Posts Tagged ‘Sarrazin’

14.08.2011 von Heiko Werning
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Noch eine Kreuzberg-Safari

von Heiko Werning

“Achte auf deine Hand, deinen Mund und deine Lenden.” Sarrazin habe jedoch nicht auf seinen Mund geachtet.

Das ist durchaus respektabel, was Alan Posener für die “Welt” auf den Spuren des bizarren Sarrazin-Ausflugs durch Kreuzberg aufgeschrieben hat. Wenn er allerdings anmerkt, der Sarrazin-Besuch wurde “mancherorts hochgejazzt zur Behauptung, in Kreuzberg sei die Freiheit des Andersdenkenden nicht gewährleistet”, hätte er auch sagen können, wo denn mancherorts eigentlich war.

Vergleiche auch im Reptilienfonds: Thilo, geh doch nach Oslo.

01.08.2011 von Jakob Hein
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Liebe Dagmar Reim,

von Jakob Hein

Keine Art, einen verdienten ehemaligen Senator zu bezeichnen

der RBB hat bestimmt Recht und Frau Balci hat mindestens die Regeln des journalistischen Anstands, vielleicht sogar den Vertrag mit dem RBB verletzt, indem sie schon mal für “Aspekte” mit Thilo Sarrazin durch Kreuzberg gelaufen ist.

Aber: Zeigen Sie doch den Film trotzdem, bevor irgendwelche Mythen entstehen, wie wunderbar dieser Film vielleicht ist, wie unterdrückt und ausgenutzt Frau Balci ist und der gleichen Verschwörungstheoretisches mehr. Zwar ist die Exklusivität verletzt, aber durch die jetzige Hysterie wird dem Film trotzdem die gewünschte Aufmerksamkeit zuteil.

Wir haben an dieser Stelle schon referiert, wie stark sich der mediale Hype um Herrn S.s Auftritte und die abgebildete Wirklichkeit unterscheiden können. So lange kein Attest für ihn vorgelegt wird, darf Herr Sarrazin sich durch Hilfe seiner Äußerungen doch selbst bloßstellen, nehmen Sie ihm nicht diese Möglichkeit.

26.07.2011 von Heiko Werning
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Thilo, geh doch nach Oslo

von Heiko Werning

Kreuzberg ist auch nicht mehr, was es mal war. Wenn man sich den umstrittenen Beitrag des ZDF-Magazins „Aspekte“ anschaut, ist es geradezu rührend: Im Wesentlichen scheint die Anbieter und Besucher des „Türkenmarktes“ am Maybachufer trotz des medialen Aufgebots der prominente Besuch von Thilo Sarrazin kaum zu interessieren, einige bemühen sich nach expliziter Ansprache, ihre Verärgerung durchaus argumentativ darzulegen, um sich von Sarrazin mit dem immergleichen „Das habe ich nie gesagt“ oder „Haben Sie mein Buch überhaupt gelesen?“ abbügeln zu lassen. Exemplarisch folgender Dialog:


Türke: Was wollen Sie denn ändern? Die Ausländer bemühen sich doch schon. Haben Sie mal gesehen, wie viele Deutsche betteln? Haben Sie hier einen Ausländer betteln sehen?

Sarrazin: Es geht doch nicht um Ausländer. Ich habe übrigens nie von Ausländern gesprochen.

Zuhörender Pole: Sarrazin hat recht. Ich bin ja selber Pole.

Türke: Aber allgemein. Araber oder Türke, Polen

Sarrazin: Polen sind anders als Türken und… weiter lesen

25.07.2011 von Jakob Hein
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Sachdienliche Hinweise

von Jakob Hein

Krude Gedanken. Müssen wir sie melden?

Unter der Überschrift “Polizeichef Witthaut: “Ein Attentat kann jederzeit auch bei uns geschehen” bringt Welt online heute ein Interview mit dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei Bernhard Witthaut. Nun wird es Witthaut selbst wundern, dass er von der “Welt” zum “Polizeichef” befördert wurde, aber sei’s drum. Er sagt jedenfalls in Bezug auf den Islam und Multikulturalität hassenden norwegischen Mörder und die Schlussfolgerungen für Deutschland: “Wir müssen alles tun, um mitzubekommen, wenn jemand mit solchen kruden Gedanken auffällt.”

Wir können Herrn Witthaut und der “Welt” gern helfen: Am 17. Juli zum Beispiel schreibt ein gewisser Thilo Sarrazin in – raten Sie mal! – der “Welt”: „Die Tendenz, beleidigt zu reagieren, und der Versuch, beim Gegenüber Schuldgefühle zu wecken, seien in der orientalischen Mentalität und dem islamischen Glauben tief verankert. Das sei eine gezielte Strategie, um in einer Diskussion Vorteile zu gewinnen. Ich… weiter lesen

19.02.2011 von Jakob Hein
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Freizeitgestaltung

von Jakob Hein

Nun hat ja kaum jemand mehr Verständnis für kreative Freizeitgestaltung als dieses Blog, aber manches geht einfach zu weit. Der allseits beliebte Salon-Rassist Thilo Sarrazin hat nun erklärt, wie sein Epos “Landschaft Absicht Deutsch” (Name v.d. Red. geänd.) entstanden ist:  „Als Bundesbanker war die Arbeit der Woche nach eineinhalb Tagen dienstagmittags getan. Am Montag gibt man Anweisungen und bereitet sich ein bisschen vor, am Dienstagvormittag diskutiert man intelligent in der Vorstandssitzung mit und am Dienstagnachmittag fragt man sich, was man den Rest der Woche tun soll.“

Es ist toll, dass man als Bundesbanker so offen darüber reden darf,  dass man sein Geld fürs Nichtstun kassiert hat. Bei anderen Arbeitgebern würde das richtig Ärger und Konsequenzen zur Folge haben. Wir wollen nur sagen, was auch immer man als Bundesbankvorstand mit seinen 230.000 Euro Gehalt so von Dienstagnachmittag bis Montagvormittag macht, sowas bitte nicht.

09.09.2010 von Jakob Hein
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Einige meiner besten Freunde sind Sarrazenen…

von Jakob Hein

…der Thilo und sein Verlag haben geschafft, was sie wollten: Goldener Handschlag und ab in die Rente mit 65. Jetzt kann er in Ruhe Bücher gegen Hartz-IV-Empfänger, Simulationspatienten, Kinderschänder und Falschparker schreiben. Und immer wieder mit der Pose verkaufen: “Mir gefällt das ja auch nicht, aber irgendeiner muss doch mal diese unschöne Wahrheit aussprechen.”

Es stimmt, dass die Integration von Migranten in Deutschland miserabel funktioniert. Das hat übrigens einen Scheiß mit deren Religion zu tun, dafür umso mehr mit deren sozialer Schicht. Denn der einfache Fakt ist, dass arme Menschen in Deutschland zunehmend marginalisiert werden. Der Füllstand des Geldbeutels der Eltern entscheidet wie in keinem anderen Land über den Bildungsabschluss und damit über die Partizipation an der Gesellschaft. Das betrifft arme Christen ebenso wie arme Buddhisten, aber es betrifft eben auch die “Unterschicht”, die sich aus der verfehlten Gastarbeiterpolitik Deutschlands ergeben hat. Daran muss sich schon was ändern, denn… weiter lesen

30.08.2010 von Jakob Hein
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Landschaft | Absicht | Deutsch – bisher unveröffentlichte Rezension an Sarrazins Buch

von Jakob Hein

Thilo Sarrazin hat vermutlich ein Buch geschrieben. So genau weiß das niemand, weil das Buch noch nicht offiziell erschienen ist. Aber insofern das Buch schon die Nummer eins der Bestsellerliste ist und viel diskutiert wird und insofern schon einige Zitate aus dem vermutlichen Buch an die beiden Medienschwestern „Bild“ und „Spiegel“ gegeben wurden, ist es mehr als wahrscheinlich, dass das Buch tatsächlich geschrieben wurde. Unabhängig davon ist es nach seinem jetzigen Erfolg absolut sicher, dass es erscheinen wird, vollkommen unabhängig davon, ob es bisher geschrieben wurde.

Alles, was man von dem Buch sicher weiß, ist, dass Thilo Sarrazin als Autor zeichnen wird und dass darin die Zitate aus den genannten Medien vorkommen werden, unabhängig davon, ob das Buch schon geschrieben ist. Denn auch, wenn es anlässlich seines großen Erfolges jetzt erst geschrieben werden wird, müssen die genannten Zitate darin auftauchen, das erwartet das zahlende Lesepublikum, das sich ja vor allem… weiter lesen