22.09.2012 von Jakob Hein
Johanna Hoffmann (36) will nun entschieden gegen Gerüchte vorgehen, sie sei mit dem ehemaligen Politiker Christian Wulff liiert oder gar verheiratet gewesen. „Ich habe lange gezögert“, sagte Hoffmann in einem Interview mit der Illustrierten „Stern“, „aber auch ich habe ein Recht auf meine Persönlichkeit und ich habe mich entschlossen es mit allen Mitteln zu verteidigen.“ Ihr Rechtsanwalt beabsichtige die RTL Redaktion von „24 Stunden“, die Online-Suchmaschine Google sowie die Hannoveraner Kiezgröße Michael „Micky“ Köhler zu verklagen.
Auslöser der Affäre war die Sendung „24 Stunden – Im Hannoveraner Rotlichtmilieu“. In der üblichen Mischung aus gespielter Reportage, gespieltem Entsetzen und gespieltem Sex schwenkte die Kamera über Prostituierte, Nackttänzerinnen und Bordelle. In diesem Zusammenhang wurde Hoffmann als „Domina von Döhren“ vorgestellt. In einem kurzen Interview gab sie Einblicke in ihre Arbeit, zeigte ihre Werkstatt im umgebauten Keller einer ehemaligen Werkstatt für Damenschuhe und ließ sich ein wenig bei der Arbeit auf die Finger… weiter lesen
12.07.2012 von Jakob Hein

Keine Darstellung des Papstes - sowieso nicht, mit den Regenbogenfarben und all dem...
Die Klage gegen die Titanic wegen der “abartigen” (Dt. Bischofskonferenz) Darstellung des Papstes führt im Übrigen ein Herr Lehr von der Kanzlei Redeker, Sellner, Dahms, der sich damals auch so umfassend um die öffentlichkeitsrechtlichen Angelegenheiten des damaligen Bundespräsidenten Christian “Bobby Car” Wulff gekümmert hat. Was aber, wenn Herrn Lehrs Arbeit diesmal vom selben Erfolg gekrönt ist wie damals? Seinerzeit trat ja zuerst Herr Glaeseker, die “rechte Hand” (Deutschlandfunk) von Herrn Wulff zurück, laut “Stern” nannte man ihn sogar den “heimlichen Stellvertreter Wulffs”. Schließlich musste der Bundespräsident selbst das Schloß Bellevue räumen.
Was passiert, wenn die Kanzlei sich genauso gründlich um “Fleckgate” wie um die “Causa Wulff” kümmert? Vielleicht tritt zunächst der Papst zurück, aber dann? Schmeißt dann sein Boss auch die Brocken hin? Zieht sich zurück in ein Eigenheim in Großburgwackel oder… weiter lesen
18.02.2012 von Jakob Hein

Wirbelsäule aufrecht: So kann man lange sitzen
I
Beim Volk beliebt sein soll der Bundespräsident. Ein Operettenkaiser nach Wahl. Ein machtloser Oberster, den seine Untergebenen mögen. Wie könnte man das besser sicherstellen als mit dem letzten echt plebiszitären Instrument, das alle Bevölkerungsschichten berücksichtigt: Die Castingshow. Zehn Kandidaten stellen sich verschiedensten Quests und Battles. Zum Beispiel könnten die Kandidaten ein zufälliges Thema bekommen und dann dafür oder dagegen argumentieren, je nachdem, wie es gerade gefällt. Atomkraft, Ausländer, Anlageberatung, was so anliegt. Dann könnte man im Showteil Talk die Kandidaten darauf testen, wie sie sich durchsetzen können, den Fragen kritischer Journalisten ausweichen. Bei human touch käme es darauf an, älteren Leuten gekonnt die Hand zu schütteln, Babys sicher auf dem Arm zu halten oder vielleicht auch mal eine Kuh zu melken. In der Quizrunde wäre dann Wissen gefragt: Wie viele Bundesländer hat die Bundesrepublik, nenne drei Nachbarländer, mit… weiter lesen
16.01.2012 von Heiko Werning
Als im Februar letzten Jahres der tunesische Präsident Ben Ali von seinem wütenden Volk aus dem Land gejagt wurde, löste das Schockwellen aus, die die ganze Region erschütterten. Ein Regime nach dem anderen geriet ins Wanken: erst Mubarak und Gaddafi, und heute, ein Jahr nach dem Beginn der Aufstände: Assad und Wulff.
Wie gelähmt schien das deutsche Volk lange Zeit unter der Schreckensherrschaft des Niedersachsen, der seine Untertanen systematisch mit seiner schwiegersohnesken Ausstrahlung, seinem an ungezählten Pixi-Büchern geschärften Intellekt und seiner Rauflust, die selbst einen unter Beruhigungsmitteln stehenden Pandabären erschaudern lässt, rundum paralysierte und in tiefe Agonie trieb. Doch hinter der Fassade des leicht irren, aber im Grunde harmlosen Exzentrikers, des schillernden Paradiesvogels Christian Wulff, plünderte der Bundespräsident sein Land in nie gekannter Rücksichtslosigkeit aus und führt ein luxuriöses Lotterleben, das jeglichen Moralvorstellungen höhnt. Er hatte in den letzten Jahrzehnten nachweislich Sex mit zwei verschiedenen… weiter lesen
10.01.2012 von Jakob Hein
Nachdem der Fall Wulff zunächst zu einem Skandal heranreifte, passiert nun das, was mit reifem Obst so passiert: Nach und nach fängt es an zu faulen und im Lauf der Zeit wird man nicht mehr wissen, ob der Gestank nachgelassen oder man sich nur an ihn gewöhnt hat. Vermutlich wird der Fall dafür sorgen, dass perspektivisch das Amt des Bundespräsidenten überhaupt abgeschafft werden kann. Diese Perspektive wird sogar dadurch, dass Wulff in seinem Schloß in zentraler Lage noch ein paar Jahre wohnen bleibt, sogar noch wahrscheinlicher. Und man kann es ihm kaum verdenken – ein paar Minuten zum Musical am Potsdamer Platz, eigener Anlegeplatz für die Weiße Flotte, eine Schultheiß-Kneipe um die Ecke, ganz schnell zur Baumblüte nach Werder – wer würde sowas schon freiwillig aufgeben bei dem Gehalt? Und der Vorschlag, einen gigantischen politischen Stuhltanz zu veranstalten (formerly known as “Reise nach Jerusalem”), in dem Guttenberg Bundespräsident wird, Wulff… weiter lesen
08.01.2012 von Jakob Hein

Jeder Mensch hat seine Schwachpunkte. Hier der Bundespräsident (Modell)
Die Bundesregierung dementiert in schärfster Form über eine Nachfolge für das Bundespräsidialamt nachzudenken. Regierungssprecher Seibert: ” [Die Kanzlerin] sieht (…) keine Veranlassung, über eine Nachfolge für den Bundespräsidenten zu sprechen.”
Ja, scheiß die Wand an! Wenn die Bundesregierung tatsächlich derzeit nicht über diese Frage sprechen sollte, dann sollte über eine Nachfolge für diese Regierung gesprochen werden. Und wenn es wieder nur darum geht, dass man das sagen muss, was alle wissen, das man sagen muss, weil man sonst dadurch das man das nicht sagt, das Gegenteil von dem sagt, was man sagen musste, obwohl alle wussten, dass es nur das war, was gesagt werden musste und nicht das, was ist, dann soll sich doch bitte niemand immer wieder diese dämliche Rätselfrage über das Wunder der Politikverdrossenheit stellen.
Die Presse möchte derzeit den Bundespräsidenten absetzen, die sind schon fast beleidigt,… weiter lesen
07.01.2012 von Jakob Hein

Kann wahrscheinlich auch schon der Kochlehrling im 1. Lehrjahr kochen: Berliner Nationalgericht.
Wie es Christian W. W. Wulff gesagt hat: “Wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen, wie es Harry S. Truman gesagt hat.”
Sollte er damit seinen ehemaligen amerikanischen Präsidenten-Kollegen (und insofern seinen zukünftigen Ex-Präsidenten-Kollegen) Truman gemeint haben, dann hat er sich das Zitat signifikant verändert gemerkt. Truman sagte: “If you can’t stand the heat, get out of the kitchen.” Die Übersetzung hierfür ist wohl eher “Wenn Du die Hitze nicht aushältst, verlasse die Küche.” Und die Unterschiede sind schon interessant. Geblieben ist das Bild von der Hitze, die in der Küche herrscht, wir nehmen an, die Politik ist gemeint. Und beide Präsidenten sind der Meinung, dass man sich als Amtsinhaber der betreffenden Hitze aussetzen muss, obwohl man darüber nachdenken sollte, dass die Funktion eines amerikanischen Präsidenten sich… weiter lesen
03.01.2012 von Jakob Hein

Vorbildlich: Wenn man schon Nachrichten am "Institut für Erziehungswissenschaften" hinterlässt, dann doch bitte Nachrichten der Hoffnung, das entspricht der Würde des Amtes und des Menschen im Allgemeinen
In einem Land, in dem nun wirklich nicht alles gut war, da trug es sich zu, dass es nicht für jeden Bewohner einen eigenen Stasi-Spitzel gab, obwohl es das gewesen wäre, was sich die Staatsführung gewünscht hätte – natürlich nur zum Besten der Bürger, das ist klar – und weil die elektronischen Möglichkeiten damals einfach noch nicht so weit waren und die hohen Herren niemals nicht geglaubt hätten, dass die Leute, wenn man ihnen Computer in die Wohnung stellt, diese nutzen, um wie wild der Weltöffentlichkeit persönliche Informationen über sich selbst zur Verfügung zu stellen – ich meine, die hohen Herren wollten ja schon ihren Bürgern keine Kopierer geben, damit die Bürger damit keine kecken “Zeitschriften” zusammenkopieren in einer Qualität, in… weiter lesen
01.07.2011 von Jakob Hein

Bundespräsident beim Sommerfest
Die schwarz-gelbe “Regierungskoalition” hat es geschafft! Seit heute kann sie nicht mehr vorzeitig abgesetzt werden oder sich auflösen! Denn seit heute gibt es kein gültiges Wahlgesetz in der Bundesrepublik Deutschland. Hurra! Das ist natürlich kein Grund, gleich von einer Staatskrise zu sprechen. Schließlich kam die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes über das negative Stimmgewicht im Juli 2008 vollkommen überraschend, ebenso überraschend wie die Fristsetzung zum 30. Juni 2011.
Und bloß weil die Drecks-Grünen, die blöde SPD und die bescheuertenLinken einen Entwurf zur Reform des Wahlgesetzes eingereicht haben, heißt das ja noch lange nicht, dass sich die “Regierungskoalition” um solche Nichtigkeiten wie die Grundpfeiler der Verfassung kümmert. Nach der Sommerpause will man sich mal dran machen, vielleicht. Eventuell. Außerdem, warum sollte eine Regierung auch Neuwahlen wollen? Ja, wenn ihr Außenminister entmachtet wäre, ihr Verteidigungminister wegen Betrugs aus dem Amt gegangen… weiter lesen