Posts Tagged ‘Lebensmittel’

11.03.2012 von Jakob Hein
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Einheitsabitur, in Ordnung, aber zumindest die niedersächsischen Standards reichen nie und nimmer

von Jakob Hein

SZ Magazin vom 10.3.12

Lena M.-L., Abiturientin (Niedersachsen, Leistungskurs Bioloogie) sagt: “Ich ernähre mich biologisch. Das ist für mich schon genug Luxus.” Tja, wem sagste das? Wir alle, die wir uns chemisch, physikalisch, photovoltaisch oder gar existenzialistisch ernähren, können da nur erstaunt dreinschauen, was man sich als Schlagerstar so leisten kann. Wir würden ja schon zufrieden sein, wenn wir biologisch atmen dürften.

08.11.2011 von Jakob Hein
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Lebensmittelrecht bitte etwas lockern

von Jakob Hein

Thüringen, Land ohne Prominenz

Klar, dass die Vorschriften streng sein sollen. Ein Getränk, das noch nicht einmal an einer Frucht vorbeigeführt wurde, sollte nicht “Saft” heißen dürfen und wenn etwas voll von E’s ist (E1234, E1285…), dann muss das auch deklariert werden. Und auch klar, dass Champagner nur aus der Champagne kommt. Und richtig: “Rauchen schadet Ihrer Gesundheit”.

Aber muss der Deklarationswahn so weit gehen und ist der Kloßgeschmack wirklich dermaßen normiert und patentiert, dass die armen Hersteller von Kloßersatzprodukten nun in großen Lettern darauf hinweisen müssen, dass sich beim Verzehr ihrer Tiefkühlprodukte nur ein “kloßartiger Genuss” einstellt? Das klingt doch widerlich! Oder handelt es sich um eine Gegendarstellung und die Hersteller haben in einer vorhergehenden Annonce frech behauptet, dass Zeugs würde echten Kloßgenuss hervorrufen und müssen nun widerrufen?

Nein? Das soll Werbung sein? Wofür? Für Kräuterlikör? Waas?  Für die gefrorenen Kartoffelabfälle? Selten so gelacht.

12.10.2011 von Jakob Hein
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Vegetarier an die Macht: Jetzt wo es fotoshop gibt, glaubt uns das hier doch kein Mensch.

von Jakob Hein

Im Zug nach Dessau fotografiert. Mit herzlichem Dank an (c) Ti

In diesem Blog beschäftigen wir uns ja schon seit langem mit dem Verzehr von Fleisch, Lebensmittelskandalen und den damit verbundenen Hysterien. Es geht sogar so weit, dass wir beide Bücher zum Thema herausgegeben haben. Schon seit zwei Monaten gibt es “Wurst und Wahn” (Galiani Berlin) und in der kommenden Woche feiern wir die Premiere von “Fruchtfleisch ist auch keine Lösung” (Satyr). Zu satirischen Zwecken haben wir uns dabei Welten ausgedacht, in denen alles Gemüse verseucht ist, in denen Menschen nichts mehr essen, in denen der Verzehr von Fleisch in der Öffentlichkeit mit Rücksicht auf andere verboten ist.

Es ist ja ein altes Problem der reißerischen Braut Satire, dass sie hin und wieder von ihrer Erzfeindin, der hässlichen Tante Realität überholt wird. Aber dass innerhalb von ein paar Wochen die Bahn solche Schilder anbringt und das… weiter lesen

21.06.2011 von Jakob Hein
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Dringend gesucht

von Jakob Hein

Heute wird in der “Süddeutschen Zeitung” im Zusammenhang mit der EHEC-Keim Husec041 auch über das offensichtlich verwandte Phänomen “Busen041″ geschrieben. Nach Informationen der Zeitung kann die Bevölkerung einen Immunschutz gegen Busen041 entwickeln, je mehr Personen damit in Berührung kommen. Wer also hat den geheimnisvollen Busen? Ist er so abstoßend, dass man Immunschutz gegen ihn entwickeln möchte? Und wenn nein, wie können “Personen damit in Berührung kommen”? Und außerdem: Fällt der Zeitung wirklich kein besseres Foto als eine Kläranlage zu diesem brisanten Thema ein? Der BZ wär sowas nicht passiert.