Posts Tagged ‘Bizarres im öffentlichen Raum’

14.04.2013 von Jakob Hein
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Meinungsfreiheit heißt eben auch, für alles Werbung machen zu dürfen

von Jakob Hein

Wenn man sich mal überlegt, was für ein Aufwand es für die Natur ist, einen anständigen Winter hinzubekommen: Sonnenlicht vermindern, Temperaturen herunterfahren, Schneeproduktion, Eisblumen, und, und, und – dann kann man sich doch eigentlich nur wundern, mit welcher Leichtigkeit die Natur solche Projekte mehrmals jährlich erfolgreich durchzieht. Der jetzt kommende Frühling jedenfalls bringt neben Wärme und steigenden Säften auch blühende Pflanzen. Und weil die Evolution bei den Pflanzen noch nicht weit genug ist, dass diese sich in Bars oder Stundenhotel treffen können, vermehren sie sich durch Bestäubung. Das heißt, sie schicken ihre Samen durch die Luft in der Hoffnung, irgendjemanden werden sie schon erreichen. Treffen sie nun aber menschliche Schleimhaut, dann führt das zu Abstoßungsreaktionen. Es ist ja auch widerlich: Wer hat schon gern Sperma in Nase oder Bindehaut und sei es nur von Pflanzen. Nun gut, könnte man den Schleimhäuten entgegen rufen: Schütz Euch doch besser. Aber das ist… weiter lesen

25.01.2013 von Jakob Hein
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Schilder lügen immer

von Jakob Hein

Hier ein schönes Beispiel für so eine fette Lüge: “Ihre Sendung ist da!” Und wann bekommt man den Zettel? Wenn die Sendung gerade nicht da ist, sondern wenn sie der Zusteller in eine der wenigen verbliebenen Postfilialen gebracht hat, wo man sich dann in der Schlange die Beine in den Bauch stehen kann, genervt, getrieben, geschafft.

Mein persönlicher Tipp ist es übrigens, in großen Gebäuden (Krankenhäuser, Bürogebäude) immer nach dem Schild “Kein Durchgang” zu suchen. Man kann sich praktisch sicher sein, dass sich hinter solchen Türen eine Abkürzung versteckt.

22.12.2012 von Jakob Hein
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last minute Geschenkideen für die jeunesse dorée

von Jakob Hein

Der Wohlstand treibt unendlich bunte Blüten. Hat man kein Geld, kann man nur sehr begrenzt am bunten Leben der Städte teilnehmen. Hat man Geld, kann man überall hingehen und sich einem Gefühl von Fröhlichkeit hingeben. Hat man aber richtig Geld, kann man dorthin gehen, wo man nicht reinkommt, wo man behandelt wird, als sei man unerwünscht.

Und in einer Zeit, in der die durchschnittliche Lebenserwartung so hoch wie noch nie ist, gibt man Geld dafür aus, mit überhöhter Geschwindigkeit in die Berge zu fahren, aus denen die Vorfahren dereinst in die Täler zogen, um dort Städte zu gründen, da das Leben dort so unwirtlich war, um dann auf allerlei Brettern allerlei rutschige Abhänge herunterzurutschen. Als Vorbereitung dazu dient in der Regel ein strenges Programm aus konsequenten Vor-dem-Computer-Sitzen gepaart mit einer strikten Kohlenhydrat-Fett-Diät.

Dennoch gibt es vieles, was man beim resultierenden Polytrauma falsch machen kann: Die Milz nur angerissen, die Wirbelsäule… weiter lesen

09.11.2012 von Jakob Hein
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Kryptisches Korea I – Verbote

von Jakob Hein

Die Nordic-Walking-Gruppe kettenrauchender Klempner mit hygienischen Problemen in den Bereichen Achselschweiß und ultraschnelles Haarwachstum war ja nun wirklich einiges an Problemen gewohnt. Aber was sie anlässlich ihres Ausfluges auf die schöne Insel Jeju hinnehmen sollten, schlug dem Fass den Boden aus. Man erwartete quasi, dass sie nackt an Bord gehen sollten. Da blieben sie doch lieber zuhause.

26.08.2012 von Jakob Hein
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Übernimmt Gülcan dann später die “Emma”?

von Jakob Hein

Gestern abend im ZDF, noch zwanzig Zentimeter bis zu Alice Schwarzer (c) ZDF

Sehr geehrte Frau Schwarzer,

es ist ja nicht zu bestreiten, dass Sie vieles für dieses Land geleistet haben. Und auch wenn man es nicht begrüßen oder auch nur verstehen muss, warum Sie nun für eine der sexistischsten Zeitungen im Land schreiben, ist es doch letztendlich Ihre Privatsache, weil man das ja nicht lesen muss. Genauso muss man auch nicht verstehen, warum Sie es vorgezogen haben, Ihren Lebensabend nicht als Persönlichkeit sondern als Promi zu verbringen. Und auch das ist Ihre Privatsache, denn wer schaut denn schon das ZDF und überlebt die Sendungen, um davon erzählen zu können – es sind wenige. Aber als in der Sendung “Der Super-Champion” sich diese Drehscheibe mit den zwei Männern auf ihren Stuhl bewegte bis dieser sehr lange, leuchtende – sagen wir mal – Zeiger mit der eichelartigen Verdickung… weiter lesen

09.08.2012 von Jakob Hein
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Hinweise für Hochschullehrer

von Jakob Hein

Aus der "Nervenheilkunde" 07/12

Nun ist es ja angenehm, wenn nicht jeder Mensch auf jedem Foto so aussieht, als wäre er oder sie im Photoshop zusammengepuzzelt worden. Menschen haben nun mal Falten und Poren und Narben und all das. Und nicht alle Menschen lächeln immerfort oder arbeiten als Dressmann oder werden morgen bei den lateinamerikanischen Standards in der Stadthalle Viersen antreten. Diese schwarz-weiß-pastelligen Hintegründe, das Lächeln von links unten nach rechts oben, dieser Standardblick – nein, das muss nicht immer sein.

Und man wünscht sich auch von seinen Professoren, dass sie forschen oder sich vielleicht sogar zu ein wenig Lehre herablassen und nicht etwa, dass sie ihre wertvolle Zeit erst in der Maske verbringen, um sich danach stundenlang fotografieren zu lassen. Aber, sehr geehrter Herr Professor Fleischhaker, man muss ja nicht unbedingt so ausschauen, als habe man sich während der Anfertigung des Fotos, dass man bei einer Medizinzeitschrift… weiter lesen

09.03.2012 von Jakob Hein
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Vorsicht, Frühling

von Jakob Hein

Gutes Wetter bringt ja viele Leute auf die Straße. Aber aufgepasst! Es gibt freundliche Gentleman-Bäume mit besten Manieren, auch “High trees” genannt. Aber die “Low trees” mit ihren rüpelhaften Verhaltensweisen und den vielen Schimpfwörtern, vor denen kann man sich nicht genug in Acht nehmen. Stichwort “ausschlagen”.

12.01.2012 von Jakob Hein
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Augen auf im WSV!

von Jakob Hein

Also früher gab es ja nur normale Schuhe und im Winter zog man sich Stiefl an. Die waren für Männer und Frauen gleichermaßen unbequem, von der ARmee entlehnte Funktionsbekleidung, niemand konnte das Ende des Schnees abwarten, denn die unbequemen Dinger zog man nicht freiwillig an und aus zog man sie nicht gern selbst, es gab sogar “Stiefelknechte” zu kaufen: Holzbohlen mit einer Aussparung, in die man seine Stiefelhacken pressen konnte, um die verdammten Dinger vom Fuß zu bekommen. Dann ging es weiter zu den Mokassins, bis man endlich Sandalen anziehen konnte, natürlicher Fußkomfort, im Frühling gern auch noch mit Socke, im Sommer ohne.

Heute kennt sich ja kein Mensch mehr aus mit den Outdoor- und Backpacker- und Walking- und so weitering- Schuhen. Aber reduzierte Stiefel, dazu hat man damals Halbschuhe gesagt.

03.01.2012 von Jakob Hein
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Geschichten von einem von Hannover 2000 Lichtjahre entfernten Punkt im Raum-Zeit-Kontinuum

von Jakob Hein

Vorbildlich: Wenn man schon Nachrichten am "Institut für Erziehungswissenschaften" hinterlässt, dann doch bitte Nachrichten der Hoffnung, das entspricht der Würde des Amtes und des Menschen im Allgemeinen

In einem Land, in dem nun wirklich nicht alles gut war, da trug es sich zu, dass es nicht für jeden Bewohner einen eigenen Stasi-Spitzel gab, obwohl es das gewesen wäre, was sich die Staatsführung gewünscht hätte – natürlich nur zum Besten der Bürger, das ist klar – und weil die elektronischen Möglichkeiten damals einfach noch nicht so weit waren und die hohen Herren niemals nicht geglaubt hätten, dass die Leute, wenn man ihnen Computer in die Wohnung stellt, diese nutzen, um wie wild der Weltöffentlichkeit persönliche Informationen über sich selbst zur Verfügung zu stellen – ich meine, die hohen Herren wollten ja schon ihren Bürgern keine Kopierer geben, damit die Bürger damit keine kecken “Zeitschriften” zusammenkopieren in einer Qualität, in… weiter lesen

02.06.2011 von Jakob Hein
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Verwirrende Symbolik im öffentlichen Raum

von Jakob Hein

Spannend diese Straßenzeichnung in Szczecin (Westpolen). Soll das  nun heißen, dass hier Rollstuhlfahrer parken dürfen oder nicht, fragte sich Herrmann G., Rentner aus Westerkappeln. Noch spannender fand er allerdings den Lösungsansatz des tschechischen Botschafters in Österreich Herrn Koukal für das Problem des schlechten Ansehens von Tschechen in der Republik Österreich:  “Immer mehr Leute vom Balkan wandern nach Österreich ein, die vermehrt Kriminalität mitbringen. Daher betrachtend die Österreicher uns Tschechen nicht mehr so sehr als kriminelles Volk.”

Prima, prima, dachte Herrmann G. Aber was könnte man dann tun, um das Ansehen des Balkans in Österreich wieder aufzupolieren? Kriminelle Afrikaner? Mordlustige Asiaten? Es würde sich schon eine Lösung ergeben.