Posts Tagged ‘sinnlose Produkte’

01.05.2012 von Jakob Hein
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Auf dem Klo mit Konfuzius

von Jakob Hein

Früher rockten die Klosprüche irgendwie mehr

Morgen wird der traditionelle Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen begangen. An diesem Tag wird nicht nur gegen den Zwang zur Lohnarbeit sondern auch gegen sinnlose Produkte demonstriert, weil diese mit verantwortlich sind für eine Spirale des Wahnsinns. Anstatt ein ordentliches Produkt herzustellen, das man stetig leicht verbessert und dann von Robotern gefertigt zu einem guten Preis verkaufen kann, werden immer wieder von Scheinbeschäftigten Scheininnovationen entwickelt und auf den Markt geworfen, um Menschen dazu zu bewegen, diese zu kaufen.

Eine besonders unangenehme Innovation in dieser Hinsicht ist das umweltfreundliche Toilettenpapier der Firma Zewa. Wir kauften es, da es das einzige mit einem blauen Engel zertifizierte Klopapier an diesem Tag war und der Darm nicht warten kann, bis Rossmann wieder Ware bekommt. Zum Lohn haben sich nun Rollen auf dem Papierhalter eingenistet, die auf jedem Einzelblatt einen Spruch zum Thema Umweltschutz haben. “Ihre… weiter lesen

15.04.2012 von Jakob Hein
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Soviel passiert doch an Ostern meistens doch nicht

von Jakob Hein

Endlich! Kaum ist das Osterfest vorbei, stehen wieder der Internationale Sekretärinnentag, Pfingsten, Himmelfahrt und natürlich der Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen vor der Tür und in den Kaufhallen füllen sich die Regale mit Produkten, die auf diese Feiertage vorbereiten sollen: Postkarten “Für die beste Tippse”, Wanderstöcke mit Schnapsflaschen, Schokoladenpfingstochsen und natürlich Bier in allen möglichen Variationen warten auf den Kunden, der keine Gelegenheit auslassen möchte.

Hier allerdings präsentiert die Firma Jako-o eine besondere Herausforderung. Einen Hasen aus Holz, der angeblich nach Ostern gut aussehen soll. Hat irgendjemand diesen Hasen zu Ostern bekommen? (Wir wissen schon, keiner hat den gekauft, aber die Oma / Schwiegermutter / Zahnärztin hat ihn leider geschenkt, man selbst ist ja nicht so usw. usf.) Wir würden uns nämlich sehr über einen Bildbeweis freuen, wo das Ding nach Ostern irgendwo gut aussieht. Das wäre ja wie so eine Art Osterwunder. Denn im (notwendigerweise vor Ostern erstellten)… weiter lesen

27.05.2011 von Jakob Hein
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Hässliche Taschen

von Jakob Hein

Nabila K. (48) arbeitete schon seit Jahren als Kongressaustatterin. Die gelernte Modedesignerin war nach dem Studium eher zufällig an diesen Job gekommen und dann dabei geblieben. Seit einiger Zeit erforschte sie die Fragestellung, ob es eine Untergrenze der Hässlichkeit für kostenlose Kongressbeutel gibt. Diese Taschen erhalten Teilnehmer von Kongressen standardmäßig. Und egal, wie die Beutel aussehen, die überwältigende Mehrheit der Professoren, Doktoren, Exzellenzen aus In- und Ausland hängt sich die Dinger sofort um und bleibt dabei während der gesamten Kongressdauer. Erst zuhause scheinen sie zu bemerken, wie diese Beutel eigentlich aussehen und entsorgt sie dann unauffällig. Die grellorangen, nach oben offenen Einkaufstaschen mit Kartoffelsackriemen, die eher wie Kinderbeutel als irgendwas anderes aussahen, waren K.s neuester Versuch, aber auch diese wurden hemmungslos von allen getragen. Vielleicht sollte sie es wagen, doch einmal die nach unten offenen, penisförmigen Beutel in grüngrau anzubieten?

05.05.2011 von Jakob Hein
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Gute Produkte

von Jakob Hein

Hans-Peter K. war wirklich vollends zufrieden mit seinem neuen Solarbriefkasten. Ganz ohne Netzanschluss konnte der Briefkasten nun mithilfe der eingebauten Solarzellen die Informationen herunterladen, wann immer die Sonne schien. Leider war die Speichekapazität mit 44 Bit noch etwas gering, so dass Hans-Peter K. sich immer noch gespannt fragte, wie die WM in Südafrika ausgegangen war und wann es  zu den versprochenen Steuersenkungen der schwarz-gelben Koalitation kommen würde.

21.04.2011 von Jakob Hein
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Aus der Welt der Mode (I)

von Jakob Hein

“Ach, Scheiß der Hund drauf!”, dachte sich Vera P., als sie vor ihrem Kleiderschrank stand. “Zwar bin ich ein Supermodel mit schönen Haaren, langen Beinen und habe seit vier Jahren nichts mehr gegessen. Aber heute möchte ich mich einfach unter die Leute mischen, ohne dass mich jemand als außergewöhnlich attraktive Frau erkennen kann. Da schlüpfe ich doch rasch in so einen bunt bedruckten, von indonesischen Kindern zusammengenähten Sack und flaniere durch die Gassen meiner Stadt. Vielleicht werden ein paar Leute lachen und mit dem Finger zeigen: ‘Guck mal, wie blöde die angezogen ist.’, aber ich bekomme ja 14.95 für jedes Mal, wenn ich das Teil anpelle.”