Archive for März, 2010

30.03.2010 von Elena Beis
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Deutschland gefährlicher als Südafrika

von Elena Beis

- und obendrein werden deutsche Busse bald mit auseinanderfallenden Minitaxis nach südafrikanischem Modell ersetzt.

Ein Südafrika-Aufenthalt ist sicherlich weit nicht so lebensbedrohlich, wie es in den Medien dargestellt wird, aber wer hätte DAS gedacht? Laut der heutigen Schlagzeilen rangiert Südafrika in Punkto Reisesicherheit über Thailand, Spanien und sogar(!): Deutschland. Ich hab es hier schwarz auf weiß vor mir stehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brite ermordet wird, sei in Deutschland mehr als doppelt so hoch verglichen zu Südafrika, heißt es in dem Aufmacher-Artikel der „Cape Times“.

Diese doch recht optimistischen Statements werden mit den Zahlen einer neuen Studie des britischen Auslands- und Commonwealth-Amtes untermauert.

In der Studie wurde verglichen, wie oft Briten in den unterschiedlichen Urlaubsländern die Hilfe ihre Konsulate in Anspruch nahmen.

Von den 663 580 Briten, die sich zwischen April 2008 und März 2009 in Südafrika aufhielten, wurden laut des Reports nur 48 Tode gemeldet – die Mehrzahl… weiter lesen

24.03.2010 von Elena Beis
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Südafrikanische Sicherheitslage und ‘German Angst`

von Elena Beis

Wenn ich aus meinem Bürofenster auf die Long Street schaue, stechen mir deutsche Touristen, die gerade angekommen sind, sofort ins Auge. Sie wirken immer leicht verloren und schwer misstrauisch. Sie verstecken ihr am Bankomaten abgehobenes Geld ganz auffällig in unauffällige hautfarbene Bauchbeutel. Sie drehen sich oft nach hinten um. Sie fragen sehr viel – Ist es zu gefährlich hier zu parken?  Kann man hier abheben?  Darf man ins Taxi steigen? – und ihnen steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, wenn sie ihr Hotel abends unbeschadet erreichen. Sobald man mit ihnen ins Gespräch kommt, erzählen sie mit einer Mischung aus Faszination, Abscheu, Angst und Unglauben die grausamsten Horroranekdoten aus Südafrika. Dabei handelt es sich oftmals um Geschichten, die hierzulande unbekannt sind – wie zum Beispiel die Geschichte von der Frau aus Durban, die bei Tageslicht mitten auf der Strandpromenade von Durban vergewaltigt wurde.

Deutsche Besucher machen sich zunächst einmal überdurchschnittlich große… weiter lesen

16.03.2010 von Elena Beis
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Good Morning, Kapstadt.

von Elena Beis

Es war ein ungünstig gelegenes Blockseminar, das mich in meinem letzten Studiensemester an das Ende von Afrika katapultierte. Denn statt den Winter in München zu verbringen, auf das zweitägige Pflichtseminar Ende Februar zu warten und mich in der Zwischenzeit mit freiwilligen Vorlesungen gewissenhaft weiterzubilden, packte ich im Herbst kurzerhand den Koffer, buchte den billigsten Kapstadt-Flug, der sich auftreiben ließ, und kam nach Südafrika ohne den geringsten Plan.

Mit einer Sache hatte ich allerdings nicht gerechnet: dass ich fünfeinhalb Jahre später immer noch feststecken würde zwischen Xhosas, Buren und Zimbabwer, Steinzeit und Hochmoderne, den Ärmsten der Armen und den Reichsten der Reichen, überwiegend fröhlichen Menschen in durchschnittlich verzweifelten Lebenslagen, polygamen Demokraten und den Geistern der Toten, die hier bei Businessentscheidungen und Beziehungskonflikten noch ein paar Wörtchen mitzureden haben; und dass ich meinen organisierbaren Münchner Alltag gegen diese komplett ruhelose Kulisse langfristig austauschen würde.

Schon mein kurzer Weg zur Arbeit gleicht… weiter lesen