Nicht, dass es überraschend wäre, und nicht, dass man sich Hoffnungen machen sollte, den Mietmäulern und Deppen der Achse des Blöden Guten wäre mit Argumenten beizukommen, aber eine neue Studie in einem der renommiertesten naturwissenschaftlichen Fachmagazine, den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), zeigt einmal mehr: Es gibt praktisch keinen seriösen Zweifel daran, dass sich das Klima durch menschlichen Einfluss bedrohlich erwärmt. Die Darstellungen des Weltklimarates IPCC werden von fast allen Wissenschaftlern, die an dem Thema arbeiten, unterstützt.
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Climategate und die Achse des Blöden (10): Jakob Hein über Broders Brücke der Intoleranz
von Jakob HeinMODERATOR
Guten Abend, meine Damen und Herren! Schreckliche Szenen spielten sich heute ab beim Einsturz der Brücke der Intoleranz, das große Jahrhundertbauwerk über die Alpen. Hunderte Tote mussten geborgen werden, Tausende haben beim Einsturz der Brücke ihr Dach über dem Kopf verloren. Unser Reporter vor Ort ist Jürgen Trömmdorf. Guten Abend, Jürgen.
REPORTER
Guten Abend.
MODERATOR
Jürgen, was können Sie uns über das Ausmaß der Katastrophe derzeit berichten?
REPORTER
Nun, Matthias, die Lage ist noch sehr unübersichtlich und die verschiedenen Rettungskräfte sind sehr zurückhaltend, was genaue Auskünfte betrifft, aber es ist in jedem Fall klar, dass wir es hier mit einer riesigen Katastrophe zu tun haben.
MODERATOR
Liegen denn schon genauere Erkenntnisse über den Hergang des Unglücks vor?
REPORTER
Die erst vor zwei Tagen eingeweihte Brücke, die sich von Augsburg bis nach Klagenfurt erstreckte, ist offensichtlich ziemlich kurz nach ihrer Eröffnung eingestürzt. Auf ihr befanden sich Tausende von Fahrzeugen, die… weiter lesen
Climategate und die Achse des Blöden (9): Jakob Hein über die Diskussionskultur von Broder & Co.
von Jakob HeinDie neue Unsachlichkeit
Angesichts des Tons, der von Henryk Broder und seinen Freunden immer wieder in die Debatten gebracht wird, fällt es vielen oft nicht leicht, sachlich zu bleiben. Dabei muss man vor diesen konservativen Revolutionären mindestens dreimal den Hut ziehen.
Einerseits schaffen sie es eben durch unsachliche, populistische, persönlich beleidigende, gehässige und sich mindestens am Rande des diskursiven Konsens bewegende Äußerungen den Ton der Debatten über die Religionsfreiheit für den Islam und die Klimafrage zu bestimmen. Gern werden Hitler- oder Holocaust-Vergleiche bemüht. Das wirkt frisch und unverkrampft, mutig stemmen sich die Achsenkräfte des Guten auch gegen political correctness. Ja! Endlich tut mal jemand etwas gegen diese verdammte political correctness! Man muss doch endlich mal wieder Neger, asozial und Titten sagen dürfen!
Zwei Dinge übersehen die Herrschaften dabei geflissentlich und mit ihnen die begeisterte Öffentlichkeit: Erstens ist das, was heute political correctness heißt, Teil einer sprachliche Bewegung,… weiter lesen
Au weia, bei Thierry Chervel vom Perlentaucher sind jetzt alle Sicherungen durchgebrannt. In seiner wutschnaubenden Suada gegen alle, die es wagen, die „Achse des Blöden Guten” zu kritisieren, ist ihm vor lauter Um-sich-beißen offenbar einiges durcheinander geraten. Warum er ausgerechnet meinen Beitrag zu den Verschwörungstheorien der Wetterfrösche von der Achse in seine Reihe der Islamophobiekritikerkritik stellt, bleibt sein Geheimnis, dass er damit aber ausgerechnet ebendiese Achsenschreiber und vor allem Henryk M. Broder (der ja doch nur das Gewäsch von seinem Geschäftspartner Maxeiner nachplappert) nun ausgerechnet per Dekret zu „Aufklärern“ verklärt, ist für jemand, von dem man annehmen sollte, sich zumindest näherungsweise mit dem Bedeutungsgehalt solcher Begriffe auszukennen, geradezu bizarr. Von nichts ist Broders kenntnisfreie Klima-Stänkerei weiter weg als von auch nur einem Zipfel Aufklärung.
Denn Aufklärung bedeutet ja nun gerade, althergebrachte Vorstellungen und Ideologien durch das Rationale, durch nachvollziehbare, überprüfbare wissenschaftliche Erkenntnisse – nun ja: eben aufzuklären.
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What a Wonderful World
Häufig hilft es dem Denken, über das Hier und Jetzt hinauszusehen. Dies ist auch in der Klimadebatte eine sinnvolle, häufig von beiden Seiten genutzte Methode. Die einen sagen: In fünfzig Jahren ist die halbe Welt untergegangen und dann werdet ihr sehen, dass man Geld nicht essen kann. Die anderen sagen: In fünfzig Jahren ist alles so auf der Welt wie immer und dann werdet ihr euch ordentlich für euren Weltuntergangsscheiß schämen.
Was ist, wenn die Dinge so eintreffen, wie beide Seiten annehmen? Wenn die Klimawarner Unrecht haben sollten, aber all ihre Forderungen durchgesetzt hätten, dann würden in fünfzig Jahren die Betriebe ihren Ausstoß von Treibhausgasen sinnlos reduziert haben. Vollkommen unnötig würden die Menschen auf Flugreisen verzichten müssen, weil die Besteuerung von Kerosin in keiner Weise notwendig gewesen wäre. Alle paar Meter würde man über Schienen stolpern, die Personenschäden mit… weiter lesen
Climategate und die Achse des Blöden (6): Jakob Hein analysiert klimaskeptische Blog-Kommentare
von Jakob Hein
Wie ich mal aus Versehen was Aggressives machte
Ich wollte nur sagen, dass ich ungeheuer stolz auf mich bin. Es ist mir gelungen, mit mildtätigen Worten eine ganze Schar von Menschen aufzuscheuchen. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie sich Jesus manchmal gefühlt hat. Es ist großartig.
In meinem unstillbaren Drang nach Harmonie hatte ich vorgeschlagen, die Klimadebatte einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und so deutete ich an, dass wir möglicherweise auf der Nordhalbkugel eher etwas mehr Ressourcen verbrauchen könnten, als maßvoll zu nennen wäre, und dass man vielleicht von der CO2-Debatte und darüber, ob eine Weltverschwörung jüdisch-bolschewistischer Wissenschaftler sich diese ausgedacht hat, hin zu einem Kompromiss bezüglich des schonenden Umgangs mit den uns gegebenen Ressourcen kommen könnte. Dann würden die Klimafuzzis mitmachen, weil sie bereit sind, alles gegen CO2 zu unternehmen, die Anti-Klimafuzzis, weil es endlich mal um die wahren Problem geht, die Christen, weil Teilen… weiter lesen
Fehlende Schritte
Das Internet – weltweiter Verbund von Millionen von Computern auf der ganzen Welt. Man kann kommunizieren mit Dubai, Peking, Adelaide und Fellingshausen. O.k., meistens wird es dazu benutzt, damit Jugendliche aus Fellingshausen mit anderen Jugendlichen aus Fellingshausen über ihre Lehrerin oder eine Klassenkameradin schreiben können, aus der Schule, aus der sie gerade gekommen sind, bevor sie sich schnell an den Computer gesetzt haben. Und dann kann man darüber schreiben, dass die Hausaufgaben von der fiesen Frau Kallenbach voll gemein und zuviel sind, und genau betrachtet bräuchten die Fellingshausener Jugendlichen für ebendiese Hausaufgaben weniger Zeit als für ihre Cyberattacken gegen Frau Kallenbach, sei sie nun fies oder nicht. Demnächst wird sie jedenfalls zumindest bei diesen Jugendlichen den Eindruck, dass sie fies sei, wieder bestätigen, wenn die Jugendlichen nämlich das verdiente „Ungenügend“ für ihre schnell vor Unterrichtsbeginn dahingewurschtelten Hausaufgaben bekommen, müde vom Late-Night-Chat. Das Internet, voll von sich… weiter lesen
In jeder Zeitung quaken können, was man will, und gleichzeitig jammern, die eigene Meinung werde totgeschwiegen bzw. sei gegen den Mainstream: dieses bigotte Hauptcharakteristikum des späten Grass zeigen die “Achse”-Deppen ebenfalls mustergültig, wie die Titanic in ihrer aktuellen Ausgabe und online in einem “Brief an die Leser” bemerkt:
Apropos, Broder, Maxeiner, Miersch!
Seit ein paar Jahren schon schreibt Ihr das in diesen Dingen ja äußerst geduldige Internet voll mit Eurem Blog »Die Achse des Guten«, einer kruden Mischung aus Islamophobie, Klimawandelleugnung und Radikalliberalismusvergötzung. Und wer liest das Zeug? »Immer mehr Menschen, die sich von den Mainstream-Medien einseitig informiert fühlen« – und da sind sie bei Euch ja auch bestens aufgehoben. Schließlich äußert Ihr Euch ja sonst nur noch regelmäßig bis geradezu inflationär in bekannt subversiven, dem Mainstream trotzig ins Gesicht lachenden Medien wie Spiegel, Spiegel online, Welt, Focus, Bild, FAZ, Stern, Berliner Morgenpost, Weltwoche bis hin
Wir machen Musik!
Kollege Heiko Werning hat zurecht darauf hingewiesen, dass der wichtigste Grund, dass die so genannten Klimaskeptiker pausenlos überall eine Stimme erhalten, wohl eine eingeschliffene Pro-Contra-Kultur ist, die überaus mächtige Konvention, dass man zu jeder Stimme auch eine Gegenstimme präsentieren muss. Andererseits ist das wohl nur halb richtig. Wenn die Malediven, Tuvalu und die östlichsten Viertel von Shanghai im Meer versunken sind, dann wird es wohl schwer, einen Klimaskeptiker vor die Kamera zu bekommen. Dass diese Menschen so laute Stimmen für ihre so dünnen Argumente bekommen, hängt mit Sicherheit auch damit zusammen, dass ihre Meinung gern finanziert wird. Als Vollpfosten mit einer absurden Meinung musste man früher mit Transparenten durch die Fußgängerzonen ziehen, heute bekommt man dafür ein gutes Gehalt, Einladungen, Fernsehauftritte und einen Anzug. Die Zeiten haben sich geändert.
Aber es gibt noch einen anderen Grund: Wir wollen so gern glauben, was diese… weiter lesen
Da die nunmehr über 200 Kommentare und 200.000 Zeichen zählenden und auf mehrere Blogs verteilten Reaktionen zu meinem Beitrag von letzter Woche inzwischen etwas unübersichtlich geworden sind, habe ich die Stellungnahmen der Klimaskeptiker mal ein wenig eingedampft und gekürzt, ich habe also sozusagen einen Blog-Kommentar-Remix gesamplet. Im Prinzip gilt: Ein Kommentar, ein User, außer der Herr Christian, der hat sich öfter zu Wort gemeldet. Also, lassen wir die Freunde von Maxeiner, Broder, Peiser & Co. einfach selbst zu Wort kommen:
Andy Baumann: Schwach auf der Brust und dann noch paar Argumentum ad hominem und schon war dieser Artikel fertig.
Klaus: oder die Achse der Taz. Investigrativer Journalismus – das war die Taz mal. Heut macht sie nur noch Hofberichterstattung. Schade.
enrgietechniker: die taz ist das “Neues Deutschland” der klimapolitik. frei nach E. Honecker “…die klimapolitik in ihrem lauf, hält ochs und esel nicht auf”… weiter lesen