Als tausende weiße Rugby-Anhänger vor zwei Tagen Soweto stürmten, schrieben sie ein kleines Stück südafrikanische Geschichte.
Samstagabend traten die Rugby-Mannschaft aus Pretoria, die Blue Bulls, und die Rugby-Mannschaft aus Kapstadt, die Stormers, ihr „Super 14“ Finale an – und das mitten in dem schwarzen Township Soweto.
Die Kapstädter Tageszeitung Cape Times machte am Freitag schon Stimmung auf das Spiel
Rugby ist in Südafrika traditionell Sport der Weißen – vor allem der Buren – und deswegen war es ein besonderes Ereignis, dass sie ausgerechnet in Fußball-Stadium des größten schwarzen Townships des Landes das Finale austrugen. Während der Apartheid wurde unter schwarzen Südafrikanern Rugby als der Sport der Unterdrücker angesehen. Auch heute ist Rugby beliebter bei Weißen als schwarzen – und Fußball wiederum beliebter bei Schwarzen als Weißen.
Die „Super 14“ entspricht der Fußball „Champions League“ in Europa. Die stärksten Teams der südlichen Hemisphäre spielen jedes Jahr mehrere Monate lang gegeneinander… weiter lesen
