Archive for the ‘Alle Einträge’ Category

16.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Unfassbar! Kristina Schröder lässt sich Angelina Jolies Brüste transplantieren

von Jakob Hein

In einer spektakulären Aktion hat sich Bundesfamilienministerin Schröder die ehemaligen Brüste von Hollywood-Star Angelina Jolie transplantieren lassen. “Die Brüste sind bei mir sicher”, sagte Schröder den erstaunten Journalisten. “Da ich selbst nicht das gefährliche Gen trage, können sie bei mir nicht so leicht Brustkrebst bekommen.”

In einer Pressekonferenz sagte Schröder, dass das Schicksal des Hollywood-Stars ihr Interesse an weiblichen Themen geweckt habe. Während die Ministerin bisher vor allem dadurch in Erscheinung getreten ist, dass sie die Gleichberechtigung der Frauen überall dort in der Gesellschaft ausgebremst hat, wo sie dies nicht mehr vollständig verhindern konnte, interessiert sie sich nun plötzlich für Frauenthemen. Nachdem ihr beim Vorlesen von Kinderliteratur bereits aufgefallen war, dass bestimmte Darstellungen in Kinderbüchern heute rassistisch sind, fallen ihr nun bestimmte Darstellungen von Frauen in der Literatur unangenehm auf. “Bei ‘Hänsel & Gretel’ kommt es mir manchmal so vor, als würden die Frauenfiguren nicht durchgängig positiv sein”, erklärte… weiter lesen

12.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Wenigstens ich kann anlässlich des NSU-Prozessbeginns etwas gestehen

von Jakob Hein

Als bei der Lotterie des Oberlandesgerichts München die „Brigitte“ einen der Journalistenplätze zugelost bekam, hatte ich eine Idee: Mein Plan war, mich satirisch in die Position des Berichterstatters des Frauenmagazins zu begeben und den Prozess ausschließlich aus Sicht eines – ich gebe es zu – sexistischen Frauenbildes darzustellen. Ich wollte über das Aussehen der Angeklagten schreiben, was sie isst, was sie anzieht, wo sie zum Friseur geht. Die Idee dahinter war es, einerseits das Grauen der rechtsextremen Morde zu unterlaufen und andererseits das gängige Frauenbild der gängigen Frauenzeitschriften zu karikieren – zwischen Kleiderschrank und Herd immer hin und her laufend. Vielleicht wäre es möglich, auch Banalisierungstendenzen in der Berichterstattung zu entlarven sowie die Verharmlosung einer mutmaßlichen Serienmörderin aufgrund der schlichten Tatsache, dass sie eine Frau ist. Schließlich würde ja bei einem Mann niemand über die flotten Wildlederschuhe oder den schicken Anzug sprechen.

Leider muss ich mir schon nach demweiter lesen

11.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Preziosen provinzieller Presse II – Dann muss der Prophet zum Underberg

von Jakob Hein

Bei genauer Betrachtung eine Art moderner Beichtstuhl: Das Auszahlsystem

Es gibt im Leben eines Autoren wenig Erfreulicheres als nette Leser.  Unser netter Leser xiti schrieb uns folgendes:

…ich lese gern euren Reptilienfonds; beim jüngsten Beitrag “Preziosen provinzieller Presse” fiel mir sofort ein Beitrag vom Wochenende aus dem Eifeler Lokalteil der Aachener Zeitung ein.

Und xiti hat recht. Dieser Beitrag unter dem Titel “Gottesdienst in der Kneipe – Jugendliche ansprechen” ist eine echte Preziose.  Denn Frau Alice Klein hat sich unter Jugendlichen umgehört und recherchiert, warum “äußerst selten Jugendliche auf den [Kirchen-]Bänken sitzen: “die Messen sind langweilig”, “die Musik ist öde” und “die Texte kann man nicht verstehen” – das sind so Sachen, die Alice Klein herausgefunden hat.

Darum machte sie jetzt einen Gottesdienst in der Imgenbroicher Bodega. Der dortige Besitzer findet die Idee super, denn er “kennt die Kirche aus seiner Schulzeit” und “weiß, wie langweilig es… weiter lesen

10.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Aus! Schluss! Vorbei! Der Papst trennt sich von Catherine Deneuve!

von Jakob Hein

Auch vorbei: Alkohol und Zigaretten

Am Mittwoch titelte die Bild-”Zeitung”:  “Liebes-Aus! Alles vorbei zwischen Desirée Nosbusch und Daimler-Chef Dieter Zetsche”.  Für Leser unter 40 muss man dabei ergänzen, dass Frau Nosbusch früher mal Moderatorin war, die heute gelegentlich in Filmen wie “Das Vermächtnis der heiligen Lanze” mitspielt und Herr Zetsche eine Firma leitet, die Autos herstellt, die von Leuten gefahren werden, die Filme wie “Das Vermächtnis der heiligen Lanze” schauen. Das Spannende an der Trennung der beiden ist, dass sie nie zusammen waren. Sie waren einmal bei einem (Pferde-)Reitturnier in Zürich und einmal gemeinsam in einem Restaurant. Aber sowohl Frau Nosbusch als auch die Sprecher von Herrn Zetsche haben nie gesagt, dass die beiden älteren Herrschaften was miteinander hätten. Aber nun: “Liebes-Aus” in Bild, B.Z., Welt und Focus.

Das ist innovativer Journalismus! Durch den endgültigen Abgesang von Meldungen, die man vorher weitgehend erfunden hatte, kann man doppelte… weiter lesen

09.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Preziosen provinzieller Presse I – Auch eine kleinere Leserschaft darf nicht beschwindelt werden

von Jakob Hein

Bei einem Aufenhalt im schönen Ilmenau, das derzeit allerdings von der Außenwelt etwas abgeschnitten ist (mit dem Zug bis Marlishausen und dann weiter mit dem Ersatzverkehr der Erfurtbahn) fiel uns die neueste Ausgabe des “Neuen Geheimrats” in die Hände. Hergestellt wird dieses  “Stadt- und Monatsmagazin aus Ilmenau” im Verlagsgebäude, das tatsächlich “Geheimratsecke” genannt wird. Großartig fanden wir die Rubrik “Frag’ Heinz”, letztendlich rätselhaft, warum nicht alle Magazine genau diese Rubrik in ihrem Blatt haben. Was ist denn schon “Post von Wagner” im Vergleich zu “Frag’ Heinz”? Eben.

Auch wird Frau Krannich freundlich gedankt, die jetzt in ihren “3. Lebensabschnitt” mit einem großen Ausverkauf geht.  Und die Dachdeckerei hat sich sogar ein “Autotelefon” angeschafft. Wahnsinn, das gab es schon mal in den 90er Jahren und scheint jetzt wieder zu kommen, so wie gestreifte Hosen und Schulterpolster. Aber dennoch, lieber “NG”, man darf seine Leser nicht belügen. Bei… weiter lesen

07.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Niemand sollte an der Männerquote von 100 Prozent rütteln dürfen

von Jakob Hein

Man muss ja nicht gleich so hoch hinaus, man kann doch auch einfach ein paar Ökokinder abbacken

Die derzeitige Leiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sich anlässlich eines Treffens weiblicher Führungskräfte in den Arbeitsräumen der wichtigsten deutschen Führungskraft zum Thema Quote geäußert. Im Gespräch mit der “Passauer Neuen Presse” (wo sie halt so die Interviews bekommt) sagte sie, dass eine Frauenquote gar nicht so wichtig sei.

Letztendlich muss man ihr doch zustimmen. Zum Beispiel dieses eine Ministerium in der Berliner Glinkastraße. Das ist seit Jahren mit Frauen besetzt und die Wirkung für die Frauen ist gerade in den letzten Jahren sehr schlecht gewesen. Wenn da mal eine Frauenquote von 0%, zumindest zeitweise vorläge, wäre das eher ein Fortschritt und könnte tatsächlich dazu führen, dass “wir uns trauen, die Arbeitsbedingungen so zu ändern, dass Menschen mit Familie auch Karriere machen können”, wie die derzeitige… weiter lesen

06.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Dass ich mir donnerstags beim Kaffeetrinken richtig schlimm die Zunge verbrüht hatte, fand überraschenderweise keinen Eingang in die Weltpresse

von Jakob Hein

Auch das noch: Türkheimerin hat das größte Aneurysma - der Welt

In der vergangenen Woche gab es wieder heftige internationale Kontroversen über das berühmte China-Dilemma. Der Schwerpunkt der Weltkrise lag in diesen Tagen sicher in Holland, wo bei der Krönung von dem einen Prinzen (wenn der überhaupt Prinz ist, ich meine, ist das nicht so eine Art Verarschung, so eine Art überholte Beschimpfung für Homosexuelle, so wie warmer Bruder, ich bin mir das nicht so sicher) jedenfalls der eine Prinz ist König geworden in Holland und es wurde mehr Wind darum gemacht als bei jeder anderen Landtagswahl. Man, da träumen die davon im Saarland, dass mal so viel Interesse für die Einsetzung eines Scheinherrschers aufgebracht wird, wie das im westlichen Ruhrgebiet plötzlich war. In Holland jedenfalls wurde angesichts der „Krönung“ des „Königs“ ein im traditionellen Orange gehaltener Sack Graupen aus Dokkum umgekippt als Erinnerung an die Befreiung vom… weiter lesen

05.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Frieden schaffen mit immer mehr Waffen

von Jakob Hein

Normalerweise müsste man schon die Placentakammer bewaffnen

Heute ist der “Youth Day”, ein toller, bunter Tag für Kinder und Jugendliche bei der Jahreskonferenz der National Rifle Association in Houston (“wir haben ein Problem”). Die Konferenz hat sich zum Ziel gesetzt, einen Krieg zu verhindern, nämlich einen Kulturkrieg, womit klar ist, was für eine schicke Friedensorganisation das ist. Zum Glück für die Konferenz hat vorher ein 5-jähriger Junge seine 2-jährige Schwester mit seinem Geburtstagsgeschenkgewehr erschossen, ein wunderschönes “Mein erstes Gewehr” der Firma Crickett. Dies unterstreicht die wichtige Forderung der NBA, dass 2-jährige Mädchen nicht einfach unbewaffnet in ihrer eigenen Wohnung umherlaufen dürfen, sondern natürlich in die Lage versetzt werden wüssen, sich zu schützen.

Denn es sind nicht Gewehre, die Menschen töten, sondern Menschen, die Menschen töten, mit Gewehren, die wiederum Menschen hergestellt haben, die aber mit den Menschen, die mit den Gewehren töten nichts zu tun… weiter lesen

01.05.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Keinen Fußbreit! – endlich werden auch Maßnahmen gegen Problemfußgänger ergriffen

von Jakob Hein

 

Typische, zu allem entschlossene Fußgängerin mit Terror-Kuscheltier

Nachdem verschiedene Maßnahmen endlich den “Rambo-Radlern” Einhalt gebieten, ist es nun längst Zeit, sich einem anderen, noch viel wichtigeren Phänomen zuzuwenden. Denn Millionen von Deutschen fürchten sich täglich vor der Benutzung des öffentlichen Straßenlandes, die Polizei ist machtlos, kein Ort ist vor ihnen sicher: gewaltbereite Fußgänger, genannt „die Fußtruppen des Terrorismus“ oder auch einfach nur: “Pogrompassanten”. Denn obwohl die gesellschaftliche Gemeinschaft das Straßenland aus Steuermitteln finanziert hat, benutzt es eine Horde zu allem bereiter Fußgänger wie ihren Privatbesitz.

In einer groben Verzerrung der Realität, die täglich auf Deutschlands Straßen erlebbar ist, ist der Flugverkehr reguliert, der Bahnverkehr unterliegt tausenden Vorschriften, gibt es zahllose Restriktionen gegen friedliche Autofahrer und endlich auch Gesetze gegen gewaltbereite Pedalisten. Aber die schlimmsten Feinde, die größte Gefährdung für unsere Demokratie darf sich weiterhin ins Fäustchen lachen und nach Lust und Laune die sprichwörtliche Sau rauslassen.

Undweiter lesen

29.04.2013 von Jakob Hein
blogavatar

Nicht der Reiche ist schuld an seinem Reichtum, sondern die Situation, in der er lebt

von Jakob Hein

Geld ist für die Wirtschaftspolitik so etwas wie Wasser für den Bau. Zu wenig ist schlecht, zu viel ist auch schlecht und an jeder noch so kleinen Ritze, bei jedem noch so kleinen Konstruktionsfehler macht es sich gnadenlos bemerkbar. Es regnet von oben durch kleine Lücken des Dachs, es dringt von unten durchs Fundament, es spritzt an den Putz, es zerdrückt das Vordach im Winter. Mit dem Geld ist es praktisch genauso. Während die meisten nicht einmal den genauen Unterschied zwischen dem SGB und dem BGB kennen, findet das Geld noch die unwahrscheinlichsten, schon fast undenkbaren Lücken zwischen transkontinentalen Steuergesetzen. Das Geld überwindet spielend jede Ländergrenze, das Geld kennt keinen Unterschied zwischen legal und illegal, es kennt nur den Unterschied zwischen genug und zu wenig.

Genug ist, wenn das Geld sich selbst mobil machen kann. Wenn das Geld Arme und Beine hat. Wenn genügend Geld da ist, um vonweiter lesen