24.01.2013 von Jakob Hein

Spezialfahrzeug, um Kohlen aus dem Feuer zu holen
Die Rheinpfalz schreibt in ihrer heutigen Ausgabe davon, dass die anderen EU-Staaten für David Cameron “die Kohlen aus dem Feuer holen” sollen. Diese Redensart war eigentlich reserviert für den Sport. Hier wurden unendlich oft und in den verschiedensten Sportarten die Kohlen aus dem Feuer geholt. Doch nun holen auch schon Pressesprecher die Kohlen aus dem Feuer und kürzlich tat dies sogar eine “Finanzchefin” in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Wenns um “Neger” geht, ist die FAZ ja eher konservativ, aber wenn es um die “Finanzchefin Bauer von der Vacuumschmelze Hanaus” geht, dann darf man auch mal sprachlich unkonventionell sein. Und jetzt eben der Britische Premierminister.
Da kaum noch jemand köstliche Maronen isst und wenn, dann eklige, fertig gekochte, in Plastikfolie eingeschweisste, irgendwo schon vorgegarte Esskastanien kauft, kennen offensichtlich zu viele nicht mehr die Kastanien und… weiter lesen
20.11.2012 von Jakob Hein

Irgendwo da unten ankert die Wirtschaftslokomotive
Es ist nicht so, dass der Bundesfinanzminister heute im Bundestag versehentlich das völlig schräge Bild bemühte, Deutschland sei der “Stabilitätsanker und die Wirtschaftslokomotive Europas”. Nein, Herr Schäuble scheint dies für eine besonders gelungene Wendung zu halten. Dabei ist die Metapher gleichzeitig Illustration und Polemisierung der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Deutschland, oder, anders ausgedrückt, gleichzeitig Hammer und Amboss phrasengeschwängerten Leersprechs.
04.12.2008 von Heiko Werning
Kovařík und Lourenço scheinen gerade über diese Gattung einen Kleinkrieg zu führen, der nicht gerade zur Aufklärung beigetragen hat. Beide beschuldigen sich, unwissenschaftlich zu arbeiten. Das Schlimme ist, beide haben Recht.
(Auch bei Skorpionsforschern geht es nicht anders zu als bei, sagen wir, Handelsblatt-Redakteuren)
30.09.2008 von Heiko Werning
“Zunächst einmal müssen für eine erfolgreiche Paarung ohne Verlust eines der beiden Sexualpartner einige Vorkehrungen getroffen werden.”
(Aus dem Buch “Der Fünfstreifen-Skorpion” – aber gilt das im übertragenen Sinne nicht letztlich für uns alle?)
22.09.2008 von Heiko Werning
Viele Arten besitzen spezialisierte Füßchen. Die reinen Lauffüßchen der Seesterne sind bei ihnen nicht vorhanden, doch neben kräftigen Haltefüßchen besitzen sie Tastfüßchen mit sensiblen Enden, und bei irregulären Seeigeln gibt es Kiemenfüßchen mit dünner Wand und vergrößerter Oberfläche. Einige besitzen sogar Tupffüßchen zum Aufnehmen der Nahrung und Kittfüßchen, die Schleim zum Verfestigen der Wohnröhrenwand liefern.
(Aus einem Buch über Seeigel – sind ja doch niedlicher als man denkt, die Tierchen.)
23.05.2007 von Heiko Werning
“Zwischen den vorderen Buchlungen des Männchens findet man ein weiteres Spinnfeld, das dem Bau des Spermanetzes dient. ”
aus einem Buch über Vogelspinnen
[Same planet, different worlds]
11.05.2007 von Heiko Werning
“Hierodula membranacea ist praktisch die Kornnatter unter den Mantiden.”
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25.04.2007 von Heiko Werning
“Um den menschlichen Einfluss in Form von Beweidungswirtschaft auf die Schildkrötenpopulation zu erfassen, ermittelte ich mit einer Helferin die Dichte der Zebufladen entlang den Untersuchungstransekten. ”
[Diplomarbeiten, um die man sich reißt - heute: Schildkrötenzählen auf Madagaskar]
11.04.2007 von Heiko Werning
“Selbst nach zehn Jahren Freilanduntersuchung an Chinchillas ist es mir bisher noch nie gelungen, ein Tier in der Natur wirklich zu beobachten.”
(Eine Chinchilla-Forscherin in der Fachzeitschrift RODENTIA)