eine kurze Szene wie in einem Horrorfilm. Der Auftakt sitzt.
Derart eingestimmt ist uns also schon nach Ablauf des Vorspanns klar: Herzenswarme Weihnachtsbesinnung ist nicht zu erwarten von diesem dritten TATORT aus München in diesem Jahr. Die Härte der Eingangsszene ist aber kein Effekt um des Effektes willen, sondern … weiter lesen
Für den Kabeljau an sich mag das schon gelten, was tagesschau.de hier titelt, für den Fisch auf dem Foto dagegen dürfte es eher zynisch klingen.
Neues hören wir von Herbert Grönemeyer, Mensch, 54. Dpa berichtet:
“…[Grönemeyer] steckt mitten im «Textwahn» für seine neue Platte, die am 18. März 2011 erscheinen soll.
«Ich stehe morgens um sechs auf, schreibe mir etwas auf, was mir in der Nacht eingefallen ist, um elf lese ich das dann noch mal und stelle fest: Das war der völlige Mist! Ich schreibe wirklich wie ein Verrückter», sagte der 54-Jährige am Dienstag in Hamburg. Oft lese er die Texte seinen Kindern vor, die sich dann immer wieder die Haare rauften und fragten: «Was hast Du denn heute wieder genommen?»”
Da sagen wir doch: Auf jeden Fall länger schlafen, öfter mal auf die eigenen Stimmen und die Kinder hören (aber denen deswegen weder Macht noch Kommando geben).
Wie die verschiedenen Medien zu berichten wussten, erinnerten gestern der polnische und der deutsche Präsident an den Kniefall des deutschen Kanzlers vor vierzig Jahren. Schlagzeilen waren “Wulff in Polen auf den Spuren von Willy Brand” oder natürlich “Wulff würdigt Willy Brandt” (Aliteration, ick hör’ Dir trapsen). Völlig unklar blieb hingegen, was der hässliche Klotz an der Stelle machte, wo Willy Brand einst seine “großartige Geste” vollzog. Kann man den nicht wegräumen und ein schönes Denkmal für diesen Kniefall dort errichten?