Archive for Mai, 2010

31.05.2010 von Elena Beis
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“Samstag wurde der Rugby afrikanisiert”

von Elena Beis

Als tausende weiße Rugby-Anhänger vor zwei Tagen Soweto stürmten, schrieben sie ein kleines Stück südafrikanische Geschichte.

Samstagabend traten die Rugby-Mannschaft aus Pretoria, die Blue Bulls, und die Rugby-Mannschaft aus Kapstadt, die Stormers, ihr „Super 14“ Finale an – und das mitten in dem schwarzen Township Soweto.

Die Kapstädter Tageszeitung Cape Times machte am Freitag schon Stimmung auf das Spiel

Rugby ist in Südafrika traditionell Sport der Weißen – vor allem der Buren – und deswegen war es ein besonderes Ereignis, dass sie ausgerechnet in Fußball-Stadium des größten schwarzen Townships des Landes das Finale austrugen. Während der Apartheid wurde unter schwarzen Südafrikanern Rugby als der Sport der Unterdrücker angesehen. Auch heute ist Rugby beliebter bei Weißen als schwarzen – und Fußball wiederum beliebter bei Schwarzen als Weißen.

Die „Super 14“ entspricht der Fußball „Champions League“ in Europa. Die stärksten Teams der südlichen Hemisphäre spielen jedes Jahr mehrere Monate lang gegeneinander… weiter lesen

20.05.2010 von Elena Beis
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Südafrika 21 Tage vor der WM

von Elena Beis

Hier die Bilder aus Kapstadt! (Wenn ihr darauf klickt, auch in grösser):

In Kapstadts moslemischen Viertel Bo-Kaap gibt es schon “WM-Milch” zu kaufen.

Es wird überall noch gebaut & ausgebessert. Der Lärmpegel in der Innenstadt ist enorm, arbeiten ohne Ohropax auf der Long Street unmöglich.

Viele südafrikanische Autofahrer haben ihre Autos schon mit  Flaggen dekoriert.

In jedem Super- und Drogeriemarkt gibt es mittlerweilel Vuvuzelas zu kaufen – die gehören während der WM zum existentiellen Grundbedarf.

Keine Sorge  – hier ist es sicher! ;-)

Straßenverkäufer verkaufen Bafana Bafana-Schals. Bafana Bafana heißt auf isiZulu “unsere Jungs” & ist der Name der südafrikanischen Nationalelf.

In drei Wochen geht es hier entlang zum Fan-Park.

Das nigelnagelneue Kapstädter “Green Point Stadium” wird anlässlich eines Spiels von der U-21 Bafanas getestet. Kapstädter aus den umliegenden Townships sind gekommen,weiter lesen

13.05.2010 von Elena Beis
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Apartheid wegen zu viel Fleischkonsum

von Elena Beis

Bei Jo Brown kann man nicht nur etwas zu essen, sondern während dessen auch erfahren, was es mit der Welt auf sich hat

Jedesmal, wenn ich Joe, den Rastafari, einen Besuch abstatte, lerne ich etwas Neues dazu. Heute unterhalten wir uns über vegetarische Kost. Joe hält sich fern von Fleisch, seitdem er sich den Rastafaris angeschlossen hat, und ist überzeugt, dass Menschen, die tote Tiere in sich hineinstopfen, nicht sehr gesund sein können. Er erzählt mir, dass es “in Südafrika Menschen gäbe” – „wir nennen sie die Boer“ (= er meint die afrikaansstämmigen Farmer), die zu jeder Mahlzeit Fleisch essen. Ich finde es wirklich witzig, wie er,  der halbfarbige  indisch-aussehende Rastafari mit dem Cape Flats-Akzent,  von den Buren spricht, als seien sie eine völlig exotische Randgruppe, die man jemanden wie mir, einer Nicht-Südafrikanerin  – auch wenn sie schon seit Jahren hier lebt – erklären muss. Südafrika ist je nachdem… weiter lesen

06.05.2010 von Elena Beis
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Joe Brown, der Rastafari

von Elena Beis

Obwohl sich Juda Browns Gute-Laune-Rastacafé gleich ums Eck von meinem Büro befindet, schaue ich hier mittags nur selten vorbei – ein schnelles Sandwich auf die Hand dauert bei ihm immer mindestens (!) eine dreiviertel Stunde.

Joe Brown`s Cafe auf der Buiten Street. Einer meiner Lieblingsläden. Die Öffnungszeiten hier stimmen allerdings nicht ganz  – ich habe Joe Brown noch nie vor 10Uhr morgens in seinem Laden gesehen..

Über der Tafel wird bereits vorgewarnt: Relax

Und auch die Speisen sind oftmals etwas unberechenbar. Statt des bestellten „Falafel-Wraps“ bekam ich letzte Woche ein Auberginen-Tomate-Käse-Brot und in Joes Spezialitäten-Gericht „Bean Curry“  habe ich bisher noch keine einzige Bohne entdeckt – er bereitet es am liebsten mit Kartoffeln und Kürbis zu.

Joes bean curry schmeckt auch ohne beans hervorrragend. Zusammen zum Essen gibt es dann immer sehr viele Infoblätter zu den Heilwirkungen von Kräutern. Bis vor kurzem noch handschriftlich –weiter lesen