Vor ca. zehn Tagen wurde der weiße Rechtsextreme Eugene Terreblanche auf seiner Farm von zwei schwarzen Arbeitern ermordet. Zunächst gaben die beiden jugendlichen Mörder als Tatmotiv an, Terreblanche hätte sich geweigert, ihre Löhne auszuzahlen, änderten aber ihre Geschichte, und behaupten mittlerweile, Terreblanche habe sie sexuell belästigt. Die Fakten sind noch unklar. Das Einzige, was einigermaßen sicher scheint, ist, dass hinter der Tat kein politisches Motiv steckte.
Die Medien stürzten sich auf die Geschichte – und die Berichte klangen, als ob die Rassen hier bald Amoklaufen und sich gegenseitig abschlachten. In Wirklichkeit lief aber nur die Presse ein bisschen Amok.
Allen voran die britische Klatschpresse. Im “Daily Star” wurden Engländer davor gewarnt nach Südafrika zu reisen, weil auf den Straßen bereits ein “Machete-Rassen-Krieg ” tobe. Englische Fußballfans seien selbstverständlich (und logischerweise) Zielscheibe Nummer eins. Die WM müsse wegen dem brutalen Bürgerkrieg auf das nächste Jahr verschoben werden – usw.
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