Warum der emotionale Aufruhr nach dem Mord an den weißen Rechtsradikalen Terre’blanche eine Chance für Südafrika ist
Samstagnacht ist Eugène Terre’blanche, einer der wahrscheinlich hartnäckigsten, aggressivsten und bekanntesten weißen Rassisten Südafrikas, von zwei Angestellten ermordet worden. Die Presse lief heiß – hier in Südafrika, aber auch international. Bis auf die Riesenwut auf den rechtsextremistischen Kotzbrocken Julius Malema und den ANC, der dessen rassenhassschürenden Songs und Reden toleriert, sind hier allerdings keine „Rassenspannungen“ zwischen weiß und Schwarz zu spüren, wie berichtet wird. Nach der hauptsächlich medialen Aufregung der ersten zwei Tage, haben sich die Gemüter wiederweitestgehend beruhigt und man diskutiert in südafrikanischen Radio-, Fernsehsendungen und Newsportalen bereits, wie man die Nation besser vereinen könne.
Im Stadtalltag ist von dem Vorfall absolut nichts zu merken. Die einzigen Spannungen gibt es gerade in dem kleinen Ort Ventersdorp, wo Terre’blanche zuletzt gelebt hat, und wo gerade die zwei bekennenden jugendlichen Mörder dem Haftrichter vorgeführt… weiter lesen