13.07.2010 von Elena Beis
Die Highlights der WM in Bildern**

Zwei Tage vor WM-Beginn: Südafrika kommt in Stimmung & der Vuvuzela-Wahnsinn beginnt

Ein Tag vor WM: Zwei Finnen, die mitsamt ihren Skiern von Finnland, quer durch Afrika, und bis runter ans Kap in diesem verrosteten Merc gefahren sind, kommen gerade noch rechtzeitig an.

Die Westkap-Premierministerin Helen Zille und US-Rapper R Kelly eröffnen die WM-Feierlichkeiten in Kapstadt – genau von dem Balkon aus, von dem Nelson Mandela seine legendäre Rede gehalten hat als er 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde

Zur WM-Eröffnung in Kapstadt findet eine traditionalle “Kaapse Kloopse”-Karnavalsparade statt. Normalerweise findet sie immer am 2. Januar statt, um das neue Jahr zu begrüßen.

Die Fans-Parks sind voll. Südafrikaner jeden kulturellen Backgrounds feiern zusammen.

Fans in Port Elizabeth heißen WM-Gäste willkommen: “This is blasphemy. This is madness. This is Africa.”

Auch in dem kleinen Ort… weiter lesen
12.06.2010 von Elena Beis
Das WM-Fieber hat bereits das ganze Land im Griff. Das Million-Gehalt von Carlos Perreira (gemunkelten ZAR 1,000,000 im Monat – entspricht etwas 100,000 € -eine Unsumme für südafrikanische Verhältnisse), dem brasilianischen Trainer des südafrikanischen Fußballteams, hat sich womöglich gelohnt. Bafana-Bafana, Weltrandlisten 83-ter, hat im Eröffnungsspiel ein 1:1 gegen Mexiko geschafft! Die Südafrikaner sind sehr stolz auf ihre “Jungs” wie hier überall gestern abend zu sehen war:







eure elena **

Elena Beis. My Name is not Sisi. Kulturkollison x 11. Ein deutsches Pärchen reist durch Südafrika. Erschienen März 2010 bei Conbook Medien, 9,95€
09.06.2010 von Elena Beis

Kapstädter Mamas sind bereits in Vuvuzela-Stimmung

Wer arbeiten muß, bläst seine Vuvuzela einfach aus dem Auto heraus

Auf der Long Street stimmt man sich schon auf die Rieseneröffnungsparty morgen ein

Ein Bafana-Bafana-Mobil

Diese Fußgängerbrücke ist gestern nacht fertig gestellt worden & wurde heute früh eingeweiht. Die Arbeiter, die an dem Bau beteiligt waren, testen sie hier gerade.

Seid gestern ist der Vuvuzela-Lärm in der Innenstadt so laut, dass man hier kaum mehr arbeiten kann.

Ein Bafana-Bafana-Fan

Die neuen Busse sind startbereit, um die Fans zum Green Point Stadium zu bringen. Juhuu - endlich moderne öffentliche Verkehrmittel in Kapstadt!

WM-Gäste scheinen bereits auch alle mit Vuvuzelas ausgestattet zu sein (© Elena Beis)

Kein Entrinnen.

Sogar die dubiosen Drogendealer… weiter lesen
20.05.2010 von Elena Beis
Hier die Bilder aus Kapstadt! (Wenn ihr darauf klickt, auch in grösser):

In Kapstadts moslemischen Viertel Bo-Kaap gibt es schon “WM-Milch” zu kaufen.

Es wird überall noch gebaut & ausgebessert. Der Lärmpegel in der Innenstadt ist enorm, arbeiten ohne Ohropax auf der Long Street unmöglich.

Viele südafrikanische Autofahrer haben ihre Autos schon mit Flaggen dekoriert.

In jedem Super- und Drogeriemarkt gibt es mittlerweilel Vuvuzelas zu kaufen – die gehören während der WM zum existentiellen Grundbedarf.

Keine Sorge – hier ist es sicher!

Straßenverkäufer verkaufen Bafana Bafana-Schals. Bafana Bafana heißt auf isiZulu “unsere Jungs” & ist der Name der südafrikanischen Nationalelf.

In drei Wochen geht es hier entlang zum Fan-Park.

Das nigelnagelneue Kapstädter “Green Point Stadium” wird anlässlich eines Spiels von der U-21 Bafanas getestet. Kapstädter aus den umliegenden Townships sind gekommen,… weiter lesen
13.05.2010 von Elena Beis

Bei Jo Brown kann man nicht nur etwas zu essen, sondern während dessen auch erfahren, was es mit der Welt auf sich hat
Jedesmal, wenn ich Joe, den Rastafari, einen Besuch abstatte, lerne ich etwas Neues dazu. Heute unterhalten wir uns über vegetarische Kost. Joe hält sich fern von Fleisch, seitdem er sich den Rastafaris angeschlossen hat, und ist überzeugt, dass Menschen, die tote Tiere in sich hineinstopfen, nicht sehr gesund sein können. Er erzählt mir, dass es “in Südafrika Menschen gäbe” – „wir nennen sie die Boer“ (= er meint die afrikaansstämmigen Farmer), die zu jeder Mahlzeit Fleisch essen. Ich finde es wirklich witzig, wie er, der halbfarbige indisch-aussehende Rastafari mit dem Cape Flats-Akzent, von den Buren spricht, als seien sie eine völlig exotische Randgruppe, die man jemanden wie mir, einer Nicht-Südafrikanerin – auch wenn sie schon seit Jahren hier lebt – erklären muss. Südafrika ist je nachdem… weiter lesen
06.05.2010 von Elena Beis
Obwohl sich Juda Browns Gute-Laune-Rastacafé gleich ums Eck von meinem Büro befindet, schaue ich hier mittags nur selten vorbei – ein schnelles Sandwich auf die Hand dauert bei ihm immer mindestens (!) eine dreiviertel Stunde.

Joe Brown`s Cafe auf der Buiten Street. Einer meiner Lieblingsläden. Die Öffnungszeiten hier stimmen allerdings nicht ganz – ich habe Joe Brown noch nie vor 10Uhr morgens in seinem Laden gesehen..

Über der Tafel wird bereits vorgewarnt: Relax
Und auch die Speisen sind oftmals etwas unberechenbar. Statt des bestellten „Falafel-Wraps“ bekam ich letzte Woche ein Auberginen-Tomate-Käse-Brot und in Joes Spezialitäten-Gericht „Bean Curry“ habe ich bisher noch keine einzige Bohne entdeckt – er bereitet es am liebsten mit Kartoffeln und Kürbis zu.

Joes bean curry schmeckt auch ohne beans hervorrragend. Zusammen zum Essen gibt es dann immer sehr viele Infoblätter zu den Heilwirkungen von Kräutern. Bis vor kurzem noch handschriftlich –… weiter lesen
30.03.2010 von Elena Beis
- und obendrein werden deutsche Busse bald mit auseinanderfallenden Minitaxis nach südafrikanischem Modell ersetzt.
Ein Südafrika-Aufenthalt ist sicherlich weit nicht so lebensbedrohlich, wie es in den Medien dargestellt wird, aber wer hätte DAS gedacht? Laut der heutigen Schlagzeilen rangiert Südafrika in Punkto Reisesicherheit über Thailand, Spanien und sogar(!): Deutschland. Ich hab es hier schwarz auf weiß vor mir stehen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Brite ermordet wird, sei in Deutschland mehr als doppelt so hoch verglichen zu Südafrika, heißt es in dem Aufmacher-Artikel der „Cape Times“.

Diese doch recht optimistischen Statements werden mit den Zahlen einer neuen Studie des britischen Auslands- und Commonwealth-Amtes untermauert.
In der Studie wurde verglichen, wie oft Briten in den unterschiedlichen Urlaubsländern die Hilfe ihre Konsulate in Anspruch nahmen.
Von den 663 580 Briten, die sich zwischen April 2008 und März 2009 in Südafrika aufhielten, wurden laut des Reports nur 48 Tode gemeldet – die Mehrzahl… weiter lesen
16.03.2010 von Elena Beis
Es war ein ungünstig gelegenes Blockseminar, das mich in meinem letzten Studiensemester an das Ende von Afrika katapultierte. Denn statt den Winter in München zu verbringen, auf das zweitägige Pflichtseminar Ende Februar zu warten und mich in der Zwischenzeit mit freiwilligen Vorlesungen gewissenhaft weiterzubilden, packte ich im Herbst kurzerhand den Koffer, buchte den billigsten Kapstadt-Flug, der sich auftreiben ließ, und kam nach Südafrika ohne den geringsten Plan.
Mit einer Sache hatte ich allerdings nicht gerechnet: dass ich fünfeinhalb Jahre später immer noch feststecken würde zwischen Xhosas, Buren und Zimbabwer, Steinzeit und Hochmoderne, den Ärmsten der Armen und den Reichsten der Reichen, überwiegend fröhlichen Menschen in durchschnittlich verzweifelten Lebenslagen, polygamen Demokraten und den Geistern der Toten, die hier bei Businessentscheidungen und Beziehungskonflikten noch ein paar Wörtchen mitzureden haben; und dass ich meinen organisierbaren Münchner Alltag gegen diese komplett ruhelose Kulisse langfristig austauschen würde.

Schon mein kurzer Weg zur Arbeit gleicht… weiter lesen