Posts Tagged ‘Korea’

31.12.2012 von Jakob Hein
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Bedauern 2012

von Jakob Hein

Wenn ich darüber nachdenke, was ich mir und allen Menschen für das kommende Jahr und alle kommenden Jahre wünsche, dann bedaure ich umso mehr, damals in Seoul nicht die 10.000 Won übriggehabt zu haben, um mir Frieden und sicheren Spaß zu kaufen. Da liegt das einfach so im Regal rum.

Habe mir dann Bier und Erdnüsse gekauft. Ein Wahnsinn eigentlich.

26.12.2012 von Jakob Hein
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Kulinarisches Korea II – Suizidale Schweine

von Jakob Hein

Während den einen oder anderen hierzulande die Reste von so etwas wie Gewissen beschleichen könnten, weil er auch in diesem Jahr ein oder zwei Schweine gegessen hat, sind solche Probleme in Südkorea weitgehend unbekannt. Denn hier gibt es massenhaft Schweine, die gern gegessen werden, ganz so wie es sich Douglas Adams im “Restaurant am Ende des Universums” gewünscht hat. Zwar sind die Schweine in Korea vielleicht nicht so ambitioniert wie “Baxter, das Schwein, das koscher sein wollte” (wo bleibt die deutsche Übersetzung), aber auch in Korea wollen sie gegessen werden, an jeder Straßenecke.

Guten! (Wie man in Bayern sagt.)

17.11.2012 von Jakob Hein
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Kryptisches Korea II – How not to drink

von Jakob Hein

Vielleicht beschreibt dieses Bild ganz gut, wie man sich am Ende fühlt

Zu sagen, dass Südkorea ein gastfreundliches Land ist, bedeutet beinahe eine Untertreibung. Absolut jeder scheint größten Wert darauf zu legen, dass der Gast nur den besten Eindruck hat. Junge Leute marodieren durch die interessantesten Sehenswürdigkeiten, um einem kostenlose Führungen aufzudrängen. Das kann einem auch in anderen Ländern passieren, aber hier wollen die jungen Leute hinterher nichts verkaufen. Die Frage, wie es einem gefallen würde, sollte man ohne zu zögern mit:  “Korea ist das schönste Land, das ich jemals gesehen habe.” beantworten, weil sonst die akute Gefahr droht, dass man unverzüglich zu einem köstlichen Essen eingeladen wird.

Der schwierigste Teil an einem koreanischen Essen ist eindeutig das Trinken.

Regel eins: Niemals darf man sich selbst eingießen. Niemals! Damit würde man sagen, dass sich der Gastgeber nicht um einen gekümmert hat, dass dem Gastgeber offensichtlich alles egal ist,… weiter lesen

15.11.2012 von Jakob Hein
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Klos in Korea

von Jakob Hein

Auf vielfachen Wunsch möchte ich hier die Funktion der koreanischen Klos erklären, zumindest insoweit diese über die Funktionsweise deutscher Toiletten hinausgeht.

Man betritt das koreanische Klo in speziellen Bad-Latschen, die links neben der Badtür stehen. Dafür lässt man seine Hauslatschen, die links neben der Haustür standen und die man gegen seine Straßenschuhe getauscht hatte, vor der Badtür stehen und schlüpft in die Sanitärslipper. Dann verrichtet man sein Geschäft meines Wissens ganz so wie in Deutschland, jedenfalls hat mir keiner meiner freundlichen Gastgeber irgendwelche anderslautenden Hinweise gegeben, was aber auch an meiner extrem unsensiblen Art liegen kann.

Beim Hinsetzen wird einem auffallen, dass die Klobrille geheizt ist. Das ist nicht nur angenehm, sondern fördert auch eine gelungene Entleerung, schwer zu erklären wie, irgendwie physiologisch, wer schon mal eine Sitzheizung im Auto angeschaltet hat, wird wissen, was ich meine. Nach diesem gelungenen Akt drückt man auf den im Bild mit einem grünen… weiter lesen

13.11.2012 von Jakob Hein
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Kulinarisches Korea I – Ausländische Spezialitäten

von Jakob Hein

Die koreanische Küche ist ein kunterbunter Kochtopf von Köstlichkeiten. Menschen, denen der Weg ins Land selbst zu weit ist, sei ein Ausflug in ein koreanisches Restaurant ihres Heimatortes empfohlen, wie das “Mandu” in Düsseldorf oder das “YamYam” in Berlin.

In Korea selbst gibt es hingegen Jahr für Jahr mehr ausländische Restaurants. Diese stellen gewissermaßen die Rache Europas für Jahrzehnte schlechter asiatischer Küche in so genannten China-Restaurants dar. Abgesehen von den üblichen Ketten (Ihr habt nichts zu verlieren, außer denen) gibt es noch kleine ausländische Restaurants. Zum Beispiel das “Bärlin”, in dem extrem teures Bier sowie Braten ohne Soße, Kartoffelbrei ohne Milch und das typisch deutsche Gericht Pasta mit Tomatensoße angeboten werden.

Sehr lecker auch die kreativen Angebote von “Han’s Deli”, bei dem man sich spontan fragt, ob das Apostroph nicht noch ein bisschen nach rechts gehört hätte. Was ist das für ein Gericht, in das italienische Eroberer ihr Fähnchen gesteckt… weiter lesen

10.11.2012 von Jakob Hein
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Konziliantes Korea I

von Jakob Hein

Wie oft schon hat man sich den Kopf gestoßen? Die Verteilung in der Menschheit ist dabei so ungerecht wie das Lohngefüge eines neoliberalen Großunternehmens. Im Durchschnitt stößt sich der Mensch vielleicht zweimal im Jahr den Kopf, aber es gibt ein paar heavy user, die das wöchentlich hinbekommen und ein paar statistische Abnormalitäten, die ganze Jahrzehnte ohne einen kräftigen Wums gegen den Kopf zubringen.

Medizinisch ist das Kopf-Rumsen äußerst schlecht erforscht. Es gibt fast keine prospektiven Studien und immerhin keine Tierversuche, wobei wir hier keine Ideen ins Leben rufen wollen. Überhaupt ist diese statistische Ungleichverteilung ein unterschätzter Faktor im Leben. Wenn man so hört, dass soundsoviel Prozent der Bevölkerung Diabetes, soundsoviel Rücken, soundsoviel Herpes haben, dann denkt man sich doch oft: “Eins davon müsste ich doch auch bekommen, denn zusammengerechnet kommt bei allen Statistiken mehr als hundert raus.” Dann trifft man einen Diabetiker auf Krücken, schaut genau hin – und entdeckt… weiter lesen

09.11.2012 von Jakob Hein
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Kryptisches Korea I – Verbote

von Jakob Hein

Die Nordic-Walking-Gruppe kettenrauchender Klempner mit hygienischen Problemen in den Bereichen Achselschweiß und ultraschnelles Haarwachstum war ja nun wirklich einiges an Problemen gewohnt. Aber was sie anlässlich ihres Ausfluges auf die schöne Insel Jeju hinnehmen sollten, schlug dem Fass den Boden aus. Man erwartete quasi, dass sie nackt an Bord gehen sollten. Da blieben sie doch lieber zuhause.

05.11.2012 von Jakob Hein
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Nachrichten vom Niedergang der politischen Karikatur 33 – Kartoons in Korea

von Jakob Hein

Auf langen Reisen dauert es ja mitunter eine Weile, bis das Gehirn da ankommt, wo sich der Körperrest geographisch aufhält. Daher schaute ich vor zwei Wochen zweimal hin, als ein Mann in der U-Bahn neben mir einen Comic-Strip mit dem Titel “Hitler” las. Einerseits fühle ich eine Verpflichtung gegenüber diesem Blog und der obenstehenden Rubrik sowie den beiden Lesern, aber andererseits bin ich nicht der Mensch, der anderen Leuten seinen Fotoapparat ins Gesicht hält und dann abdrückt. Vor allem traue ich mich das nicht, weil ich es den fotografierten Menschen nicht erklären kann|will, was ich da mache. “Ist für mein Blog”, wäre ja wohl so ziemlich die lahmste, übelste, falsch klingendste Ausrede nach “Es ist nicht, was Du denkst, ich mache ein Forschungsprojekt über Pornografie.” Wenn die Ausrede überhaupt funktionieren soll, müsste man schon ein extrem populäres Blog sein eigen nennen und jederzeit eine Visitenkarten vorweisen können, die einen als… weiter lesen