Posts Tagged ‘Papst’

12.01.2012 von Jakob Hein
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Treffen sich zwei…

von Jakob Hein
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Gewissermaßen von Amts wegen ist der “Reptilienfonds” dazu verpflichtet, die wohl erste offizielle Audienz eines Reptils beim Heiligen Stuhl zu vermelden. Papst Benedikt traf sich vorgestern mit einem recht frisch geschlüpften Exemplar crocodylus rhombifer. Der Heilige Vater soll von der Begegnung sehr angetan gewesen sein. Dass das Reptil diese Gefühle entgegnete ist hingegen angesichts der wenig artgerechten Bedingungen im Vatikan für diese bedrohte Tierart äußerst unwahrscheinlich, aber das war ja noch nie eine Hauptsorge der katholischen Kirche bei Begegnungen mit Minderjährigen.

Sicher wird es zum Entzücken beigetragen haben, dass dem 60 cm langen Krokodil während der gesamten Audienz das Maul zugehalten wurde. Ein Modell mit Zukunft?

25.09.2011 von Jakob Hein
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Papstwoche im Reptilienfonds: Wer bitte?

von Jakob Hein

Zeige das obenstehende Foto 1000 Leuten, und Du kannst Dir sicher sein, dass 1000 Leute ausrufen: “Oh, guck mal: Der niedliche Koala!” Nicht eine oder einer wird ein Wort über das (höhere?) Wesen (im Bild links neben dem Koala) verlieren.

Was ist das? Eine Theodizee? Häresie? Tierliebe? Wir werden es nicht herausfinden, aber der Koala ist wirklich niedlich.

Tipp für heute: Reptilienfonds-Blogger und Hitler-Blogger gemeinsam auf einer Bühne sehen: Reformbühne Heim & Welt im Kaffee Burger, heute mit den Gaststars Jan Trottnow & Daniel Erk.

24.09.2011 von Jakob Hein
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Papstwoche im Reptilienfonds: Wie bitte?

von Jakob Hein

So kann man es auch sehen: Höhere Gewalt

Zunächst wurde ja über den Auftritt des Papstes im Bundestag ein wenig im Vorfeld gestritten und ein paar Abgeordnete entschieden sich immerhin dagegen, der Rede des Kirchenführers zu lauschen.  Bei faz.net findet sich der interessante Satz:  “Bundestagspräsident Lammert (CDU) hatte zuvor die Einladung des Papstes in den Bundestag mit den Worten gerechtfertigt, die Trennung von Staat und Kirche gehöre wie die Herausforderung des Glaubens durch die Vernunft zu den ‘unaufgebbaren Fortschritten unserer Zivilisation’.” Hätte Lammert damit nicht eher die Ausladung des Papstes begründet?

Warum aber gab es eigentlich keine Diskussion hinterher? Hat sich irgendeiner die Mühe gemacht, die Rede des “Heiligen Vaters” vor den demokratisch gewählten Abgeordneten des deutschen Volkes genauer anzusehen? Andrea Nahles nennt sie einen “herausragenden Moment in der Geschichte des Deutschen Bundestages”, wobei sie das positiv meint. Einig sind sich die Beobachter, dass die Rede… weiter lesen

23.09.2011 von Jakob Hein
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Papstwoche im Reptilienfonds: Stiftung Knabentest

von Jakob Hein
Auch eine Art Pädagogik: Leichte Schläge auf den Hinterkopf

Jozef Corveleyn von der katholischen Universität Leuwen ist nicht zu beneiden.  Der Psychologieprofessor hat von der katholischen Kirche den Auftrag bekommen, die Sexualität von Priesteranwärtern zu untersuchen.  Am meisten interessiere ihn dabei die Frage des Zölibats: „Ich möchte wissen, ob sie den Weg des Priestertums nicht zum Beispiel aus Angst vor Sexualität oder Intimität gewählt haben“, sagte er in einem Interview mit der Zeitung Standaard.

Grund für diese Maßnahme sind neuerliche Nachrichten über einen belgischen Priester, der mindestens zwei seiner Neffen jahrelang sexuell missbraucht hat und “überhaupt nicht den Eindruck” habe, pädophil zu sein, eine Art Tradition des Kindesmissbrauchs, der  in einer Vielzahl katholischer Kirchen aller Länder gepflegt wird. Dem Vernehmen nach möchte sich auch der Papst auf seinem Deutschland-Besuch mit Missbrauchsopfern treffen.  Von Frankie Boyle stammt die Bemerkung, dass es doch eigentlich unverantwortlich sei,… weiter lesen

22.09.2011 von Jakob Hein
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Papst-Woche im Reptilienfonds: Nachrichten vom Niedergang der politischen Karikatur (XIII)

von Jakob Hein

Nun bringt ja der Papstbesuch verschiedenste Dinge hervor: Demut, Anmut, Helmut und Scheißwut, unter anderem. Und dass der Führer dieser Religionsgemeinschaft, dessen Leitung ausschließlich aus Männern besteht und die dennoch darauf besteht, eine zentrale Rolle in familienpolitischen Fragen weltweit spielen zu dürfen, im Parlament der ja letztendlich säkularen Demokratie sprechen darf, auf Einladung des Präsidenten dieser Demokratie, der sich wegen der Verfassung, deren Schutz seine oberste Aufgabe wäre, ohnehin nicht übermäßig den Kopf zu zerbrechen scheint, das bietet schon genügend Anlass zu Widerspruch, ausreichend satirische Reibefläche.

Man könnte auch als aufrechter Christ den Widerstand anprangern, der sich gegen den Besuch des obersten Hirten einer der größten Religionsgemeinschaften mit weit in die Vergangenheit zurückreichenden Wurzeln in Deutschland formiert.

Aber nichts dergleichen macht natürlich die “Süddeutsche Zeitung” unter der Überschrift “Meinung” (sic). Der Papst auf einem halben roten Teppich, die andere Hälfte wird noch ausgerollt? ist wieder eingerollt worden? Ist sein Gesicht… weiter lesen

21.09.2011 von Heiko Werning
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Exklusiv: Vorab-Manuskript der Papstrede vor dem deutschen Bundestag

von Heiko Werning

Alle diskutieren darüber, aber noch niemand hat sie gelesen – dem Papst ergeht es wie Bruder Sarrazin. Das muss ein Ende haben: Übermittelt vom pontifikalen Redenschreiber  Anselmus Neft SJ und mit göttlichem Beistand ist der Reptilienfonds weltexklusiv in der glücklichen Lage, das Manuskript der Rede des Papstes, die dieser am morgigen Donnerstag vor dem deutschen Bundestag halten wird, vorab zu veröffentlichen:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist für mich ein besonderer Moment, vor dem deutschen Bundestag zu sprechen. Doch stehe ich hier als politisches oder als religiöses Oberhaupt des Vatikanstaates? Und was verbindet Politik und katholische Kirche heute in Deutschland überhaupt noch miteinander? Ich stehe hier als Stellvertreter einer Gemeinschaft, die einen Schatz an moralischer Erkenntnis und Erfahrung in sich verwahrt, der für die ganze Menschheit von Bedeutung ist. Dabei ist jedoch nicht zu übersehen: Das Katholische ist in Deutschland zu einer Stimme unter vielen geworden. Der Staat begreift sich längst als weltanschaulich neutral und garantiert die Glaubensfreiheit. Dazu gehört auch die Freiheit, nicht an Gott zu glauben, sondern sich selbst und den Mammon an dessen Stelle zu setzen. Doch da, wo alles möglich ist, wo alles als gleich gilt, da wird auch schnell alles gleichgültig. Das ist es, was die katholische Kirche meint, wenn sie von einer Diktatur des Relativismus spricht.

Doch liegt in dieser Entwicklung auch eine große Chance: Wie wir erst nach dem Sündenfall ein freiwilliges und authentisches „Ja“ zu Gott sagen können, können wir uns in der obdachlosen Demokratie ohne äußeren Zwang auf unsere wahre Heimat besinnen. So betrachtet ist der demokratische Zeitgeist eine felix culpa, eine glückliche Schuld also, da aus der vorübergehenden Verwirrung eine größere Klarheit erwachsen und schließlich die verwirrte Diktatur des Relativen einer entwirrten Diktatur des Absoluten weichen kann.

Es ist wahr: In Deutschland sind Staat und Kirche nicht in jeder Hinsicht getrennt. Noch gibt es zwei große Parteien, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen tragen. Auch zieht der Staat die Kirchensteuer ein und finanziert aus Einkommenssteuer, nicht aus Kirchensteuer, zum Beispiel diesen Papstbesuch, die Arbeit der Caritas und etwa 90 % der Kosten katholischer Schulen, Krankenhäuser und Altersheime. In diesen staatlich finanzierten Einrichtungen kann die Kirche nach ihren Maßstäben entscheiden, wen sie einstellt und wen nicht. Ich danke an dieser Stelle herzlich dem deutschen Steuerzahler, gleich welchen Glaubens, dass er mit seinem großzügigen Steuergeschenk zum Ausdruck bringt: Ja, ich sehne mich nach Verbundenheit mit dem wahren Glauben. Auch das ist Politik.

Jedoch keine Politik, die den jeweils modischen Stimmungsschwankungen einer orientierungslosen säkularen Mehrheit zu Willen ist, sondern die sich allein der Wahrheit verpflichtet. Das führt beizeiten zu Spannungen. Um ein Beispiel zu geben: Manche kritisieren, dass der Vatikanstaat neben Weißrussland der einzige europäische Staat ist, der die Menschenrechtscharta nicht unterzeichnet hat. Die katholische Kirche tritt weltweit für Menschenrechte ein, „Menschenrechte“ heißt für uns aber nicht „Frauenrechte“ und darf also nicht heißen, die gottgewollten Unterschiede der Geschlechter einzuebnen. Mann und Frau haben vor Gott den gleichen Wert, aber ihre Aufgaben im Schöpfungsplan unterscheiden sich. Seit ein paar Jahrzehnten mehren sich Spekulationen im wissenschaftlichen Gewand, die von „Gender“ sprechen, als seien männlich und weiblich nur gesellschaftliche Konstrukte. Da heißt es, die in der Genesis von Gott angeordnete Herrschaft des Mannes über die Frau sei bloße Ideologie. Hier muss die Kirche ihrerseits die Wahrheit gegen eine aggressive atheistische Ideologie verteidigen.

Auch aus den eigenen Reihen wird immer wieder gefordert, Frauen den Zugang zum Priesteramt zu öffnen. Doch die Antwort lautet: Non possumus. Wir können nicht. Wenn Papst … weiter lesen