Klos in Korea

Klo_Korea

Auf vielfachen Wunsch möchte ich hier die Funktion der koreanischen Klos erklären, zumindest insoweit diese über die Funktionsweise deutscher Toiletten hinausgeht.

Man betritt das koreanische Klo in speziellen Bad-Latschen, die links neben der Badtür stehen. Dafür lässt man seine Hauslatschen, die links neben der Haustür standen und die man gegen seine Straßenschuhe getauscht hatte, vor der Badtür stehen und schlüpft in die Sanitärslipper. Dann verrichtet man sein Geschäft meines Wissens ganz so wie in Deutschland, jedenfalls hat mir keiner meiner freundlichen Gastgeber irgendwelche anderslautenden Hinweise gegeben, was aber auch an meiner extrem unsensiblen Art liegen kann.

Beim Hinsetzen wird einem auffallen, dass die Klobrille geheizt ist. Das ist nicht nur angenehm, sondern fördert auch eine gelungene Entleerung, schwer zu erklären wie, irgendwie physiologisch, wer schon mal eine Sitzheizung im Auto angeschaltet hat, wird wissen, was ich meine. Nach diesem gelungenen Akt drückt man auf den im Bild mit einem grünen Pfeil markierten Knopf. Darauf sprüht mit verblüffender Treffgenauigkeit warmes Wasser genau dorthin, wo gerade etwas aus dem Körper trat. Ein Druck auf den gelb markierten Knopf führt dazu, dass lästige Restverschmutzungen mit warmem Wasser vom Scrotum gespült werden, keine Ahnung, ob Frauen was mit diesem Knopf anfangen können. Drückt man auf den blauen Knopf beginnen warme Winde die Dammregion zu umfahren und die Restfeuchte wegzuwedeln.

Durch Druck auf den mit dem roten Pfeil markierten Knopf kann der Vorgang entweder beendet, aber auch zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden. Dieses Bild und die Beschreibung bitte gut einprägen, auf den Originaltoiletten fehlen die Pfeile. Die hinteren Tasten sind für Fortgeschrittene und nicht zur Bedienung zu empfehlen. Die einen regulieren die Temperatur der Brille und die anderen helfen bei der Entbindung eines Kindes und es hängt vom Fabrikat ab, welche vorn und welche hinten sind. Der Mülleimer dient für Müll. Und wenn man gar nicht zurecht kommt, kann man mit dem Telefon links im Bild jederzeit die kostenlose Hotline AngloInfo Seoul 1588-5644 anrufen, die einem in 18 Sprachen jederzeit gern weiterhilft.

Kommentare (5)

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  1. Was heisst hier Musik ;-) dafür gibts dein Handy.
    in Öffentlichen Toiletten gibts in der Frauenvariante die Otohime (zu deutsch das Geräusch-Prinzessin) ein Klospülungsgeräusch-emulator.
    Das ahmt also das Geräusch der Klospülung nach damit andere nicht hören was für geräusche du von dir gibts.

  2. Hoffentlich ist das wenigstens lustig gemeint und nicht unfreiwillig komisch. In letzterem Fall nochmal den Text lesen und kurz an der betreffenden Stelle nachdenken. (Gemeint ist die Textstelle.)

  3. scheint ja doch anatomische Unterschiede zu geben, wenn sich Asiaten immer komplett das Skrotum zukacken.

  4. Nein, also nicht auf den Klos, die ich besuchen durfte. In einem Hotel (ich sage den Namen lieber nicht) gab es gar keine elektrische Peritonaeum-Dusche. Da sollte man so mit Papier im Hintern herumwischen… ich darf gar nicht daran denken.

  5. Was? Keine Musik?