12.08.2011 von Heiko Werning
Wenn, sagen wir, ein heutiger, topaktueller Nazi mit der Mauser seines Großvaters in eine Synagoge ginge, um dort so viele Menschen zu erwischen, wie er kriegen kann, dann wäre es sicher nicht unberechtigt, von einem Verrückten zu sprechen, einem durchgeknallten, ja, vielleicht auch: Einzeltäter. Trotzdem würde die Überraschung sich in Grenzen halten, wenn die Eingebung, einen Schwung Juden zu töten, nicht einfach mal nur so in seinem, nennen wir es der Einfachheit halber mal: Kopf plötzlich erschienen wäre, sondern wenn sich hinterher herausstellte, dass der Mann vorher jahrelang allerlei Werturteile über das Judentum gelesen hat, die dieses nicht unbedingt im günstigsten Licht erscheinen ließen. Wäre immerhin möglich.
Täte ein zottelbärtiger Islamerer dasselbe, wäre auch hier vermutlich rasch ein Literaturverzeichnis aufzufinden, das eine gewisse Nähe aufzeigt zur antisemitischen Traditionslinie von Mufti Mohammed bis zu Ayatollah Ahmadidingsda oder wer auch immer das ewig gleiche Lied vom bösen… weiter lesen
29.07.2011 von Jakob Hein
Wenn Sie glauben, dass hinter der Bluttat von Oslo in Wirklichkeit Muslime und europäische Linke stehen, wenn Sie glauben, dass Anders Breiviks Manifest inhaltlich vollkommen in Ordnung ist, wenn Sie der Meinung sind, dass die ermordeten Norweger nicht gerade unschuldig an der Tat sind und dass hinter den Anschlägen in Wahrheit eine Verschwörung steht, mit dem Ziel, ganz Europa zu islamisieren und die Kritiker dessen durch die Straßen zu hetzen, dann vertreten Sie keine abwegige Außenseiterposition, sondern sind herzlich willkommen im Kreis Ihrer “islamkritischen Freunde” von “Welt”, “Politically Incorrect” und “Achse des Guten”.
Glauben Sie nicht? Dann jetzt gut festhalten:
In der “Achse des Guten” stellt Bernd Zeller erstmal fest, dass man gewissermaßen zugibt, der Terror von Al-Quaida habe mit dem Islam zu tun, wenn man denkt, dass Breiviks Tat mit seiner Ideologie zu tun habe:
“deshalb bleibt das Verständnis solcher Aussagen wie „Die… weiter lesen
28.07.2011 von Jakob Hein
Nach dem norwegischen Massaker war zunächst allerorten die Vermutung, dass natürlich wieder islamistische Terroristen zugeschlagen hätten. Als sich herausstellte, dass der Terrorist sich auf Islamfeindlichkeit und den Kampf gegen das Gutmenschentum berief, wurde Kritik gegen die Stimmen laut, auf die sich Breivik offensichtlich zu berufen scheint. Der Antiislamismus von Autoren wie Geert Wilders, Thilo Sarrazin und Blogs wie „Politically Incorrect“ sowie „Achse des Guten“ wird in Beziehung zu der Bluttat von Breivik gesetzt , der diese Beziehung für sich selbst in Anspruch nimmt. Alan Posener führt aus: „Ideen haben Konsequenzen. Worte haben Folgen.“
Verständlicherweise wehren sich die angesprochenen Publizisten gegen diese Vorwürfe. So schreibt der Schriftsteller Richard Wagner :
In unserer permissiven Gesellschaft gibt es nicht wenige junge Männer, die nach der großen Aufgabe suchen. Die einen wollen das Abendland retten, die anderen wollen es zerstören, kommt es aber bei ihrem Tun nicht aufs Gleiche heraus?… weiter lesen
25.07.2011 von Jakob Hein

Krude Gedanken. Müssen wir sie melden?
Unter der Überschrift “Polizeichef Witthaut: “Ein Attentat kann jederzeit auch bei uns geschehen” bringt Welt online heute ein Interview mit dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei Bernhard Witthaut. Nun wird es Witthaut selbst wundern, dass er von der “Welt” zum “Polizeichef” befördert wurde, aber sei’s drum. Er sagt jedenfalls in Bezug auf den Islam und Multikulturalität hassenden norwegischen Mörder und die Schlussfolgerungen für Deutschland: “Wir müssen alles tun, um mitzubekommen, wenn jemand mit solchen kruden Gedanken auffällt.”
Wir können Herrn Witthaut und der “Welt” gern helfen: Am 17. Juli zum Beispiel schreibt ein gewisser Thilo Sarrazin in – raten Sie mal! – der “Welt”: „Die Tendenz, beleidigt zu reagieren, und der Versuch, beim Gegenüber Schuldgefühle zu wecken, seien in der orientalischen Mentalität und dem islamischen Glauben tief verankert. Das sei eine gezielte Strategie, um in einer Diskussion Vorteile zu gewinnen. Ich… weiter lesen