29.01.2011 von Jakob Hein
Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel und der Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit des Bundesinstituts für Risikobewertung Dr. Dr. Alfonso Lampen haben übereinstimmend versichern können, dass die Dioxin-Belastung in den Hühnereiern absolut lächerlich war. Selbst wenn ein erwachsener Mann ein Jahr lang täglich zwei Eier mit der höchsten gemessenen Belastung verzehrt hätte, wäre der Dioxingehalt dieses Mannes um nur 4 Pikogramm je Gramm Körperfett angestiegen. Insgesamt läge dieser Mann dann bei 14 Pikogramm je Gramm Körperfett, während vor zwanzig Jahren Erwachsene noch durchschnittlich 30 Pikogramm je Gramm Körperfett gehabt hätten und dadurch keinerlei gesundheitliche Belastung nachweisbar gewesen wäre.
Aus diesen erhellenden Informationen lassen sich doch viele Schlüsse ziehen:
1. Ist also offensichtlich absolut alles in Ordnung mit der industriellen Tierkadaverproduktion. Wenn überhaupt sollte man mehr leckere Tierprodukte essen, um zurück zur guten alten Zeit zu finden. Sechzig Kilo Fleisch pro Jahr sind eben nicht genug.… weiter lesen
22.01.2011 von Jakob Hein
Wochenlang hielt das Rätselraten an. Wer war der Schuft, der eine ganze Branche in Misskredit gebracht hat, der der deutschen Nation ihr Frühstücksgrillhähnchen, das Omelett zur Zwischenmahlzeit und das Schnitzel zu Mittag und Abendbrot verdorben hat. Herbert Grimberg, Landesvorsitzender Niedersachsen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten forderte: „Brunnenvergifter hart zu bestrafen“. Der ewige Bauernpräsident Gert Sonnleitner fordert ebenfalls „harte Strafen“ und gibt zu Protokoll, dass „Panscher in der Branche nichts mehr verloren haben“. Kein Wunder, dass auch die Landwirtschaftsministerin Bundes-Ilse „harte Strafen“ und „personelle Konsequenzen“ fordert.
Doch endlich kommt Klarheit in die Affäre. Die Stasi hat das Dioxin in die sonst einwandfreien Futterfette gepanscht. Die Stasi! Wer hätte das gedacht? Wie die „Süddeutsche Zeitung“ aufdeckt, hat der Geschäftsführer eine 200-seitige Stasi-Akte, in der er für seine emsige Mitarbeit gelobt wird. Die „Bild“ atmet fast auf „Dioxin-Panscher war mieser Stasi-Spitzel“. Auch alle anderen Medien picken begierig die giftigen Nachrichten… weiter lesen
09.01.2011 von Jakob Hein
Zwar berichtet die gesamte Presse darüber, dass nun den Landwirten Schäden in Millionenhöhe entstehen, weil sie die Tiere nicht mehr ausliefern dürfen, bei deren Aufzucht durch “üble Machenschaften weniger Leute” (I. Aigner) möglicherweise Industriefette aber wahrscheinlich Dioxin verfüttert wurde. Aber wie diese Schäden entstehen, mit solchen lästigen Details hält sich niemand auf. Die kommen nämlich daher, dass eine Industriemastanlage genauso geführt wird wie eine Fabrik, in die Rohmaterial hinein kommt, dann bearbeitet wird und am Ende des Produktionsprozesses die Fabrik verlässt.
Während also der naive Beobachter sich dem Gedanken hingeben könnte, dass es für die tierlieben Rinder- und Schweinezüchter doch eigentlich eine Freude sein müsste, dass sie ihre lieben Kameraden nun ein paar Tage länger lassen können, ist es tatsächlich eher, als ob bei der genannten Fabrik plötzlich der Warenausgang zugenagelt aber weiterhin hemmungslos der Eingang beliefert wird.
Die Lebenserwartung von Mastvieh ist auf ein paar Prozent… weiter lesen