Heute wird in der “Süddeutschen Zeitung” im Zusammenhang mit der EHEC-Keim Husec041 auch über das offensichtlich verwandte Phänomen “Busen041″ geschrieben. Nach Informationen der Zeitung kann die Bevölkerung einen Immunschutz gegen Busen041 entwickeln, je mehr Personen damit in Berührung kommen. Wer also hat den geheimnisvollen Busen? Ist er so abstoßend, dass man Immunschutz gegen ihn entwickeln möchte? Und wenn nein, wie können “Personen damit in Berührung kommen”? Und außerdem: Fällt der Zeitung wirklich kein besseres Foto als eine Kläranlage zu diesem brisanten Thema ein? Der BZ wär sowas nicht passiert.
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Daniel B. (Gesundheitsminister) hatte es sich ganz fest vorgenommen: Wenn die Ermittlungen in Richtung Sprossen wieder nichts ergeben würden, dann müsste er den deutschen Bundestag um die zwischenzeitliche Aufhebung des Panda-Würfelverbotes bitten. Denn B. war sich sicher: Wenn er den Großen Panda mit einem Großen Pasch in die Ecke zwingen könnte (der sogenannte Doppelte Gro-Pa), dann würde das Bambussprossen-vertilgende Ungeheuer sein fernöstliches Wissen über die Darmkeime preisgeben.
Birgit “Biggi” K. (29), Wurstsemmel-Model, hatte gut lachen: Durch den EHEC-Skandal erlebte die Wurstsemmel ungeahnte Absatzrekorde. Einfach niemand wollte mehr Salat, Tomaten oder Gurken essen, alle griffen sie lieber wieder zum guten Fleisch, sogar für gesunde Ernährung zuständige Personen warnten nun plötzlich vor dem Verzehr von Rohkost. Menschen, die in den letzten Jahren zu Vegetariern geworden waren, kamen sich nun vor wie jemand, der Anfang Mai 1945 nach langem Zögern doch noch der NSDAP beigetreten war. Überall erschallte das laute Lachen der Karnivoren.
Dass dabei die Erreger auf dem Gemüse aus den Därmen der für die Fleischfresser gequälten Kühe stammen und die Keime vermutlich deswegen so unglaublich aggressiv und widerstandsfähig waren, weil im Rahmen einer außer Rand und Band geratenen Tierproduktion allein in Europa jährlich 9 Megatonnen Antibiotika an Tiere verfüttert werden, überwiegend nicht aus therapeutischen sondern produktionstechnischen Erwägungen, und dass ihre Freude daher so war, wie ein Architekt,… weiter lesen
Die Enterohämorrhagischen Escherischia coli (Bakterien) hatten das Problem aller Attentäter: Einerseits wollten sie natürlich der Welt gern zeigen, wer sie waren und woher sie kamen, andererseits wollten sie auch nicht erwischt werden. Und die auf den putzigen Namen EHEC getauften Erreger freuten sich natürlich unheimlich, dass die Öffentlichkeit sie bisher in ungewaschenem Gemüse vermutete, obwohl doch die meisten Gemüsesorten keinen Darm haben, in denen EHEC wohnen könnte. Und die Perversion der Landwirtschaft war zwar weit entwickelt, dennoch warfen die Bauern den Dung immer noch auf die Saat und nicht auf das erntereife Produkt, weil Dunggeruch weiterhin eher kaufhemmend auf den Gemüsekunden wirkt. Abgesehen davon, war das Essen von ungewaschenem, rohem Gemüse nicht gerade die Hauptquelle deutscher Kalorienzufuhr, aber es war natürlich der Presse eine Freude, endlich auch mal davor warnen zu können. Und die Erreger fanden die These interessant, dass sie auf Gemüse von Norddeutschland, nach Frankfurt, Berlin… weiter lesen