29.01.2013 von Jakob Hein

Hier kann man einfach hinschauen
FDP-”Chef” Philipp Rösler stellt sich hinter Rainer Brüderle und er mahnt im Kölner Stadt-Anzeiger:
Gleichwohl sei eine gesellschaftliche Debatte über Sexismus notwendig – „denn es gibt offenbar ein breites Bedürfnis, darüber zu diskutieren, aber bitte auf der Sachebene und nicht mit aggressiver Polemik.“
Er macht auch gleich vor, wie das geht:
„Die Vorwürfe gegen ihn [Brüderle] sind durchsichtig und haltlos. Das ist eine Kampagne gegen die gesamte FDP.“
Bravo! Da ist doch mal die Sacheben präzise getroffen und jegliche Polemik außen vor gelassen.
Zweifellos gibt es Sexismus in Deutschland. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit glaubt Rainer Brüderle an a.) grundlegende Unterschiede zwischen Männern und Frauen, aufgrund derer ihnen b.) unterschiedliche Rechte und Pflichten zukommen. Aber was Herr Brüderle laut Frau Himmelreichs Beschreibung an dieser Hotelbar gemacht hat, das war eine ekelhafte Anmache, kein Sexismus. Und wenn ihn Frau Himmelreich tatsächlich nachts an der… weiter lesen
30.11.2012 von Jakob Hein
Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen war ein begnadeter Geschichtenerzähler. Dabei ließ er sich nicht fesseln von den Eisentauen der Realität, sondern war auch in der Lage, diese auszuschmücken, zu überwinden und so eine neue, viel schönere, viel reichere, viel buntere Realität zu erschaffen. Seine Geschichten sind bis heute weltweit bekannt, nach seinem Namen ist auch eine tückische psychiatrische Krankheit benannt (über die mehr literarische Bücher geschrieben wurden als klinische Fälle bekannt geworden sind).
Eine seiner Geschichten ist der berühmte Ritt auf der Kanonenkugel: Münchhausen zieht mit den Husaren unter Marschal Münnich vor eine von den Türken eingenommene Stadt. Da diese von den spanischen Reitern zu gut verteidigt wird, der Herr Marschall jedoch unbedingt die türkischen Stellungen auskundschaften möchte, schwingt sich Münchhausen auf eine Kanonenkugel seines Regiments und späht die feindlichen Stellungen aus. Während des Fluges fällt ihm ein, dass er auf dieser Kanonenkugel keinen Rückflug buchen kann und er steigt… weiter lesen
04.04.2012 von Jakob Hein
Die Photovoltaik im Allgemeinen und die Solarindustrie im Besonderen sind kein einfaches Thema. Einerseits klingt es zunächst naheliegend und sympathisch, aus den Strahlen der lachenden Frau Sonne Strom zu erzeugen, die letzten Endes ohnehin den Großteil der Energien erzeugt hat, die wir Menschen so verbrauchen, mal abgesehen von der Atomenergie, die von ihren Betreibern lieber Kernenergie genannt wird, weil im Kern doch immer das Gesunde sein soll, während Atomenergie so schrecklich an -krieg und -bombe erinnert. Andererseits folgt auch die Erzeugung von Solarenergie in einer kapitalistischen Gesellschaft kapitalistischen Prinzipien. Der eine macht damit Geld, das aus der Tasche eines anderen kommen muss. Da es sich niemand wagt, die milliardenschweren Energiekonzerne zur Finanzierung der Energiewende heranzuziehen, werden private Investoren gelockt, die Geld auf der nicht ganz so hohen Kante haben und parallel wird die Allgemeinheit in Form von steuerfinanzierten Subventionen herangezogen. Das heißt, um die Superreichen (Energiekonzerne) nicht zu ärgern, wird… weiter lesen
31.08.2011 von Jakob Hein

Mit übermenschlichen Kräften ausgestattet wie der FDP-Vorsitzende
Dr. Philipp Rösler hat gestern auf der FDP-Fraktionsklausur in Schloss Bensberg die Debatte um Guido Westerwelle für beendet erklärt.
Dazu ein paar Fragen:
1. Ab wann ist die Debatte um Guido Westerwelle beendet? Mit sofortiger Wirkung, ab Montag oder zu Beginn der nächsten Legislaturperiode?
2. Welche Sanktionsmaßnahmen drohen?
3. Darf man dann gar nichts mehr zur deutschen Außenpolitik sagen, bis Westerwelle nicht mehr im Amt ist?
4. Gilt das nur für FDP-Mitglieder, für alle Deutschen oder international?
5. Warum dieser halbherzige Schritt? Warum nicht auch den unsäglichen Wahlkampf der Berliner FDP für beendet erklären? Warum nicht den Nahost-Konflikt oder das ständige Gestreite zwischen Mann und Frau?
6. Durfte dieser Beitrag noch gepostet werden oder ist das eine Verletzung der “Bensberger Erklärung”?
Wir würden uns über ein Zeichen der Orientierung in diesen unsicheren Zeiten freuen.
10.05.2011 von Jakob Hein

Nein, Philip R. (38) wollte sich nicht beschweren. In seinem neuen Job als Parteivorsitzender war er Teil eines tollen Teams, fühlte die großartige Unterstützung der Basis und freute sich auf die kommenden Herausforderungen, denen er mit großer Gelassenheit entgegensah.