15.10.2011 von Jakob Hein

Stand im Rampenlicht: Der Computer, auf dem man sogar Texte lesen kann.
Da der diesjährige Buchpreisträger einfach nur nett, bescheiden und völlig neurosenfrei ist und niemand nackt durch die Ausstellungshallen lief, galt es, mal wieder das Ende des gedruckten Buches zu befürchten. Dieses Ereignis steht seit der Einführung des Radios unmittelbar bevor und auch in Deutschland ist der Absatz von eBooks stark gestiegen und liegt jetzt schon bei 0,5 Prozent des Gesamtmarktes. Fantastisch! Wenn sich diese Entwicklung noch fortsetzt, werden in ein paar Jahren nurmehr 98 Prozent der Leser gedruckte Bücher lesen. Zeit, sich einen Kamin für die Regale anzuschaffen!

Andere Bücher aus dem selben Verlag: "Pussy Power 4" und "Sweet shaven Angels"

Ungewöhnliche Standdekoration: Brennholz vorn, hinten Bücher
Wohl darauf spielt wohl auch der geschätzte “Kein & Aber”-Verlag aus der Schweiz mit seiner sehr ungewöhnlichen Deko an? Zum Thema “Holz” auch der Kalender… weiter lesen
27.06.2010 von Heiko Werning
Schon merkwürdig: Vor einem Jahr hat Peter Wawerzinek hier im Reptilienfonds einen Text verfasst mit dem schönen Titel “Das Wunder Krampitz ist möglich“, in dem er sich, nun ja: unzufrieden mit dem Verlauf der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbe zeigte und seine Hoffnungen in Karsten Krampitz setzte, dessen Textauswahl er aber kritisierte. Krampitz hat damals souverän den Publikumspreis gewonnen, bei der Jury ging er dagegen leer aus. Dieses Jahr also ist Wawerzinek gleich selbst angetreten, und siehe da: Heute hat er den ersten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewonnen! Herzlichen Glückwunsch aus dem Reptilienfonds!
Und da weise ich doch gleich umso lieber nochmals auf die schöne Geschichten- und Texte-Sammlung “Heimat, Heimweh, Heimsuchung” hin, die eben jener Karsten Krampitz und ich jüngst herausgegeben haben, in der, Achtung!, genau: ein Text von Wawerzinek enthalten ist, ein sehr schöner Text sogar, von dem ich vermute, dass er aus dem Roman “Rabenliebe” stammt, aus dem er in Klagenfurt vortrug und… weiter lesen
27.06.2009 von Heiko Werning
Peter Wawerzinek, Bachmannpreisteilnehmer früherer Jahre, hat für kurze Zeit Hoffnung geschöpft und sich sofort wieder beruhigt, dennoch meint er:
Das Wunder Krampitz ist möglich
Karsten Krampitz zum Bachmannpreis einzuladen, ist für sich genommen eine mutige, hoffnungsvolle Tat gewesen, ein Zeichen allen, die auf das Wunder innerhalb der Literatur warten. Vom schreibenden Tellerwäscher in die weltweite Millionenauflage. In diesem Sinne ist die Jurorin Hildegard Elisabeth Keller als Vorreiterin zu loben. Man darf sie auch eine weibliche Robin Hood unter den sieben Kritikern titeln. Die Voraussetzungen für einen derartigen Geniestreich sind in Klagenfurt durchaus gegeben, wenn auch zu fürchten ist, dass sie nicht genutzt werden. Heutzutage haben sich nicht mehr so viele Autoren dichtgedrängt dem Urteil von Jury und Publikum zu stellen. Die strikte Vorauswahl nach dem Prinzip: Vorgestellt wird nur noch, was in den Töpfen der Verlage köchelt, schließt die Einladung von Talenten und angehenden Dichtern aus dem Nix hervor aus.… weiter lesen