Archive for Juni, 2012

29.06.2012 von Heiko Werning
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Was macht so ein Landestierschutzbeauftrager eigentlich den lieben langen Tag?

von Heiko Werning

Zumindest im Fall des Landestierschutzbeauftragten von Berlin, Klaus Lüdcke, kann man diese Frage leicht beantworten: Leserbriefe schreiben. Nämlich an diese kleine Zeitung hier, auf meinen Artikel darüber, dass bei den Tierschützern allmählich alle Maßstäbe verrutscht sind. Klaus Lüdcke schreibt dazu:

Was soll denn das? taz-like ist das krause Gemisch aus Tatsachen/Wahrheit und unsachlicher Polemik sicher nicht!

Denn merke: So ein Landestierschutzbeauftragter weiß nämlich nicht nur, was andere Leute für Tiere halten sollten oder eben besser nicht, sondern auch, was sich für eine Zeitung gehört und was nicht. Der Mann ist es halt gewohnt, über andere hinweg zu entscheiden, da wird er ja wohl wissen, was “taz-like” ist und was nicht. So viel schon mal zur Selbstwahrnehmung solcher Typen.

Wenn die “Exoten” in privater Hand länger als in der Natur leben würden, müssten beim Umsatz der Zoohändler und der Baumärkte mit Zierfischangebot alle Berliner Haushalte ein

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28.06.2012 von Heiko Werning
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Frei-BILD für alle (5 & Schluss)

von Heiko Werning

So, das war’s: Die Bild-Zeitung wird 60 und hat uns allen zu diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe mit ganz viel Retrospektive kostenfrei in den Briefkasten gelegt. Da habe ich mich in dieser Woche auch mal nicht lumpen lassen: Ein Blick ins eigene Textarchiv hat allerlei weitere Würdigungen von Deutschlands größter Zeitung zu Tage gefördert, Ausschnitte aus Texten nur für die BILD-Zeitung, denn jetzt wird zurückgeschenkt. Bitte schön! (Teil 1: 8/2004-5/2006, Teil 2: 10/2006-6/2007, Teil 3: 9/2007-11/2008, Teil 4: 1/2009-2/2011):

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7/2011

Bei den Ausschreitungen unlängst in London fragte die Bild natürlich wieder sofort, ob das nicht auch in unseren Städten passieren könne, auch bei uns gebe es schließlich schlimme Ghettos wie Neukölln oder Wedding. Ich glaube, ich kann sie da beruhigen. Wenn es bei uns überhaupt mal zu Plünderungen kommen sollte, dann höchstens von Bio-Märkten. Und das wäre mir scheißegal.

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10/2011

Philip Rösler war auf die schöne Idee gekommen, vor… weiter lesen

27.06.2012 von Heiko Werning
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Frei-BILD für alle (4)

von Heiko Werning

Die Bild-Zeitung wird 60 und hat uns allen zu diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe mit ganz viel Retrospektive kostenfrei in den Briefkasten gelegt. Da will ich mich in dieser Woche auch mal nicht lumpen lassen: Ein Blick ins eigene Textarchiv fördert weitere Würdigungen von Deutschlands größter Zeitung zu Tage. Bitte schön! (Teil 1: 8/2004-5/2006, Teil 2: 10/2006-6/2007, Teil 3: 9/2007-11/2008):

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1/2009

Bild-Zeitung!

Du bist es wieder einmal, die uns aufschreckt vor einer weitgehend verschwiegenen Gefahr. Angesichts des Einstiegs des Staates in die Commerzbank fragst Du: „BRD = DDR light? Wird die Bundesrepublik ein großer Staatsbetrieb?“ Denn: „Es gibt sehr ernstzunehmende Stimmen, die unser Land auf dem Abmarsch Richtung DDR light sehen.“ Und – wer sind diese ernst zu nehmenden Stimmen? Genau die: Springer-Chef Mathias Döpfner: „Die ohnehin erkennbare schleichende Verschiebung unserer freien Wirtschaftsordnung hin zu einer Planwirtschaft light beschleunigt sich.“ Bild dazu: „Wie wahr!weiter lesen

26.06.2012 von Jakob Hein
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Sternstunden des Kfz-Journalismus (III)

von Jakob Hein

“Ganz anders der neue V8, der schon von 15000/min an die Drehomentkurve als waagrechten Strich zeichnet, der erst bei 5740/min wieder abfällt. Über die gesamte Spanne lehren 680 Nm die Antriebsräder das Fürchten, 180 Nm mehr als zu V10 Zeiten. Während der alte M6 mit 400 PS losfuhr und erst auf Knopfdruck das volle PS-Programm entfesselte, beschleunigt das 2012er-Modell per Launch Control und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, drei Zehntel flinker als bisher. Gleichzeitig sinkt der Mix-Verbrauch von 14,8 auf 9,9 Liter. Dieser Wert ist im Alltag freilich selbst mit noch so sanftem Gasfuß nicht reproduzierbar. (…)

Am Ende des Tages dominiert trotzdem die Begeisterung, denn der M6 ist ein talentierter Animateur, der uns Kurve um Kurve aufs Neue zurücklockt in die faszinierende Welt aus Kraft mal Weg. Dort kombiniert der kehlige V8 höchste Schubkraft mit der Start-Stopp-Askese des professionellen Kostverächters. Das Fahrwerk zelebriert zwischen angedeutetem… weiter lesen

26.06.2012 von Heiko Werning
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Frei-BILD für alle (3)

von Heiko Werning

Die Bild-Zeitung wird 60 und hat uns allen zu diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe mit ganz viel Retrospektive kostenfrei in den Briefkasten gelegt. Da will ich mich in dieser Woche auch mal nicht lumpen lassen: Ein Blick ins eigene Textarchiv fördert weitere Würdigungen von Deutschlands größter Zeitung zu Tage. Bitte schön! (Teil 1: 8/2004-5/2006, Teil 2: 10/2006-6/2007):

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9/2007

In der Diskussion um den in der Türkei wegen des Vorwurfs auf sexuelle Nötigung einsitzenden deutschen Schüler Marco W. schwingt ein Unterton mit, der da lautet: Ach, was soll das schon, die Weiber sollen sich mal nicht so haben, wo gehobelt wird, da fallen auch Späne, bzw. da spritzt eben auch mal Sperma. Aber was heißt schon Unterton?

Franz Josef Wagner in der Bild: “Lieber Marco, zzt. in türkischer Haft,

Du bist 17, Schüler aus Ülzen in Niedersachsen. Was hast Du getan, das Dich zum U-Häftling macht? … An einem Kußweiter lesen

25.06.2012 von Heiko Werning
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Frei-BILD für alle (2)

von Heiko Werning

Die Bild-Zeitung wird 60 und hat uns allen zu diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe mit ganz viel Retrospektive kostenfrei in den Briefkasten gelegt. Da wollen wir uns in dieser Woche auch mal nicht lumpen lassen: Ein Blick in das Archiv des Reptilienfonds fördert weitere Würdigungen von Deutschlands größter Zeitung zu Tage. Bitte schön! (Teil 1: 8/2004-5/2006):

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10/2006

Sicher, Fotos mit posierenden Soldaten sind nie schön, das liegt in der Natur der Sache. Mit entblößten Penissen schon mal gar nicht, und auch über die Ästhetik afghanischer Totenköpfe kann man geteilter Ansicht sein. Aber was um Himmels Willen hat die Öffentlichkeit denn erwartet? Wer jemals gezwungen war, beispielsweise an einem Freitagnachmittag einen Zug der Deutschen Bahn mit der heimreisenden Soldateska zu teilen, für den dürfte es keine allzu große Überraschung gewesen sein, dass die Jungs sich da unten nicht immer und ausschließlich wie Gentlemen benehmen.

Aus demselben Grund aber, warum sie überhaupt… weiter lesen

25.06.2012 von Jakob Hein
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Demnächst teilen wir mit, welche Bilder wir im Boxen nicht mehr sehen wollen

von Jakob Hein

Sie konnten die blöden Sprüche schon nicht mehr hören, die "Eutschland-Supporters Neubrandenburg". Aber sie standen eben dazu, etwas andere Fans zu sein.

Nach und nach klärt sich durch die UEFA, welche Bilder wir im Fußball nicht mehr sehen wollen. Doch es geht doch noch weit über die Pyrotechnik hinaus. Schließlich dürfen wir bei der diesjährigen Europameisterschaft auch ausführlich das Motiv: “Kamera entdeckt Fan, Fan entdeckt Kamera” sehen. Tausend Mal pro Spiel und man hat immer noch nicht genug davon! Oder das Motiv: “Sorgenvoller Trainer blickt auf Spielfeld”. Bitte mehr. Dafür verzichten wir auch gern auf langweilige Zeitlupen von “Torchancen”. Zeitlupe, das klingt schon so 80er! Wir brauchen hingegen mehr Kameraaufnahmen des Rasens vor dem Tor, der Halmlänge in Höhe der Trainerbank und vom Besitzer des einen Fußballclubs mit seiner Freundin und natürlich halbstündige Aufnahmen des Präsidenten der UEFA, denn der ist ja schließlich sowas wie der Gastgeber dieser… weiter lesen

24.06.2012 von Heiko Werning
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Frei-BILD für alle (1)

von Heiko Werning

Die Bild-Zeitung wird 60 und hat uns allen zu diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe mit ganz viel Retrospektive kostenfrei in den Briefkasten gelegt. Da wollen wir uns in dieser Woche auch mal nicht lumpen lassen: Ein Blick in das Archiv des Reptilienfonds fördert weitere Würdigungen von Deutschlands größter Zeitung zu Tage. Bitte schön:

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8/2004

Da fühlt sich nun ausgerechnet die Bild-Zeitung berufen, die deutsche Sprache zu retten, als wäre sie nicht seit jeher der natürliche Feind von Syntax, differenzierter Wortwahl und Sprachästhetik. Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, argumentiert allen Ernstes: „Bild erreicht mehr als 12 Millionen Leser und prägt die öffentliche Meinung mehr als jede andere Zeitung. Also kommt ihr auch im Falle der deutschen Rechtschreibung eine besondere Verantwortung zu. Bild hat Millionen Menschen zum Lesen gebracht, die früher nie eine Zeitung in die Hand genommen haben.“ Und die es auch… weiter lesen

23.06.2012 von Jakob Hein
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Gerichtlich festgestellte Superkräfte – Bundesgerichtshof: Ärzte sind unbestechlich

von Jakob Hein

Für Ärzte ein gutes Gschäftle, für Kinder ab 18 verboten

Der Jubel war groß in Deutschland am gestrigen Freitag. Doch nicht nur Fußballenthusiasten feierten am späten Abend den Einzug der Herren-Nationalmannschaft ins Halbfinale, einige Stunden zuvor hatten niedergelassene Ärzte und Pharmaindustrie einen viel umfassenderen Sieg errungen, zwar keinen sportlichen, dafür aber einen juristischen Sieg, diesen aber dafür gewissermaßen im Finale vor dem Großen Senat für Strafsachen des Bundesgerichtshof (BGH).

In seinem Beschluss mit dem Aktenzeichen GSSt 2/11 stellt der BGH fest, dass ein niedergelassener Arzt “weder als Amtsträger noch als Beauftragter der gesetzlichen Kassen” handelt und insofern auch nicht unter den Bestechungsparagraphen 299 des Strafgesetzbuches fallen kann. Wie super ist das denn? Der angestellte Arzt im Krankenhaus kann da anders belangt werden, aber der niedergelassene Arzt ist frei, praktisch beliebige Vorteile anzunehmen, bestechen kann man diesen freien Mann nicht.

In dem verhandelten Fall bekamen Ärzte nachweislich Schecks… weiter lesen

21.06.2012 von Jakob Hein
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Der Kommentator kann sich dann ganz darauf konzentrieren, “ein Tor würde dem Spiel gut tun” zu sagen

von Jakob Hein

Die Prototypen sind schon fertig

Heute beginnt die k.o.-Runde der wichtigsten Europameisterschaft der vergangenen 3,4 Jahre. Die UEFA hat sich heuer darauf verlegt, missliebige Bilder nicht zu zeigen, so wie nasse Rasenplätze, rauchende Trainer, rauchende Pyros. Ein Vorgehen, das sich schon im Ostblock bewährt hat: schließlich verstummen die kritischen Stimmen irgendwann, wenn sie sich nicht im staatlichen Rundfunk hören können. Wann hat Zensur schon jemals nicht geholfen? Wobei das natürlich keine Zensur ist, was die UEFA macht, hallo – wo kämen wir da hin? (Wann hat Zensur schon jemals von sich behauptet, so zu heißen? Das ist so wie Spießer, die nennen sich ja auch nie so.)

Egal, die fehlenden Bilder jedenfalls werden von den Investigativ-Kameras des öffentlichen Rundfunks doch gezeigt, damit wir uns selbst eine Meinung dazu machen können, woher der Rauch auf dem Spielfeld kommt und uns keine Sorgen machen, dass der Torwart der überlegenen Mannschaft… weiter lesen